Ferdinand Exl

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Ferdinand Exl (* 27. August 1875 in Innsbruck, Österreich-Ungarn; † 28. Oktober 1942 in Innsbruck, Deutsches Reich) war ein österreichischer Schauspieler sowie Begründer und langjähriger Direktor der Tiroler Theatergruppe Exl-Bühne.

Leben[Bearbeiten]

Nach Auftritten am Bauerntheater in Pradl begründete er im Jahr 1902 in Wilten die „Erste Tiroler Bauernspiel-Gesellschaft“, die als Exl-Bühne mit der Aufführung von Volks- und Bauernstücken große Bekanntheit erlangte. Das Theater übersiedelte später nach Innsbruck, wo Ferdinand Exl von 1915 bis 1920 das Innsbrucker Stadttheater leitete und 1919 die Innsbrucker Kammerspiele gründete, die er bis 1922 leitete. Um 1930 war er Direktor des Wiener Raimundtheaters. Vereinzelt trat er auch in volkstümlichen Filmproduktionen auf, zumeist mit anderen Ensemblemitgliedern der Exl-Bühne, wie 1921 in Glaube und Heimat, 1939 in Der Feuerteufel und 1941 in Der Meineidbauer.

Wie viele andere, stellte sich auch er 1938 nach dem „Anschluss“ Österreichs der Nazi-Propaganda für den Wahlaufruf der Wiener Künstler zur „Volksabstimmung“ zur Verfügung.[1]

Nach seinem Tod übernahmen seine Frau Anna Exl und die gemeinsame Tochter Ilse die Leitung der Exl-Bühne, die 1955 aufgelöst wurde.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1913: Die Todesbraut
  • 1921: Glaube und Heimat
  • 1928: Die Kaiserjäger
  • 1940: Der Feuerteufel
  • 1941: Der Meineidbauer

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wiener Künstler zum 10. April In: Neues Wiener Journal vom 7. April 1938, S. 13.