Warburg (Familie)

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Die Familie Warburg ist eine deutsch-jüdische Familie aus der international herausragende Bankiers, Mäzene, Politikberater sowie Natur- und Kulturwissenschaftler hervorgegangen sind. Die Warburgs gehören seit dem späten 19. Jahrhundert vor allem in Deutschland und den USA zu den bedeutendsten Familien des jüdischen Bürgertums.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der früheste bekannte Vorfahre der Familie Warburg ist Anselmo Asher Levi Del Banco (1480–1532). Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war Del Banco einer der führenden Geld- und Pfandleiher der italienischen Handelsmetropole Venedig. Per Dekret vom 29. März 1516 beschloss die Regierung Venedigs die jüdische Gemeinde in einem einzigen Stadtviertel zu ghettoisieren.[1] Nach weiteren Einschränkungen verließen Mitglieder der Familie Del Banco Venedig und siedelten ins Fürstentum Hessen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

Schutzbrief der Hansestadt Warburg für Simon von Cassel (1559)

Ab 1556 wirkte Simon Del Banco (1500–1566) als Geldverleiher für Bauern und Getreidehändler in Kassel, der Residenz von Philipp I. Nach einer Hausdurchsuchung änderte Del Banco aus Sorge vor weiteren Repressalien und im Sinne der Integration seinen Namen in Simon von Cassel.[2] Via Herford und Beckum siedelte Simon von Cassel 1557 mit Frau, Kindern und Dienerschaft schließlich in die westfälische Hansestadt Warburg im Fürstbistum Paderborn. In Warburg wurde ihm am 3. Januar 1559 gegen eine einmalige Zahlung von 100 Talern sowie weiteren jährlich zu entrichtenden Gebühren vom Rat der Stadt Warburg eine auf zehn Jahre begrenzte Wohn- und Handelserlaubnis ausgestellt. Bis ins 19. Jahrhundert brauchten Juden eine Genehmigung, um sich niederlassen zu dürfen. Dafür mussten sie Gebühren entrichten, gleichzeitig formulierten diese Schutzbriefe teils rigide Bedingungen für den Aufenthalt. Vor dem Hintergrund des kanonischen Zinsverbots für Christen benötigte die Stadt Kreditgeber die qua ihres Glaubens nicht dem Zinsnahmeverbot unterlagen. Dementsprechend wurde die wirtschaftliche Tätigkeit der Familie Warburg auf das Geldverleihgeschäft eingegrenzt.[3] Die zunächst auf 10 Jahre begrenzte Aufenthaltsgenehmigung wurde vom zuständigen Fürstbistum Paderborn immer wieder verlängert, so dass die Familie fast über 100 Jahre im Westfälischen blieb. Offenbar gelangte sie in dieser Zeit zu Wohlstand und Ansehen.[4] Nach einigen Jahren adaptierte Simon von Cassel schließlich Warburg als neuen Familiennamen und gilt seither als Ur-Ahn der Familie Warburg.[5]

Simon von Cassels Urenkel Levi Juspa Joseph Warburg (1627–1678) verlagerte nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) den Familiensitz 1668 nordwärts in das unter dänischer Verwaltung stehende Altona, da den deutschen Kleinstaaten nach dem Westfälischen Frieden (1648) der Weg zum Meer versperrt blieb und der Handel im Binnenland zum Erliegen kam. Gumprich Marcus Samuel Warburg (1727–1801) verlegte 1773 seinen Wohnsitz von Altona in die nur wenige Kilometer entfernte Wirtschaftsmetropole Hamburg. Der in voller Blüte stehende Stadtstaat hatte seine eigene Handelsflotte, ein eigenes Militär und verfügte über viele ausländische Konsulate. Europas Reichtum floß durch den Hamburger Hafen: Fischladungen nach Skandinavien, Wolle nach Flandern, Pelze aus Russland. Die Seehandelsatmosphäre, die Hamburgs Bewohner eng mit London, Amsterdam und anderen Städten im Ausland verband, gepaart mit einer toleranten Bürgerkultur brachte die Warburgs mit einem Kosmopolitentum in Berührung, das nach den Erfahrungen im provinziellen Binnenland befreiend war. In der Hansestadt entwickelten Gumprichs ungleiche Söhne Moses Marcus Warburg (1763–1830) und Gerson Warburg (1765–1825) aus dem Geldleih- und Pfandwechselgeschäft ihres Vaters im Jahre 1798 das bis heute bestehende Bankhaus M.M.Warburg & CO.[6]

Moritz M. Warburg (1838–1910)
v.l.: Frieda Schiff-Warburg, Charlotte Warburg, Felix M. Warburg
Aby Warburg bei den Hopi-Indianern

Die vierte Generation der Familie Warburg aus der von Moritz M. Warburg (1838–1910) und seiner Frau Charlotte Esther Warburg (geb. Oppenheim, 1842–1921) gegründeten Familienlinie der Mittelweg-Warburgs prägte das frühe Zeitalter der Globalisierung dies- und jenseits des Atlantiks. Während Max M. Warburg (1867–1946) die familieneigene M.M.Warburg & CO in Hamburg zu eine der größten und renommiertesten Privatbanken der Welt entwickelte, wurden seine Brüder Paul M. Warburg (1868–1932) und Felix M. Warburg (1871–1931) Teilhaber des Wall Street-Bankhauses Kuhn, Loeb & Co. in New York. Paul M. Warburg war zudem maßgeblich an der Entwicklung der US-Notenbank Federal Reserve System, sowie an der Gründung des politikberatenden Council on Foreign Relations beteiligt.

