Fatick

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Fatick
Fatick (Senegal)
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Koordinaten 14° 20′ N, 16° 24′ WKoordinaten: 14° 20′ N, 16° 24′ W
Basisdaten
Staat Senegal

Region

Fatick
Département Fatick
Höhe 7 m
Einwohner 28.276 (2013)

Fatick ist eine Stadt im Westen des Senegal. Sie liegt zwischen M’bour und Kaolack. In Fatick befindet sich sowohl die Präfektur für die Region Fatick, als auch für das Departement Fatick.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fatick liegt am westlichen rechten Ufer des Sine, der von hier bis zu seiner Mündung in den Saloum 13 Kilometer südlich der Stadt unter dem Einfluss der Gezeiten steht. Diese haben das mäandrierende Flussbett ausgewaschen und eine mehrere hundert Meter breite periodisch überschwemmte amphibische Uferzone geschaffen.

Am Nordrand von Fatick quert die Nationalstraße N 1, die von Dakar im Westen nach Tambacounda und weiter über die malische Grenze nach Kayes führt, mittels einer 400 Meter langen kombinierten Damm- und Brückenkonstruktion das Flussbett des Sine. Es ist die letzte Brücke vor seiner Mündung.

Die drei nächstgelegenen Ortschaften sind Nerane, Pourham, Mbirk und Pourham Tok. Nach Dakar, der Hauptstadt des Senegal, sind es 155 km[1].

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten Volkszählungen ergaben für die Stadt jeweils folgende Einwohnerzahlen:

Jahr Einwohner[2]
1988 18.416
2002 23.149
2013 28.276

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher lebte Fatick hauptsächlich von der Erdnussproduktion. Seit einigen Jahren befindet sich diese auf absteigendem Ast[3], sei es durch Missernten, sei es durch Importhürden der EU, oder sei es durch die komplette Privatisierung der Erdnussindustrie im Senegal. Vor allem die Privatisierung hat zu großen Problemen geführt, da die Regierung jetzt keinerlei Subventionen mehr zahlt[4]. Daher sind die Salzgärten heute der wichtigste lokale Wirtschaftszweig.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt gibt es mehrere offizielle historische Denkmäler[5].

Dies sind im Einzelnen Mind Ngo Mindiss, der Platz der Trankopfer und Opfergaben, am Ufer des Flusses Sine gelegen; Ndiobaye, der Platz der traditionellen Zeremonien; Jab Ndeb, der heilige Baum von Ndiaye-Ndiaye; die drei geschützten Gebäude Lutherisches Haus, Präfektur und Gericht.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besondere Beziehungen bestehen mit Montoir-de-Bretagne (Département Loire-Atlantique, Frankreich), im Rahmen des Vereins "Club Sénégal" der Schule René Guy Cadou.

Persönlichkeiten der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dakar et ses environs, carte 1/16.000, édition 2007-2008 (französisch)
  2. Senegal: Die wichtigsten Orte mit Statistiken zu ihrer Bevölkerung
  3. Konsulat des Senegal: Wirtschaftslage, Wirtschaftsstruktur
  4. die tageszeitung: Bauer Bessane hat nichts zu essen
  5. Arrêté du 27 mars 2003 (französisch) (Memento des Originals vom 7. Februar 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.culture.gouv.sn

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leonardo Alfonso Villalón, Islamic Society and State Power in Senegal: Disciples and Citizens in Fatick, Senegal, Cambridge University Press, 1995 (englisch)
  • Codou Faye, L’école coloniale à Fatick de 1898 à 1925, Dakar, Université Cheikh Anta Diop, 2001, 140 p. (Mémoire de Maîtrise) (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]