Ferdinand Benjamin Busch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ferdinand Benjamin Busch (* 19. August 1797 in Arnstadt; † 14. August 1876 in Sondershausen) war ein deutscher Jurist, Politiker und Bienenzüchter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sohn eines Pfarrers geboren, studierte Busch Rechtswissenschaften in Jena. Während seines Studiums wurde er 1815 Mitglied der Urburschenschaft. Er wurde zum Dr. iur. promoviert und 1824 Amtskommissar in Arnstadt. Nachdem er bis 1830 im Justizamt zum Rat aufgestiegen war, wirke er von 1831 bis 1839 als Regierungsrat in der Regierung von Arnstadt. Von 1839 bis 1842 war er als Kabinettsrat Mitglied des Schwarzburg-Sondershausener Geheimratskollegiums und der Regierung in Sondershausen, danach bis 1850 Präsident des Fürstlichen Landesjustizkollegiums in Arnstadt. Von 1850 bis 1860 wirkte er als Vizepräsident beim Appellationsgericht Eisenach. Auf seine Initiative wurde in Arnstadt ein Bürgerverein gegründet, dessen Vorstand er angehörte. Nebenbei befasste er sich mit Bienenrecht und Bienenzucht.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theoretisch-praktische Darstellung der Rechte geschwächter Frauenspersonen gegen ihre Verführer und der unehelichen Kinder gegen ihre Erzeuger, aus dem Gesichtspunkte des gemeinen bürgerlichen Rechts betrachtet. Ilmenau 1828.
  • Handbuch des heutigen in Deutschland geltenden Bienen-Rechtes. Arnstadt 1830.
  • Die neuen Criminalgesetzbücher des Königreichs Sachsen, des Grossherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach, der Herzogthümer Sachsen-Altenburg und Sachsen-Meiningen, sowie des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen. Leipzig 1848.
  • Die Honigbiene. Eine Darstellung ihrer Naturgeschichte in Briefen. Gotha 1855.
  • Doctrin und Praxis über die Gültigkeit von Verträgen zu Gunsten Dritter. 1860, Neudruck Frankfurt am Main 1970.
  • Die Bienenzucht in Strohwohnungen mit unbeweglichem Wabenbau. 1862, Neudruck Paderborn 2013.
  • Die deutschen Postgesetze über die Bestellung (Ablieferung) der durch die Post beförderten Gegenstände. Leipzig 1870.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 7: Supplement A–K. Winter, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-8253-6050-4, S. 188–189.
  • Peter Kaupp (Bearb.): Stamm-Buch der Jenaischen Burschenschaft. Die Mitglieder der Urburschenschaft 1815–1819 (= Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen. Bd. 14). SH-Verlag, Köln 2005, ISBN 3-89498-156-3, S. 46.