Farmerama

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Farmerama
Entwickler Bigpoint
Publisher Bigpoint
Erstveröffent-
lichung
2009
Plattform Webbrowser
Genre Wirtschaftssimulation, Browserspiel
Steuerung Tastatur & Maus
Sprache mehrsprachig u. a. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch

Bei dem Spiel Farmerama handelt es sich um ein Browsergame der Firma Bigpoint. Bei der Farmsimulation besteht der Sinn des Spiels darin, seine virtuelle Farm immer weiter auszubauen. Nachdem das Spiel Mitte November 2009 veröffentlicht wurde, verzeichnete es bereits Anfang Oktober 2010 13 Millionen Spieler. Seit Ende Oktober 2010 wurde Farmerama als sogenannte App in MeinVZ, StudiVZ und SchülerVZ integriert.[1] Im Handel ist eine CD als sogenannte Extended Edition erhältlich, welche zusätzliche Features für das Spiel bietet.[2] Seit Mai 2012 gibt es Farmerama auch als Brettspiel (erschienen bei Ravensburger).

Spielprinzip[Bearbeiten]

Einführung[Bearbeiten]

Nach der erfolgreichen Registrierung erhält der Spieler Zugang zu seiner virtuellen Farm. Am Anfang ist es hilfreich, das Tutorial zu spielen, um die Funktionen des Spieles zu verstehen. Hat der Spieler die ersten Aufgaben des Tutorials erfüllt, kann er nun damit beginnen, die Farm nach seinen Wünschen aufzubauen. Der Spieler beginnt in Level 1. Durch Erfahrungspunkte, die beim Ernten und durch andere Spielaktionen gewonnen werden können, steigt man immer weiter im Level auf. Mit jedem Level kann der Spieler weitere Gebäudearten und Ställe bauen sowie weitere Feldfrüchte anpflanzen, jedoch werden in späteren Leveln neue Dinge nicht nach jedem Level hinzugefügt.

Moospenny und Tulpgulden[Bearbeiten]

In diesem Spiel gibt es zwei Spielwährungen: Moospenny sind das Hauptzahlungsmittel. Mit den Moospenny werden Saatgut, Ställe und Bäume bezahlt. Sie sind auch die Währung für den Markt. Tulpgulden sind ein Zahlungsmittel, das mit Echtgeld erworben werden kann. Durch diese Tulpgulden kann man besondere Items erwerben oder Spielfeatures freischalten. Es gibt auch ein Premiumangebot, durch das der Spieler sich gewisse Vorteile verschaffen kann. Ein Premiumaccount ist nur durch die Ausgabe von Echtgeld zu erhalten.

Bauen und Ernten[Bearbeiten]

Der Spieler kann nun wählen, was er bauen möchte. Für die Produktion stehen Felder, Bäume, Ställe und deren Ausbauten, die Weiterverarbeitungsgebäude bereit, ebenso Dekorationsgegenstände zur Verschönerung der Farm. Es gibt vier Arten von Feldern: Einzel-, Doppel-, Vierer- und Komfortfelder. Je nach Platz oder optischen Gesichtspunkten können diese Felder auf die leere Wiese gesetzt werden. Nun kann man die Felder bewirtschaften. Es gibt verschiedene Feldpflanzen, die je nach Level freigeschaltet werden. Je höher der Level der angebauten Pflanze, desto höher ist auch die Anbauzeit, die erhaltenen Erfahrungspunkte und der Gegenwert der Ernte. Bäume sind, wie die Feldpflanzen, nach dem jeweiligen Level freigeschaltet. Wenn man einen Baum auf die Wiese pflanzt, hat er die Größe eines einzelnen Feldes. Bei den Ställen wird ein Platz von der Größe eines Vierer-Feldes benötigt. Der gebaute Stall produziert innerhalb einer bestimmten Zeitspanne Tiere, die wiederum auf dem Markt verkauft oder für Kundenaufträge, Quests und die Weiterverarbeitungsgebäude benötigt werden. Der Stall braucht zur Produktion Tierfutter, das in einer Mühle hergestellt werden kann. Die Weiterverarbeitungsgebäude werden mithilfe von Werkzeug in der Werkstube gezimmert und können dann auf den jeweiligen Ställen platziert werden. Dort werden Erzeugnisse hergestellt, die zur Herstellung Tiere und deren Futtermittel benötigen. Dekorationsgegenstände können beim Farmausstatter in der Stadt erworben, bei verschiedenen Events erspielt oder von Nachbarn geschenkt werden.

