Farbwechsel

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Bei Organismen, insbesondere Tieren, bezeichnet Farbwechsel eine Veränderung der Farbe der Körperoberfläche.

Es wird in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Farbwechsels und von dem ihm zugrunde liegenden Mechanismus zwischen verschiedenen Arten von Farbwechseln unterschieden:

  • physiologischer Farbwechsel : Der physiologische Farbwechsel wird durch die Veränderung der Lage von Pigment-Molekülen innerhalb der Farbzellen erreicht und vollzieht sich in Augenblicken, das heißt, er dauert höchstens einige Minuten.
  • morphologischer Farbwechsel : Der morphologische Farbwechsel kommt durch die Veränderung der Menge von Farbpigmenten in den Farbzellen oder/und durch die Veränderung der Anzahl der Pigmentzellen zustande und dauert Tage oder Wochen. Ein Sonderfall ist der Fellwechsel bei vielen Säugetieren in Jahreszeitenklimaten.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farbumschlag einer Lösung durch chemische Reaktion, etwa bei Titration gegen einen Farbindikator.[2] Der Fortschritt der Reifung von Früchten, etwa von Kirschen von gelbrot zu rotblau basiert auf einem analogen Mechanismus.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Farbwechsel. In: Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag, 1999, abgerufen am 29. November 2017.
  2. Michael Müller: Säure-Base-Indikatoren. chempage.de, abgerufen am 29. November 2017.
  3. Anthocyane. In: Lebensmittellexikon. lebensmittelwissen.de, abgerufen am 29. November 2017.