Feministische Ethik

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Feministische Ethik stellt eine Herangehensweise an die Ethik dar, der zufolge in traditionellen Ethiktheorien das Erleben von Moral aus Sicht der Frau unterschätzt und/oder falsch bewertet wurde. Deshalb bemüht sich die Feministische Ethik darum, die Ethik vollkommen neu und unter feministischen Gesichtspunkten zu betrachten.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der 80er Jahre wurde die Fragestellung der Feministischen Ethik noch stärker zugespitzt auf die Frage, ob man von einer Moral der Frauen im Gegensatz zur Moral der Männer sprechen könne. Ausgelöst wurde diese Diskussion durch das 1982 in den USA erschienene Buch "In a different Voice" von Carol Gilligan indem sie ein Text moralisches Verhalten im Gegenzug zu Lawrence Kohlberg definiert.

Der Kern von Carol Gilligans Ansatz:

Ausgehend von einer Reihe empirischer Studien unterscheidet sie zwischen einer Ethik der Gerechtigkeit, "moral of justice" und einer Ethik der Fürsorge, "moral of care". Ihrer Meinung nach stehen Männer den Modellen der Argumentation und Entscheidung näher, wie sie die Ethik der Gerechtigkeit entwickelt, und Frauen tendieren zur Ethik der Fürsorge.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carol Gilligan: Die andere Stimme, 1984
  • Christoph Horn: Feministische Ethik, in: Otfried Höffe: Lexikon der Ethik. 7. Auflage. München, Beck 2008, ISBN 978-3-406-56810-7 (mit weiteren Nachweisen)
  • Rosemarie Tong und Nancy Williams: Feminist Ethics, The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Fall 2009 Edition), Edward N. Zalta (ed.)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tong, R. and Williams N., Stanford Encyclopedia of Philosophy, Feminist Ethics, First published Tue May 12, 1998; substantive revision Mon May 4, 2009.