Fanfare Ciocărlia

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Fanfare Ciocărlia 2015 beim Bardentreffen in Nürnberg
Fanfare Ciocărlia 2015 beim Bardentreffen in Nürnberg
Fanfare Ciocărlia beim internationalen Weltmusik- und Landart Festival Sheshory-2006, Ukraine

Fanfare Ciocărlia [ˈfanˌfarə ˈtʃjɔˌkərliɐ] (von rumänisch: Ciocârlia, deutsch: Lerche) ist eine zwölfköpfige Balkan-Brass Band aus dem Roma-Dorf Zece Prăjini im Nordosten Rumäniens.

In der Musikwelt gelten Fanfare Ciocărlia als Pioniere des Balkan Brass und der Balkan Beats. Mit ihrer Geschwindigkeit und Dynamik, ihrem Spielwitz und unverwechselbar osteuropäischem Sound haben sich Fanfare Ciocărlia seit dem Start ihrer internationalen Karriere im Jahr 1997 weltweite Anerkennung erspielt.

Alle Mitglieder der Band sind Roma und die Formation gilt als eine der erfolgreichsten Roma-Ensembles Europas. Fanfare Ciocărlia sind bekannt für ihr schnelles und energetisches Spiel, komplexe Rhythmen und die temporeichen Soli von Klarinette, Saxophon und Trompete bei bis zu 200 beats per minute.

Fanfare Ciocărlias energiegeladene Live-Auftritte fallen dank ihres Esprits und Sinn für kontrolliertes Chaos aus dem üblichen Rahmen. Bei den Konzerten kommen zum Großteil alte und zerbeulte Blasinstrumente zum Einsatz. Partituren oder Notenblätter werden bei der ausschließlich mündlich tradierten Musik nicht verwendet. Die Band hat ihr traditionelles Repertoire um eigene Arrangements bekannter Evergreens erweitert (Born To Be Wild, James Bond Theme, Caravan, Summertime) und diesen Songs ihren eigenen Stempel aufgedrückt.

Seit ihrem internationalen Durchbruch hat Fanfare Ciocărlia mehr als 2.000 Konzerte in über 70 Ländern gespielt. 2016 feiert die Band ihren 20. Geburtstag mit einer Welttournee.

Der Ursprung der Band in Moldova im Nordosten Rumäniens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fanfare Ciocărlia stammt aus Zece Prăjini in der Region Moldova im Nordosten Rumäniens. Zece Prăjini ist ein kleines Roma-Dorf, in dem die Männer seit Generationen entweder als selbstversorgende Landwirte oder in den Fabriken der umliegenden Städte arbeiteten. Viele der Dorfbewohner wurden als Musiker für Hochzeiten und Taufen in der Gegend engagiert. Aufgrund der Feldarbeit waren ihre Hände allerdings so beansprucht, dass das Spiel von Saiteninstrumente nicht infrage kam und die Wahl auf Blechblasinstrumente fiel.

Ein Instrument zu spielen gehörte zur festen Familientradition, die von Vater zu Sohn weitergegeben wurde. Zece Prăjini war für seine Blechbläser bekannt, trotzdem hätte sich keiner der Dorfbewohner als professioneller Musiker bezeichnet. Fanfare Ciocărlia ist eine Roma-Blaskapelle, die aus neun bis zwölf Mitgliedern besteht.

Der Ursprung der Blaskapellen des Balkan liegt in den Marschkapellen des österreichischen und türkischen Militärs. Fanfare Ciocărlias Besetzung umfasst Trompeten, Tenor- und Baritonhörner, Tubas, Klarinetten, Saxophone, eine Große Trommel und Perkussion. Die Liedtexte sind in der Regel in Romanes oder Rumänisch verfasst.

Der musikalische Stil der Band ist hauptsächlich von der traditionellen Volkstanz-Musik Rumäniens und der Roma geprägt. Fanfare Ciocărlia nimmt sich aber auch türkischer, bulgarischer, serbischer und mazedonischer Elemente an und verarbeitet in ihrem Repertoire außerdem Melodien aus der internationalen Popmusik und aus Hollywood wie Bollywood.

