Fehlerverdeckung

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Als Fehlerverdeckung (englisch error concealment) werden Verfahren zur Verdeckung von Fehlern in digitalen Datenströmen bezeichnet.

Solche Verfahren kommen zum Einsatz, falls die Kapazitäten einer Fehlerkorrektur erschöpft sind, also eine weitere Korrektur von Fehlern nicht möglich ist. Fehlerhafte Datenwörter werden in diesem Fall durch einen Schätzwert ersetzt. Um allerdings einen Schätzwert erstellen zu können, müssen als Voraussetzung bestimmte Aussagen über die zu übertragenen Daten und deren Struktur beim Empfänger getroffen werden können. Dieser Schätzwert kann dann unter jener Voraussetzung beispielsweise bei einem puls-code-modulierten Datenstrom, in welchem ein Abtastwert nicht richtig übertragen wurde, der Mittelwert (Interpolation) zwischen beiden richtig übertragenen Nachbarworten sein.

Eine weitere notwendige Voraussetzung für die Anwendung von Fehlerverdeckung ist eine Fehlererkennung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Friesecke:Die Audio-Enzyklopädie. Ein Nachschlagewerk für Tontechniker, Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-11774-9.
  • Thomas Görne:Tontechnik. 1. Auflage, Carl Hanser Verlag, Leipzig 2006, ISBN 3-446-40198-9.
  • Philipp Ackermann:Computer und Musik. Eine Einführung in die digitale Klang- und Musikverarbeitung, Springer Verlag, Wien 1991, ISBN 978-3-211-82291-3.
  • Ad van den Enden, Niek Verhoeckx:Digitale Signalverarbeitung. Friedrich Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden 1990, ISBN 978-3-528-03045-2.
  • Olaf Manz:Fehlerkorrigierende Codes. Konstruieren - Anwenden - Decodieren, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-14651-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]