Fest (Liturgie)

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Ein Fest (lat. festum) ist in der liturgischen Ordnung der katholischen Kirche die mittlere Stufe der Feierlichkeit zwischen dem Hochfest und dem gebotenen Gedenktag. Der Gottesdienst der Feste ist teilweise dem Sonntag angeglichen: (Messe mit Gloria), teilweise bleiben - vor allem im Stundengebet - werktägliche Elemente erhalten.

Als Feste werden z. B. einige Ereignisse aus dem Leben Jesu gefeiert (u. a. Darstellung des Herrn/Lichtmess am 2. Februar, Verklärung des Herrn am 6. August), die meisten Apostelgedenken und andere wichtige Heilige (so Stephanus am 26. Dezember); auch die Tage der Oktav von Weihnachten und Ostern sowie im deutschen Sprachgebiet auch der Pfingstmontag werden liturgisch wie Feste behandelt. Die Wochentage zwischen 17. Dezember und 24. Dezember und die Wochentage der Fastenzeit gelten von der liturgischen Rangordnung her als Feste und gehen damit allen Gedenktagen vor.

Feste entfallen, wenn sie im betreffenden Jahr mit einem Sonntag oder Hochfest zusammenfallen. Eine Ausnahme bilden die Feste des Herrn: Diese werden auch gefeiert, wenn sie auf einen Sonntag im Jahreskreis bzw. der Weihnachtszeit fallen. Verdrängt werden sie hingegen von einem Sonntag des Advents, der Fasten- oder Osterzeit. Ob ein Fest entfällt oder gefeiert wird, geht aus dem liturgischen Kalender des jeweiligen Kirchenjahres hervor.

Siehe auch: Allgemeiner Römischer Kalender