Felix M. Warburg gründete 1914 die weltgrößte jüdische Wohltätigkeitsorganisation American Jewish Joint Distribution Committee. Zur Zeit der NS-Diktatur (1933–1945) ermöglichten Max M. Warburg, Felix M. Warburg, Edward M.M. Warburg, Bettina Warburg, Eva Warburg, Gisela Warburg, Anita Wolf-Warburg und Lola Nina Hahn-Warburg mit enormer finanzieller, politischer und organisatorischer Hilfe zehntausenden Juden die Emigration nach Palästina, England, die USA und Skandinavien. Lola Nina Hahn-Warburg (1901–1989), seit 1933 aktives Vorstandsmitglied in der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, war zu dieser Zeit die Geliebte von Chaim Weizmann, dem damaligen Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation und späteren ersten Präsidenten des 1948 gegründeten Staates Israel.[7] Mit ihrer Schwester Anita Wolf-Warburg engagierte sich Lola Nina Hahn-Warburg in besonderer Weise bei der Betreuung deutsch-jüdischer Flüchtlinge in Großbritannien. Durch die 1938 abgehaltenen Verhandlungen einer Delegation unter Leitung von Chaim Weizmann und Lola Hahn-Warburgs Beteiligung beim britischen Innenministerium gelang es, dass die britische Regierung und das britische Unterhaus eine unbegrenzte Anzahl von Kindern nach Großbritannien emigrieren ließ. Über 10.000 jüdische Kinder konnten zwischen 1938 und 1939 mittels dieser Kindertransporte gerettet werden.

Fast die gesamte Warburg-Familie emigrierte bis 1938 in die USA, England und Schweden. In London gründete Siegmund George Warburg 1938 das Bankhaus S. G. Warburg & Co. und wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einem der bedeutendsten britischen Bankiers. Eric M. Warburg (1900–1990), als Erich Hermann Moritz Warburg in Hamburg geborener Sohn von Max M. Warburg, gründete nach seiner Emigration im September 1938 in New York die E.M. Warburg & Co-Investmentbank. Während des Zweiten Weltkrieges diente Warburg nach dem Angriff auf Pearl Harbor von 1941 bis 1945 der US Army. Die US-Streitkräfte brauchten dringend Männer die fließend deutsch sprachen und die politischen und geographischen Gegebenheiten des Kriegsgegners kannten. Nach der Offiziersausbildung in Florida besuchte er eine Nachrichtendienstschule der US Air Force in Harrisburg, Pennsylvania und absolvierte seinen Stabsdienst in Washington. Auf eigenem Wunsch wurde Eric M. Warburg 1943 nach England abkommandiert und diente künftig als Verbindungsoffizier zwischen den Generalstäben der US Air Force und der britischen Royal Air Force. In England bekam er eine Ausbildung in einem geheimen Verhörzentrum in der Grafschaft Buckinghamshire, in dem britische Agenten deutsche Kriegsgefangene in die Mangel nahmen.[8][9] Eric M. Warburg landete im November 1942 mit den alliierten Streitkraften in Nordafrika. Nach der Invasion Siziliens im Juli 1943 kundschaftete er Stellungen für die Luftwaffe aus. Während einer krankheitsbedingten Erholungspause erledigte er im US-Verteidigungsministerium in Washington einige Aufgaben. Von hier aus erwirkte er, dass Lübeck nicht ein weiteres Mal durch die britische Royal Air Force bombardiert wurde. Zudem sorgte er beim Planungsstab für die Gestaltung des Nachkriegsdeutschlands dafür, dass Hamburg und Schleswig-Holstein im Gegensatz zur ursprünglichen Planung nicht in die Sowjetzone fallen und die Elbe die zukünftige Grenze bildete. Als nächsten Auftrag stellte Eric M. Warburg, mittlerweile im Rang eines Majors, für die bevorstehende Invasion in der Normandie eine Nachrichteneinheit zusammen. Im Juni 1944 nahm er mit dieser Einheit an der Landung der Alliierten in der Normandie (D-Day) teil. Anschließend wirkte er mit einer kleinen Gruppe amerikanischer und britischer Offiziere bei der Befreiung von Paris im August 1944 mit.[10] Wenig später sorgte Eric M. Warburg für die überlebenden Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944.

