Fatulia

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Fatulia
Bau eines heiligen Hauses in Fatulia
Der Suco Fatulia liegt im Südwesten des Verwaltungsamts Venilale. Der Ort Fatulia liegt im Nordosten des Sucos.
Daten
Fläche 32,77 km²[1]
Einwohnerzahl 2,788 (2015)[1]
Chefe de Suco Constancio José do Rego
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Bahadato 918
Osso-Uaque 670
Uai-To-Bono 553
Uatulia-Ana 647
Fatulia (Osttimor)
Fatulia
Fatulia
Koordinaten: 8° 38′ S, 126° 22′ O

Fatulia ist ein osttimoresischer Ort und Suco im Verwaltungsamt Venilale (Gemeinde Baucau).

Der Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiliges Haus von Fatulia

Der Ort Fatulia liegt im Nordosten des Sucos, auf einer Meereshöhe von 888 m. Hier befindet sich die Grundschule des Sucos, die Escola Primaria catolica Fatulia.[2]

Der Suco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fatulia
Orte Position[3] Höhe
Bahadato 8° 39′ S, 126° 22′ O 752 m
Fatulia 8° 38′ S, 126° 22′ O 888 m
Osso-Uaque 8° 39′ S, 126° 22′ O 752 m
Uai-To-Bono 8° 39′ S, 126° 22′ O 802 m
Uatulia-Ana 8° 39′ S, 126° 22′ O 781 m
Pfeifenmacher aus Fatulia
Pfeife aus dem Suco Fatulia

In Fatulia leben 2.788 Einwohner (2015), davon sind 1.371 Männer und 1.417 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 85,1 Einwohner/km². Im Suco gibt es 499 Haushalte.[1] Etwa 90 % der Einwohner geben Midiki als ihre Muttersprache an. Etwa 10 % sprechen Tetum Prasa.[4]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Fatulia eine Fläche von 30,32 km².[5] Nun sind es 32,77 km².[1] Der Suco liegt im Südwesten des Verwaltungsamts Venilale. Östlich liegen die Sucos Uailaha und Uatu Haco, nordöstlich der Suco Baha Mori. Im Westen grenzt Fatulia an das Verwaltungsamt Vemasse mit seinen Sucos Ossouala und Loilubo und südlich an das zur Gemeinde Viqueque gehörende Verwaltungsamt Ossu mit seinen Sucos Liaruca und Builale. Im Westen des Sucos entspringt der Suni, ein Nebenfluss des Vemasse. Entlang eines Teils der Grenze zu Builale fließt der Assalaenita, der zum Flusssystem des Seiçals gehört.[6]

Die Überlandstraße zwischen den Orten Venilale und Ossu folgt in weiten Teilen der Grenze zwischen den Sucos Fatulia und Uailaha. An ihr liegen die Orte Uatulia (Uatolia) und Uai-To-Bono (Uatobono, Uaito Bonu). Uatolia ist dabei praktisch ein Vorort der Verwaltungsamtshauptstadt Venilale. Etwas weiter westlich befinden sich die Dörfer Fatulia, Osso-Uaque (Osso Uaque, Ossoake, Osowake) und Bahadato (Baha-Dato, Bahadatu). Im Westen des Sucos gibt es eine medizinische Station.[6][7]

Im Suco befinden sich die vier Aldeias Bahadato, Osso-Uaque, Uai-To-Bono und Uatulia-Ana.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 1988 wurden vier Männer aus Fatulia durch indonesische Soldaten festgenommen und zum Stützpunkt des Infanteriebataillons 328 gebracht. Um die Verstecke der FALINTIL zu erfahren, wurden die Männer verhört und gefoltert. Einer von ihnen wurde hingerichtet.[9]

Am 6. August 2015 kam es in Osso-Uaque zu einem Feuergefecht zwischen osttimoresischer Polizei und Armee einerseits und der Rebellengruppe KRM. Ein KRM-Mitglied kam ums Leben, ein Polizist und ein Soldat wurden schwer verletzt.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Constancio José do Rego zum Chefe de Suco gewählt[11] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Karau dikur, ein Büffelhorn
 Commons: Fatulia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  3. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Fatulia (tetum; PDF; 8,6 MB)
  5. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  6. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  7. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 499 kB)
  8. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  9. „Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“ (PDF; 2,5 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  10. Lusa: Um morto e dois feridos em confrontos entre forças de segurança timorenses e um grupo ilegal , 7. August 2015, abgerufen am 8. August 2015.
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

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