Federica Pellegrini

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Federica Pellegrini Schwimmen
Federica Pellegrini e Luca Marin (cropped).jpg

Federica Pellegrini (2013)

Persönliche Informationen
Name: Federica Pellegrini
Spitzname(n): Fede
Nation: ItalienItalien Italien
Schwimmstil(e): Freistil
Verein: C.C. Aniene
Geburtstag: 5. August 1988
Geburtsort: Mirano
Größe: 1,77 m
Gewicht: 59 kg
Medaillenspiegel
Bei den Weltmeisterschaften 2009

Federica Pellegrini (* 5. August 1988 in Mirano) ist eine italienische Schwimmerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schwimmweltmeisterschaften 2003 in Barcelona ging sie zum ersten Mal bei einem internationalen Großereignis an den Start, jedoch noch ohne größeren Erfolg. Doch schon ein Jahr später gewann sie bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen die Silbermedaille über 200 Meter Freistil.

Im folgenden Jahr sicherte sie sich bei den Kurzbahneuropameisterschaften 2005 in Triest (Italien) sowohl die Goldmedaille über 200 Meter Freistil als auch die Silbermedaille über die 400-Meter-Distanz.

Bei den Schwimmweltmeisterschaften 2007 in Melbourne stellte sie bereits im Halbfinale einen neuen Weltrekord über 200 Meter Freistil auf. In 1:56,47 Sekunden unterbot sie die alte Bestmarke von Franziska van Almsick um fast zwei Zehntelsekunden. Bereits einen Tag später im Endlauf verlor sie den Rekord an die Französin Laure Manaudou. Auch Annika Lurz war im gleichen Rennen schneller, Pellegrini gewann die Bronzemedaille.

Bei der Europameisterschaft 2008 in Eindhoven stellte sie am 24. März 2008 mit 4:01,53 Minuten einen neuen Weltrekord über 400 Meter Freistil auf und sicherte sich damit die zweite Goldmedaille in ihrer Karriere.

Am 13. August 2008 wurde sie als erste italienische Schwimmerin bei den Olympischen Spielen in Peking Olympiasiegerin über 200 Meter Freistil, in der Weltrekordzeit von 1:54,82 Minuten. Über 400 Meter Freistil belegte sie den fünften Platz.

Bei den Mittelmeerspielen in Pescara schwamm Pelligrini im Juni 2009 auf der 400-Meter-Freistil-Strecke 4:00,41 Minuten und verbesserte damit den im März 2009 an die Britin Joanne Jackson verlorenen Weltrekord um zwei Zehntel.[1] Bereits am 8. März 2009 hatte sie ihren eigenen Weltrekord über 200 Meter Freistil auf 1:54,47 Minuten verbessert. Bei den Schwimmweltmeisterschaften 2009 in Rom gewann sie vor heimischem Publikum Gold über 200 und 400 Meter Freistil jeweils in Weltrekordzeit. Bei ihrem Sieg über 400 Meter blieb sie zudem als erste Frau unter der 4-Minuten-Grenze.

Bei den Weltmeisterschaften in Shanghai konnte Pellegrini ihre Titel über 200 und 400 Meter Freistil verteidigen. Daraufhin wurde sie von der Vereinigung der europäischen Sportjournalisten (UEPS) zu Europas Sportlerin des Jahres gewählt. Außerdem war sie 2009, 2010 und 2011 Europas Schwimmerin des Jahres.

Bei den Olympischen Spielen 2012 verpasste sie mit zwei fünften Plätzen eine Medaille. Bei den Weltmeisterschaften 2013 gewann sie Silber über 200 m Freistil. Bei den Europameisterschaften wurde sie Europameisterin über 200 und 4×200 Meter Freistil.

Wie vier Jahre zuvor verpasste Pellegrini auch bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, wo sie ihre Karriere eigentlich beenden wollte, eine Medaille und wurde über 200 Meter Freistil Vierte hinter Katie Ledecky, Sarah Sjöström und Emma McKeon. Der verfehlte krönende Abschluss bewegte Pellegrini dazu, ihre Karriere fortzusetzen.

Bei den Weltmeisterschaften 2017 in Budapest holte Pellegrini zum drittenmal WM-Gold über 200 Meter Freistil. Auf den letzten 15 Metern der Strecke setzte sie sich gegen die favorisierte Katie Ledecky durch, die sich nach zwölfmal Einzelgold bei Weltmeisterschaften erstmals mit Silber zufriedengeben musste. Als erster Schwimmer schaffte sie es damit, sieben Mal in Folge in derselben Schwimmdisziplin eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft zu gewinnen. Unmittelbar nach dem Sieg teilte sie mit, dass dies wahrscheinlich ihr letztes 200-m-Finale war und sie sich in Zukunft auf die 100-Meter-Strecke konzentrieren möchte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pellegrini war sukzessive mit den italienischen Schwimmern Luca Marin und Filippo Magnini liiert.

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltrekorde (2)
200 m Freistil 01:52,98 min[2] 29. Juli 2009 Rom
200 m Freistil (Kurzbahn) 01:51,17 min 13. Dezember 2009 Istanbul
Europarekorde (1)
400 m Freistil 03:59,15 min 26. Juli 2009 Rom
(Stand: 13. August 2014)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Federica Pellegrini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weltrekord für Pelligrini
  2. http://www.omegatiming.com/swimming/racearchives/2009/Roma2009/C73A1_Res1Heat_116_Finals_1_Women_200_Free.pdf (PDF; 252 kB)