Fendt (Marke)

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Fendt
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Rechtsform GmbH
Gründung 1930
Sitz Marktoberdorf, Deutschland
Leitung Peter-Josef Paffen
Mitarbeiterzahl 6331 (2015) [1]
Umsatz 2,14 Mrd. EUR (2015) [1]
Branche Landtechnik
Website www.fendt.com

Fendt Schriftzug

Die Fendt GmbH war ein Familienunternehmen, das Landmaschinen der gleichnamigen Marke herstellte, mit Hauptsitz in Marktoberdorf (Allgäu, Bayern). Seit 2009 firmiert es unter AGCO GmbH. Werk und Marke gehören seit 1997 zum US-amerikanischen Landtechnikkonzerns AGCO Corporation, mit Hauptsitz in Duluth, (Georgia, USA).

Der erste Dieselross-Traktor mit 6 PS wurde 1930 von den Gebrüdern Hermann und Xaver Fendt unter der Anleitung ihres Vaters Johann Georg Fendt konstruiert. 1937 trugen die beiden das Unternehmen in das Handelsregister Kempten ein. 1997 übernahm AGCO das Familienunternehmen. Fendt gilt als Premium-Marke innerhalb des AGCO-Konzerns und ist mit rund 62 Millionen Euro Entwicklungsbudget im Jahr 2013 ein globaler Innovationstreiber der Landtechnikbranche.[2] Das Produktangebot umfasst Traktoren, Feldhäcksler und Mähdrescher, Schwader, Heuwender, Mähwerke und Ballenpressen.

Die Marke Fendt hatte 2013 einen Exportanteil von 64 Prozent. Mit 6.261 zugelassenen Traktoren ab 51 PS und einem Marktanteil von 21,1 Prozent im Jahr 2013 ist Fendt in Deutschland Marktführer.[3] Insgesamt wurden 2013 17.837 Traktoren verkauft, die bis dahin höchste Zahl in der Unternehmensgeschichte. Beim jährlich von der DLG veröffentlichten Image-Barometer, bei dem deutsche Lohnunternehmen und Landwirte über Landtechnikunternehmen befragt werden, belegte Fendt 2013 mit 99,3 von 100 möglichen Punkten den ersten Rang.[4] Das Unternehmen ist Mitglied im VDMA, Fachbereich Landtechnik.[5]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktoberdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptsitz der Marke Fendt ist in Marktoberdorf im Ostallgäu. Das Betriebsgelände liegt auf den Flächen des ehemaligen landwirtschaftlichen Hofes der Familie Fendt. Rund 3010 Mitarbeiter[6] arbeiten in den Bereichen Produktion, Entwicklung, Vertrieb und Marketing, Finanzierung, Verwaltung und EDV. Am Standort selbst befindet sich die Produktion des Variogetriebes und der Baureihen Fendt 200 V/F/P Vario, 200 Vario, 300 Vario, 500 Vario, 700 Vario, 800 Vario, 900 Vario und Fendt 1000 Vario. Alle Traktoren werden auf einem einzigen, rund 1 km langen Produktionsband hergestellt.

Die Produktionsanlagen haben aktuell eine jährliche Kapazität von rund 20.000 Traktoren und 29.000 Vario-Getrieben.[7] Die Wärmeversorgung des Unternehmens kommt aus dem Biomasseheizkraftwerk Ruderatshofen (Holzhackschnitzel). Am Standort Marktoberdorf befindet sich auch das Besucherzentrum Fendt Forum sowie die Fendt Academy zur Schulung von Händlern.

Asbach-Bäumenheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Standort Asbach-Bäumenheim befindet sich das AGCO Kompetenzzentrum für Kabinen in Europa. Das Werk, ehemals Maschinenfabrik Josef Dechentreiter, wurde 1970 erworben. Aktuell fertigen am Standort über 1.000 Mitarbeiter Kabinen und Karosseriebauteile für die Marken Fendt, Massey Ferguson und Valtra. Die Produktion am Standort umfasst die Bereiche Teilefertigung, Rohbau, Lackierung und Kabinenmontage inklusive Einbau der Elektronik und dem Fahrerplatz.[8] Die Lieferungen der Fendt Kabinen nach Marktoberdorf erfolgt Just-In-Time direkt zur Traktormontage und Just-In-Sequence, d. h. die Teile werden im Werk in Asbach-Bäumenheim in derselben Reihenfolge gebaut, wie sie am Montageband in Marktoberdorf benötigt werden.[9]

Hohenmölsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 erwarb der AGCO Konzern den Standort Hohenmölsen. Seitdem wurden mehr als 35 Mio. Euro in das Werk investiert. Auf dem Gelände der ehemaligen Bundeswehr Kaserne werden für Fendt Traktorteile, wie Unterlenker gefertigt. Zum anderen befindet sich hier auch die Montage des Feldhäckslers Fendt Katana 65 und 85. Seit 2017 werden auch die gezogenen Feldspritzen Fendt Rogator 300 in Hohenmölsen produziert. Ab Januar 2018 wird ebenfalls die selbstfahrende Feldspritze Rogator 600 in Sachsen-Anhalt gefertigt.[10][11] Im Juli 2017 waren 250 Mitarbeiter am Standort Hohenmölsen beschäftigt.

Feucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Standort Feucht befindet sich das AGCO-Kompetenzzentrum für Futtererntetechnik in Europa. Seit 2011 gehört das Kompetenzzentrum im Nürnberger Land zum US-amerikanischen AGCO-Konzern und produziert für die Marken Fendt, Massey Ferguson und Fella. In Feucht werden für Fendt die verschiedenen Modelle für Futtererntetechnik entwickelt und produziert: Trommel- und Scheibenmähwerke (Fendt Cutter und Fendt Slicer), Wender (Fendt Twister) und Schwader (Fendt Former).[12]

Waldstetten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sitz des Landtechnikunternehmens in Waldstetten ist auf das Jahr 1871 und die Gründung der Mengele Agrartechnik zurückzuführen. Im Oktober 2017 übernimmt die AGCO Corporation den Bereich Futterernteproduktion des Unternehmens Lely und damit auch das Werk in Waldstetten. Zu den übernommen Produkten gehören auch ein Lade- und Kombiwagenprogramm.[13] Ab 2018 werden am Standort die Fendt Kombiwagen der Serie Fendt Tigo PR und XR produziert. Auf dem 13.700 m² großen Werk sind rund 75 Mitarbeiter beschäftigt.

Wolfenbüttel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit über 115 Jahren werden in Wolfenbüttel Produkte für die Landwirtschaft entwickelt und produziert. Zunächst als Welger Maschinenfabrik GmbH und seit 2008 als Tochterunternehmen der Lely-Gruppe. Im Oktober 2017 übernimmt der Landtechnikkonzern AGCO die Futtererntemaschinensparte von Lely.[14] Am Standort Wolfenbüttel werden Rundballenpressen, Press-Wickelkombinationen, Quaderballenpressen und Aufsammler produziert. Ab 2018 werden hier für die Marken Fendt und Massey Ferguson variable Rundballenpressen und Festkammerpressen gebaut.[15] Auf dem etwa 100.000 m² großen Werksgelände arbeiten rund 228 Mitarbeiter in den Bereichen Schweißerei, Montage, Lackiererei, Versand und Administration.

Breganze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Laverda S.p.A.

Am Standort Breganze befindet sich das AGCO Kompetenzzentrum für Mähdrescher in Europa. Das ehemalige Laverda-Werk wurde 2007 zu 50 Prozent und im März 2011 zu 100 Prozent von der AGCO Corporation erworben.[16] Seit 1873 werden hier in Italien landwirtschaftliche Maschinen produziert. Auf 25 Hektar Betriebsfläche arbeiten heute rund 610 Mitarbeiter an der Produktion von Mähdreschern der Mittelklasse sowie Hybrid- und 8-Schüttlermodellen der Oberklasse.[17] Ab 2018 wird im AGCO Werk die neu entwickelte Mähdrescherserie Fendt Ideal in drei Modellen produziert.

Hesston[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1947 werden in Hesston, Kansas, Landmaschinen produziert. Das Unternehmen hat sich von Anfang an auf die Entwicklung und Produktion von landwirtschaftlichen Geräten spezialisiert. Zudem wurde hier 1978 die weltweit erste große Quaderballenpresse entwickelt und produziert, die sogenannte „Mutter aller Pressen“.[18] AGCO erwarb die Hesston Corporation im Jahr 1991. Das Werk verfügt derzeit über neun Fertigungslinien an denen Mähdrescher und Pflanzmaschinen für den amerikanischen Markt gefertigt werden sowie die Produktion von Quaderballenpressen, u. a. für die Marke Fendt. Im Jahr 2013 hat AGCO 40 Millionen Dollar in eine moderne 18.850 m² große Lackier- und Veredlungsanlage investiert.[19][20] AGCO ist der größte Arbeitgeber in Harvey County und beschäftigt mehr als 1.400 Mitarbeiter in Hesston Werk. 2018 wird in Hesston auch das neue Topmodell der Qauderballenpressen, die Fendt Squadra 1290 UD (Ultra Density) in Hesston produziert.