In den turbulenten Tagen des Kriegsendes kurz vor der Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 gelang Lt. Col. Eric M. Warburg als Oberstleutnant im Nachrichtendienst der US-Luftwaffe ein waghalsiges Unternehmen, mit dem er den Sowjets zuvorkam: Mit Jeeps und Lastwagen holte er innerhalb von drei Wochen 160 deutsche Wissenschaftler und ihre Familien aus Ostdeutschland heraus und brachte sie in die Obhut der US-Streitkräfte nach Bad Kissingen ins Hotel Wittelsbacher Hof. Darunter waren Spezialisten für die Atomforschung und die V2-Raketen. Unter ihnen Wernher von Braun und zahlreiche Wissenschaftler, die später am amerikanischen Raumfahrtprogramm zur Mondlandung mitwirkten. Zudem traf er auf den mit ihm entfernt verwandten Freund, Nobelpreisträger und Biochemiker Otto Warburg, der unbehelligt von den Nationalsozialisten weiterhin als Wissenschaftler im Dritten Reich tätig war.[11] Als Leiter für Vernehmungen von Kriegsgefangenen der US Air Force führte Eric M. Warburg die ersten Verhöre führender Wehrmachtsoffiziere auf europäischem Boden, unter ihnen die Generäle Halder und von Falkenhausen. Im Mai 1945 sprach er in Augsburg über 20 Stunden lang mit Hermann Göring, dem Leiter der deutschen Luftwaffe.[9][12] Für Eric M. Warburgs im Krieg geleisteten Verdienste verliehen ihm die Amerikaner den Verdienstorden Legion of Merit, die Briten den Order of the British Empire und die Franzosen das Kriegskreuz Croix de guerre. Im September 1945 kehrte Eric M. Warburg nach New York zurück.

1949 wurde der Warburg-Vertraute John Jay McCloy von der US-Regierung als Hochkommissar für Deutschland bestellt und war damit wichtigster Vertreter der Alliierten im Nachkriegsdeutschland. Eric M. Warburg und John McCloy waren bereits seit den 1920er miteinander befreundet, da McCloy als Anwalt des mit den Warburgs verwobenen New Yorker Bankhauses Kuhn, Loeb & Co. arbeitete und man zudem gemeinsam die Freizeit gestaltete. Kurz nach McCloys Amtsantritt war Eric M. Warburg einer der ersten Gäste des neuen Hochkommissars in Bonn. Warburg plädierte bei einem Abendessen engagiert dafür, dass die Demontage der deutschen Industriebetriebe völlig eingestellt werden müsse, denn sonst könne nichts Gutes aus Nachkriegsdeutschland erwachsen. McCloy reagierte zunächst ablehnend, hat sich schließlich allerdings doch für den Demontage-Stopp von zwölf deutschen Industriekonzernen eingesetzt und verwirklicht.[13] Kurz danach gründeten Eric M. Warburg und John Jay McCloy in Hamburg die Atlantik-Brücke und in New York die Schwesterorganisation American Council on Germany zur Förderung der deutsch-amerikanischen Wirtschafts- Militär- und Kulturbeziehungen im Nachkriegsdeutschland. „McCloy wurde in seinem Denken tiefstens von Eric M. Warburg beeinflusst“, so der deutsche Diplomat Walther Leisler Kiep in seinem Buch Bridge Builder: An Insider’s Account of Over 60 Years in Postwar Reconstruction, International Diplomacy, and German-American Relation.[14]

Während des Zweiten Weltkriegs diente Paul M. Warburgs in Hamburg geborener Sohn James Paul Warburg (1897–1969) als Special Assistant der US-Regierungsbehörde Office of the Coordinator of Information zur Zentralisierung der Propaganda- und Geheimdienstaktivitäten während des Zweiten Weltkrieges in Washington. Von 1942 bis 1944 führte er seine Tätigkeit als stellvertretender Direktor der Nachfolgebehörde United States Office of War Information weiter.[15]

Mitglieder der Familie Warburg leisteten bedeutende international anerkannte natur- und kulturwissenschaftliche Beiträge. Aby M. Warburg gründete zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Hamburg die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg. Im ehemaligen Wohnhaus von Felix M. Warburg auf der New Yorker 5th Avenue befindet sich seit 1944 das Jüdische Museum. Otto Warburg (1859–1938) war 1918 Mitbegründer der Hebräischen Universität Jerusalem, Leiter der dortigen botanischen Abteilung und fungierte zwischen 1911 und 1920 als Präsident der Zionistischen Weltorganisation. Otto Heinrich Warburg (1882–1970), Leiter des Berliner Kaiser-Wilhelm-Instituts für Zellphysiologie, erhielt 1931 für seine biochemischen Arbeiten den Nobelpreis für Medizin.[16][17]

Genealogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammbaum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Emil Gabriel Warburg (1846–1931)
Albert Ballin (1857–1918)
Otto Warburg (1859–1938)
Otto Heinrich Warburg (1883–1970)
Fredric John Warburg (1898–1981)
  1. Simon von Cassel (1500–1566), verheiratet mit Jutte von Cassel (1505–unbekannt)
    • Samuel Warburg (1525–1595), verheiratet mit unbekannt
      • Jacob Simon Warburg (ca. 1570–1636, gestorben in Warburg), verheiratet mit unbekannt
        • Levi Juspa Warburg (1600–1679, gestorben in Hamburg), verheiratet mit unbekannt
          • Jacob Samuel Warburg (1627–1668, gestorben in Hamburg), verheiratet mit Rahel Reizche Goldzieher (1648–1674)
            • Samson Warburg (1651–1711, gestorben in Altona), verheiratet mit Hindle Löb Warburg (ca. 1637–1697)
              • Samuel Moses Warburg (1690–1759, gestorben in Altona), verheiratet mit seiner Cousine Rahel Lea Warburg (1701–1770)
              • Dina Reizche Goldschmidt (geb. Warburg) (1713–1737), verheiratet mit Bendix Levy Goldschmidt (ca. 1683–1721)
            • Salomon Warburg (1653–unbekannt)
            • Isaac Ruben Warburg (1655–1729), verheiratet mit Gitla Meier Heilbut (1657–1734)
              • Rahel Lea Warburg (1701–1770), verheiratet mit ihrem Cousin Samuel Moses Warburg (1690–1759)
                • Moses Samson Warburg (1719–1769)
              • Samuel Ruben Warburg (1702–1756)
                • Daniel Samuel Warburg (1727–1796), verheiratet mit Genendel Warburg (geb. Friedburg, 1740–1821)
                  • Marcus Daniel Warburg (1777–1834), verheiratet mit Hanna Warburg (geb. Levy, 1760–1818)
                  • Moses Ruben Daniel Warburg (1773–1847), verheiratet mit Schewa Sophie Warburg (geb. Bondi, 1784–1862)
              • Moses Warburg (1704–1748)
              • Salomon Warburg (1706–1743)
              • Isaac Selig Warburg (1708–1765)
            • Seligman Warburg (1657–1742, gestorben in Altona)
            • Moses Samuel Warburg (1666–1701), verheiratet mit Hitzla Moses Heilbut (1670–1693) und Röschen Mosche Gumprich (1675–1700)
              • Samuel Moses Warburg (1690–1759), verheiratet mit Zippora Rachel Delbanco (1690–1783)
                • Moses Frankfurter Warburg (1723–1753), verheiratet mit Jettchen Warburg (geb. Wagner, 1726–1833)
                  • Elias Moses Warburg Del Banco (1750–1802) Gründer der dänischen Warburg-Linie in Kopenhagen, die wieder den ursprünglichen Familiennamen Del Banco annahm
                    • Moses Del Banco (1784–1848), dänischer Politiker
                  • Elias Samuel Warburg (1729–1805), verheiratet mit Schönche Del Banco (1738–1799)
                    • Simon Elias Warburg (1760–1828) verheiratet mit und Zippora Henriques (1773–1843), Ahnherr der schwedischen Warburg-Linie in Göteborg und Begründer der ersten jüdischen Gemeinde in Schweden
                      • Michael Simon Warburg (1802–1868), verheiratet mit Hanne Salomonsen (1817–1909)
                        • Karl Johann Warburg (1852–1918), u. a. Professor an der Stockholmer Hochschule, war Mitglied der Kunstdirektion des Göteborger Museums und spielte im Kunst- und Literaturleben Schwedens eine bedeutende Rolle
                      • Fredrick Elias Warburg (1832–1899), Mitbegründer der Central London Railway, der ersten elektrischen Eisenbahn in London[18]
                  • Salomon Moses Frankfurter Warburg (1747–1824), verheiratet mit Zipporah Sophie Warburg (geb. Leidesdorf, 1760–1796)
                    • Wolf Salomon Samuel Warburg (1778–1854), verheiratet mit Betty Bella Warburg (geb. Lazarus, 1782–1862)
                      • Moritz Warburg (1810–1886), Jurist, Politiker, 1848–1850 Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung für Schleswig-Holstein
                      • Pius Warburg (1816–1900), deutscher Bankier, Kunstsammler und Mäzen
                • Ester Tamar Levy (geb. Warburg, 1731–1772), verheiratet mit Juda Moses Gerson Levy (1720–1769)
                  • Rosina Ballin (geb. Levy, 1765–1824), verheiratet mit Joel Joseph Ballin (1751–1817)
                    • Samuel Joel Joseph Ballin (1804–1874), verheiratet mit Amalia Meyer (1815–1909)
                      • Albert Ballin (1857–1918), Gründer der seinerzeit weltgrößten Handels- und Seeschiffahrtsflotte HAPAG
                • Gumprich Marcus Samuel Warburg (1727–1801), verheiratet mit Hela Riwka Heckscher (1748–1818)
                  • Gerson Warburg (1765–1826), Gründer der Privatbank M.M.Warburg & CO
                  • Moses Marcus Warburg (1763–1831), Gründer der Privatbank M.M.Warburg & CO, verheiratet mit Röschen Hausen Abrahamson (1765–unbekannt)
                    • Sara Warburg (1805–1884), verheiratet mit ihrem Cousin Abraham Samuel Warburg (1798–1856)
                      • Marianne Warburg (1830–1881)
                      • Malchen Goldschmidt (geb. Warburg, 1831–1911), verheiratet mit Adolf-Abraham Goldschmidt (1810–1857)
                      • Rosa Schiff (geb. Warburg, 1833–1908) verheiratet mit Paul Schiff (1829–1893)
                      • Siegmund Warburg (1835–1889), Bankier der M.M.Warburg & CO, Begründer der Alsterufer-Familienlinie
                      • Moritz M. Warburg (1838–1910), Bankier der M.M.Warburg & CO, Begründer der Mittelweg-Familienlinie

Familienlinien Mittelweg- und Alsterufer-Warburgs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mittelweg-Warburgs (1884); v.l.: Felix, Paul, Olga, Hausmädchen, Franziska Jahns, Charlotte, Moritz, Théophilie, Louisa, Aby
Baron Horace Günzburg (1833–1909)

