Feldkoch

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Feldkochherd
Truppenküche im Festungsmuseum Heldsberg (Schweiz)

Ein Feldkoch ist ein Helfer im Verpflegungsdienst des Katastrophenschutzes und eine Funktion beim Militär.

Er ist für die Zubereitung von großen Mengen an Speisen unter erschwerten Bedingungen ausgebildet. Die Herstellung der Speisen erfolgt häufig auf mobilen Kocheinheiten, beispielsweise Feldkochherden. Speziell beim Militär trägt der Feldkoch eine große Verantwortung, da eine schmackhafte und sättigende Verpflegung maßgeblich zur Kampfmoral der Truppe beiträgt.

Katastrophenschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Feldkoch ist ein Verpflegungshelfer mit einer speziellen Zusatzausbildung, die ihn zum Bedienen eines Feldkochherdes und der Herstellung von großen Mengen an Speisen bei Großschadensfällen, Katastrophen oder anderen Großereignissen qualifiziert.

Die Ausbildung umfasst 30[1] bis 40[2] Stunden. Sie wird von den im Verpflegungsdienst tätigen Organisation ASB, DRK, JUH, MHD, DLRG, Feuerwehr und THW nach eigenen Konzepten durchgeführt.

Im Katastrophenschutz wird der Feldkoch meist auch als Unterführer für einen Verpflegungstrupp eingesetzt.[2]

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Feldkoch (Truppenkoch) beim Militär ist für die Zubereitung von Verpflegung für die Truppen im Kriegsfall ausgebildet. Die Ausbildung dauert bei der Bundeswehr vier Wochen.[3] Er gehört zur Gattung der Versorgungs- und Nachschubeinheiten und bereitet die Mahlzeiten direkt in der Kaserne oder im Feld zu, wo sie auch ausgegeben werden. Hierfür werden Feldkochherde, wie z. B. bei der Bundeswehr die Taktische Feldküche 250, eingesetzt. In der heutigen Zeit wird bei vielen Streitkräften vermehrt küchenfertiges Convenience Food für die Feldverpflegung genutzt, welches in der Feldküche lediglich aufgewärmt werden muss und die Arbeit sowie die Ausbildung des Feldkochs stark vereinfacht. Dennoch sollte der Feldkoch auch in der Lage sein, bei Nachschub Engpässen zu improvisieren und nahrhafte Mahlzeiten aus den Zutaten zuzubereiten, die vor Ort verfügbar sind. Daher werden für die Verwendung als Feldkoch in der Regel Soldaten mit Vorkenntnissen in der Lebensmittelverarbeitung bevorzugt, wie sie z. B. in einer zivilen Ausbildung als Koch, Metzger oder Bäcker vermittelt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Katalogblatt Feldkoch der Brandschutz- und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge (pdf; 17 kB) (Memento des Originals vom 22. Dezember 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.inneres.sachsen-anhalt.de
  2. a b DRK-Dienstvorschrift 600 (pdf)@1@2Vorlage:Toter Link/www.drk-muenster.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Bundeswehr: Die militärische Variante von Jamie Oliver - In Dornstadt werden deutschlandweit Feldköche ausgebildet besucht am 5. Februar 2009