Farschweiler

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Farschweiler in Rheinland-Pfalz, Deutschland; zur Gemeinde Farschweiler im Departement Moselle, Frankreich siehe Farschviller.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Farschweiler
Farschweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Farschweiler hervorgehoben
Koordinaten: 49° 43′ N, 6° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Ruwer
Höhe: 433 m ü. NHN
Fläche: 7,45 km2
Einwohner: 784 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54317
Vorwahl: 06500
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 021
Adresse der Verbandsverwaltung: Untere Kirchstr. 1
54320 Waldrach
Webpräsenz: www.farschweiler.de
Ortsbürgermeisterin: Marion Jonas
Lage der Ortsgemeinde Farschweiler im Landkreis Trier-Saarburg
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Farschweiler (moselfränkisch: Foaschweila [fɔɐʃvaɪ̯lɐ]) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ruwer an, die ihren Verwaltungssitz in Waldrach hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farschweiler, im Hintergrund der Osburger Hochwald

Zwischen den Städten Trier und Hermeskeil liegt Farschweiler im Wiesengrund eines flach auslaufenden Seitenarms des Feller Baches am nordwestlichen Rande des Osburger Hochwaldes, einem Teil der Mittelgebirgsregion Hunsrück und am Rande des Naturparks Saar-Hunsrück.

Zu Farschweiler gehören auch die Wohnplätze Backeshof, Birkenhof, Forsthaus Farschweiler und Klostermühle (Gehrensmühle).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand wohl in der merowingischen Ausbauperiode (600 – 750). Zwischen 1190 und 1200 taucht er erstmals als Varneswilre im Trierer Stadtrecht auf. Die heutige romanische Kirche stammt aus dem Jahre 1788. Sie wurde 1844 mit einem zweiachsigen Anbau und neuem Chor und Turm erweitert.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zum kurtrierischen Amt Pfalzel. Aus der französischen Mairie Farschweiler wurde 1816 die preußische Bürgermeisterei Farschweiler, die 1927 zum Amt Farschweiler umbenannt wurde. Mit den Orten Farschweiler, Herl, Lorscheid, Osburg und Thomm kam es 1934 zum Amt Waldrach in Ruwer.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Farschweiler, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][3]

Jahr Einwohner
1815 197
1835 365
1871 353
1905 417
1939 725
1950 531
Jahr Einwohner
1961 572
1970 701
1987 706
1997 834
2005 740
2015 784

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Farschweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der vorsitzenden Ortsbürgermeisterin.[4]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984–2009: Werner Schmitt
  • 2009–2016: Silke Bigge

Seit der Kommunalwahl 2009 war Silke Bigge ehrenamtliche Ortsbürgermeisterin von Farschweiler. Sie legte im Oktober 2016 ihr Amt nieder. Die Amtsgeschäfte führte zunächst die Erste Beigeordnete Elke Morgen.[5] Am 8. November 2016 wurde Marion Jonas vom Gemeinderat zur neuen Ortsbürgermeisterin gewählt. Sie trat das Amt am 1. Dezember 2016 an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold eine eingeschweifte schwarze Spitze, darin wachsend eine goldene Kirche mit schwarzen Fenstern, deren Dach und Turmhelm im linken und oberen Teil der Spitze dargestellt sind; vorne ein durchgehendes rotes Kreuz, hinten eine schwarze Tanne.“

Wappenbegründung: Die überörtlich bekannte Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“ ist neben dem kurtrierischen Kreuz Ausdruck der besonderen Verbundenheit der Ortsgemeinde Farschweiler mit Kirche und Staat. Die Tanne symbolisiert den Waldreichtum der Gemeinde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere Vereine sind in verschiedenen kulturellen und sportlichen Bereichen aktiv.

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Arbeitgeber des Ortes ist die 1956 gegründete Schreinerei Annen. Weitere kleine und mittlere Unternehmen sind in Farschweiler ansässig sowie ein SB-Center der Sparkasse Trier.

Örtliche Medien sind der Trierische Volksfreund, der Wochenspiegel und das Amtsblatt der VG Ruwer.

Eine öffentliche Einrichtung ist die Freiwillige Feuerwehr Farschweiler mit einem Feuerwehrhaus, die für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe sorgt. Farschweiler verfügt über ein Bürgerhaus, eine Grundschule und eine Sportanlage. Ein Kindergarten befindet sich in Lorscheid.

Farschweiler liegt an der Kreisstraße 84, die in Richtung Herl zur Landesstraße 149 führt und in Richtung Osburg-Sternfeld zur Landesstraße 151 (ehem. Bundesstraße 52).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Artikel vom 17. Oktober 2016 in der Regionalzeitung Trierischer Volksfreund
  6. books.google.de
  7. openstreetmap.org