Jackson[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In 2001 hat AGCO das Unternehmen Ag-Chem Equipment Co. in Jackson (Minnesota) gekauft und damit das Segment für Applikationsgeräte in Nordamerika erweitert. Seit 2002 werden auch die Raupentraktoren hier hergestellt.[21] Im Jahr 2011 wurde das Gelände um rund 7000 m² erweitert um die Row-Crop Traktoren für Massey Ferguson und Challenger herzustellen. Im gleichen Zug wurde auch das erste AGCO Besucherzentrum, das Intivity Center, in Nordamerika gebaut.[22][23] Heute sind rund 900 Mitarbeiter auf dem rund 62.500 m² großen Werk in Jackson beschäftigt. Ab 2018 werden in Jackson auch die Fendt Raupentraktoren der Modelle Fendt 900 Vario MT und Fendt 1100 MT in Serienstart gehen.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Grasmäher zum Dieselross[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Fendt Dieselross
Das erste Fendt Dieselross mit einem 6-PS-Deutz-Motor
Xaver Fendt testet den Holzgasgenerator-Schlepper G25

Die Geschichte der Handwerkerfamilie Fendt reicht 350 Jahre zurück. Die Herstellung von Turmuhren, Bleizügen und Geigen verschaffte ihr regionale Bekanntheit im Allgäu. Die Familie betrieb außerdem im Nebenerwerb Landwirtschaft und hatte einen kleinen Handel für landwirtschaftliche Ausrüstung. Der am 16. August 1868 geborene Johann Georg Fendt übernahm 1898 den Familienbetrieb seines Vaters Franz Xaver und begann mit dem Vertrieb von Deutz-Stationärmotoren, bei denen er auch die Wartung und Reparatur beim Kunden vor Ort durchführte. Während der erstgeborene Sohn Xaver den familiären Betrieb verließ und bei großen Firmen wie Deutz oder BMW arbeitete, half Hermann seinem Vater bei der täglichen Arbeit. Die beiden erkannten den Bedarf an landwirtschaftlichen Nutzmaschinen und wagten sich 1928 an den Bau eines motorisierten Grasmähers[24]. In den 1930er Jahren wurden die Schlepper mit Sitzkissen von Fritzmeier ausgerüstet.[25] Schnell stellte sich heraus, dass sie mehr Leistung für höhere Zugkraft und ein höheres Gewicht für verbesserte Traktion benötigten. 1930 entwickelten sie das erste Dieselroß mit sechs PS und einem ZF-Getriebe[26]. Bis 1932 wurden insgesamt vier Dieselrösser diesen Typs gebaut und konnten sogar an ausgewählte Kunden verkauft werden. Nach dem Tod Johann Georg Fendts kehrt Xaver Fendt 1934 nach Marktoberdorf zurück, um mit seinem Bruder Johann das Unternehmen fortzuführen. 1937 trugen sich die beiden in das Handelsregister Kempten (Allgäu) unter dem Namen „Xaver Fendt & Co., Maschinen- und Schlepperfabrik“, ein. Xaver und Hermann wurden Gesellschafter, während die Mutter Kreszentia als Kommanditistin fungierte. Im Jahr 1938 bauten die Gebrüder Fendt das Dieselross F 22 mit bis zu 22 PS. Sie waren der erste Hersteller aus Europa, der eine fahrunabhängige, lastschaltbare Zapfwelle verbaute. Diese Entwicklung machte sie erstmals über die Grenzen des Allgäus hinaus bekannt.

Am 2. März 1939 wurde durch Oberst von Schell, dem damaligen Generalbevollmächtigten für das Kraftfahrwesen, der Erlass über die Typenbegrenzung im Schlepperbau verabschiedet. Dieser sah vor, den Schlepperbau in elf Leistungsklassen, in denen in Haupt-, Sonder-, und Nebentypen unterschieden wird, aufzuteilen. Somit hatten Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen klare Vorgaben, wie ihre Fahrzeuge aufgebaut werden müssen. In den folgenden Jahren musste das Allgäuer Unternehmen weitere Hürden bewältigen, da ein Großteil ihrer Arbeitskräfte in den Wehrdienst eingezogen wurde. 1942 kam erschwerend hinzu, dass die NS-Regierung auf Grund der Rohstoffknappheit den Bau von Traktoren mit flüssigem Treibstoff verbot. Fendt konstruierte daraufhin den Holzgasschlepper Dieselross G25, der einen Einheits-Generator und Deutz-Einheits-Gasmotor besaß.[24] Die Gebrüder Fendt konnten erst drei Jahre nach Kriegsende das Unternehmen wieder übernehmen, da ab 1945 von der US-amerikanischen Militärregierung Treuhänder eingesetzt wurden.

Farmer, Favorit, Fix und Co.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt Favorit 3 mit Mähdrescher 1965

Im Jahr 1950 konnte das Allgäuer Unternehmen seinen 10.000 Traktor produzieren und hatte 1951 bereits 600 Mitarbeiter. Mit dem F 25 A hatte der Traktorenhersteller seinen ersten allradgetriebenen Schlepper im Programm[27], mit dem der Großschlepper-Markt in Angriff genommen werden sollte. Auch die strategische Entscheidung, in Zukunft nicht mehr die Getriebe von ZF oder Prometheus zu beziehen, sondern selbst Getriebe zu entwickeln und herzustellen, war ein wichtiger Schritt des noch jungen Unternehmens. Mit der Übernahme der H. Sachse KG 1954 verlagerten sie die Entwicklung und Produktion von hydraulischen Krafthebern, Steuerventilen, Hubzylindern und Mähwerks-Antriebsaggregaten nach Kempten (Allgäu).[28] Zwei Jahre später, 1956, präsentierten die Entwickler auf der DLG Wanderausstellung in Köln ihren ersten Geräteträger, den Fendt GT mit 12 PS und Unterflurmotor.[27] Ein Jahr später folgte der erste Schmalspurschlepper von Fendt, der FLS 237 mit einer Fahrzeugbreite von nur 98 cm. Ende der 50er Jahre exportierte das mittelständische Unternehmen bereits in 30 Länder.[27]

Fendt GT 225 mit Unterflurmotor und 25 PS

Mit der „ff“-Baureihe, dem Favorit 1, Farmer 1 und dem Fix 1 wollte Fendt in neue Märkte vorstoßen. Sie entdeckten den südamerikanischen Kontinent als profitablen Wachstumsmarkt, und eröffneten dort im Jahr 1957 die Tractors Fendt S.A. Anfangs sollte mit einer eigenen Vertriebsstelle in der Nähe von São Paulo, später mit einer eigenen Produktionsanlage die brasilianischen Landwirte überzeugt werden. Das Projekt wurde jedoch zwölf Jahre später an Schuler do Brasil, einem Tochterunternehmen der L. Schuler AG aus Göppingen, verkauft, da sich die Unternehmung als nicht profitabel erwies.

1960 wurde der Farmer 2 mit 34 PS und der Favorit 2 mit 46 PS vorgestellt. Ein Jahr später wurde bereits der 100.000. Fendt, ein Fendt Farmer 2, oft als „Goldener Fendt“ bezeichnet, produziert[24]. Gleichzeitig erschien der F 225 GT mit 25 PS auf der Bildfläche. Die Fendt-Geräteträger machten zu dieser Zeit rund ein Fünftel der insgesamt in Marktoberdorf produzierten Schlepper aus. Die Geräteträger-Familie wurde nochmals um den 30 PS starken F230 und den 32 PS F 231 erweitert. In den 60er Jahren hatten die Fendt GTs dabei einen Anteil von rund 87 Prozent auf dem Systemschlepper-Markt in Westdeutschland. 1967 wurde mit dem bis dahin stärksten Fendt, dem 62 PS starken Favorit 3S, erneut ein Schlepper für Großbetriebe präsentiert.

Die Jahre 1970 bis 1995[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt Favorit 622 LS – Nur 22 Stück liefen vom Band

1970 wurde auf der DLG-Ausstellung in Köln der selbstfahrende Ladewagen Agrobil S vorgestellt. Im gleichen Jahr wurde die Maschinenfabrik Josef Dechentreiter mit 800 Mitarbeitern in Asbach-Bäumenheim erworben. Somit produzierte und vertrieb Fendt zusätzlich Pistenraupen und Wohnwägen.[29] In den folgenden Jahren wurden die Geräteträger und Traktorenbaureihen weiter optimiert und neue Märkte wie z. B. die Türkei erschlossen. Das Werk Asbach-Bäumenheim stellte jetzt auch die Kabinen selbst her. Gleichzeitig wurde mit dem Favorit 622 LS die neue Großtraktorenbaureihe vorgestellt.[26] 1980 wurde eine Umfirmierung zur Fendt GmbH beschlossen, um den zeitgemäßen Anforderungen an ein Wirtschaftsunternehmen gerecht zu werden. Das Unternehmen war dann eine Kapitalgesellschaft mit Beirat. Das Werk in Kempten (Allgäu) wurde aus dem Unternehmen ausgegliedert und fortlaufend als Schwesterunternehmen verzeichnet. Ein Jahr später wurde der Favorit 626 LSA, auch bekannt als „Nasenbär“, präsentiert. Einzigartig an diesem Traktor waren die 50:50-Gewichtsverteilung, 252 PS und die kippbare Kabine. 1985 erreichte Fendt mit 6388 verkauften Traktoren und einem Marktanteil von 18,4 Prozent erstmals den ersten Platz in der Zulassungsstatistik für Westdeutschland.[30] Am 19. Juni 1989 starb Xaver Fendt, Mitbegründer des Unternehmens, im Alter von 82 Jahren. Seine Anteile an der Kommanditgesellschaft und der GmbH gingen an seine beiden Söhne Xaver und Hermann über.

Fendt Xylon 524

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands ergaben sich Anfang der 1990er-Jahre neue Marktchancen in den neuen Bundesländern sowie in Zentral- und Osteuropa. Um die Kosten zu senken, wurde die Produktion auf eine auftragsbezogene Fertigung ausgerichtet. Diese Methode spart Lagerkosten produktionsrelevanter Teile. 1993 stellte Fendt mit dem Favorit 500 C den ersten Schlepper mit gefederter Vorderachse vor.[31] Anlässlich des ersten Fendt-Saaten-Union-Feldtages auf dem Gut Möschenfeld bei München, wurde der Xylon 1994 erstmals im Einsatz gezeigt. Der in Blockbauweise angelegte Systemschlepper war mit 110, 120 und 140 PS erhältlich. Am 17. August 1995 starb Hermann Fendt im Alter von 84 Jahren und hinterließ drei Erben. Er erlebte nicht mehr mit, wie 1995 der Favorit 926 auf der Agritechnica in Hannover vorgestellt wurde. Der Favorit 926 war der erste serienreife Traktor mit stufenlosem Getriebe, dem sogenannten Vario-Getriebe.[32]

Übernahme durch den AGCO Konzern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feldhäcksler Fendt Katana 65 im Maiseinsatz auf dem Feldtag Wadenbrunn 2010

1996 beschlossen die fünf Erben von Xaver und Hermann Fendt das Familienunternehmen zu verkaufen. Ende Januar 1997 übertrugen sie alle Anteile von Fendt an das 1990 in den USA gegründete Unternehmen AGCO, das bereits mehrfach internationale Landmaschinen- und Traktorenhersteller aufgekauft hatte. Die Fendt GmbH wurde in die Mehrmarkenstrategie des Konzerns eingegliedert. Die Bäumenheimer Wohnmobilsparte wurde 1998 an das Hobby-Wohnwagenwerk Ing. Harald Striewski GmbH verkauft.[33] Der Standort Bäumenheim wird noch heute für die Produktion von Kabinen und Karosserieteilen genutzt. Auf dem Fendt-Saaten-Union-Feldtag in Wadenbrunn wurden 1998 erstmals die Fendt-Mähdrescher vorgestellt, die von der AGCO-Tochter Dronningborg aus Randers in Dänemark hergestellt wurden. Seit 2004 werden Fendt-Mähdrescher in Breganze, Italien, produziert. Das Werk war ursprünglich für die Produktion von Laverda Erntetechnik bekannt. Quaderballenpressen, hergestellt in Hesston, USA, werden seit 2002 im Produktprogramm von Fendt geführt. Die Kemptener Maschinenfabrik, die zuvor für Kraftheber und elektrische Steuerventile in den Fendt Modellen zuständig war, wurde 2003 an die Nussbaum Gruppe verkauft.[28] Gegen Ende 2004 wurde die Produktion des Fendt GT und des 1994 vorgestellten Systemschleppers Xylon eingestellt. Von dem seit 48 Jahren gebauten Geräteträger waren rund 62.000 Stück produziert worden. Seit 2009 gibt es in jeder Traktorenbaureihe von Fendt das Vario-Getriebe.[34] Gleichzeitig gab AGCO bekannt, bis 2012 300 Millionen US-Dollar in die Infrastruktur der Standorte Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim zu investieren. Der Bau des Traktoren-Werksverbundes, mit einer Produktionskapazität von bis zu 20.000 Traktoren und 29.000 Vario-Getrieben im Jahr, und das neue Kundenzentrum, Fendt Forum, wurden bis 2013 fertiggestellt.[35] Im Werk Hohenmölsen in Sachsen-Anhalt werden seit 2009 Dickblechkomponenten, und seit 2010 der Feldhäcksler Fendt Katana 65 produziert.[36] Im Juli 2014 wurden auf der internationalen Pressekonferenz auf Schloss Neuschwanstein der neue 300 Vario und 700 Vario sowie das neue Spitzenmodell Fendt 1000 Vario mit bis zu 500 PS[37] und auf der Agritechnica 2015 Produkte für die Futterernte vorgestellt, die Fendt von der Konzernschwester Fella bezieht.

Aktuelle Baureihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenwärtig verwendetes Kühlergrillemblem von Fendt

Die Traktoren der Marke Fendt sind in verschiedenen Varianten erhältlich. In den höheren Baureihen gibt es die Power-, Profi- und ProfiPlus-Versionen, die sich in ihrer technischen Ausstattung und ihren Komfortmerkmalen unterscheiden. Seit 2009 hat jeder Fendt-Traktor das stufenlose Vario-Getriebe. Das Getriebe ist ein hydrostatisch-mechanisch leistungsverzweigter Fahrantrieb. Bei erhöhter Geschwindigkeit nimmt der Anteil der mechanischen Energie im Planetengetriebe zu. Durch das Planetengetriebe ist es möglich, sowohl hydrostatisch-stufenlos angetriebene Wellen, als auch direkte mechanische Antriebe nach Bedarf zu mischen. Die um 45 Grad schwenkbaren Hydrostaten wie auch der Betriebsdruck von bis zu 550 bar sorgen für den hohen Wirkungsgrad. Jeder Traktor kann außerdem mit dem Traktor Management System (TMS) ausgerüstet werden. Das System stimmt die Motordrehzahl und das Getriebe je nach Leistungsbedarf aufeinander ab.

Fendt 200 Vario V/F/P[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt 200 V/F/P
Fendt 200 V/F/P

Mit dem Spezialtraktoren Fendt 200 V/F/P Vario bietet Fendt Traktoren für spezielle Einsätze an: den Fendt 200 V Vario für den Weinanbau (Vine), den Fendt 200 F Vario Obstbau (Fruit) und den Fendt 200 P Vario für Plantagen (Plantation). Die drei Varianten unterscheiden sich hauptsächlich in der Spurbreite, der Kabinenbreite und den Krafthebern. Der Motor ist ein AGCO-Power-Dreizylinder-Turbomotor mit 3,3 Liter Hubraum, der bei 1900 min−1 seine maximale Leistung erreicht. Er erfüllt die Abgasstufe 3b (Tier 4 Interim). Neben dem Variogetriebe verfügt er über viele weitere Merkmale im Spezialtraktorenbereich wie ein leistungsstarkes Hydrauliksystem, einen Umkehrlüfter, die VarioActive Überlagerungslenkung und die Ausrüstungsmöglichkeit für ein Spurführungssystem.[38]

Baureihe Nennleistung in kW (PS) ECE R120 Hydraulikpumpe Gesamtbreite in mm Leergewicht in kg*
207 V/F 53 (72) 76 / 104 l/min 1070/1161(V) 1340(F) 2860(V) 2960(F)
208 V/F 60 (82) 76 / 104 l/min 1151/1269(V) 1372(F) 1679(P) 2860(V) 2960(F)
209 V/F/P 67 (90) 76 / 104 l/min 1151/1269(V) 1372(F) 1679(P) 2860(V) 2940(F) 3160(P)
210 V/F/P 73 (100) 76 / 104 l/min 1269(V) 1372(F) 1679(P) 2860(V) 2940(F) 3160(P)
211 V/F/P 81 (110) 76 / 104 l/min 1305(V) 1372(F) 1717(P) 2860(V) 2940(F) 3160(P)

[*]Leergewicht (Grundschlepper mit Kabine – Tanks voll ohne Fahrer)

Fendt 200 Vario[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt 211 Vario mit einem Fendt Former

Der Fendt 200 Vario ist der kleinste Fendt Traktor im aktuellen Traktorenprogramm. Er findet häufig in kleineren landwirtschaftlichen Betrieben im Grünland- oder Frontladereinsatz Verwendung. Auf größeren Betrieben wird er als klassischer Hofschlepper eingesetzt. Der Motor ist wie beim Fendt 200 Vario V/F/P Vario ein 3,3 Liter AGCO Power Dreizylinder-Turbomotor, der seine maximale Leistung bei 1900 min−1 erreicht. Er besitzt eine gefederte Vorderachse und kann zusätzlich mit einer gefederten Kabine ausgerüstet werden. Zudem bietet Fendt auch optional eine integrierte Fußbodenheizung für den Winterdienst an. Der Fendt 200 Vario erfüllt mit der Abgasstufe 3b (Tier 4 Interim) die gültige Abgasnorm und kann ebenfalls ab 70 PS mit einem Spurführungssystem ausgerüstet werden. Hier werden zwei Varianten angeboten: Die Spurführung über GPS oder die Spurerkennung über Ultraschallsensoren.[39]

Baureihe Nennleistung in kW (PS) ECE R120 Hydraulikpumpe Gesamtbreite in mm Leergewicht in kg*
207 53 (72) 76 / 104 l/min 1970 3830
208 60 (82) 76 / 104 l/min 2170 3870
209 67 (91) 76 / 104 l/min 2170 3950
210 73 (99) 76 / 104 l/min 2170 3950
211 74 (110) 76 / 104 l/min 2186 4010

[*]Leergewicht (Grundschlepper mit Kabine – Tanks voll ohne Fahrer)

Fendt 300 Vario[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Fendt 300 Vario
Fendt 300 Vario
Fendt 300 Vario mit einem Fendt Twister

Der Fendt 300 Vario besitzt einen 4,4-Liter-Vierzylinder AGCO-Motor, der bei 1900 min−1 seine Maximalleistung abruft. Der Schlepper besitzt zudem einen 23-Liter-Tank für eine AUS 32-Lösung zur Abgasnachbehandlung. Durch das Variogetriebe ist eine stufenlose Geschwindigkeitseinstellung möglich. Der Mittelklassetraktor besitzt die die VisioPlus-Kabine mit einer durchgängigen, nach oben gezogenen Panoramafrontscheibe. Die Halbrahmenbauweise ermöglicht eine Vorderachsfederung mit Längsschwinge und einen Federweg von 80 mm. Er hat eine Nutzlast von über 3,5 Tonnen. Der Fendt 300 Vario erfüllt die vom Gesetzgeber geforderte Abgasstufe Tier 4 Final. Als Kompaktschlepper ist er in den Ausstattungsvarianten Power, Profi sowie ProfiPlus mit integrierter Spurführung erhältlich. Er hat einen Multifunktions-Joystick mit 10 frei belegbaren Tasten für die Steuerung von ISOBUS-Anbaugeräten auch über das Vorgewendemanagement Variotronic.[40]

Baureihe Nennleistung in kW (PS) ECE R 120 Max. Hubkraft Heckkraftheber in daN Leergewicht in kg* Max. zulässiges Gesamtgewicht in kg
310 74 (100) 5960 4810 8500
311 83 (113) 5960 4810 8500
312 90 (123) 5960 4970 8500
313 97 (133) 5960 4970 8500

[*]Leergewicht (Grundschlepper mit Kabine – Tanks voll ohne Fahrer)

Fendt 500 Vario[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt 516 Vario mit Lemken Drillmaschine

Die Baureihe Fendt 500 Vario wurde erstmals 2012 in Marktoberdorf vorgestellt. Der Schlepper mit dem 4,04 Liter Vierzylinder-Deutz-Motor und Common-Rail-Einspritzung wurde 2016 an die Abgasnorm Tier 4 Final angepasst. Durch das Variogetriebe ist eine stufenlose Geschwindigkeitseinstellung möglich. Der Traktor kann für eine Endgeschwindigkeit von bis zu 50 km/h zugelassen werden. Der Fendt 500 Vario behält die vom Vorgänger bekannte VisioPlus Kabine mit der in das Dach gewölbten Panoramascheibe. Neu ist der aus den großen Baureihen bekannte 300° Scheibenwischer. Der Fendt 500 Vario ist in den Versionen Power, PowerPlus, Profi und ProfiPlus verfügbar. Bei der PowerPlus und ProfiPlus Variante ist die Vorrüstung für ein VarioGuide Spurführungssystem Serie.[41]

Baureihe Nennleistung in kW (PS) ECE R 120 Max. Hubkraft Heckkraftheber in daN Leergewicht in kg* Max. zulässiges Gesamtgewicht in kg
512 91 (124) 7780 6050 10500
513 98 (133) 7780 6050 10500
514 110 (150) 7780 6400 10500
516 120 (163) 7780 6400 10500

[*] Leergewicht (Grundschlepper mit Kabine – Tanks voll ohne Fahrer)

Fendt 700 Vario[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt 700 Vario mit einer Amazone Scheibenegge
Fendt 724 Vario mit einem 6-Schar-Pflug von Amazone

Der Fendt 700 Vario hat ein Leistungsspektrum von 150 – 237 PS (Maximalleistung ECE R 120) und eine Nutzlast von bis zu 6.020 kg. Durch das Variogetriebe ist eine stufenlose Geschwindigkeitseinstellung möglich. Er verfügt über die VisioPlus Kabine mit hochgezogener Panoramascheibe und ein Scheibenwischfeld von 300°. Der 700er hat eine erhöhte Hubkraft von 10.360 daN und ein zulässiges Gesamtgewicht von 14 t. Beim Motor handelt es sich um einen 6,06-Liter-Sechszylinder Deutz-Motor. Mit der Abgasstufe Tier 4 Final erfüllt der Motor die aktuellen Abgasregelungen. Er ist in den Varianten Power, PowerPlus, Profi und ProfiPlus erhältlich und hat wahlweise das Varioterminal 7 und 10.4 in Smartphone-Optik mit Touch- und Tastenbedienung. Bei der 700 Vario Serie werden die neuen VarioGuide Spurführungssysteme sowie Telemetrie-Funktionalitäten angeboten. Der Schlepper verfügt serienmäßig über vier Zapfwellengeschwindigkeiten und ein pneumatisches Hochleistungsbremssystem.[42]

Baureihe Nennleistung in kW (PS) ECE R 120 Max. Hubkraft Heckkraftheber in daN Leergewicht in kg* Max. zulässiges Gesamtgewicht in kg
714 106 (144) 10360 7735 12500
716 120 (163) 10360 7735 12500
718 133 (181) 10360 7790 14000
720 148 (201) 10360 7980 14000
722 163 (222) 10360 7980 14000
724 174 (237) 10360 7980 14000

[*]Leergewicht (Grundschlepper mit Kabine – Tanks voll ohne Fahrer)

Fendt 800 Vario[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt 800 Vario beim pflügen
Fendt 828 Vario mit einer Drillmaschine von Horsch

Der kompakte Großtraktor Fendt 800 Vario hat ein Leistungsspektrum bis zu 287 PS und eine Nutzlast von bis zu 6,5 t. Der Traktor verfügt über das modulare Hydraulikkupplungssystem, optional kann er mit flachdichtenden Hydraulikkupplungen (FFC) ausgestattet werden. Dieses wurde bisher nur beim Fendt 1000 Vario verbaut. Die Endgeschwindigkeit liegt bei maximal 60 km/h. Darüber hinaus hat er die x5-Kabine mit 3,5 m³ Raumvolumen und Panorama-Frontscheibe. Der 800er hat ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 16 t. Beim Motor handelt es sich um einen Sechszylinder Deutz-Motor mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzsystem und 6,06 Liter Hubraum. Mit der Abgasstufe Tier 4 Final erfüllt der Motor die aktuellen Abgasregelungen. Er ist in den Varianten Power, PowerPlus, Profi und ProfiPlus erhältlich und kann in allen Ausstattungsvarianten mit der vollintegrierten Reifendruckregelanlage Fendt VarioGrip ausgestattet werden.[43]

Baureihe Nennleistung in kW (PS) ECE R 120 Max. Hubkraft Heckkraftheber in daN Leergewicht in kg* Max. zulässiges Gesamtgewicht in kg**
822 166 (226) 11110 9370 16000
824 181 (246) 11110 9370 16000
826 195 (265) 11110 9520 16000
828 211 (287) 11110 9520 16000

[*] Leergewicht (Grundschlepper mit Kabine – Tanks voll ohne Fahrer)
[**] Max. zulässiges Gesamtgewicht bis 50 km/h

Fendt 900 Vario[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt 939 Vario mit einer Großflächen-Sämaschine von Amazone

Die Baureihe Fendt 900 Vario ist seit 1995 auf dem Traktorenmarkt. In der aktuellen Version reicht das Leistungsspektrum bis zu 396 PS. Die 10,8 t Leergewicht erlauben eine flexible Ballastierung und 18 t zulässiges Gesamtgewicht (16 t bei 60 km/h) bieten bis zu 7,2 t Nutzlast. Der Traktor hat ebenfalls ein modulares Hydraulikkupplungssystem, das mit flachdichtenden Hydraulikkupplungen (FFC) ausgestattet werden kann. Vorher wurde es nur in den Fendt 1000 Vario eingebaut. Der Motor ist ein Sechszylinder-Deutz-Motor mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzsystem und 7,8 Liter Hubraum. Die Vorderräder sind an Doppelquerlenkern einzeln aufgehängt und hydropneumatisch gefedert. Mit der Abgasstufe Tier 4 Final erfüllt der Motor die aktuellen Abgasregelungen. Der Fendt 900 Vario ist in den Varianten Power, PowerPlus, Profi und ProfiPlus erhältlich und kann in allen Ausstattungsvarianten mit der vollintegrierten Reifendruckregelanlage Fendt VarioGrip ausgestattet werden.[44]

Baureihe Nennleistung in kW (PS) ECE R 120 Max. Hubkraft Heckkraftheber in daN Leergewicht in kg* Max. zulässiges Gesamtgewicht in kg**
927 202 (275) 11800 10830 18000
930 224 (305) 11800 10830 18000
933 247 (336) 11800 10830 18000
936 269 (366) 11800 10900 18000
939 291 (396) 11800 10900 18000

[*] Leergewicht (Grundschlepper mit Kabine – Tanks voll ohne Fahrer)
[**] Max. zulässiges Gesamtgewicht bis 50 km/h (2-Kreisbremse)

Fendt 1000 Vario[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt 1000 Vario mit einer Saatbettkombination von Lemken
Hauptartikel: Fendt 1000 Vario

Raupentraktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt 900 Vario MT[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Fendt 900 Vario MT mit einem Grubber und Heckbehälter von Amazone

Der Fendt 900 Vario MT wurde direkt als reiner Raupentraktor konzipiert und entwickelt. Der Radstand wurde im Vergleich zur Vorgängervariante um 13 cm auf 2.565 mm verlängert. Die Bodenkontaktfläche beträgt 16.120 cm² bei 25" breiten Laufbändern. Bei 30″ sind es 19.350 cm² und bei 34" sind es 21.930 cm². Das bedeutet: mehr Traktion, weniger Bodendruck, über die gesamte Aufstandsfläche auch bei schwerem Zug. Für den Fendt 900 Vario MT wurde der neue Fendt VarioDrive Antriebsstrang aus dem Standardtraktor Fendt 1000 Vario angepasst. Damit fährt der Fendt 900 Vario MT stufenlos-leistungsverzweigt in einem Geschwindigkeitsbereich von 20 Meter pro Stunde bis 40 km/h, ohne Schaltvorgänge. Der Raupentraktor hat einen Siebenzylindermotor von AGCO Power. Aus 9,8 l Hubraum entwickelt der Motor bis zu 317 kW (431 PS) bei einer Nenndrehzahl von 1.700/min. Das maximale Drehmoment von 1921 Nm liegt durch das Fendt iD Niedrigdrehzahlkonzept zwischen 1300 und 1500/min. Das Drehzahlband des Motors liegt zwischen 1000 und 1700/min. Im Leerlauf dreht der Motor bei 800/min.[45] Das Federungskonzept des Fendt 900 Vario MT setzt sich aus vier Elementen zusammen: einem luftgefederten Fahrersitz, einer mechanischen 2-Punkt-Kabinenfederung, der Primärfederung SmartRide und dem überarbeiteten Laufwerk mit ConstantGrip Federung. ConstantGrip: Die drei mittleren Laufrollen sind über eine Pendelaufhängung (Bogie in Bogie) im Laufwerksrahmen verbaut. Dadurch passen sich die Laufrollen im Feld und bei Straßenfahrten den Bodenkonturen an, verteilen das Gewicht gleichmäßig über die gesamte Laufbandfläche und maximieren die Aufstandsfläche im Feld. SmartRide: Der Zentralträger für die Laufwerke ist über eine neu entwickelte Federung mit dem Chassis verbunden. Diese Federung setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen:

  • Schraubenfedern mit integrierten Dämpfern
  • zusätzlichen Hydro-Stoßdämpfern zur Dämpfung beim Ausfedern
  • Hydro-Stoßdämpfer und Federpads gewährleisten das Federungsverhalten beim Ausfedern und begrenzen den Federweg
  • der Drehstab-Stabilisator verleiht dem Fahrwerk Seitenstabilität.[46]
Baureihe Nennleistung in kW (PS) ECE R 120 Gesamtbreite in mm Leergewicht in kg
938 MT 279 (380) 2667 15169
940 MT 298 (405) 2667 15169
943 MT 317 (431) 2667 15169
Fendt 1100 MT[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Fendt 1100 MT mit Anbaugerät von Sunflower

Der Fendt 1100 MT wird von einem 12-Zylinder-Dieselmotor von AGCO Power angetrieben. Er hat 16,8 l Hubraum und wird mit 362 bis 475 kW Maximalleistung angeboten. Der V12 liefert hohes Drehmoment und reagiert unempfindlich auf Motordrückung. Das MTS-Fahrwerk ist eine Längskonstruktion mit Gummilaufbändern, die statt mit Kettenrädern und Führungszähnen reibschlüssig angetrieben werden. Die Antriebsräder an der Hinterachse treiben die Laufbänder an und haben einen großen Durchmesser, um die Kontaktfläche zwischen Rad und Laufband zu vergrößern und Laufbandschlupf zu verhindern. Die vorderen Leiträder spannen die Laufbänder, indem sie nach vorn gegen deren Innenfläche drücken. Durch das, ins MTS integrierten Federungssystem können sich beide Laufwerke unabhängig voneinander an die Bodenkonturen anpassen. Die pendelnd aufgehängten Laufrollen drücken das Laufband an den Boden, um die Aufstandsfläche möglichst groß zu halten. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Volllastschaltgetriebe mit 16 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgängen.[47]

Baureihe Nennleistung in kW (PS) ECE R 120 Gesamtbreite in mm Leergewicht in kg
938 MT 336 (457) 3000 19365
940 MT 403 (548) 3000 19365
943 MT 440 (598) 3000 19365

Frontlader Fendt Cargo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt Frontlader Cargo Profi 4X/80
Frontlader Fendt CargoProfi 4X/80

Für Fendt-Schlepper sind diverse Frontlader erhältlich. Sie unterscheiden sich in der Schwingengröße, ihrer Hubhöhe, maximalen Hubkraft und ihren Funktionen. Alle Modelle sind mit dem Koppelsystem Cargo Lock und der Parallelführung mit Z-Kinematik ausgestattet. Die Baureihen Fendt 300 Vario, 500 Vario und 700 Vario können zusätzlich mit dem CargoProfi Frontlader ausgerüstet werden. Der Frontlader verfügt über eine Mess- und Neigungssensorik sowie einen Job-Rechner zur Aufzeichnung und Verarbeitung verschiedener Daten und Einstellungen. Diese werden über das Varioterminal vorgenommen und eingesehen. Die Wiegefunktion des CargoProfi ermöglicht, Ladungen als Einzel- und Gesamtgewicht aufzuzeichnen. Jeder Frontlader kann mit verschiedenen Aufsätzen, wie einer Dunggabel oder Ballenzange, ausgestattet werden[48]

Modell max. Hubkraft in daN Verfügbar in Baureihe
3X/65 1850 Fendt 200 Vario
3X/70 [*] 2190 Fendt 300 Vario
4X/75 compact 2250 Fendt 300 Vario
4X/75 2250 Fendt 300, 500 Vario
4X/80 2620 Fendt 500 Vario
4X/85 [**] 3000 Fendt 700 Vario
5X/85 3000 Fendt 700 Vario
5X/90 3460 Fendt 700 Vario

[*] 3X/70 nicht bei 28 Zoll Frontreifen
[**] 4X/85 nur bis 28 Zoll Frontreifen

Feldhäcksler Fendt Katana[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt Katana 85

Der Feldhäcksler Fendt Katana ist derzeit in zwei Varianten verfügbar. Der Fendt Katana 65 mit 460 kW wird von einem Sechszylinder-Reihenmotor von MTU mit 15,6 Litern Hubraum angetrieben. Der größere Fendt Katana 85 wird von einer 21-Liter-V12-Maschine von MTU angetrieben, die 850 PS auf das Feld bringt.[49] Der Katana 85 verfügt seit November 2017 auch über einen Umkehrlüfter.[50] Die Feldhäcksler haben laut Hersteller die momentan größte auf dem Markt erhältliche Häckseltrommel. Sie hat einen Durchmesser von 720 mm und eine Breite von 800 mm. Ebenso haben diverse Assistenzsysteme, wie das Spurführungssystem VarioGuide oder das ECO-/Power-Antriebskonzept, Einzug in die Baureihe erhalten.[51] Der Feldhäcksler wird im sachsen-anhaltischen Hohenmölsen produziert.

Baureihe Motorleistung in kW (PS) ECE R 120 Hubraum in Liter Leergewichtmit Kabine ohne Vorsatz in kg
Katana 65 460 (625) 15,6 15200
Katana 85 625 (850) 21 17850

Mähdrescher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mähdrescher der Marke Fendt wurden von 1997 bis 2010 im dänischen Randers, dem Werk der ehemaligen Dronningborg Maskinfabrik gebaut. Seit 2004 werden die Hybridserie und später auch alle anderen Mähdrescher im italienischen Breganze produziert. Vor der vollständigen Akquisition durch AGCO im Jahre 2010 lief das Werk unter dem Namen Laverda. Aktuell sind fünf verschiedene Baureihen auf dem Markt erhältlich.

Fendt E-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt E-Serie

Die Fendt E-Serie kommt in kleinen bis mittleren landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz. Das Modell 5185 E schöpft seine 175 PS aus einem 4-Zylinder AGCO-Power-Motor. Das Schneidwerk ist mit einer Arbeitsbreite von 4,2 bis 6 Meter erhältlich. Der Messerantrieb läuft mit bis zu 1220 Schnitten pro Minute. Die Dreschtrommel des 5185E hat einen Durchmesser von 600 mm. Im Anschluss an das Dreschwerk wird das Stroh über 4,30 m lange Schüttler mit 150 mm Hub aufgelockert.[52]

Der Fendt 5225 E Mähdrescher ist mit einem 6-Zylinder-Motor von AGCO Power ausgerüstet. Mit 7,4 l Hubraum, CommonRail Hochdruck-Einspritzsystem sowie 4-Ventil-Technik liefert dieser eine maximale Leistung von 218 PS (160 kW). Bei diesem Mähdrescher kann zwischen dem FreeFlow und PowerFlow Schneidwerk gewählt werden. Das Schneidwerk hat eine Arbeitsbreite von 5,50 m und der Messerantrieb läuft mit bis zu 1254 Schnitten pro Minute. Darüber hinaus verfügt das Modell serienmäßig über die Steuerungs- und Schaltzentrale AgritronicPlus. Damit können unter anderem die Trommelgeschwindigkeit und Schnitthöhenautomatik geregelt werden. Dank SCR-Abgasnachbehandlung erfüllt die Fendt E-Serie die Abgasnorm der Stufe 4 / Tier 4 Final.[53]

Modell Dreschwerk/ Abscheidesystem Dreschtrommel Ø in mm Schneidwerksbreite FreeFlow von – bis Max. Leistung in kW (PS) nach ISO TR14396 Korntankgröße in l
5180 E ABC Modul/ 5 Strohschüttler 600 4,20 – 6,00 129 (175) 5200
5220 E ABC Modul/ 5 Strohschüttler 600 4,80 – 7,60 160 (218) 6500

Fendt L-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt L-Serie

Die Fendt L-Serie schöpft ihre 243 und 306 PS aus einem 7,4-Liter-Sechszylinder-AGCO-Power-Motor mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzsystem. Die L-Serie ist mit verschiedenen Dreschkörben für die Ernte von Getreide, Mais, Soja, Sonnenblumen und Reis geeignet. Beide Modelle können mit einem Power Feed Roller (PFR) und dem Multi Crop Separator (MCS) aufgerüstet werden. Beim PFR handelt es sich um einen verbesserten Gutfluss vom Schneidwerk zum Einzugskanal, während das MCS ein System zum Abscheiden von möglichst viel Korn vor dem Erreichen des Ernteguts bei den Strohschüttlern ist. Wahlweise kann ein FreeFlow oder ein PowerFlow-Schneidwerk ausgerüstet werden. Die Mähdreschermodelle Fendt 5255 L PL und Fendt 6275 L PL sind in der ParaLevel-Version erhältlich. Das System, basierend auf einem Parallelogramm, gleicht Hanglagen von bis zu 20 % aus. In dem 2014 neu vorgestellten Modell ist eine ProLine-Kabine und die Fendt Variotronic verbaut. Die Abgase werden mit der Harnstofflösung AUS 32 nachbehandelt.[54]

Modell Dreschsystem Abscheidung Schnittbreiten in m Motorleistung in kW (PS) nach ISO TR 14396 Korntankinhalt in l
5255 L MCS Plus (2 in 1) 5 Strohschüttler 4,8–7,6 179 (243) 8600
6275 L MCS Plus (2 in 1) 6 Strohschüttler 4,8–7,6 225 (306) 8600

Fendt C-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt C-Serie

Die Fendt C-Serie ist für mittlere bis große Betriebe und Lohnunternehmer geeignet. Die zwei verfügbaren Modelle erreichen 306 beziehungsweise 360 PS. Ihre Kraft schöpfen sie aus einem Sechszylinder-AGCO-Power-Motor mit 7,4 oder in höherer Motorisierung 8,4 Liter Hubraum. Beide Modelle können wahlweise mit ParaLevel ausgerüstet werden. Das System gleicht das Fahrwerk bis zu einer Neigung von 20 Prozent aus. Die C-Serie ist wie die L-Serie mit dem einheitlichen Bedienkonzept Fendt Variotronic ausgestattet. Bei der Kabine handelt es sich um eine Sklyine-Großraumkabine. Bei diesem Modell ist serienmäßig eine Kamerafunktion im Varioterminal 10.4" dabei. Optional ist der VarioGuide, das Spurführungssystem und das Telemetriesystem AgCommandTM erhältlich.[55]

Modell Dreschwerk/ Abscheidesystem Dreschtrommel Ø in mm Schneidwerksbreite FreeFlow von – bis Max. Leistung in kW (PS) nach ISO TR14396 Korntankgröße in l
5275 C/ C PL/ C PLI MCS Plus (2 in 1)/ 5 Strohschüttler 600 4,80 – 7,60 225 (306) 9000 (mit Paralevel 8600)
6335 C/ C PL/ C PLI MCS Plus (2 in 1)/ 6 Strohschüttler 600 4,80 – 7,60 265 (360) 9000 (mit Paralevel 8600)

Fendt X- & P-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt X-Serie
Fendt P-Serie

Die X- & P-Serie ist für große Agrarbetriebe und Lohnunternehmen gedacht, die eine hohe Flächenleistung benötigen. Der Mähdrescher ist mit der Skyline Kabine und Verbundglastechnologie ausgestattet. Das PowerFlow Schneidwerk ist mit 10,70 m und 9,20 m erhältlich. Das 10,70 m PowerFlow Schneidwerk verfügt dabei über einen beidseitigen Schumacher Messerantrieb. Die Fendt X-Serie nutzt die Dreschtrommel aus der Schüttler Maschine. Wie in der C-Serie wird das Fendt Varioterminal mit 10,4" verbaut, mit dem auch optional VarioGuide, VarioDoc Pro und AgCommandTM erhältlich sind. Mit dem optional aufrüstbaren AutoLevel gleicht das Fahrwerk eine Neigung von bis zu 12 % aus. Die Fendt X-Serie und P-Serie besitzen einen 1000 Liter großen Kraftstofftank und einen weiteren Tank für 120 Liter Harnstofflösung AUS 32. Der Motor wird von AGCO Power gestellt, und erfüllt mit der Harnstofflösung die Abgasstufe 4/Tier 4 final[56]

Modell Dreschwerk/ Abscheidesystem Dreschtrommel Ø in mm Schneidwerksbreite PowerFlow von – bis Max. Leistung in kW (PS) nach ISO TR14396 Korntankgröße in l
9490 X HyPerforma/ 2 Abscheiderotoren 600 7,70 / 9,20 / 10,70 365 (496)* 12500
9490 X AL HyPerforma/ 2 Abscheiderotoren 600 7,70 / 9,20 365 (496)* 10500
8410 P HyPerforma/ 8 Strohschüttler 600 6,80 / 7,70 / 9,20 297 (404) 12500
8410 P AL HyPerforma/ 8 Strohschüttler 600 6,80 / 7,70 / 9,20 297 (404) 10500
8380 P HyPerforma/ 8 Strohschüttler 600 6,80 / 7,70 / 9,20 279 (379) 10500
8380 P AL HyPerforma/ 8 Strohschüttler 600 6,80 / 7,70 / 9,20 279 (379) 10500

[*] Max. Leistung mit Power Boost (ISO TR14396)

Fendt Ideal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt Ideal 9T

Der Fendt Ideal ist die Neuentwicklung im Programm. Er wurde von Grund auf neu konstruiert und ist in drei Modellen mit 451, 538 und 647 PS erhältlich. Die Mähdrescher Ideal 8 und 9 arbeiten mit dem Dual Helix Dreschwerk mit zwei Rotoren, der Fendt Ideal 7 mit dem Single Helix Dreschwerk und einem Rotor von jeweils 4,84 m Länge. Der Dual Helix Prozessor braucht bis zu 50 Prozent weniger Kraft als andere Systeme und wird nur über die Drehzahl und den Korbabstand eingestellt. Der Fendt Ideal ist mit dem größten Korntank ausgestattet, den es derzeit am Mähdreschermarkt gibt. Er hat ein Fassungsvermögen von 17.100 l (18 Prozent größer als der nächste Mitbewerber) und mit 210 l/s die schnellste Entleerungsleistung am Markt (32 Prozent schneller als der nächste Mitbewerber). Mit dem IDEALharvest stellt sich die Maschine kontinuierlich, selbstständig auf der Druschbedingungen ein. Außerdem kann mit dem System der Gutfluss in der Maschine mit Hilfe von 52 MAD – Sensoren in Echtzeit visualisiert werden. Der Ideal hat die neue VisionCab und ist neben der Standardmaschine auch mit Raupenlaufwerk oder als Paralevelmaschine zum Hangausgleich bis zu 14 Prozent verfügbar. Die Maschine wird mit Hilfe des Varioterminal mit 10.4″ bedient und ist unter anderem mit VarioGuide und VarioDoc ausgestattet. Die Motoren des Fendt Ideal kommen von AGCO Power (7) oder MAN (8, 9) und leisten 450 bis 650 PS. Die Maschinen haben einen Dieseltank mit bis zu 1500 l Fassungsvolumen und einen weiteren Tank mit 180 Liter für die Harnstofflösung AUS 32 zur Abgasnachbehandlung.[57]

Modell Dreschwerk/ Abscheidesystem Rotorlänge/ Durchmesser in mm Schneidwerksbreite PowerFlow von – bis Max. Leistung in kW (PS) nach ECE R 120* Korntankgröße in l
Ideal 7 SingleHelix Dresch- und Abscheidesystem 4840/ Ø 600 7,70 – 10,70 336 (451) Bis zu 17100
Ideal 8 DualHelix Dresch- und Abscheidesystem 4840/ Ø 600 9,00 – 12,20 401 (538) Bis zu 17100
Ideal 9 DualHelix Dresch- und Abscheidesystem 4840/ Ø 600 9,00 – 12,20 483 (647) Bis zu 17100

[*] Max. Leistung mit Power Boost (ECE R 120)

Ballenpressen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit AGCO im Jahr 2000 das Landtechnik-Unternehmen Hesston Corporation aus den USA aufgekauft hatte, werden Quaderballenpressen unter dem Markennamen Fendt vertrieben. Momentan gibt es sechs verschiedene Quaderballenpressen, die sich in ihren Ballenabmessungen unterscheiden. Die variablen Rundballenpressen und Festkammerpressen kommen aus dem Werk in Wolfenbüttel.[58]

Quaderballenpressen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt Squadra 1290 UD

Die Modelle 990 S, 1270 S, 1290 S und 1290 XD können zusätzlich mit einem Schneidwerk ausgerüstet werden und sind daher auch optimal für Silage geeignet. Das Modell 12130 N ist speziell für trockene Erntegüter geeignet und hat ein Ballenmaß von 120 cm auf 130 cm. Das neue Top-Modell, die Fendt Squadra 1290 UD (Ultra Density) schafft eine Pressdichte von bis zu 245 kg/m³ mit einer Presskraft von 760KN. Dafür verfügt sie über das Ultra Hauptgetriebe, sowie 6 Doppelknoter in Verbindung mit einer neu entwickelten Garnklasse.[59] Alle Modelle können mit einer integrierten Ballenwaage, elektrischen Ballenlängenverstellung, hydraulischem Stützfuß, Rückraumkamera, integrierter Feuchtemessung und HayBoss Konservierungsmittel-Applikator ausgestattet werden.[60]

Baureihe Pick-Up Breite Ballenabmessungen in m (Breite x Höhe) Kolbenhübe/ Minute
990 2,6 0,8 × 0,9 47
1270 2,6 1,2 × 0,7 47
1290 2,6 1,2 × 0,9 47
1290 XD 2,6 1,2 × 0,9 47
1290 UD 2,6 1,2 × 0,9 50
12130 2,6 1,2 × 1,3 33

Rundballenpressen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt variable Rundballenpresse 4180 V XtraCut
Fendt Festkammer Rundballenpresse 2125 F Profi

Von Fendt sind drei Rundballenpressen mit Festkammer und vier mit variabler Kammer erhältlich. Die Modelle unterscheiden sich in ihren verschiedenen Ausstattungsmöglichkeit. Die Festkammermodelle gibt es als Einsteigermaschine ohne Schneidwerk bis hin zur Profimaschine mit XtraCut 25. Die Pick-Up ist ungesteuert, kurvenbahnlos und bis zu 2,25 Meter breit. Die Rundballenpresse arbeitet mit dem XtraCut 13 Rotor, XtraCut 17 Rotor oder XtraCut 25 Rotor. Der XtraCut 25 Rotor mit 25 Messer erreicht eine theoretische Schnittlänge von 45 mm während der XtraCut 17 Rotor eine theoretische Schnittlänge von 67,5 mm erreicht. Zusätzlich verfügen die XtraCut 17 (0, 8, 9, 17 Messer) und XtraCut 25 Schneidwerke (0, 12, 13, 25 Messer) über eine hydraulische Messergruppenschaltung. Beim XtraCut 13 kann gewählt werden, ob man mit oder ohne Schneidwerk arbeiten möchte.[61] Die variablen Rundballenpressen gibt es ebenfalls als Einsteigermodell bis hin zur Profimaschine. In den vier Fendt Rundballenpressen-Modellen sind vier unterschiedliche Rotoren verarbeitet. Die v-förmige Anordnung der Förderfinger sorgt für die Befüllung der Presskammer. Je nach Ausstattung sind die Pressen entweder mit einem fest verschraubten Boden oder Hydroflex-Boden ausgestattet. Die Pick-Up ist ungesteuert, kurvenbahnlos und bis zu 2,40 Meter breit. Der Ballendurchmesser kann von 0,70 m bis 1,60 m bzw. 1,80 m variiert werden.[62][63]

Baureihe Presskammerdurchmesser in m Presskammerbreite in m Presskammervolumen in m³ Leistungsbedarf kW/PS
1125 F 1,25 1,23 1,5 40 (60)
2125 F 1,25 1,23 1,5 65 (85)
2125 F Profi 1,25 1,23 1,5 50 (80)
4160 V 0,9 – 1,6 1,23 2,5 55 (80)
4160 V Xtra 0,9 – 1,6 1,23 2,5 55 (80)
4180 V 0,9 – 1,8 1,23 3,1 70 (110)
4180 V Xtra 0,9 – 1,8 1,23 3,1 70 (110)

Futtererntetechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kombiwagen Fendt Tigo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt Tigo 60 PR
Fendt Tigo 100 XR

Die Fendt Tigo PR und XR Baureihe sind Kombiwagen und können sowohl als Lade- als auch als Häckseltransportwagen eingesetzt werden. Das Ladevolumen der Kombiwagen liegt zwischen 31 und 54 m³ (DIN). Mit der um 80° schwenkbaren Multifunktionsstirnwand mit VarioFill generiert der Wagen zusätzlich 6 m³ mehr Laderaum, der in der Baulänge eingespart wird. Der Pressdruck des Futters kann dabei über das Terminal aus eingestellt werden. Darüber hinaus ist die parallele ISOBUS-Bedienung über den Fahrhebel, das Varioterminal und das Ladewagenterminal möglich. Die ungesteuerte Pick-Up hat eine Breite von 1,90 m (PR) und 2,00 m (XR) und verfügt über 7 Zinkenreihen, bei denen die Zinken in einem Abstand von 54 mm angeordnet sind und von Kunststoff-Streifbändern umgeben sind. Der Rotor des Fendt Tigo hat einen Durchmesser von 800 mm und 25 mm breite Rotorzinken aus Hardox-Stahl. Mit einem Schnittspalt von 3,5 mm hat er den geringsten am Markt. Im Schadensfall sind alle Rotorzinken einzeln austauschbar. Die hydropneumatische Fahrwerk sind serienmäßig mit Fendt Stability Control (FSC) ausgestattet, was für einen Wankausgleich in Kurven und automatische Niveauregulierung in Hanglagen sorgt.[64]

Baureihe Volumen nach DIN 11741 in m³ Zulässiges Gesamtgewicht in kg Leistungsbedarf in kW (PS) Höchstzahl Messer
45 PR 31 17500 / 18500 96 (130) 40
50 PR 31 20000 / 22000 96 (130) 40
60 PR 36 20000 / 24000 110 (150) 40
70 PR 41 20000 / 24000 125 (175) 40
65 XR 38 22000 / 24000 132 (180) 45
75 XR 44 24000 / 31000 147 (200) 45
100 XR 54 31000 184 (250) 45

Fendt Cutter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Modelle der Fendt Cutter Serie sind mit einer Arbeitsbreite von 2,85 m bis 3,26 m erhältlich. Der Cutter ist ein Trommelmähwerk mit 4 Trommeln dessen Schwadbreite zwischen den Modellen variiert und teilweise verstellbar ist. Den Fendt Cutter gibt es als Cutter FZ Trommelmähwerk mit Front- Zugbock, als Cutter FPV im Frontanbau mit Pendelblock, als Cutter TL mit Mittenaufhängung und der hydropneumatischen Mähbalkenentlastung TurboLift für den Heckanbau und ein Cutter Heckmähwerk mit Seitenaufhängung. Hergestellt wird der Cutter im AGCO Kompetenzzentrum für Futtererntetechnik in Feucht.[65]

Fendt Slicer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Scheibenmähwerke der Fendt Slicer Serie gibt es im Frontanbau wahlweise mit Pendelbock oder mit Zugbock. Die Heckmähwerke sind entweder seitlich aufgehängt (beginnend bei 2,42 m Arbeitsbreite) oder sie verfügen über eine mittige Aufhängung und die hydropneumatische Mähbalkenentlastung TurboLift. Mähkombinationen mit oder ohne Bandzusammenführung gibt es bis zu einer Breite von 9,30 m, sie sind immer mit der SafetySwing Anfahrsicherung ausgerüstet. Die Mähkombinationen mit Bändern haben grundsätzlich eine ISOBUS-Bedienung. Die Fendt Slicer Mähwerke können mit Zinken- oder Rollenaufbereitern ausgestattet werden.[66]

Fendt Former[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt bietet mit den Schwadern der Former Serie eine große Auswahl an Modellen für alle Einsatzbereiche. Angefangen bei verschiedenen Einkreiselschwadern für kleine Schläge und Berglandschaften, über die Zweikreiselschwader wahlweise mit Mitten-oder Seitenablage, bis hin zu Vierkreiselschwadern für Großflächen. Die Arbeitsbreite reicht von 3,60 m bis zu 14,00 m. Alle Mehrkreiselschwader sind mit einer vollkardanischen Kreiselaufhängung ausgerüstet, was eine Bodenanpassung in Längs- und Querrichtung ermöglicht. Auf der Agritchnica 2015 wurde ein Fendt Schwader mit Elektroantrieb mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.[67]

Fendt Twister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wenderserie bei Fendt trägt den Namen Twister und beginnt bei einer Arbeitsbreite von 4,30 m mit 4 Kreiseln, kann jedoch auch in den größeren Modellen eine Arbeitsbreite von 12,70 m erreichen und hat dann bis zu 10 Kreisel. Abhängig von der Arbeitsbreite werden die Wender für den 3-Punkt-Anbau oder mit Transportfahrwerk angeboten. Der 3-Punkt-Anbau mit Nachlaufeinrichtung ist bis zu einer Arbeitsbreite von 8,60 m möglich. Ab dieser Arbeitsbreite werden die Modelle auf einem Transportfahrwerk bewegt. Alle Modelle sind mit einer Streuwinkelverstellung zur Anpassung an unterschiedliche Bedingungen und mit einer Synchronaushebung für sicheres klappen auch im Hang ausgerüstet.[68]

Pflanzenschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt bietet seit der Agritechnica 2017 auch gezogene und selbstfahrende Pflanzenschutzspritzen an. Beide Modellreihen wurden in Europa entwickelt und werden ab 2018 im AGCO Werk Hohenmölsen gebaut, aus dem auch der Fendt Feldhäcksler Katana kommt.[69]

Fendt Rogator 300[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt Rogator 366

Die Baureihe der gezogenen Fendt Rogator 300 ist eine komplette Neuentwicklung. Auf der Basis der Selbstfahrerbaureihe Rogator 600 wurden die neuen Anhängespritzen mit einem Behältervolumen von 3.300, 4.400, 5.500 und 6.600 Litern Nennvolumen bei Arbeitsbreiten von 24 bis 30 Metern entwickelt. Die Gestängeführung, das Handling, das Spritzsystem, das Chassiskonzept sowie die Einsatzsicherheit wurden auf die neuen Anhängespritzen übertragen. Das Einträger-Chassis erlaubt dem OptiSteer-Lenkachsenkonzept reifenabhängig Lenkwinkel von bis zu 30°. Der Fendt Rogator 300 ist vollständig ISOBUS kompatibel und AEF zertifiziert. Ab der Traktorenbaureihe Fendt 500 Vario aufwärts in ProfiPlus Ausführung lassen sich die Funktionen über das Fendt Varioterminal bedienen. Die Baureihe verfügt über serienmäßig verbaute elektrische Einzeldüsenschaltung mit 50 cm Düsenabstand. Die Fendt Rogator 300 Pflanzenschutzgeräte können modellabhängig bis zu 900 Liter Frischwasser in zwei Tanks mitführen.[70]

Baureihe Bodenfreiheit* in cm Spurbreite* in m Nominales Fassungsvermögen in l Max. Leistung der Spritzpumpe bei 2,5 bar
Rogator 333 85 1,80 / 2,00 / 2,25 3300 Kreiselpumpe 785 l/min
Rogator 344 85 1,80 / 2,00 / 2,25 4400 Kreiselpumpe 785 l/min
Rogator 355 85 1,80 / 2,00 / 2,25 5500 Kreiselpumpe 785 l/min
Rogator 366 85 1,80 / 2,00 / 2,25 6600 Kreiselpumpe 785 l/min

[*] Abhängig von der Bereifung

Fendt Rogator 600[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt Rogator 645

Die Selbstfahrerbaureihe Rogator 600 besteht aus drei Modellen mit einem Behältervolumen von 4000, 5000 und 6000 Litern Nennvolumen bei Arbeitsbreiten von bis zu 36 Metern an. Zielgruppen sind Großflächenbetriebe und Lohnunternehmer. Merkmale dieser Spritze sind das Einträger-Chassis-Konzept, die Gestängeführung sowie erweiterte Technologie- und Spurführungsangebote. Die Baureihe Rogator 600 verfügt über AGCO Power Motoren mit 175 bis 242 PS in Kombination mit dem Hydrostar CVT Antriebskonzept und Traktionsregelung. Im Feldeinsatz ist eine Anpassung der Bodenfreiheit möglich und die Spurbreite kann optional bis zu 2,25 m hydraulisch angepasst werden. Der Rogator 600 ist serienmäßig mit einem 10,4 Zoll Varioterminal ausgestattet. Die ganze Bandbreite an VarioDoc Datenmanagementoptionen, drahtloser Datenkommunikation und Spurführung VarioGuide bis hin zu RTK sind ab Werk verfügbar.[71]

Baureihe Nennleistung nach ISO14396 KW (PS) Spurbreite* in m Max. Bodenfreiheit* in cm Nominales Fassungsvermögen in l
Rogator 635 125 (170) 1,80 – 2,25 120 3850 / 5000
Rogator 645 153 (208) 1,80 – 2,25 120 3850 / 5000
Rogator 655 167 (227) 1,80 – 2,25 120 3850 / 5000 / 6000

[*] Abhängig von der Bereifung

Autonomisierung und Elektrifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt X Concept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 präsentierte Fendt mit dem Projekt Fendt X-Concept erste Ergebnisse mit einem Fendt Traktor, der zusätzlich zu den hydraulischen Anschlüssen und der Zapfwelle, auch über eine Hochvoltschnittstelle verfügte. Das X-Concept, basierend auf der Fendt 700 Vario Baureihe, wird angetrieben von einem 147 kW / 200 PS AGCO Power 4-Zylinder Dieselmotor und verfügt über einen integrierten Hochleistungsgenerator. Die elektrische Leistung der Hochvolt-Schnittstellen in Heck und Front von bis zu 130 kW wird mit einer Gleichspannung von 700 V über den so genannten Powerbus an die Geräte übertragen. Ebenso versorgt der Powerbus traktorinterne Verbraucher, wie z. B. den elektrischen Lüfterantrieb oder Kühlmittelpumpen. Aufgrund der Powerbus-Architektur können mit einer Steckdose beliebig viele Antriebe am Gerät bedient werden.[72]

Fendt Former 12555 X[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Agritechnica 2015 stellte Fendt den Kreiselschwader Fendt Former 12555 X vor, der über eine AEF (Agricultural Industry Electronics Foundation) spezifizierte 700-V-Gleichspannungsschnittstelle mit Elektrizität versorgt und über einen elektrischen Integralantrieb für jeden Kreisel verfügt. Fendt entwickelte für den Fendt Former 12555 X einen Torquemotor mit ausgezeichnetem Wirkungsgrad, der in jede Schwaderglocke integriert ist. Separate Gehäuse, Lagerungen oder Getriebe sind dafür nicht notwendig. Jeder Motor wird über eine eigene Leistungselektronik unabhängig geregelt. Der Fendt Former 12555 X ist ein Vierkreiselschwader mit 12,50 m Arbeitsbreite, vier Kreiseln und zwölf Doppelzinken.[73]

Fendt Xaver[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt Xaver Robotereinheit

Im Jahr 2015 startete Fendt zusammen mit der Hochschule Ulm das von der EU geförderte Forschungsprojekt MARS (Mobile Agricultural Robot Swarms). Es wurde der Einsatz von autonomen Robotern in der satellitengestützten Aussaat von Mais untersucht. Nach Abschluss des Forschungsprojektes beschloss Fendt 2017 die Entwicklung der Feldroboter zur Serienreife weiter zu entwickeln. Die Robotereinheiten wurden nach dem Gründer des Unternehmens Fendt benannt: Xaver.[74] Mit einer Logistik-Einheit werden die Robotereinheiten an ihren Einsatzort transportiert. Von dort aus erledigen sie selbstständig und hochpräzise mit Hilfe einer die Aussaat und ermöglichen die teilflächenspezifische Anpassung von Saatmuster und Saatstärke sowie die exakte Dokumentation jedes Samens mithilfe einer App. Der Ansatz des neuen Systems ist es, mit kleinen, im Schwarm arbeitenden Robotereinheiten und mit Hilfe einer Cloud-basierten Systemsteuerung die präzise Aussaat von Mais zu planen, auszuführen, zu überwachen und exakt zu dokumentieren. Satellitennavigation und Datenmanagement in der Cloud ermöglichen ein Arbeiten rund um die Uhr mit permanentem Zugriff auf alle Daten. Ein Fendt Roboter System besteht beispielsweise aus 6 Einheiten und erreicht dabei eine Flächenleistungen von rund 1 ha/h. Eine Fendt Xaver Robotereinheit verfügt über einen batteriebetriebenen, elektrischen Antrieb und wiegt etwa 50 kg.[75][76]

Fendt e100 Vario[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fendt e100 Vario

