Federico Pescetto

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Federico Pescetto (* 13. November 1817 in Savona; † 15. September 1882 ebenda) war ein italienischer Generalleutnant und Politiker, der Abgeordneter der Camera dei deputati, Mitglied des Senats (Senato del Regno d’Italia) sowie zeitweise Marine- und Außenminister war.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pescetto trat als knapp Zehnjähriger im April 1827 als Kadett in Militärakademie Turin ein und durchlief anschließend eine militärische Laufbahn im Königreich Sardinien, in deren Verlauf er im Juni 1860 Direktor der Militärvertretung von Alexandria war und am 7. November 1860 zum Oberst befördert wurde.

Am 25. März 1860 wurde er als Vertreter der Mitte-links-Parteien erstmals zum Abgeordneten der Camera dei deputati gewählt und gehörte dieser mit Unterbrechungen bis zum 5. Mai 1867 an. Am 7. September 1862 erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor sowie zugleich seine Ernennung zum Mitglied des Ausschusses für das Militär. Am 23. Dezember 1866 wurde er zum Richter am Obersten Kriegstribunal ernannt und behielt dieses Amt bis zum 10. April 1867.

Pescetto wurde am 10. April 1867 von Ministerpräsident Urbano Rattazzi zum Marineminister in dessen nur zwei Tage amtierende erste Regierung berufen, behielt dieses Amt aber auch im darauf folgenden zweiten Kabinett Rattazzi bis zum 26. Oktober 1867. Daneben war er vom 10.  bis zum 12. April 1867 auch Außenminister im ersten Kabinett Rattazzi.

Nach seinem Ausscheiden aus der Regierung nahm er am 3. November 1867 seine Tätigkeit als Richter am Obersten Kriegstribunal wieder auf und behielt dieses Richteramt bis zum 13. Februar 1870. Am 4. Dezember 1873 folgte seine Beförderung zum Generalleutnant und seine gleichzeitige Ernennung zum Mitglied des Artillerieausschusses. Zwischen dem 3. Dezember 1874 und dem 24. November 1881 war er wiederum Richter am Obersten Kriegstribunal.

Zuletzt wurde Pescetto am 16. März 1879 zum Senator ernannt und gehörte dem Senato del Regno d’Italia bis zu seinem Tod an.

Für seine Verdienste wurde er mehrfach ausgezeichnet und erhielt unter anderem die Großkomtur vom Ritterorden der hl. Mauritius und Lazarus sowie die Gedenkmedaille zur Einheit Italiens.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eintrag auf der Homepage des Senats