Handel und Saatgut[Bearbeiten]

Am Anfang stehen für jeden Spieler ein paar Samen für die erste Bepflanzung bereit. Sollte noch mehr Saatgut benötigt werden, kann man dies ohne Weiteres in der Sämerei in der Stadt kaufen. Ab dem Level 3 besteht zudem noch der freie Zugang zum Markt. Hier werden Pflanzen, Baumfrüchte, Tiere, Tierfutter und Erzeugnisse gehandelt. Man kann sowohl kaufen als auch verkaufen.

Farmerweiterungen[Bearbeiten]

Wilde Wiese[Bearbeiten]

Es gibt zusätzlich zum Hauptacker die Möglichkeit, seine Farm zu erweitern. Ab Level 17 steht dem Spieler die „Wilde Wiese“ zur Verfügung. Um die Wilde Wiese komplett nutzen zu können, benötigt der Spieler 12 Nachbarn. Auf der Wilden Wiese ist der gleiche Platz wie auf dem Hauptacker.

Ziergarten[Bearbeiten]

Des Weiteren steht dem Spieler ab Level 25 der Zugang zum Ziergarten offen. Der erste Teil des Ziergarten ist frei, jeder weitere Teil wird mit Moospennys erkauft. Der Ziergarten kann nur als Stellfläche für alle Dekorationen und Geschenke genutzt werden.

Waldlichtung[Bearbeiten]

Ab Level 14 ist es möglich auf die Waldlichtung zu kommen. Auch auf dieser Waldlichtung kann man Felder anlegen, Bäume oder Ställe aufstellen. Dort steht auch der Baum der Weisheit. An ihm kann man gesammelte Sterne einlösen z.B. um auf die Insel Bahamarama zu kommen oder einen Pfirsichbaum zu erhalten.

Bahamarama[Bearbeiten]

Am Baum der Weisheit kann man sich Bahamarama für 50 Sterne freischalten. Dort kann man exotische Früchte und Gemüse anpflanzen und Tiere wie z.B. Anacondas oder Elefanten züchten.

Wunderranke[Bearbeiten]

Ab Level 30 hat man die Möglichkeit, eine Quest in der Farmhalle (Wunderbohne) zu erledigen und damit die Wunderranke freizuschalten. Auf der Wunderranke kann man Giver-Items aufstellen, um sich für eine bestimmte Zeit einen Bonus zu holen.

Feature[Bearbeiten]

Zuchtiere[Bearbeiten]

Ab Level 21 kann man durch 4 normale Tiere und 2 Superfutter ein besonderes Tier züchten. Es kann durch Weiterzüchten immer höhere Stufen erreichen. Man kann die Zuchttiere auf dem Markt verkaufen, in Quest einzahlen und Erfahrungspunkte bekommen oder sie in Ställen ausstellen. Zudem benötigt man diese Zuchttiere um Upgrades für Ställe und Werkstuben bauen zu können.

Handwerksviertel[Bearbeiten]

Ab Level 40 kann man ein Handwerk erlernen und Lebensmittel herstellen. Diese können gegessen werden und man erhält einen Bonus oder sie werden für Moospenny auf dem Markt verkauft. Ab Level 40 kann man Bäcker, Marmeladier oder Florist werden, Alchimist und Spa-Manager können ab Level 70 erlernt werden.

Nachbarn[Bearbeiten]

Nachbarn sind ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Der Spieler kann 17 Nachbarn (als Premium-Spieler sechs zusätzliche Nachbarn und/oder nach Freischaltung einer Rune am Baum der Weisheit nochmal sechs zusätzliche Nachbarn) haben. Die Nachbarn machen nicht nur die Wilde Wiese dauerhaft nutzbar, sondern bringen dem Spieler auch weitere Erfahrungspunkte ein, sobald sie einen Level aufsteigen. Mit Nachbarn kann man Geschenke und Briefe austauschen.

Kommunikation[Bearbeiten]

Die Kommunikation zwischen den Spielern findet bei Farmerama neben dem Ingame-Nachrichtensystem vor allem über das Forum statt. In dem Forum werden Fragen zum Spiel beantwortet. Nachbarsuche, Austausch von Erfahrungen, Vorstellungen der Spieler und andere Themen werden hier besprochen. Im Spiel selbst gibt es ein Nachrichtensystem, über das sich die Spieler schreiben können, und die Nachbarschaften. Seit einiger Zeit gibt es auch einen Chat, in dem Spieler Spielern helfen. [3]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Events[Bearbeiten]

Zu besonderen Anlässen gibt es im Spiel ein Event. Bei diesen Events kann man neue Quests absolvieren und andere Pflanzen anbauen und dabei besondere Dekorationsgegenstände oder nützliche Sachen erwerben.

Mini-Events[Bearbeiten]

Mini-Events sind Events, bei denen man z.B. Rabatte angeboten bekommt oder diese mit Tulpgulden kaufen kann.

Babyboom[Bearbeiten]

Am "Tag der fruchtbaren Zuchttiere" kann man Zuchttiere züchten. Es besteht die Chance Zwillinge zu bekommen (müssen nicht eineiig sein) und manchmal bekommt man ein Zuchttier höherer Stufen.

Renzos Jahrmarkt[Bearbeiten]

Beim Renzos Jahrmarkt kann man sich Chips erspielen und die Chips gegen Boni tauschen.

Gift & Trade[Bearbeiten]

Zu deutsch: "Schenken und Handeln"; hier kann man Items, Bäume und Ställe mit Lizenzen verschenken und verkaufen sowie tauschen.

Rezeption[Bearbeiten]

Nominierungen und Preise[Bearbeiten]

Farmerama gewann 2010 einige Preise, darunter den Lara-Award[4], den European-Games-Award als bestes europäisches Browsergame[5] sowie den Deutschen Entwicklerpreis in der Kategorie Bestes Browserspiel. [6] Des Weiteren war Farmerama für den GameStar-Award in der Kategorie Bestes Browsergame nominiert.[7]

Kritik am Spiel[Bearbeiten]

Das Erspielen von neuen Spielfeatures erfordert große Mengen an Erfahrungspunkten und somit einen hohen Zeitaufwand. Der Einsatz von bestimmten Spielfeatures erlaubt es, Wartezeiten erheblich zu verkürzen, jedoch müssen diese Spielfeatures mit Tulpgulden bezahlt werden, welches durch reales Geld käuflich zu erwerben ist. Somit müssen Spieler, die kein Geld in die zusätzliche Spielwährung Tulpgulden investieren möchten, einen deutlich höheren Zeitaufwand in Kauf nehmen, als Spieler, die bereit sind, für diese Spielfeatures zu zahlen. [8]

Kritik am Spielprinzip[Bearbeiten]

Das Browserspiel Farmerama zählt zu den Social Games. Basierend auf der Idee einer Wirtschaftssimulation ist es Ziel der Teilnahme, das Spiel - den Bauernhof - am Laufen zu halten. Dieses Spielprinzip macht zum einen zusätzliche Spielfeatures, die mit realem Geld beglichen werden müssen (z. B. Erntehelfer), attraktiv.[9] Ein großer Teil der Spieler nimmt diese Angebote wahr und begleicht somit virtuelle Güter mit realem Geld.[10] Zum anderen stärkt dieses Prinzip die Bedeutung der „Community“, die Erweiterungen der Spielfläche ermöglicht („Nachbarschaften“ für die „Wilde Wiese“). Diese Beziehungen müssen mit aktiver Spielteilnahme am Leben gehalten werden. Diese beiden Aspekte - käufliche Features und die Community - werden als Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg angesehen.[11] Diese Erfolgsfaktoren führen zum Argument, es handele sich bei derartigen Browserspielen um „Unsocial Games“, die auf „Sucht“ und „Selbstausbeutung“ gründen.[12] Wissenschaftler begründen den Erfolg derartiger Spiele mit „Realitätsflucht“ , dem „Gefühl der Verbundenheit“ und einer schnellen Befriedigung durch ein ausgeklügeltes Belohnungssystem. Wissenschaftler ziehen gar Parallelen zwischen diesen Spielen und den sogenannten Skinner-Boxen.[13]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Farmerama jetzt auch auf schülerVZ, studiVZ und meinVZ spielen. www.casualmania.de. Abgerufen am 27. Oktober 2010.
  2. Farmerama: Die Schnäppchen-CD ist im Handel. farmerama.browsergames.de. Abgerufen am 27. Oktober 2010.
  3. Gamefeewiki: Farmerama. www.gamefee.de. Abgerufen am 22. Mai 2012.
  4. LARA-Award für deinen Bauernhof bei Farmerama. www.gameplorer.de. Abgerufen am 27. Oktober 2010.
  5. European Games Award: Farmerama bestes europäisches Browserspiel. farmerama.browsergames.de. Abgerufen am 27. Oktober 2010.
  6. Deutscher Entwicklerpreis 2010. Deutscher Entwicklerpreis 2010. Abgerufen am 2. Januar 2011.
  7. Farmerama
  8. Gamefeewiki: Farmerama. www.gamefee.de. Abgerufen am 22. Mai 2012.
  9. http://futurezone.at/meinung/unsocial-games-sucht-und-selbstausbeutung/24.569.789
  10. http://futurezone.at/digital-life/virtuelle-gueter-sind-echtes-geld-wert/24.562.953
  11. http://www.zeit.de/digital/games/2010-02/farmville-facebook-penguin
  12. http://futurezone.at/meinung/unsocial-games-sucht-und-selbstausbeutung/24.569.789
  13. http://www.zeit.de/2012/07/Social-Games