Mit dem Fendt e100 Vario stellt Fendt den ersten praxisgerechten, batterieelektrischen Traktor mit 50 kW Antriebsleistung vor, der bis zu fünf Betriebsstunden im Teillastbetrieb arbeiten kann. Die Energiequelle ist eine 700 V Lithium-Ionen-Hochleistungsbatterie mit einer Kapazität von rund 100 kWh. Bis zu 22 kW können über eine genormte CEE Hofsteckdose oder über eine Supercharging Option mit Gleichspannung geladen werden. Mit einem genormten CCS Typ 2 Stecker beträgt die Ladezeit in 40 Minuten bis zu 80 Prozent. Zudem kann durch den Elektromotor im Betrieb Energie rückgewonnen werden. Ausgestattet ist der E-Traktor mit zwei AEF-konformen Leistungsschnittstellen für elektrische Arbeitsgeräte. Es gibt sowohl einen Standard Zapfwellenanschluss, als auch die übliche Hydraulikversorgung für Anbaugeräte. Der Fendt e100 Vario wird 2018 in einer begrenzten Stückzahl erstmals auf ausgewählten Betrieben und in Kommunen eingesetzt werden.[77][78]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Herrmann: Die Fendt-Chronik, Vom Dieselross zum Vario. Ulmer Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-8001-4863-3.
  • Klaus Herrmann: 75 Jahre Dieselross, EIne Erfolgsgeschichte. Ulmer Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-8001-4793-9.
  • Albert Mößmer: Fendt – Das Typenbuch: 1928 bis heute. 3. Auflage, GeraMond, München 2010, ISBN 978-3-7654-7701-0.
  • Gilbert Kremer: Alle Traktoren von Fendt, Typen und Daten. Klaus Rabe Verlag, Willich 2005, ISBN 3-926071-33-8.
  • Gilbert Kremer: Fendt Geschichte, Das Beste aus der Fendt Werbung von 1930 bis heute. DLG Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-7690-0736-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikibooks: Traktorenlexikon: Fendt – Lern- und Lehrmaterialien
 Commons: Fendt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015. Bundesanzeiger, 26. September 2016, abgerufen am 28. März 2017.
  2. AGCO/Fendt erwartet neues Rekordjahr. Radio Allgäu Hit, 9. Oktober 2013, abgerufen am 29. Juli 2014: „[…] ist mit rund 62 Millionen Euro Entwicklungsbudget im Jahr 2013 ein globaler Innovationstreiber auf dem Landtechnikmarkt.[…]“
  3. Schlepperzulassungen in Deutschland ab 51 PS. top agrar, 1. Dezember 2013, archiviert vom Original am 26. August 2014; abgerufen am 13. August 2014 (PDF): „[…] ist Fendt mit einem Marktanteil von 21,1 Prozent Marktführer […]“ i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/m.topagrar.com
  4. DLG Imagebarometer 2013. DLG, 25. Oktober 2013, abgerufen am 26. September 2016: „[…] bleibt Fendt mit 99,3 Punkten weiterhin mit Abstand Imageführer […]“
  5. VDMA Wirtschaftsbericht Landtechnik 2013. VDMA, 1. Mai 2013, archiviert vom Original am 26. August 2014; abgerufen am 21. August 2014 (PDF): „Das Unternehmen ist im Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau, Fachbereich Landtechnik, angegliedert.“ i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vdma.org
  6. Fendt: Die Landtechnik steht vor der größten Revolution ihrer Geschichte,B4B Wirtschaftsleben Schwaben, August 2017, abgerufen am 12. Dezember 2017: „[…] Zur Jahresmitte zählte Fendt in Deutschland 5.375 Beschäftigte, die meisten davon in Marktoberdorf, gefolgt von Asbach-Bäumenheim. […]“.
  7. Fendt feiert 25.0000 Vario Getriebe,agrarheute, Dezember 2016, abgerufen am 12. Dezember 2017:„[…] Rund 100 Getriebe werden pro Tag produziert […]“.
  8. AGCO steckt über 30 Mill. Euro in den Standort Bäumenheim, Juli 2010, abgerufen 12. Dezember 2017.
  9. Standort Asbach-Bäumenheim, AGCO/Fendt; abgerufen am 12. Dezember 2017.
  10. Challenger Europa: Übergabe an Fendt?, auf www.agrarheute.com, April 2017, abgerufen am 3. Juni 2017.
  11. Fendt übernimmt Vertrieb der Marke Challenger,b4b Wirtschaftsleben Schwaben, Juli 2017, abgerufen am 12. Dezember 2017.
  12. Fella, Fella, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  13. Fendt zieht künftig Lely, Augsburger Allgemeine, September 2017, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  14. AGCO kauft Erntetechnik von Lely, profi, März 2017, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  15. AGCO übernimmt Lelys Rundballenpressen Werk, auf www.agrarheute.com, Oktober 2017, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  16. Akquisition Laverda S.p.A., AGCO, November 2010, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  17. Standort Breganze, AGCO/Fendt, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  18. Hesston, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  19. AGCO eröffnet 40 Millionen Dollar Lackier- und Veredlungsanlage, AGCO, August 2013, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  20. AGCO eröffnet neue Lackier- und Veredlungsanlage in Hesston, FarmProgress, Oktober 2013, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  21. AGCO Report, AGCO, Juli 2002, abgerufen am 13. Dezember 2017 […] AGCO completed the acquisition of Caterpillar Inc.'s agricultural track-type tractors known as „Challenger“ in March 2002 and has added a full range of new agricultural equipment to form the new Challenger brand […].
  22. AGCO eröffnet neues Intivity Center und Werkserweiterung, AGCO, Juni 2012, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  23. AGCO erweitert das Minnesota Werk, AGCO, Mai 2013, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  24. a b c 75 Jahre – Fendt Dieselross-Jubiläum. AGCO/Fendt, abgerufen am 12. September 2014 (PDF).
  25. Profi – Magazin für Agrartechnik: Was wurde eigentlich aus den Fritzmeier-Verdecken, Heft 9, 2014, S. 129
  26. a b Fendt Meilensteine. AGCO/Fendt, abgerufen am 12. September 2014.
  27. a b c Top 10 Traktoren. NDR, 25. Februar 2014, archiviert vom Original am 11. September 2014; abgerufen am 4. September 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oldtimerplus.de
  28. a b Kemptener Maschinenfabrik GmbH. (Nicht mehr online verfügbar.) Otto Nußbaum GmbH & Co KG, ehemals im Original; abgerufen am 9. September 2014.@1@2Vorlage:Toter Link/www.nussbaum-group.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  29. Das Auf und Ab von Lely-Dechentreiter hielt den Ort jahrzehntelang in Atem. Augsburger Allgemeine, 19. Dezember 2010, abgerufen am 9. September 2014.
  30. 1985: Fendt erstmals Marktführer in Deutschland. 21. März 2013, abgerufen am 4. September 2014.
  31. Fendt Schmalspurtraktoren mit gefederter Vorderachse. Raiffeisen, 29. November 2004, abgerufen am 9. September 2014.
  32. Gut, besser, stufenlos. DLV, 8. Februar 2012, abgerufen am 9. September 2014.
  33. Fendt Caravan Unternehmenshistorie. (Nicht mehr online verfügbar.) Fendt-Caravan, ehemals im Original; abgerufen am 9. September 2014.@1@2Vorlage:Toter Link/www.fendt-caravan.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  34. Vario-Getriebe in allen Fendt-Traktoren. www.agrarheute.com, 13. Oktober 2009, archiviert vom Original am 10. September 2014; abgerufen am 9. September 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.agrarheute.com
  35. AGCO/Fendt eröffnet neues Traktorenwerk. www..com, 28. September 2012, archiviert vom Original am 10. September 2014; abgerufen am 9. September 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.agrarheute.com
  36. Pressemitteilung Nr.: 004/2014. Pressestelle Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft, Sachsen-Anhalt, 24. Januar 2014, abgerufen am 9. September 2014.
  37. Internationale Pressekonferenz Schloss Neuschwanstein. Pressemitteilung AGCO/Fendt, 8. Juli 2014, abgerufen am 20. August 2014.
  38. Fendt 200 Vario V/F/P, Fendt.com, abgerufen 13. Dezember 2017.
  39. Fendt 200 Vario, Fendt, aufgerufen 13. Dezember 2017.
  40. Fendt 300 Vario, Fendt, aufgerufen 13. Dezember 2013.
  41. Fendt 500 Vario, Fendt, aufgerufen 13. Dezember 2017.
  42. Fendt 700 Vario, Fendt, aufgerufen 13. Dezember 2017.
  43. Fendt 800 Vario, Fendt, aufgerufen 13. Dezember 2017.
  44. Fendt 900 Vario,Fendt, aufgerufen 13. Dezember 2017.
  45. Fendt 900 Vario MT, Fendt, abgerufen 13. Dezember 2017.
  46. Weltpremiere der neuen Fendt Raupentraktoren: Fendt 900 Vario MT und Fendt 1100 MT, Fendt Pressemitteilung, abgerufen 13. Dezember 2017.
  47. Fendt 1100 MT, Fendt, abgerufen 13. Dezember 2017.
  48. Fendt Frontlader Cargo, Fendt, abgerufen 14. Dezember 2017
  49. Fendt Katana 65, Fendt, abgerufen 14. Dezember 2017
  50. Hocheffiziente Futtererntetechnik komplettiert Full-Line-Strategie, Fendt Pressemeldung, August 2017, abgerufen 14. Dezember 2017
  51. Fendt Katana 85, Fendt, abgerufen 14. Dezember 2017
  52. Fendt E-Serie 5185, Fendt, abgerufen 14. Dezember 2017
  53. Fendt E-Serie 5225, Fendt, abgerufen 14. Dezember 2017
  54. Fendt L-Serie, Fendt, abgerufen 14. Dezember 2017
  55. Fendt C-Serie, Fendt, abgerufen 14. Dezember 2017
  56. Fendt X- & P-Serie, Fendt, abgerufen 14. Dezember 2017.
  57. Fendt IDEAL, Fendt, abgerufen 14. Dezember 2017
  58. Erster offizieller Besuch des AGCO und Fendt Managements in Waldstetten und Wolfenbüttel, Fendt Pressemitteilung, 6. Oktober 2017, abgerufen am 14. Dezember 2017
  59. Fendt Squadra, Fendt, abgerufen am 14. Dezember 2017.
  60. Fendt Quaderballenpresse, Fendt, abgerufen am 14. Dezember 2017.
  61. Fendt Festkammer Rundballenpresse, Fendt, abgerufen am 14. Dezember 2017.
  62. Fendt Variable Rundballenpresse, Fendt, abgerufen am 14. Dezember 2017.
  63. Lely Welger Pressen, AGCO, abgerufen am 14. Dezember 2017.
  64. Kombiwagen Fendt Tigo, Fendt, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  65. Fendt Cutter, Fendt, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  66. Fendt Slicer, Fendt, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  67. Fendt Former, Fendt, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  68. Fendt Twister, Fendt, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  69. Fendt Rogator 300 und 600, Fendt Pressemitteilung, 08. September 2017, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  70. Fendt Rogator 300, Fendt, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  71. Fendt Rogator 600, Fendt, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  72. Fendt X-Concept, Fendt, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  73. Der Fendt Former 12555 X. Die Zukunft bleibt spannend., Fendt Pressemitteilung, 10. September 2010, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  74. Fendt schickt neuen Roboter „Xaver“ aufs Feld, Fendt Pressemitteilung, 21. September 2017, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  75. MARS: Robotiksystem zur Aussaat und exakten Dokumentation, Fendt Pressemitteilung, 08. September 2017, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  76. Fendt Xaver, Fendt, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  77. Fendt e100 Vario: Der batterieelektrische Kompakttraktor, Fendt Pressemitteilung, 08. September 2017, abgerufen am 15. Dezember 2017.
  78. Fendt e100 Vario, Fendt, abgerufen am 15. Dezember 2017.