Feld-Kranzenzian

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Feld-Kranzenzian
Feld-Kranzenzian (Gentianella campestris)

Feld-Kranzenzian (Gentianella campestris)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Enziangewächse (Gentianaceae)
Gattung: Kranzenziane (Gentianella)
Art: Feld-Kranzenzian
Wissenschaftlicher Name
Gentianella campestris
(L.) Börner

Der Feld-Kranzenzian (Gentianella campestris), auch Feld-Fransenenzian oder einfach Feld-Enzian genannt, ist eine Pflanzenart, die zu den Enziangewächsen (Gentianaceae) gehört.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Feld-Kranzenzian wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern erreicht. Er besitzt meist verzweigte Stängel. Die Blüten sind meist vierzählig. Der Kelch setzt sich aus zwei größeren und zwei kleineren Kelchblättern zusammen. Die Blütenkrone ist violett und 1,5 bis 25 Millimeter groß. Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.[1]

Ähnliche Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Feld-Kranzenzian ähnelt dem Deutschen Fransenenzian, der jedoch fünfzählige Blüten besitzt.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bestäubung erfolgt durch Falter und Hummeln, aber such Selbstbestäubung findet statt.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Feld-Kranzenzian ist in Mitteleuropa und auch in Nordeuropa verbreitet, beispielsweise auf Island. In Mitteleuropa kommt er im Tiefland nordöstlich der Elbe vereinzelt vor, desgleichen in den Mittelgebirgen mit kalkarmem Gestein und im Schwäbischen Jura; im Alpenvorland, im Schweizer Jura. Im Schweizer Mittelland, in den Zentralalpen und auf den entkalkten Böden der Kalkalpen ist er selten zu finden. In Österreich ist der Feld-Kranzenzian in der Steiermark, Tirol und Vorarlberg verbreitet. Er tritt gebietsweise recht häufig auf.

Er kommt in Höhenlagen ab 600 Metern vor und steigt in den Alpen bis etwa 2700 Meter auf. Der Feld-Enzian gedeiht am besten auf kalkarmen oder kalkfreien, lockeren Lehmböden. Er besiedelt Magerrasen, magere Weiden, Waldlichtungen und Wegränder. Er ist in Mitteleuropa eine Nardetalia-Ordnungscharakterart.[1]

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man kann zwei Unterarten unterscheiden[2]:

  • Gentianella campestris (L.) Börner subsp. campestris (Syn.: Gentiana campestris var. suecica Froel.; Gentiana campestris subsp. islandica (Murb.) Vollm.; Gentiana campestris subsp. suecica (Froel.) Murb.)[2]
  • Gentianella campestris subsp. baltica (Murb.) Á. Löve & D. Löve (Syn.: Gentianella baltica (Murb.) Börner): Sie kommt in Nord-, Mittel- und Osteuropa vor.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Erkennen und bestimmen (= Steinbachs Naturführer). Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3.
  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Eugen Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. 2. Auflage. Bände 1–5. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08048-X., Band 3

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 758.
  2. a b c Karol Marhold: Gentianaceae. Datenblatt Gentianella campestris. In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feld-Kranzenzian (Gentianella campestris) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien