Fernmeldeturm Willebadessen

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Fernmeldeturm Willebadessen
Bild des Objektes
Fernmeldeturm 2007
Basisdaten
Ort: Willebadessen
Land: Nordrhein-Westfalen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 417 m ü. NHN
Koordinaten: 51° 37′ 18,9″ N, 8° 59′ 48,8″ O
Verwendung: Fernmeldeturm, Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Deutsche Funkturm
Turmdaten
Bauzeit: 1989–1990
Betriebszeit: seit 1992
Gesamthöhe: 138 m
Betriebs­raum: 45 m
Daten zur Sendeanlage
Letzter Umbau (Antenne): Juni 2019
Letzter Umbau (Sender): Sommer 2019
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: DAB, Mobilfunk, Richtfunk
Weitere Daten
Inbetriebnahme: 1. September 1992
Höhe Turmschaft: 132,5 m

Positionskarte
Fernmeldeturm Willebadessen (Nordrhein-Westfalen)
Fernmeldeturm Willebadessen
Fernmeldeturm Willebadessen
Lokalisierung von Nordrhein-Westfalen in Deutschland

Der Fernmeldeturm Willebadessen ist ein 138 m hoher Sendeturm der Deutschen Funkturm im Eggegebirge. Er befindet sich westlich von Willebadessen in unmittelbarer Nähe der Kreuzung Lichtenauer Weg und Eggeweg (Lichtenauer Kreuz) in einer Höhenlage von 417 m ü. NHN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernmeldeturm Willebadessen 2017

Der 1989/90 erbaute Stahlbetonturm (Typenturm, Baureihe FMT 14–16) dient dem Richtfunk, Mobilfunk und der Ausstrahlung digitaler Hörfunkprogramme im DAB+-Standard sowie des UKW-Programms von Radio Hochstift. Bis Mai 2006 waren an dem Standort auch Fernseh-Grundnetzsender für das ZDF- und WDR-Fernsehen in Betrieb. Die Baukosten beliefen sich auf 26,5 Mio. DM.

Die Schafthöhe des Turms beträgt 132,5 m, er besitzt ein Betriebsgeschoss in 45 m Höhe. Die Inbetriebnahme des Dienstleistungsnetzes, und zwar eine Richtfunkstrecke zwischen Willebadessen und Rischenau (Fernmeldeturm Köterberg) erfolgte am 1. September 1992. Die Aufsetzung der 23,5 m langen, rot-weiß gestrichenen Fernsehantenne erfolgte im September 1993, folglich betrug die Gesamthöhe der Anlage 156 m. Mit der Umstellung auf digitales Fernsehen (DVB-T) wurden die analogen Fernsehsender am 29. Mai 2006 abgeschaltet und die Antenne im Sommer 2007 wieder abgebaut. Die Fernsehversorgung in der Region wird seitdem durch den Senderstandort Teutoburger Wald des WDR sichergestellt.

Im Juni 2019 wurden zur Versorgung der Region mit digitalem Hörfunk neue 5,3 m hohe VHF-Dipolantennen montiert. Seitdem wird eine Turmhöhe von 138 m erreicht.[1]

Der heutige Fernmeldeturm ersetzt einen rund 150 m hohen Stahlgitterturm aus dem Jahr 1965. Der alte Turm (der auch „Willebadessener Eiffelturm“ genannt wurde), wurde im Frühjahr 1995 abgebaut, da die Instandhaltung und anstehende Reparaturen den Weiterbetrieb unwirtschaftlich erscheinen ließen.

Frequenzen und Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Digitales Radio (DAB / DAB+)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abstrahlung des bundesweiten Multiplexes erfolgt seit dem 7. August 2019[2] in vertikaler Polarisation im Gleichwellennetz (Single Frequency Network) mit anderen Sendern.

Block Programme ERP
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Gleichwellennetz (SFN)
5C
DRDeutschland
(D__00188)
DAB+ Block der Media Broadcast: 5
(gepl. 10)
ND

Analoger Hörfunk (UKW)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Programm Frequenz
(MHz)
ERP
(kW)
RDS
Radio Hochstift 88,1 4 HOCHSTFT

Analoges Fernsehen (PAL)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendername Frequenz/Kanal ERP
(kW)
Abschaltung
ZDF E 31 170 kW 29.05.2006
WDR Fernsehen (Studio Bielefeld) E 48 190 kW 29.05.2006

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fernmeldeturm Willebadessen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eggegebirgsbote Nr. 231/Oktober 1993: Fernsehsender Eggegebirge; H. W. Wichert
  • Wiki Willebadessen: Sender Eggegebirge

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Warum der Sendeturm bei Willebadessen in die Höhe gewachsen ist | NW Höxter vom 11. September 2019
  2. Digitalradio: Neue Sendeanlagen für den Bundesmux | dehnmedia.de vom 7. August 2019