Ferdinand von Zeppelin

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Ferdinand von Zeppelin, 1917
Unterschrift Ferdinand von Zeppelin

Ferdinand Adolf Heinrich August von Zeppelin (* 8. Juli 1838 in Konstanz; † 8. März 1917 in Berlin) war ein deutscher württembergischer Graf, General der Kavallerie und der Entwickler und Begründer des Starrluftschiffbaus. Bei seinen Bemühungen stellte die „Zeppelinspende des deutschen Volkes“ 1908 den entscheidenden Wendepunkt dar. Die von ihm entwickelten Zeppeline kamen von 1909 bis 1914 in der zivilen Luftfahrt zum Einsatz (DELAG), dann verstärkt im Ersten Weltkrieg. Eine zweite Blüte erlebten sie nach von Zeppelins Tod in den 1920er und 1930er Jahren. Auf von Zeppelin geht die noch existierende Luftschiffbau Zeppelin GmbH und die Zeppelin-Stiftung zurück.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie, Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburt im ehemaligen Dominikanerkloster in Konstanz

Ferdinand Zeppelin wurde am 8. Juli 1838 auf der Dominikanerinsel in Konstanz im heutigen Inselhotel geboren.[1] Er war der Sohn des früheren fürstlich hohenzollernschen Hofmarschalls und Baumwollfabrikanten Graf Friedrich Jerôme Wilhelm Karl von Zeppelin (1807–1886) und dessen Frau Amélie Françoise Pauline (geb. Macaire d’Hogguèr) (1816–1852). Deren Vater David Macaire d’Hogguèr (1775–1845) schenkte der Familie von Zeppelin das Schloss Girsberg in Emmishofen (Schweiz), wo Ferdinand zusammen mit seinen Geschwistern Eugenia und Eberhard aufwuchs und das er bis zu seinem Tod bewohnte.

Ferdinand erfuhr eine Erziehung durch Hauslehrer.[2] Von seinem Onkel Kaspar Macairé, dem Besitzer einer Indigo-Färberei auf der Konstanzer Dominikanerinsel, erhielt er 1846 dessen Naturalien-Sammlung, die er in der Folgezeit auf Schloss Girsberg neu inventarisierte und den Bestand vergrößerte.[3] Ab 1853 besuchte er zunächst die Realschule und das Polytechnikum in Stuttgart. Ferdinand führte von Kind an und nahezu sein gesamtes Leben ein Tagebuch.[4]

Frühe Militärlaufbahn und Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1855 im 17. Lebensjahr trat er als Kadett in die Kriegsschule Ludwigsburg ein. Er wurde 1858 Leutnant in der Württembergischen Armee und im selben Jahr für ein Studium der Staatswissenschaft, Maschinenbau und Chemie in Tübingen beurlaubt. Aufgrund der vorsorglichen Mobilmachung wegen des österreichisch-italienischen Konflikts musste er jedoch 1859 sein Studium abbrechen und wurde zum Ingenieurkorps einberufen.

Wiederum beurlaubt, reiste Zeppelin über Liverpool nach Nordamerika und erhielt dort eine Audienz bei Präsident Abraham Lincoln. Nachdem er Ausweispapiere für die Armeen der Nordstaaten erhalten hatte, nahm er ab 1863 als Beobachter am Sezessionskrieg teil. Hierzu wurde er der Potomac-Armee der Nordstaaten zugeteilt. Zeppelin erlebte zum ersten Mal den militärischen Einsatz von Ballonen und konnte am 30. April 1863 selbst an einer Ballonfahrt teilnehmen.[5] Dieses Erlebnis ließ ihn zeitlebens nicht mehr los, er erkannte jedoch auch die Schwäche der Freiballone: ihr Abhängigkeit von der jeweiligen Windrichtung bzw. ihre Unlenkbarkeit.

Im November 1864 kehrte er nach Württemberg zurück und wurde im April 1865 Adjutant des württembergischen Königs Karl I.[6] Den Deutschen Krieg 1866 erlebte er als Generalstabsoffizier und wurde mit dem Ritterkreuz des Württembergischen Militärverdienstordens ausgezeichnet.

Heirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isabella Gräfin von Zeppelin

Graf Zeppelin heiratete am 7. August 1869 in Berlin Isabella Freiin von Wolff-Alt-Schwanenburg (* 4. Mai 1846 in Alt Schwanenburg, Livland; † 2. Januar 1922 in Stuttgart). Sie war eine Cousine von Sophie Freiin von Wolff-Stomersee (1840–1919), welche ein Jahr zuvor Ferdinands Bruder Eberhard von Zeppelin geheiratet hatte.[7] Aus der Ehe von Ferdinand und Isabella ging als einziges Kind Helene (Hella) von Zeppelin (1879–1967) hervor.

Weiterer Militärdienst, Gedanken zum Luftschiffbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptmann Graf Zeppelin

Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 wurde Zeppelin aufgrund eines ausgedehnten Erkundungsritts hinter den feindlichen Linien berühmt. Auch in diesem Krieg spielte der Einsatz von Freiballons, besonders auf französischer Seite, eine gewisse Rolle. In seinem Tagebuch findet sich für den 25. April 1874 die erste Eintragung über die Idee, ein lenkbares Luftschiff zu bauen, nachdem er an diesem Tag einen Vortrag von Reichspostminister Stephan zum Thema Weltpost und Luftschifffahrt verfolgt hatte. Im gleichen Jahr wurde er zum Major befördert. Als Oberstleutnant wurde Zeppelin 1882 Kommandeur des Ulanen-Regiment „König Karl“ (1. Württembergisches) Nr. 19 in Ulm, wo er 1884 zum Oberst befördert wurde.

Im September 1885 wurde er zum Militärbevollmächtigten an der württembergischen Gesandtschaft in Berlin berufen und 1887 selbst zum württembergischen Gesandten ernannt. In dieser Zeit verfasste er eine Denkschrift an den württembergischen König über die „Notwendigkeit der Lenkballone“. Insbesondere stellte er dar, dass im Gegensatz zu Ballonen nur lenkbare Luftschiffe für die Kriegsführung sinnvoll seien.[8] Eine weitere „persönliche Denkschrift“ aus dem Jahr 1891 an das preußische Außenministerium, in der er das preußische Oberkommando über württembergische Truppenteile kritisierte, rief den Unwillen des Kaisers hervor. Im Herbstmanöver des Jahres, bei dem Zeppelin eine Division führte, wurde er durch den Inspekteur der Kavallerie, den preußischen General von Kleist, ungünstig beurteilt, worauf er seinen Abschied aus dem aktiven Militärdienst nahm. Er wurde aber vom württembergischen König zum Generalleutnant befördert und blieb weiterhin „General à la suite“. 1891 nahm er in der Schweiz an einer Luftfahrt des Ballonfahrers Eduard Spelterini mit dem Ballon Urania teil.

Pläne für ein starres Luftschiff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Verabschiedung widmete er sich ganz der Konstruktion eines starren Luftschiffes. Eine von Kaiser Wilhelm berufene Sachverständigenkommission, der unter anderem die Professoren Hermann von Helmholtz, Richard Aßmann, Adolf Slaby, Heinrich Müller-Breslau und der spätere Konstrukteur von halbstarren Militärluftschiffen Premierleutnant Hans Groß angehörten, riet dem Kriegsministerium nach der Beratung in zwei Sitzungen von einer Förderung des Projekts ab. Zwar kämpfte Zeppelin gegen die Entscheidung und einzelne Mitglieder der Kommission an, doch waren die folgenden Jahre für ihn wenig erfolgreich. In der Bevölkerung wurde er ab 1895 als Narr verschrien und teilweise auf offener Straße ausgelacht. Sein Versuch, das für den Bau eines Luftschiffs notwendige Kapital von rund einer Million Mark auf eigene Initiative einzutreiben, gelang nicht: Der Kaiser bezuschusste Zeppelin mit 6.000 Mark. Durch alte Freunde und Mitglieder des Württembergischen Königshauses kamen weitere 100.000 Mark zusammen.[9]

