Fatschenbrunn

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Fatschenbrunn
Gemeinde Oberaurach
Koordinaten: 49° 55′ 13″ N, 10° 35′ 49″ O
Höhe: 402 (398–437) m
Einwohner: 274
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 97514
Vorwahl: 09529

Fatschenbrunn ist ein Ortsteil von Oberaurach im unterfränkischen Landkreis Haßberge.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchdorf liegt im Steigerwald auf 402 Meter Höhe und ist vom Markertsgrüner Forst umgeben. Nächste größere Ortschaft ist das knapp acht Kilometer entfernte Eltmann.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits zur Jungsteinzeit vor etwa 4000 Jahren lebten Menschen in der Gegend um Fatschenbrunn. Davon zeugt ein Lochhammer, den der Landwirt Albin Moser beim Pflügen im Flurstück Lange Mauer fand und der im Museum Schloss Oberschwappach zu sehen ist.

Das Leben der bäuerlichen Bevölkerung war lange Zeit von Armut geprägt. Noch im Jahr 1966 lautete eine Schlagzeile: Das Elend von Fatschenbrunn, des ärmsten Dorfes im Steigerwald. Das kam auch in einer Liedstrophe zum Ausdruck:

„Markertsgrün auf einem Pfad/sieht man schon die Hohe Wart/Schaut man sich ein wenig um/ist man schon in Fatschenbrunn/In Fatschenbrunn ist net gut wohna/gibt´s die Woch´n sechsmal Bohna/sechsmal Bohna und ka Flasch/Fatschenbrunn is al lumperts Nast/“

Über Jahrhunderte waren die Fatschenbrunner auf die Fertigung von Dörrobst spezialisiert. Sie nutzten den Obstreichtum der Gegend für ein Zubrot: Vor allem die mittelgroßen Schmähbirnen wurden von September bis November in Därröfen zu Hutzeln verarbeitet. Auch gegenwärtig dörren noch einige Familien Obst.

Die ehemals selbstständige Gemeinde Fatschenbrunn schloss sich 1978 mit weiteren umliegenden Gemeinden zur neugeschaffenen Gemeinde Oberaurach zusammen.

2013 erreichte Fatschenbrunn beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ den ersten Platz.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Fatschenbrunn spielt der Tourismus eine wichtige Rolle. Es gibt einen Gasthof und eine Weinstube. Der Ort wird unter anderem von Lauf-, Rad- und Pferdesportlern frequentiert. Es finden Reitturniere statt. Im Winter wird der Dorfweiher von Schlittschuhläufern und Eishockeyspielern genutzt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fatschenbrunn liegt an den Kreisstraßen HAS 26 und HAS 31. Über letztere ist der Ort an die Staatsstraße ST 2258 angebunden.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Rieneckstraße 5 befindet sich die um 1750 errichtete Katholische Filialkirche St. Michael. Es handelt sich um eine Saalkirche mit Querhaus, Walmdach und Dachreiter. Sie steht unter Denkmalschutz.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Denkmalliste für Oberaurach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, S. 3