Feria (Badajoz)

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Gemeinde Feria
Feria – Ortsansicht mit Burgberg
Feria – Ortsansicht mit Burgberg
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Feria
Feria (Badajoz) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Extremadura
Provinz: Badajoz
Comarca: Zafra - Río Bodión
Koordinaten 38° 31′ N, 6° 34′ WKoordinaten: 38° 31′ N, 6° 34′ W
Höhe: 570 msnm
Fläche: 73,72 km²
Einwohner: 1.150 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 15,6 Einw./km²
Postleitzahl: 06390
Gemeindenummer (INE): 06049 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Feria

Feria ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 1.150 Einwohnern (Stand: 2018) im Zentrum der spanischen Provinz Badajoz in der Autonomen Gemeinschaft Extremadura.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Feria liegt knapp 63 km (Fahrtstrecke) südöstlich von Badajoz in einer Höhe von ca. 550 bis 590 m ü. d. M.[2] Das Klima im Winter ist gemäßigt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die geringen Niederschlagsmengen (ca. 615 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2016
Einwohner 2.712 3.307 4.347 1.435 1.197

Der deutliche Bevölkerungsrückgang in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während das Umland über Jahrhunderte in hohem Maße landwirtschaftlich (Oliven, Feigen) oder durch Viehzucht (Schafe, Ziegen, Schweine) geprägt war, ließen sich im Ort selbst auch Kleinhändler, Handwerker und Dienstleister aller Art nieder.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden prähistorische Kleinfunde gemacht und bereits die Kelten und Römer nutzten die strategische Lage des Burgbergs. Während westgotische Spuren fehlen, erbauten die Mauren eine kleine Festung (alcazaba). Nach der Rückeroberung (reconquista) durch die Christen im 13. Jahrhundert übergab der kastilische König Heinrich III. (reg. 1390–1406) im Jahr 1394 den Ort – zusammen mit dem nur knapp 18 km entfernten Zafra – an Gómez Suárez de Figueroa, den Großmeister des Santiagoordens, dessen aus fünf Feigenblättern bestehendes Wappen sich noch heute im Stadtwappen wiederfindet. Im Jahr 1460 wurde sein Nachfahr zum Grafen erhoben und Philipp II. (reg. 1556–1598) schuf im Jahr 1567 den Titel eines Herzogs von Feria.[5]

Feria – Rincón de la Cruz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der an den Ecken abgerundete Bergfried (torre del homenaje) der erst im 15. Jahrhundert errichteten Burg (castillo) überragt den Ort. Er ist umgeben von einer unregelmäßigen Festungsmauer, die durch kleine Türme mit rundem oder quadratischem Grundriss gesichert und stabilisiert wird. Der Bergfried hat ein spätgotisches Eingangsportal und mehrere Fenster im Maurischen Stil.[6]
  • Mit dem Bau der imposanten Pfarrkirche (Iglesia de San Bartolomé) wurde im 15. Jahrhundert begonnen; sie wurde jedoch erst im 16. Jahrhundert vollendet.[7]
  • Die im 18. Jahrhundert erbaute Ermita de los Santos Mártires steht am Ortsrand.[8]
Umgebung
  • Unweit des Ortes befinden sich die Überreste einer megalithischen Ganggrabes (Dolmen Casa del Monje).[9] Weitere Dolmen sind über einen Rundweg (Ruta del Dolmen) erreichbar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feria (Badajoz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Feria – Karte mit Höhenangaben
  3. Feria – Klimatabellen
  4. Feria – Bevölkerungsentwicklung
  5. Feria – Geschichte etc.
  6. Feria – Burg
  7. Feria – Kirche
  8. Feria – Ermita
  9. Feria – Dolmen