Fedje

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Fedje
Fedje (Norwegen)
Fedje
Fedje
Basisdaten
Kommunennummer: 1265 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Hordaland
Koordinaten: 60° 46′ N, 4° 44′ OKoordinaten: 60° 46′ N, 4° 44′ O
Fläche: 9 km²
Einwohner:

573 (30. Jun. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Sprachform: Nynorsk
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Stian Herøy (H) (2015)
Lage in der Provinz Hordaland
Lage der Kommune in der Provinz Hordaland

Fedje ist eine Insel und Kommune in der norwegischen Provinz (Fylke) Hordaland. Die Kommune besteht aus der Hauptinsel (Fedje) und über 100 kleinen Inseln und Holmen. Die Kommune Fedje hat rund 576 Einwohner. Die Nachbarkommunen sind Gulen im Norden, Austrheim im Osten und Øygarden im Süden. Höchster Punkt auf Fedje ist der 47 m hohe Fedjebjørnen. Der größte See heißt Storevatnet. Im südlichen Teil von Fedje, der Stormark genannt wird, befindet sich das Leuchtfeuer Hellisøy fyr.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wrackposition von U 864

Spuren menschlicher Aktivität auf Fedje reichen ca. 4000 Jahre zurück. Um 1700 war Fedje ein wichtiger Handelsplatz, wo auf der kleinen Insel Kræmmerholmen die Geschäfte durchgeführt wurden. Kræmmerholmen wurde 1991 wiedereröffnet und beherbergt jetzt ein Restaurant, Hotel und Museum.

Während des Zweiten Weltkrieges war Fedje von über 300 Soldaten der Wehrmacht okkupiert. An diesen Abschnitt der Geschichte erinnern Reste von Bunkern und Kanonen überall auf der Insel.

Am 9. Februar 1945 versenkte das britische U-Boot HMS Venturer westlich der Insel das deutsche U-Boot U 864. Das Wrack sank auf 143 m Tiefe. Es wurde im März 2003 geortet. Es sollte ursprünglich wegen des gefährlichen Inhalts (Torpedos und Quecksilber) nicht gehoben werden, sondern durch eine Beton- und Sandhülle versiegelt werden. Im Januar 2009 entschloss sich die norwegische Regierung auf Druck zahlreicher Bürgerproteste und Umweltorganisationen, das Wrack im Jahr 2010 durch die niederländische Firma Mammoet Salvage heben zu lassen. Die Arbeiten waren jedoch im September 2011 noch nicht begonnen worden.[2]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisch ist die Fischerei der Hauptwirtschaftszweig. Früher spielte auch der Torfabbau eine Rolle, dieser wurde jedoch um 1920 eingestellt.

Die Kommune hat keine Brückenanbindung ans Festland, die Anfahrt ist daher abhängig von Fähren und Booten. Die Fährverbindung zum Festland (20 Fahrten pro Tag) dauert ca. eine halbe Stunde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der höchste Punkt auf Fedje ist der 42 Meter hohe Berg Fedjebjørnen. Der größte See ist Storevatnet.

Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anders als die Hauptinsel Fedje heißt die bekannteste kleinere Insel Holmengrå. In Holmengrå befindet sich der 35 Meter hohe Leuchtturm Holmengrå Lighthosue. Im südlichen Teil von Fedje, der Stormark genannt wird, befindet sich der Leuchtturm Hellisøy Lighthouse, welches wahrscheinlich das bekannteste Merkmal von Fedje ist und es wurde 1855 erbaut. Der 32,3 Meter hohe Turm ist rot und weiß bemalt. Die Inseln von Fedje liegen alle auf der Westseite des Fedjefjorden.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptsportart von Fedje ist Fußball, welches auf dem Fußballplatz im östlichen Teil der Insel gespielt werden kann. Der Fußballplatz ist auch der heimische Platz der lokalen Fußballmannschaft namens Fedje A-lag. Der Verein spielt derzeit in der norwegischen 6. Liga. Schwimmen ist auch sehr beliebt, da es einen Strand in Fedje gibt, der sich im Zentrum der Insel am Ufer des Husavatnet-Sees befindet. Das Wasser ist sauber und brackig, da es eine kleine Öffnung zum Meer hat, die die Gezeiten von Zeit zu Zeit mit Meerwasser spült.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistics Norway – Population and quarterly changes, Q2 2017
  2. Hebt U-864! in: FAZ vom 23. September 2011, Seite 9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fedje – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien