Felix Martin

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Felix Martin (2006)

Felix Martin Poenichen (* 5. November 1964 in Hamburg) ist ein deutscher Schauspieler, Sänger und Musicaldarsteller. Martin wohnt in Berlin.

Jugend und Karrierebeginn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felix Martin wurde als Sohn des Schauspielers Horst Poenichen und der Schauspielerin sowie Phonetikprofessorin Ursula Gompf in Hamburg geboren. Bereits im Alter von sechs Jahren wirkte er in dem Stück „Der Nackte Hamlet“ an der Freien Volksbühne Berlin mit.

Schon früh entdeckte er seine Liebe zum Musiktheater und stand mit 12 Jahren unter der Regie von Götz Friedrich als einer der drei Knaben in Mozarts „Die Zauberflöte“ auf der Bühne der Hamburgischen Staatsoper. Am Ernst Deutsch Theater in Hamburg verfolgte er regelmäßig die Probenarbeiten des legendären Wiener Theaterregisseurs Karl Paryla. Er besuchte die Rudolf-Steiner-Schule, wo er als Abschlussprojekt Mozarts Operneinakter „Bastien und Bastienne“ in Szene setzte und selbst den Bastien sang.

Mit 15 Jahren hospitierte Felix Martin bei den Salzburger Festspielen und spielte den Pagen in Shakespeares „Wie es euch gefällt“ an der Seite von Barbara Sukowa und Helmut Lohner in der Regie von Otto Schenk. Mit 18 Jahren wurde er am Max-Reinhardt-Seminar in Wien aufgenommen, wo er unter anderem von Susi Nicoletti und Samy Molcho unterrichtet wurde. Er debütierte am Wiener Burgtheater in „Der Hauptmann von Köpenick“ und erhielt seine Gesangsausbildung unter anderem bei Michael Dixon und Kammersängerin Gisela Litz.

Künstlerische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Berlin spielte Felix Martin direkt nach seiner Ausbildung Titelpartien in „Schlemihl“ am Theater des Westens und in „Elvis – Stationen einer Karriere“ (wofür er den Publikumspreis „Daphne“ erhielt), sowie den Frank’n’Furter in der „Rocky Horror Show“ an den Berliner Kammerspielen. Anschließend holte ihn Peter Weck 1988 für die deutschsprachige Originalbesetzung von „Les Misérables“ als Marius ans Wiener Raimundtheater, bevor er ihn 1990 als Prof. Spiegelclown für die Welturaufführung von „Freudiana“ besetzte. Am Theater an der Wien übernahm Felix Martin unter der Regie von Harry Kupfer die Rolle des Tod in dem Erfolgsmusical „Elisabeth“ von Michael Kunze und Sylvester Levay. In der Duisburger Inszenierung von „Les Misérables“ stand er erneut als Marius auf der Bühne. In Hamburg verkörperte er von September 2001 bis Juni 2002 im Musical „Mozart!“, ebenfalls von Michael Kunze und Sylvester Levay, den Fürsterzbischof Colloredo.

Weitere Hauptrollen übernahm Felix Martin unter anderem in „Zustände wie im Alten Rom“, „Du bist in Ordnung Charlie Brown“, „Dorian Gray“, sowie als Danny in „Grease“. Für seine Darstellung des Alex Dillingham in Andrew Lloyd WebbersAspects of Love“ in der Staatsoperette Dresden wurde Felix Martin mit dem „Image 98“ als bester männlicher Hauptdarsteller ausgezeichnet. Im TV sah man ihn unter anderem in den Serien „Ich heirate eine Familie“ und „Atlantis“. Bei dem Wettbewerb der Hypovereinsbank „Jugend kulturell 2005“ in der Sparte Musical fungierte er als Jurymitglied.

Bis Ende Januar 2006 spielte Felix Martin in dem Musical „Tanz der Vampire“ in Hamburg unter der Regie von Roman Polański die Hauptrolle des Graf von Krolock in alternierender Besetzung. In der gleichen Rolle war er im April 2007 als Gast in der Berliner Inszenierung des Stückes am Theater des Westens zu sehen. Bis zum 30. Dezember 2007 stand er als Ebenezer Scrooge in „Vom Geist der Weihnacht“ auf der Bühne des Theaters am Marientor in Duisburg. Im April 2008 hat Felix Martin erneut die Rolle des Tod im Musical „Elisabeth“ übernommen. In der Tourneeproduktion unter der Regie von Harry Kupfer war er bis zum 4. Januar 2009 zunächst am Berliner Theater des Westens und dann am Theater 11 in Zürich zu sehen.

Als Solist konnte man Felix Martin bei diversen Musical- und Gala-Konzerten erleben, darunter „Musical on Ice“, „Sommernacht des Musicals“, „Elisabeth - The 10th Anniversary Concert“ im Wiener Konzerthaus und „Best of Musical 2004“ in der Kölnarena. Im Juni 2008 präsentierte er in Celle erstmals die Open-Air-Gala "Felix Martin & Friends – Musical Highlights" mit Isabel Dörfler, Kristin Hölck und Thomas Borchert. Das Konzert wurde im Rahmen des DaCapo Musical-Award 2008 mit dem 1. Platz in der Kategorie "Beste Show" ausgezeichnet.

Neben seinen Bühnen-Engagements entwickelt und präsentiert Felix Martin seit 2005 erfolgreich eigene Solokonzerte, am Flügel begleitet von der Pianistin Marina Komissartchik. Aus dem Soloprogramm „Musicals & More“ entstand seine erste Live-CD „Felix Martin LIVE“ mit Highlights aus dem Programm. Die CD hielt sich mehrere Monate auf Platz 1 der deutschen Musicalcharts (musicals 02+04/2007).

2006 erweiterte Felix Martin sein Repertoire um das Weihnachtsprogramm „Schöne Bescherung“ und am 30. September 2007 feierte er mit dem Soloabend „Felix Martin livehaftig!“ Premiere. Am 24. Oktober 2008 präsentierte er im Schloss Borbeck in Essen das Programm "pur & unplugged" und sein jüngstes Projekt mit dem Titel "Best of Felix Martin" stellte er der Öffentlichkeit erstmals am 19. November 2008 im Kölner Senftöpfchen vor.

Engagements: Theater/Musical (Auswahl)[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Disneys Der Glöckner von Notre Dame (Erzdiakon Frollo) - Apollo Theater Stuttgart. Regie: Scott Schwartz
  • Disneys Der Glöckner von Notre Dame (Erzdiakon Frollo) - Theater des Westens Berlin und Deutsches Theater München. Regie: Scott Schwartz
  • Fast Normal - Next To Normal (Dan Goodman) - Staatsoperette Dresden. Regie: Titus Hoffmann
  • Fast Normal - Next To Normal (Dan Goodman) - Stadttheater Fürth. Regie: Titus Hoffmann
  • EVITA (Juan Perón) - Ronacher Theater, Wien. Regie: Vincent Paterson
  • Fast Normal - Next To Normal (Dan Goodman) - Museumsquartier HALLE E, Wien. Regie: Titus Hoffmann
  • Fast Normal - Next To Normal (Dr. Madden/Dr. Fine) - Renaissance-Theater, Berlin. Regie: Torsten Fischer
  • Vom Geist der Weihnacht (Scrooge) - Arenatour. Regie: Matthias Kitter
  • Der Vetter aus Dingsda (Erster Fremder) - Wanderoper Brandenburg. Regie: Arnold Schrem
  • Im weißen Rössl (Leopold) - Freilichtspiele Schwäbisch Hall. Regie: Christoph Biermeier
  • Ein Käfig voller Narren (Albin/Zaza) - Theater Lüneburg, Lüneburg. Regie: Klaus Seiffert
  • Ein Sommernachtstraum (Puck) – Gartentheater Herrenhausen, Hannover. Regie: Christian von Götz
  • Elisabeth (Tod) – Theater des Westens, Berlin / Theater 11, Zürich. Regie: Harry Kupfer
  • Vom Geist der Weihnacht (Scrooge) – Theater am Marientor, Duisburg. Regie: Craig Simmons
  • Tanz der Vampire (Graf von Krolock / als Gast) – Theater des Westens, Berlin. Regie: Roman Polański
  • Tanz der Vampire (Graf von Krolock / alternierend) – Neue Flora, Hamburg. Regie: Roman Polański
  • Mozart! (Fürsterzbischof Colloredo) – Neue Flora, Hamburg. Regie: Harry Kupfer
  • Du bist in Ordnung Charlie Brown (Snoopy) – Häbse Theater, Basel. Regie: Andreas Gergen, Christian Struppeck
  • Du bist in Ordnung Charlie Brown (Snoopy) – Kleines Theater Berlin. Regie: Andreas Gergen, Christian Struppeck
  • Die Schöne und das Biest (Biest) – Musicaldome, Köln. Regie: Matthias Davids
  • Aspects of Love (Alex Dillingham) – Staatsoperette Dresden. Regie: Herbert Olschok
  • Elisabeth (Tod) – Theater an der Wien. Regie: Harry Kupfer
  • Zustände wie im Alten Rom (Hero) – Theater des Westens, Berlin. Regie: Helmut Baumann
  • Les Misérables (Marius) – Theater am Marientor, Duisburg. Regie: Ken Caswell
  • The Rocky Horror Show (Frank’n’Furter) – Berliner Kammerspiele. Regie: Anna Vaughan
  • Elvis (Elvis) – Berliner Kammerspiele. Regie: Anna Vaughan
  • Grease (Danny) – Häbse Theater, Basel. Regie: Stefan Huber
  • Das Bildnis des Dorian Gray (Dorian Gray) – Theater Heilbronn. Regie: Helge Grau
  • Freudiana (Prof. Spiegelclown) – Theater an der Wien. Regie: Peter Weck
  • Les Misérables (Marius) – Raimundtheater, Wien. Regie: Gale Edwards
  • Schlemihl (Peter Schlemihl) – Theater des Westens, Berlin. Regie: Winfried Bauernfeind
  • Elvis - Stationen einer Karriere (Elvis) – Berliner Kammerspiele. Regie: Anna Vaughan
  • Snoopy (Snoopy) – K&K Theater, Wien. Regie: Anna Vaughan
  • Der Hauptmann von Köpenick (Louis Gebweiler) – Burgtheater, Wien. Regie: Michael Kehlmann

Konzerte (Auswahl)[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jubiläumsgala "50 Jahre Berliner Theaterclub", Deutsche Oper Berlin, 2017
  • Gala "Hommage an Harald Juhnke", Wintergarten Berlin und Übertragung auf 3SAT, 2015
  • Sternstunden des Musicals mit dem Philharmonischen Orchester Vorpommern, 2015
  • Best of Felix Martin – Soloprogramm (Premiere: 19. November 2008, Köln)
  • Felix Martin pur & unplugged – Soloprogramm (Premiere 2008)
  • Felix Martin & Friends – Musical Highlights, Open-Air-Konzert (Premiere 2008)
  • Felix Martin livehaftig! – Soloprogramm (Premiere 2007)
  • Schöne Bescherung – Solo-Weihnachtsprogramm (Premiere 2006)
  • Musicals & More – Soloprogramm (Premiere 2005)
  • Best of Musical – Kölnarena, 2004
  • Galakonzert „10 Jahre Elisabeth“ – Konzerthaus Wien, 2000
  • Diverse Konzert- und Galaauftritte u. a. in Hamburg, Stuttgart, Berlin, Wien

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: Publikumspreis „Daphne“ der Theatergemeinde Berlin für die Darstellung des Elvis in der gleichnamigen Produktion
  • 1998: IMAGE 98 (International Musical Award Germany) als bester männlicher Hauptdarsteller für die Rolle „Alex“ in Aspects of Love
  • 2004: Platz 2 beliebtester Musicaldarsteller im deutschsprachigen Raum für die Rolle „Graf von Krolock“ in Tanz der Vampire (Leserwahl Fachzeitschrift „musicals“)
  • 2006: Platz 2 beliebtester Musicaldarsteller im deutschsprachigen Raum für die Rolle „Graf von Krolock“ in Tanz der Vampire (Leserwahl Fachzeitschrift „musicals“)
  • 2008: Platz 1 "Schönste männliche Stimme" & Platz 1 "Beste Show" ("Felix Martin & Friends"), sowie Platz 2 "Bester Darsteller" (DaCapo Musical Award-Leserwahl)
  • 2008: Platz 2 beliebtester Musicaldarsteller im deutschsprachigen Raum für die Rolle „Tod“ in Elisabeth (Leserwahl Fachzeitschrift „musicals“)
  • 2009: Platz 1 "Schönste männliche Stimme" & Platz 1 "Beste männliche Hauptrolle im Long Run" für die Rolle „Tod“ in Elisabeth (DaCapo Musical Award-Leserwahl)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Musical Changes, Solo-CD
  • 2003: Walking on the sun, Solo-CD single
  • 2005: Die unstillbare Gier, Solo-CD single
  • 2006: Felix Martin LIVE, Solo-CD
  • 2008: Der letzte Tanz, Solo-CD single

Cast / Sampler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Les Misérables (Deutsche Originalaufnahme aus Wien), Cast-Album
  • 1990: Freudiana (Deutsche Originalaufnahme aus Wien), Cast-Album
  • 1996: Les Misérables (Die Höhepunkte der Duisburger Aufführung), Cast-Album
  • 1997: Toys, Konzeptalbum
  • 2000: Midnight Musical, Sampler
  • 2002: Elisabeth – 10th Anniversary Concert, Original Wien Concert Cast-Album
  • 2003: Dorian Gray, limitierte Demo-CD mit Studioaufnahmen zum gleichnamigen Musical
  • 2004: Weird and Wonderful – The songs of Alexander S. Bermange, Sampler
  • 2005: Musical On Ice: Tarda, Cast-Album zur Musical-Eisrevue in Dinslaken
  • 2005: Musical Stars – Volume 1, Sampler
  • 2006: Musical Stars – Volume 2, Sampler
  • 2009: Musical Emotions, Sampler
  • 2017: Der Glöckner von Notre Dame Musical - Live aus dem Theater des Westens

DVD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Ich heirate eine Familie (Rolle: Duffy)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Felix Martin Schauspieler Sänger Musical - Vita. Abgerufen am 27. März 2018.
  2. Felix Martin Schauspieler Sänger Musical - Vita. Abgerufen am 27. März 2018.