Von der Abgeschiedenheit des Dorflebens zu europaweitem Ruhm: 1996–1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Suche nach traditioneller Dorfmusik kam der deutsche Toningenieur Henry Ernst, der seit Jahren regelmäßig durch Rumänien reiste, im Oktober 1996 ins nördliche Rumänien. In Moldova schlug ihm ein Bauer vor, das kleine Roma-Dorf Zece Prăjini zu besuchen, in dem eine Blaskapelle existieren sollte, die auf Hochzeiten und Taufen spielte. Der Ort war allerdings so klein, dass Einheimische erzählten, er wäre wahrscheinlich auf keiner Karte verzeichnet.

Ernst machte sich dennoch auf den Weg und wurde in Zece Prăjini Ioan Ivancea vorgestellt, einem dort ansässigen Bauern und Klarinettisten. Ivancea lud Ernst ein, bei ihm im Haus zu bleiben und versammelte seine Band, um für den Gast zu spielen. Ernst war von der Geschwindigkeit, der Finesse und dem unerschöpflichen Repertoire der Dorfkapelle beeindruckt. Er wurde sich zudem bewusst, dass die Band eine der wenigen noch existierenden Roma-Blaskapellen in Rumänien war. Sie spielten auf eine gänzlich andere Weise als Blaskapellen aus Serbien, Mazedonien und Bulgarien, unter anderem weil die Musiker durch die Abgeschiedenheit in Zece Prăjini kaum von internationaler Popmusik beeinflusst waren.

Ernst kehrte nach Deutschland zurück und war fest entschlossen, eine Konzerttour zu organisieren. Er bat die Musiker vor seiner Abreise, Reisepässe zu beantragen. Inzwischen war auch der passende Bandname gefunden: „Fanfare Ciocărlia“. Zurück in Deutschland buchte Ernst mithilfe seines Freundes Helmut Neumann für Fanfare Ciocărlia eine Reihe von Auftritten auf Festivals und in Clubs. Obwohl die Tour ein Erfolg war, kostete sie Ernst seine gesamten Ersparnisse und er war somit überzeugt, dass dies eine einmalige Sache gewesen wäre. Dann erreichte ihn ein Anruf vom WDR, zu der Zeit auch Veranstalter eines sendereigenen Weltmusikfestivals. Der WDR buchte Fanfare Ciocărlia und zahlte eine Gage, die alle Reise-, Visa- und sonstigen Kosten abdeckte und Ernst und Neumann darüber hinaus noch die Möglichkeit gab, die „asphalt tango production GbR“ als Agentur für Management und Booking zu gründen.

Ein Showcase der Band bei der Womex 1997 in Marseille erwies sich als Karrieresprungbrett. Fanfare Ciocărlia überzeugte mit ihrem kraftvollen Brasssound sowohl Rock- und Rave-Fans als auch das Weltmusik-Publikum und scharte in Nord-Europa schnell eine große Fangemeinde um sich.

1997 zogen sich Ernst und Neumann mit Fanfare Ciocărlia ins Studio „Electrecord“ in Bukarest zurück, um das Debüt-Album der Band aufzunehmen. Das Album „Radio Pascani“ wurde 1998 in Berlin auf dem Label Piranha Musik veröffentlicht und wurde ein schlagartiger Erfolg. „Radio Pascani“ erntete sehr positive Kritiken und viele Rezensenten äußerten, dass sie niemals zuvor eine Brassband mit solch einer Spielgeschwindigkeit und östlichem Charme gehört hätten. „Radio Pascani“ wurde eines der bestverkauftesten Alben in Piranhas Katalog (über 150.000 verkaufte CDs) und somit eines der populärsten osteuropäischen Alben, das in Westeuropa jemals veröffentlicht wurde.

Vom Erfolg in Europa zu weltweiter Berühmtheit: 1999–2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fanfare Ciocărlia ging nun auf ausgedehnte Konzerttourneen. Sie spielten in ganz Europa und traten 1999 erstmals in den USA auf. Das zweite Album der Band „Baro Biao“ wurde wieder im Electrecord Studio in Bukarest aufgenommen und bei Piranha Musik veröffentlicht. Das Cover schmückt das berühmte Foto von Arne Reinhardt, auf dem Fanfare Ciocărlia aus einem fahrenden Škoda heraus ihre Instrumente spielen. Auch „Baro Biao“ kam sehr gut an und steigerte Fanfare Ciocărlias internationale Berühmtheit. Es folgten Konzertreisen nach Japan und Australien sowie ein Auftritt auf dem Womad Festival in Großbritannien.