Als Matriarchin der Warburg-Familie galt Sara Warburg (1805–1884), die einzige Tochter von Moses Marcus Warburg, dem Gründer der M.M.Warburg & CO. Nach dem Tod ihres Mannes Abraham Samuel Warburg (1798–1856) führte Sara Warburg als Alleininhaberin die Geschäfte der M.M.Warburg & CO für einige Jahre. Ihren wie sie streng jüdisch-orthodox lebenden Söhnen Siegmund Warburg (1835–1889) und Moritz M. Warburg (1838–1910) übertrug Sara Warburg zwischen 1859 und 1863 nach und nach Geschäftsanteile und Führungsaufgaben an der familieneigenen Bank. 1865 schied Sara Warburg aus der Bank aus und übertrug die Führung des Finanzinstituts endgültig auf die beiden Söhne. Samt ihren jeweiligen Familien pflegten Siegmund und Moritz M. Warburg über Jahrzehnte eine von wechselnder Überlegenheit und eifersüchtiger Rivalität geprägte Beziehung zueinander. Die Brüder waren nicht nur äußerlich sehr unterschiedlich. Siegmund hatte eine stumpfe Nase, dicke Lippen, war dunkelhäutig und galt als geschäftstüchtig, barsch und leicht erregbar. Moritz hingegen hatte feine Gesichtzüge, einen hellen Teint und war eher träge, dandyhaft und beliebt bei Frauen.

Aus den ungleichen Brüdern entstanden zwei Familienlinien: Siegmund Warburg heiratete 1862 die aus Kiew stammende Théophilie Rifka Tova Rosenberg (1840–1905) und begründete die Alsterufer-Warburgs. Siegmund baute am Alsterufer 18 ein prachtvolles Palais für seine Familie und machte aus dem Hause Warburg durch die Heirat mit seiner aus Russland stammenden Frau ein multinationales Unternehmen im kleinen Maßstab. Théophilies Schwester Anna war verheiratet mit Baron Horace de Gunzburg, einem kosmopolitischen Russen, der Banken in St. Petersburg und Paris besaß, ein Freund des französischen Kaisers war und später als Berater des russischen Zaren Nikolaus II. fungierte.[19] Eine weitere Schwester von Siegmunds Frau Théophilie war mit dem in Odessa wirkenden Bankier L.E. Aschkenasi verheiratet. Théophilies Schwester Rose heiratete in München den Hofbankier Baron Josef von Hirsch, wodurch sich weitere persönliche Beziehungen zu den Bankhäusern Bischoffsheim & Goldschmidt ergaben. Am 12. Juni 1864 heiratete Moritz Warburg die Frankfurter Juwelierstochter Charlotte Oppenheim. Daraus ergaben sich Beziehungen zu den führenden Frankfurter Bankhäusern, insbesondere zum Bankhaus Moritz B. Goldschmidt. Die Zweckheiraten trugen weiterhin maßgeblich zur Ausdehnung des Geschäftsbereich der M.M.Warburg & CO bei.[20]

Das Pendant zu Siegmund bildete sein Bruder Moritz M. Warburg, der fortan die Geschicke der Mittelweg-Warburgs aus der Villa am Mittelweg 17 führte. Die Straßen Alsterufer und Mittelweg verlaufen in unmittelbarer Nähe parallel zueinander im Hamburger Stadtteil Rotherbaum und werden heutzutage durch die Warburgstraße durchschnitten. Über Jahrzehnte tobte ein Streit darüber, welcher Anteil am Ruhm der Familie höher anzusetzen sei, derjenige der Alsterufer- oder derjenige der Mittelweg-Warburgs. Das führte so weit, dass die männlichen Familiennachkommen vom Alsterufer hinter ihre Vornamen ein „S.“ für Siegmund setzten, die vom Mittelweg ein „M.“ für Moritz. Trotz aller Differenzen konnte der Zusammenhalt der Familie jedoch nicht gefährdet werden.[6][21] Beide Warburg-Familien gehörten finanziell zur Oberschicht und pflegten als wohlhabende Hamburger Juden einen großbürgerlich-hanseatischen Lebensstil. Die Warburgs waren in der jüdischen Tradition verwurzelt: Die Kinder lernten hebräisch, das Essen war koscher, jüdische Feiertage und religiösen Gesetze wurden eingehalten.[22]

Familienlinie Mittelweg-Warburgs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aby M. Warburg (1866–1929)
Max M. Warburg (1867–1946)
Paul M. Warburg (1868–1932)
Felix M. Warburg (1871–1937)

Aus der Familienlinie der Mittelweg-Warburgs von Moritz M. Warburg und seiner Frau Charlotte Esther Warburg (geb. Oppenheim, 1842–1921) stammen neben den Töchtern Olga Charlotte Kohn-Speyer (geb. Warburg; 1873–1904) und Louisa Martha Derenberg (geb. Warburg; 1879–1973) die seinerzeit fünf international überaus wirkungsstarken Söhne:

  1. Aby Moritz Warburg (1866–1929), Privatgelehrter, Kunsthistoriker, Kulturwissenschaftler und Begründer des Londoner Warburg Institute, der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg der University of London, Aby Warburg heiratete die Bildhauerin Mary, geb. Hertz.[23] Das Ehepaar hatte drei Kinder:
    • Marietta Braden (1899–1973).
    • Max Adolph Warburg (1902–1974)
    • Frede Charlotte Prag (1904–2004)
  2. Max Moritz Warburg (1867–1946), international tätiger Bankier und ab 1893 Teilhaber der M.M.Warburg & CO, im Kaiserreich nahm Max Warburg in der hamburgischen, deutschen und internationalen Politik eine wichtige Rolle ein: Von 1904 bis 1919 gehörte er der Hamburgischen Bürgerschaft (1904–1919) sowie der Hamburger Handelskammer (1903–1933) an und zählte zu den Kaiserjuden, die Wilhelm II. in Finanzfragen berieten [16]; Mitbegründer der IG Farben; Max M. Warburg heiratete 1899 Alice Warburg (geb. Magnus; 1873–1960). Sie hatten einen Sohn und vier Töchter:
    • Eric Moritz Warburg (1900–1990), international tätiger Bankier und ab 1929 Teilhaber der M.M.Warburg & CO; gründete 1938 in London das Bankhaus E.M. Warburg & Co. das heute als Private Equity- und Investmentunternehmen Warburg Pincus firmiert; im Zweiten Weltkrieg Oberstleutnant im Nachrichtendienst der US-Luftwaffe; Eric M. Warburg wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Mitbegründer der Atlantik-Brücke e.V. und des American Council on Germany einer der wichtigsten Förderer der deutsch-amerikanischen Beziehungen im Nachkriegsdeutschland; Eric M. Warburg war verheiratet mit Dorothea Warburg (geb. Thorsch; 1912–2003) und hatte drei Kinder:
      • Max Marcus Alfons Warburg (geb. 1958 in New York), stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzende bei M.M.Warburg & CO
      • Marie Warburg, amerikanische Staatsbürgerin, seit 2005 verheiratet mit Michael Naumann
      • Erica Warburg
    • Lola Nina Hahn-Warburg (1901–1989), Geliebte von Chaim Weizmann, dem damaligen Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation und ersten Präsidenten des neu gegründeten Staates Israel,[7] seit 1933 aktives Vorstandsmitglied in der Reichsvertretung der Juden in Deutschland und mit ihrer Schwester Anita Wolf-Warburg in besonderer Weise bei der Betreuung deutsch-jüdischer Flüchtlinge in Großbritannien und vor allem der so genannten Kindertransporte 1938/39 engagiert. Durch die Verhandlungen einer Delegation von 1938 unter Leitung von Chaim Weizmann und Lola Hahn-Warburgs Beteiligung beim britischen Innenministerium gelang es, dass die britische Regierung und das britische Unterhaus eine unbegrenzte Anzahl von Kindern nach Großbritannien emigrieren ließ. Über 10.000 jüdische Kinder konnten so gerettet werden.
    • Renate Olga Calder Warburg (1904–1984)
    • Anita Wolf-Warburg (1908–2008), emigrierte 1935 nach London und wirkte dort in besonderer Weise für das Jewish Refugees Commitee und das Britische Rote Kreuz
    • Gisela Warburg Wyzanski (1912–1991), leitete zur Zeit des Nationalsozialismus in Berlin das Büro der Kinder- und Jugend-Alijah, emigrierte 1939 in die USA und engagierte sich dort als Vorstandsmitglied der Hadassah für den Zionismus.[24]
  3. Paul Moritz Warburg (1868–1932), international tätiger Bankier, ging in 1890er Jahren nach New York, ab 1902 Teilhaber des US-Bankhauses Kuhn, Loeb & Co.; Paul M. Warburg nahm 1911 die amerikanische Staatsbürgerschaft an; Schöpfer und bis 1918 stellvertretender Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve System; Paul M Warburg heiratete 1895 Nina Loeb (1870–1945), eine Tochter seines ebenfalls in New York wirkenden Geschäftspartners Salomon Loeb, und hatte einen Sohn und eine Tochter:
    • James Paul Warburg (1897–1969), der in Hamburg geborene Bankier wanderte in seiner Kindheit mit seinem Vater Paul M. Warburg in die USA aus; nach einem Abschluss an der Harvard University war er zunächst bei verschiedenen New Yorker Banken in verantwortungsvollen Positionen beschäftigt; Finanzberater von US-Präsident Franklin D. Roosevelt bei der Londoner Konferenz zur Bewältigung der Weltwirtschaftskrise 1933; von 1941 bis 1942 diente James P. Warburg als Special Assistant der US-Regierungsbehörde Office of the Coordinator of Information zur Zentralisierung der Propaganda- und Geheimdienstaktivitäten während des Zweiten Weltkrieges in Washington, D.C.; von 1942 bis 1944 diente er als stellvertretender Direktor der US-Regierungsbehörde United States Office of War Information zur Verbreitung von Kriegsinformationen und – propaganda während des Zweiten Weltkrieges [15]
    • Bettina Warburg (1900–1990), verheiratet mit Samuel Grinson
  4. Felix Moritz Warburg (1871–1937); Philanthrop; international tätiger Bankier; ab 1894 Partner bei Kuhn, Loeb & Co, New York; sein Haus in New York City beherbergt heute das Jüdische Museum. Felix M. Warburg heiratete 1895 Frieda Schiff (1875–1958), die Tochter seines Seniorpartners Jacob Schiff und hatte eine Tochter und vier Söhne:
    • Carola Warburg Rothschild (1896–1987) heiratete den Unternehmer Walter N. Rothschild aus der Rothschild-Dynastie.[25]
    • Frederick M. Warburg (1897–1973), Investmentbanker und wie sein Vater Partner bei Kuhn, Loeb & Co. in New York.[26]
    • Gerald Warburg (1902–1971), Cellist[27]
    • Paul Felix Solomon Warburg (1904–1965), entwickelte hochgradig erfolgreiche Fundraising-Methoden für die Federation of Jewish Philanthropies of Greater New York und war aktives Vorstandsmitglied zahlreicher jüdischer Verbände in New York City.[28] Paul Felix Solomon Warburg und seine Frau Jean Warburg (geb. Stettheimer) hatten eine Tochter:
      • Felicia Schiff Warburg Sarnoff Roosevelt (geb. 1927), Felicia heiratete zunächst 1950 Robert William Sarnoff, den damaligen Präsidenten der NBC und Sohn von David Sarnoff, dem Erfinder der Farbfernsehübertragung und Gründer des Radio- und TV-Sender NBC.[29] Nach ihrer Scheidung heiratete sie 1970 den Sohn des 32. US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt Franklin Delano Roosevelt Jr.[30]
    • Edward Mortimer Morris Warburg (1908–1992) war Kunstliebhaber, Mitbegründer des MoMa, Gründungsvater des amerikanischen Balletts, Mitbegründer der Harvard Society for Contempory Arts, von 1941–1943 und von 1946–1965 Vorsitzender des American Jewish Joint Distribution Committee und Vorsitzender des United Jewish Appeal.[31]
  5. Fritz Moritz Warburg (1879–1962), Bankier; war verheiratet mit Anna Warburg, der Tochter des Bankiers Siegfried Samuel Warburg und dessen Ehefrau Ellen Josephoson. Fritz und Anna Warburg hatten drei Töchter:[32]

Familienlinie Alsterufer-Warburgs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Familienlinie der Alsterufer-Warburgs von Siegmund M. Warburg und seiner Frau Théophilie Rosenberg stammen fünf Töchter und zwei Söhne:

  1. Mathilde Warburg (1863–1922) verheiratet mit Samuel Zagury
  2. Abraham „Aby“. S Warburg (1864–1933), ehemaliger Teilhaber der M.M.Warburg & CO, verheiratet mit Olga L. Leonine (1872–1895) und in zweiter Ehe mit Elly Simon (1873–1931):
    • Olga L. Warburg (1898–1965), verheiratet mit Fritz Laumann (1888–1935)
    • Ellen J. Warburg (1899–1940), verheiratet mit S.F.L.T. Plaut (1888–1949)
    • Elsa Marianne Warburg (geb. 1901), verheiratet mit Oscar Henri Leopold Goldschmidt (1881–1960)
    • Ruth A. Warburg (1904–1967), verheiratet mit Kurt M. Neu (1899–1982)
    • Karl S.A. „Charles“ Warburg (1907–1972), verheiratet mit Louise Einstein (geb. 1911)
  3. Anna Warburg (1866–1929), verheiratet mit Martin Blumenfeld (1855–1908)
  4. Rosa Warburg (1870–1922), verheiratet mit ihrem russischen Cousin Baron Alexander Moses von Günzburg zu St. Petersburg (1863–1948)
    • Anna (1892–1986), verheiratet mit dem in Kiev geborenen Salomon Halperin (1880–1955); lebte in Paris
    • Theodore (1893–1945), Attaché der russischen Botschaft in Washington, verheiratet mit Wilhelmina Ptasznik (1901–1988)
    • Olga (1897–1986), verheiratet seit 1921 mit Ignacio Isaac Bauer y Landauer, einem Spross des überaus bedeutenden Madrider Bankiers und Direktor der spanischen Rothschild-Repräsentanz Ignacio Salomon Bauer (1828–1895); Olga und Ehemann Ignacio lebten in Madrid und der Schweiz
    • Vera (geboren in St. Petersburg; 1898–1971), verheiratet mit dem Bankier Paul Israel Dreyfus (1895–1967), Spross der Basler Bankiers Dreyfus Söhne & Cie.
    • Marc (1903–1904)
    • Hélène (geb. 1906), verheiratet mit Alexandre Berline, lebte in Paris
    • Irene (geb. 1910), verheiratet mit Dr. Robert Ary de Vries (nl), Direktor des Rijksmuseum Amsterdam
  5. Elsa Warburg (1875–1949), verheiratet mit Sally George Melchior (1870–1948)
  6. Lilly Warburg (1880–1942), verheiratet mit Otto Kaulla (1866–1955)
  7. Georges Siegmund Warburg (1871–1923) verheiratet mit Lucie Kaulla (Schwester von Bankier Rudolf Kaulla, 1866–1955)
    • Sir Siegmund George Warburg, Gründer des Londoner Bankhauses S. G. Warburg & Co., verheiratet mit Eva Maria Philipson (1903–1983)
      • George A.S. Warburg (geb. 1927), verheiratet mit Elinor Bozyan (geb. 1932)
      • Anna M. Warburg (geb. 1930), verheiratet mit dem Zionismus-Aktivisten Dov Biegun (1914–1980)[33]

Verdienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jewish Museum NYC

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klessmann, Eckart: M. M. Warburg & Co. 1798–1998: Die Geschichte des Bankhauses 2004.
  • Ron Chernow: Die Warburgs – Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, ISBN 3-88680-521-2
  • Chernow, Ron: The Warburgs: The Twentieth-century Odyssey of a Remarkable Jewish Family. Random House, New York 1993, ISBN 0-679-41823-7.
  • Jacques Attali: A Man of Influence: The Extraordinary Career of S.G. Warburg. Adler & Adler, Bethesda, MD 1985, ISBN 0-917-56136-8.
  • Farrer, David: The Warburgs: The Story of a Family. Stein and Day, New York 1974, ISBN 0-812-81733-8.
  • Rosenbaum, Eduard: M. M. Warburg & Co., Merchant Bankers of Hamburg; A Survey of the First 140 years, 1798 to 1938 1962.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cyrus Adler: Bulletin of the American Schools of Oriental Research No. 68. The American Schools of Oriental Research, Dezember 1937, S. 2–4
  2. Jacques Attali: Dizionario innamorato dell’ebraismo. Plon et Librairie Arthème Fayard, 2009.
  3. Sandra Wamers: Von Warburg in die weite Welt: Der Schutzbrief für Simon von Cassel, den Vorfahren der berühmten Bankiersfamilie. Neue Westfälische, 21. April 2011
  4. Volker Reinhardt, Thomas Lau: Deutsche Familien: historische Portraits von Bismarck bis Weizsäcker. Verlag C.H. Beck, München 2005, S. 281.
  5. Eric Banks: The Rise and Fall of the Merchant Banks. Kogan Page/Reuters Ltd., 1999, London, S. 88.
  6. a b Julius H. Schoeps: Die Warburgs – Ron Chernows große Geschichte einer Hamburger Familie Die Zeit, 2. Dezember 1994
  7. a b Volker Reinhardt,Thomas Lau: Deutsche Familien: historische Portraits von Bismarck bis Weizsäcker. Verlag C.H. Beck, München 2005, Seite 280
  8. Ron Chernow: Die Warburgs – Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 628
  9. a b Günther Stiller: Zum 100. Geburtstag von Eric M. Warburg. Hamburger Abendblatt, 17. April 2000
  10. Ron Chernow: Die Warburgs – Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 628–632
  11. Uwe Bahnsen: Bankier Warburg – Der Mann, der Lübeck vor den Bomben bewahrte. Die Welt, 25. August 2013 (mit Foto von Eric M. Warburg)
  12. Eitel bis in den Tod. Cicero – Magazin für politische Kultur
  13. Ludger Kühnhardt: Atlantik Brücke: 50 Jahre deutsch-amerikanische Partnerschaft, S. 24
  14. Walther Leisler Kiep: Bridge Builder.An Insider’s Account of Over 60 Years in Postwar Reconstruction, International Diplomacy, and German-American Relation. S. 205
  15. a b Lebenslauf von James P. Warburg. Committee on the history of the Federal Reserve System, Federal Reserve Bank of St. Louis
  16. a b Frank Bajohr: Das Jüdische Hamburg – Max M. Warburg Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg
  17. Salomon Wininger: Große Jüdische National-Biographie. Band 6, 1933, S. 205–210.
  18. Encyclopaedia Brittanica: Warburg Family
  19. Ron Chernow: Die Warburgs – Odyssee einer Familie. Siedler-Verlag, München, 1994, Seite 32
  20. E. Rosenbaum, A.J. Sherman: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798–1938. Verlag Hans Christians, Hamburg, 1976, Seite 66,67
  21. Hans Hoyng: Überzeugte Deutsche – Die Geschichte des Bankhauses Warburg. Spiegel Spezial, Ausgabe 10/1994
  22. Christel Busch: Aby Warburg – Eine Annäherung. Kulturport, 10. Juni 2016
  23. Die Künstlerin und der Gelehrte. … an das vielseitige Schaffen der Hamburgerin Mary Warburg zu erinnern. Von Bärbel Hedinger, taz, 13. Oktober 2016, S. 17. Ein Werkverzeichnis der Künstlerin ist in Arbeit.
  24. Archiv der New York Times: Gisela Warburg Wyzanski, Zionist Leader, 79. The New York Times, 7. Juli 1991
  25. John Weir Powerful Jewish Dynasty Profiled. The Journal of Historical Review, September/Oktober 1995 (Vol. 15, No. 5), Seite 33–37
  26. Alden Whitman: Frederick M. Warburg, 75, Dies; Investment Banker, Sportsman. The New York Times, 11. Juli 1973
  27. The New York Times: Gerald F. Warburg, 69, Is Dead; Cellist and a Patron of the Arts. The New York Times, 15. Februar 1971
  28. Jewish Telegraphic Agency: Paul Felix Warburg Dead; Was 61; Funeral Services Tomorrow. JTA, 11. Oktober 1965
  29. Archiv der New York Times: Felicia Warburg, R.W. Sarnoff Wed; Two of yesterdays's brides. The New York Times, 8. Juli 1950
  30. Archiv der New York Times: F. D. Roosevelt Jr. Weds Mrs. Sarnoff. The New York Times, 2. Juli 1970
  31. Eric Pace: Edward Warburg, Philanthropist And Patron of the Arts, Dies at 84 The New York Times, 22. September 1992
  32. Archiv der New York Times: Fritz M. Warburg of banking house. The New York Times, 15. Oktober 1964
  33. JTA: Dov Biegun Dead at 66. Jewish Telegraphic Agency, 21. Januar 1980
  34. a b Rainer Nicolaysen: Rezension: Es muss besser werden. Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte, Band 102, 2016, Seite 192
  35. Michael Beizer: American Jewish Joint Distribution Committee YIVO Institute For Jewish Research