Fatubossa

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Fatubossa
Der Suco Fatubossa liegt im Süden des Verwaltungsamts Aileu. Der Ort Fatubossa liegt im Norden des Sucos
Daten
Fläche 23,14 km²[1]
Einwohnerzahl 2.033 (2015)[1]
Chefe de Suco José da Costa
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Caicasa 292
Coulau 530
Erhetu 262
Fatubossa 265
Hoholete 314
Liclaucana 230
Urhua 140
Fatubossa (Osttimor)
Fatubossa
Fatubossa
Koordinaten: 8° 48′ S, 125° 33′ O

Fatubossa (Fatubosa) ist ein osttimoresischer Ort, Aldeia und Suco im Verwaltungsamt Aileu (Gemeinde Aileu).

Der Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Fatubossa liegt im Norden des Sucos, auf einer Meereshöhe von 1253 m. Durch den Ort fließt der Daisoli, ein Nebenfluss des Nördlichen Lacló. Das Dorf wird von der Überlandstraße durchquert, die die Städte Aileu und Maubisse miteinander verbinden.[2]

Der Suco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fatubossa
Orte Position[3] Höhe
Caicasa 8° 50′ S, 125° 32′ O 1958 m
Coulau 8° 49′ S, 125° 33′ O 1557 m
Erhetu 8° 50′ S, 125° 31′ O 1937 m
Fatubessi 8° 49′ S, 125° 31′ O 1677 m
Fatubossa 8° 48′ S, 125° 33′ O 1253 m
Hoholete 8° 50′ S, 125° 33′ O  ?
Liclaucana 8° 49′ S, 125° 34′ O 1740 m

In Fatubossa leben 2.033 Einwohner (2015), davon sind 1.074 Männer und 959 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 87,8 Einwohner/km². Im Suco gibt es 357 Haushalte.[1] Über 72 % der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. Fast 37 sprechen Tetum Prasa.[4]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Fatubossa eine Fläche von 29,31 km².[5] Nun sind es 23,14 km².[1] Der Suco liegt im Süden des Verwaltungsamts Aileu. Nordwestlich liegt der Suco Liurai und nordöstlich der Suco Lahae. Im Süden grenzt Fatubossa an das zur Gemeinde Ainaro gehörende Verwaltungsamt Maubisse mit seinen Sucos Maubisse und Liurai. An der Nordgrenze zu Liurai-Aileu entspringt der Fluss Ormoi der in den Daisoli mündet.[6]

Abgesehen vom Ort Fatubossa an der Nordgrenze, sind die Siedlungen im Suco schlecht mit der Außenwelt verbunden. Oft sind sie nur zu Fuß oder mit dem Pferd zu erreichen.[7] Im Westen liegen die Dörfer Fatubessi und Erhetu und im Südwesten Caicasa (Kaikasa, Caicassa) und Teile von Bere-Tai (Beretai, Bertai), dass vom Nachbarsuco Liurai-Maubisse nach Fatubossa hineinreicht. Im Zentrum liegen die Dörfer Coulau (Kulau), Liclaucana (Lekuakuana, Lekilakuana) und Hoholete. Neben Fatubossa haben auch Fatubessi und Hoholete Grundschulen.[2][6]

Erhetu ist eines der letzten spirituellen Zentren der animistischen Religion Timors.[8]

Im Suco befinden sich die sieben Aldeias Caicasa, Coulau, Erhetu, Fatubossa, Hoholete, Liclaucana und Urhua.[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Fatubossa gab es Ende 1979 ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten.[10]

Während der Krise in Osttimor 1999 wurden Einwohner verschiedener Sucos Aileus von der AHI-Miliz (Aku Hidup dengan Integrasi/Indonesia) aus ihrem Heim vertrieben Die Dörfer wurden systematisch zerstört und die Häuser niedergebrannt. Indonesisches Militär und die Milizionäre fuhren ab dem 4. September herum und erschossen Nutztiere. Am selben Tag wurden die Einwohner von Fatubossa, Hoholete und Liclaucana gezwungen ihr Heim zu verlassen. In der Stadt Aileu wurden sie auf Lastwagen verladen und nach Atambua im indonesischen Westtimor deportiert.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Augusto Seran zum Chefe de Suco gewählt.[11] Bei den Wahlen 2009 gewann José da Costa.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 530 kB)
  3. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Fatubossa (tetum; PDF; 8,3 MB)
  5. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  6. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  7. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  8. District Pritory Tables: Aileu 2004 (PDF; 13,0 MB)
  9. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (Portugiesisch; PDF; 323 kB)
  10. a b „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

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