2001 veröffentlichte Piranha Musik Fanfare Ciocărlias drittes Album „Iag Bari“. Auf diesem Album ist neben Interpretationen von New-Orleans-Jazz-Standards (West Side Blues) wieder die rumänische Ballade „Lume, Lume“ zu hören, diesmal zusammen mit dem bulgarischen Frauenvokalensemble „Angelite“ aufgenommen. Zudem sind auf „Iag Bari“ wieder die energiegeladenen Roma-Lieder zu hören, die die Band berühmt gemacht haben.

Fanfare Ciocărlia absolvierte weiterhin ausgedehnte internationale Tourneen und der deutsche Filmregisseur Ralf Maschalleck begleitete die Band auf ihren Reisen von ihrem Dorf nach Berlin und Tokio. Hieraus entstand die mehrfach ausgezeichnete Filmdokumentation „Iag Bari – Brass on Fire“. Der Film zeigt Fanfare Ciocărlia als Entertainer auf und hinter der Bühne und überzeugt durch den Witz und die Herzlichkeit, die die Band ausstrahlt.

Inzwischen hatten Ernst und Neumann die Asphalt Tango Records GmbH gegründet und veröffentlichten 2004 die DVD „Gypsy Brass Legends – The Story Of The Band“ von Fanfare Ciocărlia. Diese DVD enthielt Ralf Marschallecks Film „Iag Bari – Brass on Fire“, ein Konzertmitschnitt aus dem Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin und einige Extras. Das britische Magazin Songlines schrieb: „‚Gypsy Brass Legends – The Story of the Band‘ setzt neue Maßstäbe für Weltmusik-DVDs.“

2005 produzierten Ernst und Neumann das Album „Gili Garabdi – Ancient Secrets of Gypsy Brass“ im Heimatdorf der Band Zece Prăjini und im Berliner Headroom Studio. Auf dem Album stellte Fanfare Ciocărlia ihre Interpretationen von „oo7 (James Bond Theme“) und Duke EllingtonsCaravan“ vor. Beide Stücke wurden sehr beliebte Titel im Repertoire der Band. Der britische World Journalist Charlie Gillet spielte „Caravan“ oft in seinen BBC-Radiosendungen und lizenzierte den Song für seine CD-Compilation „World 2006“ (Rhino). 2005 erschien Garth Cartwrights Buch „Princes Amongst Men: Journeys with Gypsy Musicians" (Serpent Tail)“ mit Fanfare Ciocărlia auf dem Cover. In diesem Buch sind u.a. Interviews mit Ernst, Ivancea und anderen Mitgliedern von Fanfare Ciocărlia nachzulesen. Der Hannibal Verlag brachte 2008 die deutsche Übersetzung „Balkan-Blues und Blaskapellen – Unterwegs mit Gypsy-Musikern in Serbien, Mazedonien, Rumänien und Bulgarien“ auf den Markt.

Der Tod von Ioan Ivancea und der Beginn von genreübergreifenden Kooperationen: 2005–2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2005 wurde bei Ioan Ivancea Krebs diagnostiziert und er starb nach kurzer Krankheit im Oktober 2006. Nach der Trauerzeit entschied sich Fanfare Ciocărlia, auch ohne ihren jahrelangen Bandleader weiterzumachen. Roma-Musik vom Balkan war gefragt wie nie und Fanfare Ciocărlia war in dem Genre eine der erfolgreichsten Bands, ihre Konzerte zogen zahlreiche Zuschauer an und DJs legten ihre Platten in Clubs auf.

Ernst und Neumann beschlossen, dass der angemessenste Weg, Ivanceas Leben zu würdigen und gleichzeitig das Interesse der Menschen an Roma-Musik wachzuhalten, das Album und gleichzeitige Live-Projekt „Queens & Kings“ wäre. Eine Reihe von bekannten Gastsängerinnen und –sängern traten zusammen mit Fanfare Ciocărlia als Begleitband auf. Dazu zählten Esma Redžepova (Mazedonien), Šaban Bajramović (Serbien), Kaloomé (Frankreich), Ljiljana Butler (Bosnien), Jony Iliev (Bulgarien), Florentina Sandu (Rumänien), Dan Armeanca (Rumänien) und Mitsou (Ungarn).

Das gleichnamige Album endete mit dem „Farewell March“, eine von Ioan Ivancea gesungene Beerdigungsballade, die von Ernst vor Jahren aufgenommen aber niemals veröffentlicht wurde, und „Born To Be Wild“, Fanfare Ciocărlias Interpretation des Steppenwolf-Songs, welchen die Band für den Soundtrack des Films „Borat – Kulturelle Lernung von Amerika, um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen“ aufgenommen hatte.

