Fedaia-Stausee

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Fedaia-Stausee
Das westliche Ende des Fedaia-Stausees von Süden
Das westliche Ende des Fedaia-Stausees von Süden
Zuflüsse: Avisio
Abfluss: Avisio
Fedaia-Stausee (Trentino-Südtirol)
Fedaia-Stausee
Koordinaten 46° 27′ 24″ N, 11° 52′ 47″ OKoordinaten: 46° 27′ 24″ N, 11° 52′ 47″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: bis 1956
Höhe des Absperrbauwerks: 57 m
Kronenlänge: 622 m
Basisbreite: 43 m
Kraftwerksleistung: 20 MW
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 2057 m s.l.m.
Stauseelänge 1,62 km
Stauseebreite 500 m (max.)dep1

Der Fedaia-Stausee (italienisch Lago di Fedaia, ladinisch Lèch de Fedaa) ist eine Talsperrenanlage in der Nähe des Fedaiapasses auf etwa 2050 m Höhe in den Dolomiten im Trentino (Provinz Trient) in Italien. Sie dient sowohl der Gewinnung von Elektroenergie als auch dem Hochwasserschutz.

Der Stausee liegt zwischen dem Nordhang der Marmolata und dem nördlich des Sees verlaufenden Padonkamm. Am Nordufer des Sees entlang führt die Straße von Canazei nach Rocca Pietore (SS 641). Gestaut wird der Fluss Avisio, der im Gletscherbereich der Marmolata entspringt und weiter durch das Fassatal fließt.

Wegen seiner Lage in Passnähe und dem seitlichen Zufluss von der Marmolata her besitzt der See zwei Staubauwerke. Das Hauptsperrwerk im Westen zum Fassatal ist eine Betonmauer mit der maximalen Höhe von 57 Metern und einer Basisbreite von 43 Metern. Sie setzt sich aus zwei gegeneinander leicht abgewinkelten geraden Stücken und einem gekrümmten um die Stelle der größten Mauerhöhe zusammen. Sie ist insgesamt 622 Meter lang und wegen ihrer Form länger als die Seebreite. Über sie führt eine Fahrstraße.

Im Osten, in Richtung des nur wenige Meter höheren Passes, sichert ein 270 Meter langer geradlinig verlaufender Schüttdamm das Tal. Unterhalb des Dammes, etwa 15 Meter tiefer als der Wasserspiegel des Stausees liegt der kleine natürliche Fedaia-See von etwa 100 mal 150 Metern, der nach Osten von der Passhöhe abgeriegelt wird.[1] Der Abstand der beiden Staubauwerke und damit die Länge des Stausees beträgt 1,62 km.

Das zur Anlage gehörende Elektrizitätswerk mit einer Leistung von 20 Megawatt ging 1956 ans Netz.

Der Fedaia-Stausee vor dem Nordhang der Marmolata, mit der Fahrstraße über die Sperrmauer im Vordergrund und dem Schüttdamm links hinten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aldo Gorfer: Le Valli del Trentino. Guida geografica-storico-artistico-ambientale. Trentino Orientale, Manfrini, Calliano 1977.
  • Gino Tomasi: I trecento laghi del Trentino, Artimedia-Temi, Trient 2004 ISBN 88-85114-83-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fedaia-Stausee – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aldo Gorfer: Le Valli del Trentino. Guida geografica-storico-artistico-ambientale. Trentino Orientale. S. 666