Im Jahr 1896 wurde Zeppelin Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure (VDI), der das Luftschiffprojekt unterstützte. Neben der Einberufung einer Kommission unterbreitete der Verband auch einen groß angelegten Aufruf zur Unterstützung des Vorhabens. Tatsächlich gelang es Zeppelin durch diesen Aufruf im Jahr 1898 in Kooperation mit deutschen Industriellen die Aktiengesellschaft zur Förderung der Luftschiffahrt zu initiieren und wenig später zu gründen. Allerdings blieben einige Industrielle in ihrer finanziellen Beteiligung noch zurückhaltend, sodass Zeppelin die Hälfte des 800.000 Mark umfassenden Stammkapitals der Aktiengesellschaft aus seinem Privatvermögen aufbringen musste.

Realisierung des ersten lenkbaren Starrluftschiffs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. August 1898 erwarb Zeppelin das Reichspatent Nummer 98580 für einen „Lenkbaren Luftfahrzug mit mehreren hintereinander angeordneten Tragkörpern“. Der Entwurf für sein Starrluftschiff wurde hierdurch rückwirkend zum 31. August 1895 geschützt, und von nun an begann die Phase des Baus und der Realisierung des ersten Luftschiffs.[10] Die wichtigsten Merkmale von Zeppelins Konstruktion waren das starre Gerippe aus Aluminium, welches aus Ringen und Längsträgern aufgebaut war, die feste Verbindung der beiden`Gondeln mit dem Gerippe, die Einteilung des Gasraumes in gleich große zylindrische Zellen und die Anbringung von Luftschrauben in der Höhe des Luftwiderstandsmittelpunktes.[11] 1899 begann er mit dem Bau.

Die Luftschiffe wurden Zeppeline genannt. Von der Fachwelt und der breiten Öffentlichkeit wurden Zeppelins Ideen weiterhin überwiegend abgelehnt und verspottet; Kaiser Wilhelm II. bezeichnete den Grafen als den „Dümmsten aller Süddeutschen“. Zeppelin äußerte in dieser Zeit: „Für mich steht naturgemäß niemand ein, weil keiner den Sprung ins Dunkel wagen will. Aber mein Ziel ist klar und meine Berechnungen sind richtig“.[12]

Zeppelin 1900

1900 kam es zu drei Aufstiegen über dem Bodensee. Die immer besseren Resultate führten zu einer spontanen Begeisterung in der Bevölkerung, was entscheidend dazu beitrug, dass der Graf die Technik der Luftschiffe und ihres Betriebes weiterentwickeln konnte. Am 7. Januar 1901 verlieh der Kaiser ihm den Roten Adlerorden I. Klasse. Am 5. Dezember 1905 erhielt er den Charakter als württembergischer General der Kavallerie. Zeppelin kaufte der Witwe des ungarischen Luftfahrt-Enthusiasten und Erfinders David Schwarz die Entwürfe und Patente ihres Ehemanns ab und nutzte sie für seine Entwicklungen.

Zeppelinspende des deutschen Volkes 1908[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Realisierung des zweiten Zeppelins war trotz erster Erfolge nur durch Spenden und die Einnahmen einer Art Geldlotterie möglich. Die finanzielle Lage blieb weiterhin schwierig. Durch eine Serie von Unfällen mit seinen Luftschiffen wurde er im Volksmund als der Narr vom Bodensee[13] bezeichnet.

Als am 5. August 1908 der Zeppelin LZ 4 bei Echterdingen in der Nähe von Stuttgart verunglückte, löste das eine Welle der Hilfsbereitschaft aus und es kam zu einer Wende. Ausschlaggebend dafür war eine von einem Unbekannten gehaltene Ansprache, in der dieser das deutsche Volk zu einer Sammlung aufforderte, um so einen neuen Zeppelin entstehen zu lassen. Die als Nationalspende durchgeführte „Zeppelinspende des deutschen Volkes“ erbrachte über sechs Millionen Mark, mit denen Zeppelin die Luftschiffbau Zeppelin GmbH und die Zeppelin-Stiftung gründen konnte.

