Falkenberg (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Falkenberg
Falkenberg (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Falkenberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 28′ N, 12° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Falkenberg
Höhe: 487 m ü. NHN
Fläche: 66,52 km2
Einwohner: 3745 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84326
Vorwahl: 08727
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 119
Gemeindegliederung: 106 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sommerstr. 15
84326 Falkenberg
Webpräsenz: www.gemeinde-falkenberg.de
Erste Bürgermeisterin: Anna Nagl (Wählergemeinschaft Falkenberg)
Lage der Gemeinde Falkenberg im Landkreis Rottal-Inn
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Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Laurentius

Falkenberg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Falkenberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Falkenberg liegt in der Region Landshut direkt an der B 20 etwa sieben Kilometer nördlich von Eggenfelden, 19 km nordwestlich der Kreisstadt Pfarrkirchen, 26 km südlich von Landau sowie 32 km östlich von Vilsbiburg. Die nächste Bahnstation an der Strecke Passau - Mühldorf befindet sich in Eggenfelden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 106 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Diepoltskirchen, Falkenberg, Fünfleiten, Zell und Taufkirchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1011 in einem Schenkungsbrief an das Bistum Bamberg. Falkenberg gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Eggenfelden des Kurfürstentums Bayern. Hier befand sich ein adliger Edelsitz des Geschlechts der Diepoltskirchner und später der Grafen von Tattenbach. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Oberhöft (bis zum 2. Januar 1952 Diepoltskirchen II) am 1. Januar 1970 mit Falkenberg zur neuen Gemeinde Falkenberg zusammengelegt. Am 1. Januar 1972 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Taufkirchen hinzu.[3][4] Am 1. Januar 1974 wurde Fünfleiten (mit dem am 1. Juli 1971 eingegliederten Diepoltskirchen, bis zum 2. Januar 1952 Diepoltskirchen I) eingegliedert. Zell und Gebietsteile der Gemeinde Unterdietfurt (Teile von Huldsessen) folgten am 1. Mai 1978.[5] Der Zeller Bürgermeister Franz Pichlmeier wurde zum Bürgermeister der vergrößerten Gemeinde Falkenberg gewählt.[6] Im Jahr 1983 wurden die Gebietsteile der ehemaligen Gemeinde Huldsessen wieder nach Unterdietfurt umgegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 3232 Einwohner
  • 1970: 3069 Einwohner
  • 1987: 3480 Einwohner
  • 1991: 3656 Einwohner
  • 1995: 3753 Einwohner
  • 2000: 3826 Einwohner
  • 2005: 3939 Einwohner
  • 2010: 3843 Einwohner
  • 2015: 3745 Einwohner

Kirche Sankt Laurentius[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der mittelalterliche Turmunterbau der Kirche stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Der Kirchenchor stammt aus dem 15. Jahrhundert, wobei der Rest der Kirche in modern-gotischem Baustil im Jahre 1857 erbaut wurde. Die spätgotische Kirche wurde auf einer ehemaligen Schlosskapelle aufgebaut. Der einzige Originalteil der Kapelle ist das heutige Presbyterium. Darunter befindet sich eine Gruft, in der einige Ritter der Tattenbacher beerdigt wurden. In den 1960er Jahren wurde die Kirche renoviert, wobei viele Wandmalereien und die beiden Seitenaltäre verloren gingen.

1995 bis 1997 wurde die Kirche erneut renoviert, wobei das Dach und der Turm im Vordergrund standen; des Weiteren wurden neue Deckengemälde und Seitenaltäre hinzugefügt. Am 16. September 2001 erhielt Falkenberg eine neue Kirchenorgel.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist seit 2014 Anna Nagl (Wählergemeinschaft Falkenberg). Ihr Vorgänger war seit 1972 Franz Pichlmeier (CSU/Freie Wählergemeinschaft).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. September 1976 wurde auf Antrag der Gemeinde Falkenberg obiges Wappen genehmigt. Neben der Funktion als Wappen der Gemeinde Falkenberg dient es zugleich als Gemeindesiegel. Die Beschreibung des Wappens lautet: Unter goldenem Schildhaupt, darin ein blauer Bogen, in Rot ein flugbereiter silberner Falke.

Die Begründung für das Aussehen des Wappens lautet folgendermaßen: Im heutigen Gemeindegebiet waren bis etwa zum Jahr 1808 die bedeutendsten Grund- und Hofmarksherren die Grafen von Tattenbach. 1821 kam die Hofmark Falkenberg zusammen mit anderen Hofmarken zum Patrimonialgericht Salach, das den Grafen Arco zum Gebietsherren hatte. Diese beiden für die Geschichte der Gemeinde wichtigen Familien sind im neuen Gemeindewappen durch das Familienwappen der Arco - blauer Bogen in goldenem Feld - und durch die Farbgebung in der unteren Wappenhälfte - Rot und Weiß - vertreten. Der Falke weist auf den Namen der Gemeinde hin.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.969.000 Euro, davon waren umgerechnet 686.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Im Jahr 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 737 und im Bereich Handel und Verkehr 40 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 98 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1297. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 13 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 224 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 4333 Hektar, davon waren 3389 Hektar Ackerfläche und 944 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111129/222449&attr=OBJ&val=800
  3. Eingemeindung von Oberhöft und Taufkirchen
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 455.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 629.
  6. Franz Pichlmeier 1972 bis 1978 erster Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Zell.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Falkenberg (Niederbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien