Fernstraße

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Als Fernstraße (auch Fernverkehrsstraße) wird ein öffentlicher Verkehrsweg mit hohem Ausbauzustand bezeichnet, der in erster Linie dem weiträumigen Verkehr dient. Dazu zählen im Allgemeinen Autobahnen und Autostraßen. Die Fernstraßen bilden innerhalb eines Staates ein Verkehrsnetz, das zudem mit den Verkehrsnetzen benachbarter Staaten verbunden ist.

Deutschland[Bearbeiten]

In der Weimarer Republik wurden diese überregionalen Verbindungsstraßen seit dem Beginn der Nummerierung am 17. Januar 1932 „Fernverkehrsstraßen“ (in amtlichen Texten auch mit „FVS“ abgekürzt) genannt. 1934 wurden die Fernverkehrsstraßen in Reichsstraßen (R) umbenannt. In der DDR wurde ebenfalls die Bezeichnung „Fernverkehrsstraße” mit der Abkürzung „F“ zur Straßenklassifikation verwendet.[1] Dabei ist die Nummerierung der Reichsstraßen in weiten Teilen übernommen worden.

In Deutschland zählen gemäß dem Bundesfernstraßengesetz sowohl Bundesautobahnen als auch Bundesstraßen zu den Fernstraßen.[2]

Aufbau einer Fernstraße in Deutschland nach den neuen Richtlinien

Seit dem 18. Juni 2013 schreiben die „Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL)“ vor, Fernstraßen als dreistreifige Straßen im 2+1-System auszubauen. Die Richtungsfahrbahnen werden hierbei von einer doppelt durchgezogenen Linie abgetrennt, bei welcher der Zwischenraum zur besseren Abgrenzung mit grüner Farbe eingefärbt wird.[3]

Österreich[Bearbeiten]

Das österreichische Straßenverkehrsrecht definiert diesen Begriff nicht eigens. Er wird allerdings im allgemeinen Sprachgebrauch für Bundesautobahnen und Bundesschnellstraßen verwendet.

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz gibt es keine straßenverkehrsrechtliche Festlegung. Dort werden Nationalstrassen als Fernstraßen bezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  F. Debus: Sprachliche Normen und Normierungsfolgen in der DDR. Georg Olms Verlag, Hildesheim 1986, ISBN 3-487-07031-6, S. 124.
  2. Bundesfernstraßengesetz (FStrG)
  3. Pressemitteilung Neue Richtlinien für die Anlage von Landstraßen vorgestellt
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