Faurilles

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Faurilles
Faurilles (Frankreich)
Faurilles
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Bergerac
Kanton Sud-Bergeracois
Gemeindeverband Communes de Portes Sud Périgord
Koordinaten 44° 42′ N, 0° 42′ OKoordinaten: 44° 42′ N, 0° 42′ O
Höhe 79–141 m
Fläche 4,30 km2
Einwohner 35 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 8 Einw./km2
Postleitzahl 24560
INSEE-Code

Pfarrkirche Saint-Martin

Faurilles ist eine französische Gemeinde mit 35 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bergerac und zum Kanton Sud-Bergeracois (bis 2015: Kanton Issigeac).

Der Name in der okzitanischen Sprache lautet Faurilhas (deutsch Kleine Schmieden) und geht auf das lateinische „fabrilia“ (deutsch Schmiede, Ort wo das Eisen bearbeitet wird) zurück.[1][2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Faurilles liegt ca. 25 km südöstlich von Bergerac in der Region Bergeracois der historischen Provinz Périgord am südlichen Rand des Départements.

Umgeben wird Faurilles von den Nachbargemeinden:

Saint-Léon-d’Issigeac
Boisse Nachbargemeinden Beaumontois en Périgord
Sainte-Radegonde

Faurilles liegt im Einzugsgebiet des Flusses Garonne.

Die Bournègue, ein rechter Nebenfluss des Dropt, durchquert das Gebiet der Gemeinde zusammen mit ihren Nebenflüssen,

  • dem Pontet,
  • dem Noël,
  • dem Rieutord und
  • dem Pissarot.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter hat sich die Pfarrgemeinde nach und nach entwickelt. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert errichtet, das Dorf wurde im 14. Jahrhundert erstmals in den Schriften erwähnt.[2]

Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Toponyme und Erwähnungen von Faurilles waren:

  • Faurilhas (1365, Kastellanei von Roquepine, heute ein Weiler von Sainte-Radegonde, laut Collection de l’abbé de Lespine),
  • Faurilles (1750, 1793 und 1801, Karte von Cassini), Notice Communale bzw. Bulletin des Lois.[4][5][6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und auf einen Höchststand von 225. In der Folgezeit setzte eine Phase der Stagnation ein, die noch heute anhält.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010 2016
Einwohner 78 77 65 60 62 63 52 46 35
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[6] INSEE ab 2006[7][8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Saint-Martin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die dem heiligen Martin von Tours geweihte Kirche ist im 13. Jahrhundert errichtet und im 17. Jahrhundert umgebaut worden. Ihr einschiffiges Langhaus geht in eine halbrunde Apsis über. Das spitzbogenförmige Eingangsportal befindet sich am Fuß des Glockengiebels, der geschwungene Seiten und zwei rundbogenförmige Fensteröffnungen für die Glocken besitzt.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Côtes de Bergerac

Der Weinbau ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.[2]

Faurilles liegt in den Zonen AOC des Bergerac mit den Appellationen Bergerac und Côtes de Bergerac.[10]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[11]
Gesamt = 13

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rundweg Boucle de Roquepine – Saint Radegonde besitzt eine Länge von 11 km bei einem Höhenunterschied von 71 m. Er führt durch die Gemeinden Sainte-Radegonde, Faurilles und Saint-Léon-d’Issigeac.[12]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Route départementale 19 durchquert das Gebiet der Gemeinde von Nord nach Süd und verbindet Faurilles mit Saint-Léon-d’Issigeac und Sainte-Radegonde. Die Route départementale 19E zweigt von ihr im Zentrum von Faurilles ab und verbindet die Gemeinde im Osten mit der Nachbargemeinde Beaumontois en Périgord.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Faurilles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le nom occitan des communes du Périgord (fr) Départementrat des Départements Dordogne. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  2. a b c Faurilles (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 13. September 2016. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  3. Ma commune : Faurilles (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  4. Paul Vicomte de Gourgues: Dictionnaire topographique du département de la Dordogne (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 116. 1873. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  5. France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  6. a b Notice Communale Faurilles (fr) EHESS. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  7. Populations légales 2006 Commune de Faurilles (24176) (fr) INSEE. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  8. Populations légales 2015 Commune de Faurilles (24176) (fr) INSEE. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  9. Eglise Saint-Martin (fr) Observatoire du patrimoine religieux. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  10. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  11. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Faurilles (24176) (fr) INSEE. Abgerufen am 29. Oktober 2018.
  12. Boucle de Roquepine – Saint Radegonde (fr) Institut national de l’information géographique et forestière (IGN). 7. März 2018. Abgerufen am 29. Oktober 2018.