Fatisi

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Suco Fatisi
Der Berloi-Wasserfall
Der Suco Fatisi liegt im Westen des Verwaltungsamts Laulara
Daten
Fläche 11,82 km²[1]
Einwohnerzahl 1.156 (2010)[2]
Chefe de Suco Duarte do Rosario
(Wahl 2009)
Orte Position[3] Höhe
Donfonamo 8° 38′ S, 125° 32′ O[4] ?
Lebihin 8° 39′ S, 125° 32′ O 928 m
Sabereke 8° 39′ S, 125° 32′ O 905 m
Sabereke (Osttimor)
Sabereke
Sabereke

Fatisi ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Laulara (Gemeinde Aileu).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hütte im Suco Fatisi

Der Suco Fatisi liegt im Westen des Verwaltungsamts Laulara und hat eine Fläche von 11,82 km².[1] Östlich liegt der Suco Tohumeta. Im Südosten grenzt Fatisi an das Verwaltungsamt Aileu mit seinem Suco Seloi Craic. Im Nordosten liegt die Gemeinde Dili mit den Verwaltungsämtern Vera Cruz (Suco Dare) und Dom Aleixo (Suco Comoro). Im Nordwesten befindet sich die Gemeinde Liquiçá mit ihrem Verwaltungsamt Bazartete (Suco Tibar). Im Südwesten liegt schließlich die Gemeinde Ermera mit dem Verwaltungsamt Railaco (Sucos Taraco und Samalete). Die Grenze zu Tibar bildet der Rio Comoro, der außerhalb der Regenzeit trocken fällt. Ebenso der Beinas, der Grenzfluss zu Dare, der an der Nordspitze Fatisis in den Comoro fließt.[5] An der Straße nach Dili befindet sich, etwa eine halbe Stunde südlich der Hauptstadt, im Suco der Wasserfall von Berloi, in dem der Rio Comoro mehrere Meter die Felsen herabfällt.[6]

Nur kleinere Straßen verbinden den Suco mit der Außenwelt. Für die Parlamentswahlen 2007 mussten die Wahlurnen zum Wahllokal in der Grundschule mit Trägern und Pferden gebracht und wieder abgeholt werden.[7] Drei Dörfer liegen in Fatisi: Sabereke, Lebihin und Donfonamo (Domponaro). Hier befinden sich ein provisorischer Hubschrauberlandeplatz, eine medizinische Station und eine Grundschule, die Escola Primaria No. 5 Bocolelo.[8]

Im Suco befinden sich die fünf Aldeias Banro, Bocolelo, Donfonamo, Maubouc und Umanlau.[9]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Suco leben 1.156 Einwohner (2010,[2] 2004: 797[10]). Knapp 83 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Fast 13 % sprechen Midiki und über 3 % Mambai.[11]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1984 wurden die Einwohner von Fatisi durch die indonesische Besatzungsmacht deportiert, weil ihr Suco unter dem Verdacht stand eine FALINTIL-Basis zu sein. Sie wurden nach Dili und Aileu gebracht. Bis 1990 blieb der Suco unbewohnt.[12]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Armando Guterres zum Chefe de Suco gewählt.[13] Bei den Wahlen 2009 gewann Duarte do Rosario.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fatisi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF; 9,8 MB)
  3. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. Get Coordinate - Wiki Koordinaten ermitteln
  5. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  6. Isabel Nolasco Photography: Waterfalls, abgerufen am 20. März 2016.
  7. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  8. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 530 kB)
  9. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  10. Direcção Nacional de Estatística Zensus 2004
  11. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Fatisi (tetum; PDF; 8,3 MB)
  12. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  13. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  14. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

Koordinaten: 8° 39′ S, 125° 32′ O