Fasti (Ovid)

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Ovids Fasti in einer von dem Humanisten Pomponio Leto angefertigten Handschrift. Rom, Biblioteca Apostolica Vaticana, Vat. Lat. 3263, fol. 119v (15. Jahrhundert)

Die Fasti des Publius Ovidius Naso sind ein im elegischen Distichon verfasstes Gedicht in der Tradition des antiken Lehrgedichts. Sein Gegenstand sind die Festtage des römischen Kalenders, die in zeitlicher Folge abgehandelt werden, wobei jedem Monat ein Buch entspricht. Zu den Festtagen wird jeweils Ursprung und religiöser Hintergrund behandelt, was die Fasti zu einer einzigartigen Quelle für die römische Religion macht. Der Titel des Werks bezieht sich auf die Fasti genannten, vielfach überlieferten listenartigen kalendarischen Aufstellungen.

Das Werk ist Fragment geblieben. Von den zwölf geplanten Büchern sind nur sechs überliefert. Vermutlich wurde die Fertigstellung des Werkes durch die Verbannung des Autors durch Augustus unterbrochen. In der Verbannung in Tomoi wurde eine Revision der existierenden Bücher begonnen, die aber nur bis Buch I gedieh.[1]

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elaine Fantham: Recent Readings of Ovid's Fasti. In: Classical Philology 90, 1995, S. 367-378
  • Geraldine Herbert-Brown: Ovid and the „Fasti“ : an historical study. Clarendon Press, Oxford 1994, ISBN 0-19-814935-2
  • Carole E. Newlands: Playing with Time. Ovid and the Fasti. Cornell University Press, Ithaca 1995, ISBN 0-8014-3080-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bömer: Die Fasten Bd. 1, 1957, S. 18f., 39-21