Felix Klein (Diplomat)

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Felix Klein (* 1968 in Darmstadt) ist ein auf Völkerrecht spezialisierter deutscher Jurist, Diplomat und Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater, Hans Klein, in den 50er Jahren Geiger im Philharmonischen Orchester in Hermannstadt, lebte mit seiner Familie seit 1967 in Darmstadt. Zu seiner Verwandtschaft gehören der Journalist Fritz Klein und der marxistische Historiker Fritz Klein.

Felix Klein besuchte ein internationales Gymnasium in Duino bei Triest, fügte seinem Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg im Breisgau ein Masterstudium an der London School of Economics an und absolvierte 1994–1996 in Bonn die Ausbildung für den höheren Auswärtigen Dienst an der Aus- und Fortbildungsstätte des Auswärtigen Amtes („Diplomatenschule“). 2001 promovierte er mit der Arbeit „Eheschließung und Ehescheidung in Kamerun“ an der Universität St. Gallen zum Dr. iur. Neben Deutsch spricht er Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch.

Er begann seine Karriere im Auswärtigen Amt in Bonn als Referent für die Beziehungen zu den südamerikanischen Ländern Peru, Bolivien und Ecuador, war dann auf Auslandsstationen als Kulturattaché in Jaunde/Kamerun sowie als stellvertretender Generalkonsul in Mailand tätig und arbeitet seit 2007 in der Berliner Zentrale des Außenministeriums: Referent im Personalreferat höherer Dienst im Auswärtigen Amt in Berlin, Stellvertretender Generalkonsul und Referent für Kultur und Wirtschaft am Deutschen Generalkonsulat in Mailand, Stellvertretender Leiter des Südosteuropareferats im Auswärtigen Amt, Persönlicher Referent und Leiter des Büros des Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes Peter Ammon und zuletzt Leiter des Personalreferats höherer Dienst im Auswärtigen Amt.

Seit März 2014 war Klein Sonderbeauftragter für Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen im Auswärtigen Amt. Im April 2017 kamen Experten und Politiker zu dem Schluss, dass es der Bevölkerung an Einsicht in das Problem des Antisemitismus fehle.[1] Als im Januar 2018 die Einführung der Position eines Antisemitismus-Beauftragten[2] verabschiedet wurde, schlug der Zentralrat der Juden Klein vor. Sein Amt ist im Bundesinnenministerium angesiedelt. Klein will dazu beitragen, dass die Probleme des Antisemitismus deutlich sichtbarer werden. Er ist seit Mai 2018 im Amt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Antisemitismus ist kein Problem der Juden, sondern der Gesellschaft“
  2. Pressemitteilung der BMI
  3. Martin Niewendick: „Judenhass hat auch ein hässliches islamistisches Gesicht“, Welt Online, 19. April 2018