Zivile und militärische Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

einer der ersten Luftangriffe des 1. Weltkriegs in der Nacht vom 24. auf den 25. August auf Antwerpen

1908 kaufte die Militärverwaltung das voll funktionsfähige Luftschiff LZ 3 und stellte es als Z I in Dienst. Ab 1909 wurden Zeppeline in der zivilen Luftfahrt eingesetzt. Von Zeppelin erwarb 1910 ein 25 Hektar großes Areal an der Pirschheide in Potsdam West. 1912 wurde hier die größte Luftschiffhalle Deutschlands errichtet. Die Deutsche Luftschifffahrts AG (DELAG) beförderte bis 1914 auf mehr als 1500 Fahrten insgesamt fast 35.000 Personen. Danach wurden LZ 11, LZ 13 und LZ 17 an das deutsche Heer abgegeben.

Ab 1914 wurden Kriegsluftschiffe für den Ersten Weltkriegs gebaut. Zunächst waren die Luftschiffe als Bomber und Aufklärer wichtiger Bestandteil der Kriegsführung. Im späteren Verlauf übernahmen Flugzeuge mehr und mehr die Rolle der Zeppeline. Zeppelins Pläne sahen vor, Potsdam zum Luftfahrzentrum für Europa auszubauen. 1917 musste die Produktion jedoch eingestellt werden.

Lebensende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beerdigung Graf Zeppelins in Stuttgart

Von 1916 bis zu seinem Tod war Zeppelin als Vertreter der Ritterschaft Abgeordneter in der Ersten Kammer des Württembergischen Landtags. Er starb 1917 in Berlin. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Stuttgarter Pragfriedhof.[14]

Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeppelins Tochter Helene heiratete 1909 Alexander von Brandenstein-Zeppelin (1881–1949). Deren Sohn Alexander Graf von Brandenstein-Zeppelin (der Jüngere, 1915–1979) heiratete Ursula Freiin von Freyberg-Eisenberg-Allmendingen (1917–1985). Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor, u. a. Albrecht von Brandenstein-Zeppelin (* 1950) und Constantin von Brandenstein-Zeppelin (* 1953).

Nachwirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Ferdinand von Zeppelin geht die noch existierende Luftschiffbau Zeppelin GmbH und die Zeppelin-Stiftung zurück. Der 1911 errichtete Luftschiffhafen Potsdam wird heute für Sportzwecke und als Kongresszentrum genutzt.

Nach dem vorläufigen Aus für seine Luftschiffe gegen Ende des Ersten Weltkrieges und aufgrund des Versailler Vertrags kam es unter seinem Nachfolger Hugo Eckener zu einer zweiten Blüte großer Starrluftschiffe, die mit dem Unglück der LZ 129 „Hindenburg“ am 6. Mai 1937 ihr Ende fand.

Die Insektensammlung der Familie hat von Zeppelin 1872, die Mineraliensammlung 1874 dem Rosgartenmuseum in Konstanz übergeben.[15]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferdinand Graf von Zeppelin ist Ehrenbürger der Städte Friedrichshafen (1907), Konstanz (1908), Worms (1908), Stuttgart (1908), München (1909), Lindau (1909), Baden-Baden (1910) und Ulm (1912).

Rezeption in Kunst und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Person und das Werk Ferdinand von Zeppelins fand zu seinen Lebzeiten und nach seinem Tod vielfältige Rezeption in Kunst und Kultur. Diese reichte von achtungsvoller Ehrung bis zu komischer bzw. spöttischer Bloßstellung. Im Rahmen der Zeppelin- bzw. Luftfahrtbegeisterung hauptsächlich vor und während des Ersten Weltkrieges wurden an vielen Orten Zeppelinsteine aufgestellt.

Karikaturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bekannten Karikaturen gehört eine am 18. August 1908 und damit kurz nach dem Unglück von Echterdingen im Magazin Simplicissimus erschienene Illustration.[21] Graf Zeppelin wird hier in einer „Galerie berühmter Zeitgenossen“ karikaturistisch abgebildet und dabei als Mann dargestellt, welcher einen kleinen Luftballon an der Hand hält. Zeising interpretiert diese Karikatur als Darstellung eines „infantilen Luftgreises mit Frack und Kinderluftballon an der Hand“.[22]

Eine weitere bekannte Karikatur erschien 1928 ebenfalls im Simplicissimus. Von Zeppelin wird hier als liegende, wolkenähnliche Gestalt gezeichnet, welche auf das nach ihm benannte Luftschiff LZ 127 Graf Zeppelin hinunterschaut, welches im Jahr 1928 seinen Erstflug absolvieren sollte.[23]

Kleinkunst und Cabaret[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenso haben viele Künstler aus dem Bereich des Cabarets und der Kleinkunst Lieder und Szenen auf und über den Zeppelin gemacht, die auf Edisoncylindern und Grammophonplatten[24] erhalten sind.

  • Mit Zeppelin im Luftballon. Gustav Schönwald. Edison Goldguß-Walze EGW 15 946
  • Kinderlied an Zeppelin. Robert Steidl. Grammophon 942.691 (mx. 17 981 L)
  • Zeppelin kommt! Scene (Bendix) Paul Bendix mit Ensemble. Homocord 4-2964 (T.M.)
  • Erinnerung an den 29. August 1909, Teil 1 u. 2. Henry Bender. Grammophon 2-22 154 (mx. 1840 ab)
  • Graf Zeppelin und Die Wacht am Rhein. Zeppelin-Couplet. Henry Bender. Grammophon 2-22 155 (mx. 1841 ab)
  • Zeppelin-Marsch (Hugo Hirsch – Text: Artur Rebner) Robert Koppel. Beka B.5248 (mx. 32 669)
  • Tünnes un Schäl em Zeppelin. Scene. Gerhard Ebeler, rheinischer Humorist. Grammophon 23 601 (mx. 2541)
  • Eine Zeppelinreise. Weiß Ferdl. Gloria G.O.10 230 (Bi 132)
Hörbeispiele
  • Mit dem Zippel, mit dem Zappel, mit dem Zeppelin. Couplet (Otto Reutter) gesungen von Otto Reutter mit Orchesterbegleitung, Berlin. Zonophone Record X-2-22 016, aufgen. 1909 (youtube.com)
  • Mit dem Zippel, mit dem Zappel, mit dem Zeppelin. Humoristischer Vortrag mit Klavierbegleitung. Kalliope Nr. 1617, c. 1910/11; anonym singt hier Gustav Schönwald das Couplet von Otto Reutter. (youtube.com)

Comic[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Graf Zeppelin. Über Land und Meer, Abenteuer der Weltgeschichte. Die interessante Jugendzeitschrift, Nr. 45. (Walter Lehning Verlag, Hannover) o.J. [ca. 1955].

Gedenken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab auf dem Stuttgarter Pragfriedhof
  • In Friedrichshafen gibt es ein Zeppelindenkmal und einen Zeppelin-Brunnen an der Uferpromenade.
  • In Konstanz steht ein Zeppelindenkmal am Gondelhafen.
  • Bei Echterdingen steht ein Gedenkstein, der an den Brand des LZ4 erinnert. Weitere Zeppelinsteine an anderen Orten.
  • Auf zehn von Bernhard Hoetger 1934 geschaffenen Bildtafeln am Haus des Glockenspiels in der Bremer Böttcherstraße sind sogenannte „Ozeanbezwinger“ dargestellt, darunter auf einer Tafel Ferdinand Graf von Zeppelin und Hugo Eckener.
  • Deutschland ehrte Zeppelin 1992 zu seinem 75. Todestag mit der Herausgabe einer Sonderbriefmarke (MiNr. 1597). Außerdem gab es 1992 eine Marke aus der Reihe „Historische Luftpostbeförderung“ mit einer Abbildung des LZ 127 „Graf Zeppelin“ (MiNr. 1525), 2000 die Marke „100 Jahre Zeppelin-Luftschiffe“ mit der Abbildung des LZ1 (MiNr. 2128) sowie 2007 die Marke „Historischer Luftschiffverkehr nach Südamerika“ mit einer Abbildung des LZ 127 „Graf Zeppelin“.

Namensgebungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Deutschland existieren hunderte Zeppelinstraßen, eine Reihe von Zeppelinwegen, einige Zeppelinplätze und zwei Zeppelinbrücken. In Frankfurt am Main die Zeppelinallee und der Zeppelinpark.
  • Das Zeppelin-Gymnasium in Lüdenscheid und das Graf-Zeppelin-Gymnasium in Friedrichshafen wurden nach ihm benannt
  • In Friedrichshafen besteht die Zeppelin Universität, eine private, staatlich anerkannte Universität
  • Kultur- und Kongresszentrum Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen
  • Das Marinefliegergeschwader 3 der Deutschen Marine trägt seit 1967 den Ehrennamen „Graf Zeppelin“.
  • Ein Neigezug ICN der Schweizerische Bundesbahnen aus der RABDe 500-Flotte ist auf Graf Zeppelin getauft
  • Das Hotel und Restaurant „Zum Zeppelin“ in Hamburg-Schnelsen bekam seinen Namen von Graf Zeppelin verliehen. Dieser hatte im Jahr 1912 mit seinem Automobil eine Panne vor der Gaststätte. Ihm wurde geholfen. „Und Otto Scheel erbat sich statt klingender Münze die Erlaubnis, das Radfahrerheim fortan ‚Zum Zeppelin‘ nennen zu dürfen. Auf scherzhafte Weise taufte Graf Zeppelin die Gaststätte um.“[25]

Museen, Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Zeppelin Museum Friedrichshafen, das Zeppelin-Museum Zeppelinheim bei Frankfurt am Main und weitere Zeppelinmuseen in Deutschland, Dänemark und den USA würdigen die Arbeit von Zeppelins.

  • 17. Mai – 15. September 2013: Ausstellung Graf Zeppelin – Techniker und Luftschiffer im Zeppelin Museum Friedrichshafen

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem eigenen Bericht von Zeppelins baute er in den 1860er Jahren einen Fischerkahn in ein Sportsegelboot um und war damit einer der ersten Sportsegler auf dem Bodensee.[26]

