Feldrittersporne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Feldrittersporne
Gewöhnlicher Feldrittersporn (Consolida regalis), typische gespornte Blüten

Gewöhnlicher Feldrittersporn (Consolida regalis), typische gespornte Blüten

Systematik
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Delphinieae
Gattung: Feldrittersporne
Wissenschaftlicher Name
Consolida
Gray

Die Feldrittersporne (Consolida) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie sind den Ritterspornen (Delphinium) ähnlich und mit ihnen nahe verwandt. Es gibt etwa 40 Arten in dieser Gattung, alle sind einjährige Pflanzen.

Die Pflanzenteile enthalten Diterpen-Alkaloide und sind deshalb giftig.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration des Gewöhnlichen Feldrittersporn (Consolida regalis).
Garten-Feldrittersporn (Consolida ajacis)
Morgenländischer Feldrittersporn (Consolida hispanica)
Gewöhnlicher Feldrittersporn (Consolida regalis)

Feldrittersporn-Arten wachsen als einjährige krautige Pflanzen. Die wechselständigen Laubblätter sind gestielt und fiederteilig.

In endständigen, einfachen oder verzweigten, traubigen Blütenständen stehen 3 bis 45 (selten bis 75) Blüten zusammen mit laubblattähnlichen Hochblättern. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und lang gespornt. Es sind zwei Blütenhüllblattkreise vorhanden. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen von verschiedenen Blautönen bis weiß oder selten gelb. Von den fünf äußeren Blütenhüllblättern ist das obere gespornt und umschließt die beiden inneren, gespornten Blütenhüllblätter. Von den drei bis fünf inneren, freien Blütenhüllblättern sind zwei zu einem Nektar enthaltenden Sporn verwachsen; die anderen sind ungespornt. Es sind viele Staubblätter vorhanden. Es ist nur ein oberständiges Fruchtblatt mit vielen Samenanlagen vorhanden. Der Griffel besitzt keine erkennbare Narbe. Sie werden von Schmetterlingen und Hummeln bestäubt (Entomophilie).

Es werden schmale Balgfrüchte gebildet mit netzartiger Oberfläche. Die dunkelbraunen bis schwarzen Samen besitzen drei Flügel.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Consolida-Arten besitzen Areale in den gemäßigten und subtropischen Gebieten Nordamerikas, Eurasiens, Afrikas. In Australien ist eine Art eine invasive Pflanze.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wissenschaftliche Gattungsname Consolida leitet sich vom lateinischen Wort consolidare (festmachen, zusammenwallen, zuwachsen, heilen)[1][2] ab und weist wohl damit auf die frühere Bedeutung von Consolida-Spezies und anderen als consolida bezeichneten Arten[3] wie Symphytum officinale als Heilpflanzen hin. Die Gattung Consolida gehört zur Tribus Delphinieae in der Unterfamilie Ranunculoideae innerhalb der Familie Ranunculaceae[4].

Es gibt etwa 40 Feldrittersporn-Arten (Consolida) [4][5] (Auswahl):

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wang Wencai, Michael J. Warnock: Consolida. In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 6: Caryophyllaceae through Lardizabalaceae. Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2001, ISBN 1-930723-05-9, S. 274 (online [abgerufen am 28. Juni 2016]).
  • Michael J. Warnock: Consolida. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 3: Magnoliophyta: Magnoliidae and Hamamelidae. Oxford University Press, New York/Oxford u. a. 1997, ISBN 0-19-511246-6, S. 240–242 (online [abgerufen am 28. Juni 2016]).
  • B. Richardson: Consolida. In: Western Australian Herbarium (Hrsg.): FloraBase. The Western Australian Flora. Department of Environment and Conservation 2008.
  • Jaakko Jalas, Juha Suominen (Hrsg.): Atlas Florae Europaeae. Distribution of Vascular Plants in Europe. 8. Nymphaeaceae to Ranunculaceae. Akateeminen Kirjakauppa, The Committee for Mapping the Flora of Europe & Societas Biologica Fennica Vanamo, Helsinki 1989, ISBN 951-9108-07-6, S. 68-74.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werner Gerabek: Consolida maior, Consolida minor und eine Kräuterfrau. Medizinhistorische Beobachtungen zur Reinhardsbrunner Briefsammlung. In: Sudhoffs Archiv 67, 1983, S. 80–93; hier: S. 90
  2. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache., 20. Aufl. Berlin und New York 1967, Neudruck ebenda 1975, S. 63 (Beinwell)
  3. Walther Ryff: Confect Büchlin und Hausz Apoteck. Frankfurt am Main 1544, S. 7 (‚alle heilsamen Wundkräuter, doch mit vielen Zunamen als Consolida maior‘)
  4. a b Consolida im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  5. Werner Greuter, Hervé-Maurice Burdet, Guy Long (Hrsg.): Med-Checklist. A critical inventory of vascular plants of the circum-mediterranean countries. Vol. 4: Dicotyledones (Lauraceae – Rhamnaceae). Conservatoire et Jardin Botanique, Genève 1989, ISBN 2-8277-0154-5, S. 399–404 (online [abgerufen am 28. Juni 2016]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feldrittersporne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien