Fallbett

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Durch die Anwendung der „Fäll“-Sprengtechnik kippt der Schornstein nach der Sprengung ins Fallbett.

Der Begriff Fallbett wird in der Sprengtechnik verwendet und beschreibt eine künstlich ausgehobene Grube, welche das durch die Sprengung ins Kippen gebrachte Bauwerk aufnimmt.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fallbett kommt zur Anwendung wenn die Sprengtechnik so gewählt wird, dass das Bauwerk seine stabile Lage durch ein seitliches Kippen verlässt und zu Boden stürzt. Das Fallbett nimmt das umstürzende Bauwerk auf und verhindert, dass Teile unkontrolliert umherfliegen. Die Sprengladung ist dabei so zu installieren, dass ähnlich der Baumfällung ein Keil aus dem tragenden System entfernt wird und sich so eine einseitige instabile Lage ausbildet. Voraussetzung dafür ist eine sorgfältige Vorbereitung und Ausführung der Sprengarbeiten. Ein Fallbett kann nur bei ausreichenden Platzverhältnissen ausgehoben werden. Im Fall von beengten Verhältnissen (beispielsweise dichte Innenstadtbebauung) ist eine alternative Sprengtechnik zu wählen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerd Vogel, Zünden von Sprengladungen, Leopold Hartmann Verlag, Sondheim v. d. Rhön, ISBN 3-926523-42-5