Dokumentarisches Fernsehspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Bélafi: Ferdinand Graf von Zeppelin. 3., verbesserte Auflage. Teubner Verlag, Leipzig 1990, ISBN 3-322-00402-3.
  • Karl Clausberg: Zeppelin: Die Geschichte eines unwahrscheinlichen Erfolges. Weltbild Verlag, Augsburg 1990, ISBN 978-3-89350-030-7.
  • Jörg Koch: Ferdinand von Zeppelin und seine Luftschiffe, Graz 2016, ISBN 978-3-902732-68-2.
  • Hartmut Löffel et al: Graf Ferdinand von Zeppelin. In: Hartmut Löffel (Hrsg.): Oberschwaben als Landschaft des Fliegens. Eine Anthologie. Edition Isele, Konstanz/Eggingen 2007, ISBN 978-3-86142-429-1, S. 177–310.
  • Ulrich Queck: Graf Ferdinand v. Zeppelin – Pionier und Wegbereiter der Weltluftschiffahrt. In: Horst Schädel (Hrsg.): Fliegerkalender der DDR 1988. Militärverlag der DDR, Berlin 1987, S. 74–79.
  • Frank Raberg: Biografisches Lexikon für Ulm und Neu-Ulm 1802–2009. Süddeutsche Verlagsgesellschaft Ulm im Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7995-8040-3, S. 487 f.
  • Günter Schmitt, Werner Schwipps: Pioniere der frühen Luftfahrt. Verlag Gondrom, Bindlach 1995, ISBN 3-8112-1189-7.
  • Alexander Vömel: Graf Ferdinand von Zeppelin. Ein Mann der Tat. 6. Auflage. Christliche Verlags-Anstalt, Konstanz 1933
  • Gunter Haug, Ferdinand Graf Zeppelin, Landhege-Verlag, 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ferdinand von Zeppelin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Meyer: Luftschiffe. Die Geschichte der deutschen Zeppeline. Wehr&Wissen, Koblenz/Bonn 1980, ISBN 3-8033-0302-8, S. 13.
  2. K. Clausberg: Zeppelin: Die Geschichte eines unwahrscheinlichen Erfolges. Augsburg 1990, S. 163.
  3. Tatiana Sfedu: Museumsgründung und bürgerliches Selbstverständnis. S. 85.
  4. Der Graf und seine fliegenden Zigarren. In: Noble See. Das Magazin der Hohentwiel Schifffahrtsgesellschaft m. b. H., S. 26–29.
  5. Karl Clausberg: Zeppelin: Die Geschichte eines unwahrscheinlichen Erfolges. Schirmer-Mosel, München 1990, ISBN 3-921375-23-1, S. 163.
  6. Karl Clausberg: Zeppelin: Die Geschichte eines unwahrscheinlichen Erfolges. Schirmer-Mosel, München 1990, ISBN 3-921375-23-1, S. 164.
  7. Rosgartenmuseum Konstanz (Hrsg.): Die Zeppelins – Lebensgeschichten einer Adelsfamilie. Print+Medien Konstanz, Konstanz 2013, ISBN 978-3-929768-32-9, S. 93 ff.
  8. Helmut Braun: Aufstieg und Niedergang der Luftschifffahrt – Eine wirtschaftshistorische Analyse. eurotrans-Verlag, Regensburg 2007, ISBN 3-936400-22-9, S. 111.
  9. K. Clausberg: Zeppelin: Die Geschichte eines unwahrscheinlichen Erfolges. Augsburg 1990, S. 29.
  10. Zeppelin – Ballonfahrten in Schwaben und Bayern. ballonflug.org
  11. Peter Meyer: Luftschiffe. Die Geschichte der deutschen Zeppeline. Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1998, ISBN 3-7637-5951-4, S. 16
  12. Wolfgang Meighörner: Der Graf 1838–1917. Gessler Verlag, Friedrichshafen 2000, ISBN 3-86136-050-0, S. 7
  13. Hans Georg Knäusel: Zeppelin: Die Geschichte der Zeppelin-Luftschiffe; Konstrukteure, Technik, Unternehmen. Aviatic Verlag, Oberhaching 2002, ISBN 3-925505-56-3, S. 15
  14. Grab von Ferdinand Graf von Zeppelin auf dem Pragfriedhof in Stuttgart
  15. Tatiana Sfedu: Museumsgründung und bürgerliches Selbstverständnis. S. 85.
  16. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914. Hrsg.: Kriegsministerium, Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1914, S. 1156
  17. K. Clausberg: Zeppelin: Die Geschichte eines unwahrscheinlichen Erfolges. Augsburg 1990, S. 169
  18. Ehrenmitglieder der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg
  19. Ehrenpromovenden der TH/TU Dresden. Technische Universität Dresden, abgerufen am 25. Januar 2015.
  20. Peter Meyer: Luftschiffe. Die Geschichte der deutschen Zeppeline. Wehr&Wissen, Koblenz/Bonn 1980, ISBN 3-8033-0302-8, S. 24.
  21. Galerie berühmter Zeitgenossen, XXXXVI. Graf Zeppelin. Zeichner: Olaf Gulbransson. In: Simplicissimus, 3. August 1908, Jg. 13, Heft 18, S. 15 simplicissimus.info (PDF)
  22. Jeannine Zeising: „Reich und Volk für Zeppelin!“ Die journalistische Vermarktung einer technologischen Entwicklung. In: W. Meighörner (Hrsg.): Wissenschaftliches Jahrbuch. Zeppelin Museum Friedrichshafen, Friedrichshafen 1998, S. 120.
  23. Guillaume de Syon: Zeppelin! Germany and the Airship, 1900–1939. The Johns Hopkins University Press, Baltimore 2002, ISBN 0-8018-8634-1, S. 2.
  24. Berthold Leimbach: Tondokumente der Kleinkunst und ihre Interpreten 1898–1945. Selbstverlag, Göttingen 1991.
  25. zitiert aus Gerhard Moriz: Die Autopanne des Grafen Zeppelin. Wie eine Gaststätte zu ihrem Namen kam. Info-Blatt: Neunzig Jahre in Familienbesitz. Hotel-Restaurant „Zum Zeppelin“. Dezember 1987.
  26. Im Kgl. Württembergischen Yachtklub in Friedrichshafen. Quelle: Der Segelsport am Bodensee. In: Norbert Jacques (Hrsg.): Das Bodenseebuch 1921. Reuß & Itta, Konstanz 1920, S. 63.