Feldlager Kundus

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DeutschlandFlag of Germany (state).svg Feldlager Kunduz
Land Afghanistan
Gemeinde Provinz Kunduz
Koordinaten: 36° 40′ N, 68° 54′ OKoordinaten: 36° 40′ 25″ N, 68° 54′ 12″ O
Stationierte Einheiten
Bataillon der afghanischen Nationalarmee
Einheit der afghanischen Bereitschaftspolizei
AfghanistanAfghanistan
AfghanistanAfghanistan
Ehemals stationierte Einheiten
Deutsche Anteile an ISAF DeutschlandFlag of Germany (state).svg
Feldlager Kunduz (Afghanistan)
Feldlager Kunduz

Lage der Feldlager Kunduz in Afghanistan

Das Feldlager Kundus war ein Lager der Deutschen Bundeswehr in Kunduz, Provinz Kunduz, im Norden Afghanistans und befand sich am östlichen Ufer des Kunduzflusses an den Ausläufern des Hindukuschs. Die ersten 27 Bundeswehrsoldaten trafen am 25. Oktober 2003 in Kunduz ein. Das Feldlager war ab 25. Oktober 2003 auch zuständig für die bis dahin von den USA geführten Provincial Reconstruction Teams des ISAF-Regional Command North in Kunduz. Insgesamt sind im Raum Kundus 25 Bundeswehrsoldaten gefallen.

Die Bundeswehr investierte etwa 250 Millionen Euro in die Infrastruktur des Feldlagers.[1] Die letzten deutschen Soldaten wurden am 19. Oktober 2013 aus Kunduz nach Camp Marmal nahe Masar-e Scharif verlegt. Anschließend wurde auch der Ehrenhain im Feldlager Kundus, die Gedenkstätte für gefallene Soldaten, nach Deutschland überführt. Oberst Jochen Schneider war der letzte deutsche Kommandeur des Feldlagers.

Am 6. Oktober 2013 übergab der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière im Beisein von Außenminister Guido Westerwelle und ISAF-Kommandeur US-General Joseph F. Dunford das Lager in einer feierlichen Zeremonie an seinen afghanischen Amtskollegen Mohammad Omer.[2] Jeweils eine Hälfte des Lagers wird seitdem von der Afghanischen Nationalarmee (ANA) und der Afghanischen Bereitschaftspolizei (ANCOP) genutzt. Die ANA plant hier die Stationierung eines Bataillons des 249. Korps. Die ANCOP hat im März 2014 160 Soldaten im Lager stationiert und erhielt von der NATO ein Trainings Center. Inzwischen ist das ehemalige Lager von Strom und Wasser abgeschnitten und droht zu verfallen.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. n24 (online)
  2. Am Ende einer Mission
  3. Zeit Online: 250 Millionen Euro teures Bundeswehrlager verfällt vom 30. März 2014