Das erste Konzert der „The Gypsy Queens & Kings“-Tour fand im Dezember 2006 in Bukarest statt. Es war das erste Mal überhaupt, dass Fanfare Ciocărlia in der Hauptstadt Rumäniens auftrat und zudem zusammen mit Esma Redžepova, Mitsou und Jony Iliev auf der Bühne stand. Das „Queens & Kings“- Album wurde 2007 von Asphalt Tango Records veröffentlicht und die dazugehörige Tournee führte durch ganz Europa bis nach Australien.

Ursprünglich featurete das Live-Projekt Fanfare Ciocărlia, Esma Redžepova, Kaloomé, Jony Iliev und mitunter auch Mitsou oder Ljiljana Butler. Nach über zwei Jahren auf Tour entschied sich Fanfare Ciocărlia, eine einjährige Pause einzulegen, und „The Gypsy Queens & Kings“ wurde für den Rest des Jahres 2009 und den Großteil des Jahres 2010 mit der Bukarester Roma-Band Mahala Raï Banda fortgesetzt.

Im Jahr 2006 gewann Fanfare Ciocărlia den BBC Radio 3 World Music Award für Europa. 2008 veröffentlichte Asphalt Tango Records die CD „Princes Amongst Men“, den Soundtrack zum gleichnamigen Buch von Garth Cartwright. Die Compilation erschien zeitgleich zur Veröffentlichung der deutschsprachigen Ausgabe des Buchs im Hannibal Verlag und zeigt Fanfare Ciocărlia auf dem Einband.

Im September 2009 veröffentlichte Asphalt Tango Records zeitgleich zwei Alben von Fanfare Ciocărlia. Zum einen „Live“ mit den Aufnahmen vom Berlin-Konzert der Band, das auch auf der DVD „Gypsy Brass Legends“ zu sehen war (und der Gypsy Brass Legends DVD als Beigabe) als auch „Best of Gypsy Brass“, eine Compilation mit Fanfare Ciocărlias bis dato bekanntesten Titeln auf Vinyl. Fanfare Ciocărlia und Ernst gingen Anfang 2011 erneut ins Studio, um die „Balkan Brass Battle“-Sessions aufzunehmen. Auf dem Album „Balkan Brass Battle“ und der dazugehörigen Tour traten Fanfare Ciocărlia gegen die serbische Roma-Brass-Band „Boban & Marko Marković Orkestar“ zu einem musikalischen Wettstreit an. Das Zusammenbringen der beiden herausragendsten Balkan Brass Bands erwies sich als erfolgreich. Die Ensembles tourten gemeinsam mehrmals durch Europa und teilten sich bei einem sportlichen Wettstreit um die Gunst der Zuschauer die Bühne.

2013 tourte Fanfare Ciocărlia intensiv durch Nordamerika. Außerdem ging die Band in Toronto/Kanada mit dem kanadischen Gitarristen Adriano Raso ins Studio. Raso, ein Spezialist für Gypsy Swing und Hardrock, war seit Jahren von Fanfare Ciocărlias Sound fasziniert und hatte vorgeschlagen, zusammen ein Album aufzunehmen. Die von Ernst produzierten Sessions sind auf der CD/LP „Devil’s Tale“ zu hören. Das Album wurde 2014 von Asphalt Tango Records veröffentlicht. Fanfare Ciocărlia zeigte sich auf dem Album von einer neuen, fast dezenten Seite. Sowohl von Kritikern als auch vom Publikum wurde „Devil’s Tale“ begeistert aufgenommen. Nachdem Fanfare Ciocărlia 2015 Headliner auf dem Womadelaide Festival in Australien und dem Womad Taranaki Festival in Neuseeland geworden war, tat sie sich mit Adriano Raso und seiner Band zusammen, um auf „Devil’s Tale“-Tour zu gehen.

Balkan Beats: Fanfare Ciocărlias Einfluss auf die Dance Music[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fanfare Ciocărlia wird als Pionier des Genres „Balkan Beats“ angesehen. Der Name „Balkan Beats“ wurde von dem bosnischstämmigen Berliner DJ Robert Soko geprägt. Soko startete 2001 die Partyreihe „Balkan Beats“, auf der er Blasmusik vom Balkan auflegte. Fanfare Ciocărlia war eine der Bands, die Soko häufig spielte, und seitdem ist ihre Musik für viele DJs und Remixer, die Balkanmusik in Clubs auflegen, essentiell.

Fanfare Ciocărlias Titel „Asfalt Tango“ wurde von der britischen Electronic-Dance-Formation Basement Jaxx für das Lied „Hey U“ auf ihrem Album „Crazy Itch Radio“ verwendet.

Fanfare Ciocărlias Coverversion des „James Bond Theme“ ist auf dem Album „Gypsy Beats and Balkan Banger“ enthalten, einer Kompilation von „Felix B“ von Basement Jaxx.

Fanfare Ciocărlia in Filmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dokumentarfilm “Iag Bari – Brass on Fire” unter der Regie von Ralf Marschalleck zeigt das Leben der Mitglieder von Fanfare Ciocărlia. Er zeigt den Kontrast eines Lebens im kleinen rumänischen Dorf Zece Prăjini zu den großen Konzertsälen, in denen die Band auftritt. Der Film gewann im November 2003 den „Best Documentary Award“ auf dem Festival De Cine Documental Musical in Barcelona und Madrid. Er wurde außerdem mit dem „Best Long Documentary Award“ auf dem Roma-Festival für Fernseh- und Radioproduktionen „Golden Wheel“ in Skopje/Mazedonien ausgezeichnet.

Im Film „Gegen die Wand“ (2004) des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akın ist ein kurzer Konzertausschnitt der Band im Hamburger Club Fabrik zu sehen. 2004 gewann der Film den Goldenen Bären auf dem internationalen Filmfestival „Berlinale“ in Berlin.

Der Titel „Asfalt Tango“ ist dem animierten Film „Fallen Art“ von Tomasz Bagiński und auch dem Kurzfilm „Son“ von Daniel Mulloy unterlegt.

Im Oktober 2004 veröffentlichte Asphalt Tango Records die erste DVD von Fanfare Ciocărlia, die einen ganzen Konzertmitschnitt und den Dokumentarfilm „Iag Bari – Brass on Fire“ und viele Extras enthielt.

Fanfare Ciocărlia wurde beauftragt, den Song „Born to be Wild“ von Steppenwolf für den Film „Borat – Kulturelle Lernung von Amerika, um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen“ aufzunehmen.

Fanfare Ciocărlias Version von „Moliendo Café“ ist in der spanischen Komödie „Crimen ferpecto“ zu hören.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CDs / Vinyl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CD-PIR 1254 Fanfare Ciocărlia „Radio Pascani“ / VÖ 1998 / Piranha Musik
  • CD-PIR 1364 Fanfare Ciocărlia „Baro Biao – World Wide Wedding“ / VÖ 1999 / Piranha Musik
  • CD-PIR 1577 Fanfare Ciocărlia „Iag Bari – The Gypsy Horns From The Mountains Beyond“ / VÖ 2001 / Piranha Musik
  • CD-ATR 0605 Fanfare Ciocărlia „Gili Garabdi“ / VÖ 7. März 2005 / Asphalt Tango Records
  • CD-ATR 1207 Fanfare Ciocărlia „Queens and Kings“ / VÖ 23. Februar 2007 / Asphalt Tango Records
  • CD-ATR 2309 Fanfare Ciocărlia „Live“ / VÖ 25. September 2009 / Asphalt Tango Records
  • LP-ATR 2409 Fanfare Ciocărlia „Best of Gypsy Brass“ / VÖ 25. September 2009 / Asphalt Tango Records
  • CD-ATR 2911 Fanfare Ciocărlia vs. Boban & Marko Marković Orchestra „Balkan Brass Battle“ / VÖ 20. Mai 2011 / Asphalt Tango Records
  • LP-ATR 3011 Fanfare Ciocărlia vs. Boban & Marko Marković Orchestra „Balkan Brass Battle“ / VÖ 20. Mai 2011 / Asphalt Tango Records
  • CD-ATR 4414 Adrian Raso & Fanfare Ciocărlia „Devil's Tale“ / VÖ 17. Januar 2014 / Asphalt Tango Records
  • LP-ATR 4514 Adrian Raso & Fanfare Ciocărlia „Devil's Tale“ / VÖ 17. Januar 2014 / Asphalt Tango Records

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DVD-ATR 0404 Fanfare Ciocărlia „Gypsy brass legends – the Story of the band“ / VÖ 25. Oktober 2004 / Asphalt Tango Records

Einzelnachweise, Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fanfare Ciocărlia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien