Faltwerk

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Tragwerksbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Faltwerk ist ein aus Scheiben bzw. Platten zusammengesetztes räumliches geradkantiges Tragwerk. Die ebenen Tragwerksteile werden dabei in ihrer Ebene beansprucht (Scheibentheorie), können aber auch zusätzlicher Biegung ausgesetzt sein (Plattentheorie). Faltungen sollen Verformungen des Faltwerks behindern. Eine hohe Formstabilität des Faltwerks erfordert ortsfeste, unverschiebbare Faltwerkskanten. Freie Faltwerkskanten können mit Quer- und Längsversteifern so stabilisiert werden, dass ihre Verformung behindert wird.

Architekturgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Faltzwickel, die alternierend gerichteten, nebeneinander gereihten plastischen Dreiecksformen an Zwischengliedern und Kapitellen in der osmanischen Baukunst, werden auch als "Faltwerk" bezeichnet.[1] Sie haben eher ornamentale als statische Funktion.

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Koepf: Bildwörterbuch der Architektur (= Kröners Taschenausgabe. Band 194). Kröner, Stuttgart 1968, DNB 457250771, S. 141, mit weiterführender Literatur.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Faltwerk. In: Klaus-Jürgen Schneider, Rüdiger Wormuth (Hrsg.): Baulexikon: Erläuterung wichtiger Begriffe des Bauwesens. Beuth, 2009.