Feste Kaiser Franz

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Die Feste Kaiser Franz in Koblenz-Lützel mit dem südlichen Kopfbau des Hauptreduits (links) und dem Kehlturm (rechts)
Der Innenhof des Kehlturms
Zugang zum Hauptgraben vor dem Haupteingang

Die Feste Kaiser Franz, auch Feste Franz genannt, war Teil der preußischen Festung Koblenz und das Hauptwerk des Systems Feste Kaiser Franz. Die Festung auf dem sogenannten Petersberg im heutigen Koblenzer Stadtteil Lützel wurde 1822 fertiggestellt. Nach ihrer Schleifung 1922 wurden große Überreste des Festungswerks 1959 gesprengt. Erhalten geblieben sind die beiden seitlichen Enden des halbkreisförmigen Reduits und der Kehlturm am Fuße des Petersbergs. Sie erhielt ihren Namen nach dem österreichischen Kaiser Franz I., einem Verbündeten Preußens in der Heiligen Allianz gegen Napoleon in den Befreiungskriegen.

Geschichte[Bearbeiten]

Errichtung und weiterer Ausbau[Bearbeiten]

Das schon 1814 von General Ernst Ludwig von Aster projektierte Werk wurde in den Jahren 1816 bis 1822 nach Plänen des preußischen Ingenieuroffiziers Claudius Franz Le Bauld de Nans errichtet.[1] Im November 1818 erhielt die Befestigung auf dem Petersberg ihren Namen nach Kaiser Franz I. Die Festung wurde 1823 mit Truppen belegt.

Aufgrund von Schäden am Bau und wegen Einsturzgefahr wurde 1834−1835 die linke Kehlmauer etwa sechs Meter Richtung Innenhof versetzt. Dabei wurde die Durchfahrt in den Reduithof von Kasemattenblock 1 in den Block 2 verlegt. Weitere Maßnahmen folgten 1841−1843 mit der Stabilisierung der hangseitigen Mauer der Poterne durch Aufmauerung von neun Pfeilern, da sich Risse im Gewölbe zeigen, und 1861 mit der Trockenlegung der Grabenwehr links.

Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 entstand auf dem Petersberg das Kriegsgefangenenlager II für französische Soldaten. Die hier gestorbenen Gefangenen wurden am Fuße des Petersberges auf dem neu geschaffenen Franzosenfriedhof im Bereich des Marceau-Denkmals beigesetzt.

Als letzte größere Umbaumaßnahmen wurde 1876−1877 das Reduit zum Werkhof hin mit einem Mantel versehen, der im Inneren durch zwei Hohlgänge begehbar war.[2] Damit reagierten die Militärs auf die bis dahin erfolgten Verbesserungen in der Geschütztechnik.

Infolge des Deutsch-Französischen Kriegs trat die Festung Koblenz, bedingt durch den Gewinn der französischen Festungen im Reichsland Elsaß-Lothringen, in die zweite Reihe. Nachdem die linksrheinischen Teile der Festung Koblenz im Januar 1886 als minder wichtig eingestuft wurden, gab man 1890 die Festung in Lützel schließlich zusammen mit dem gesamten System Kaiser Feste Franz auf, die Anlagen blieben aber vorerst unter militärischer Verwaltung.

Schleifung[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste auch die Feste Kaiser Franz, wie auch die anderen Koblenzer Festungswerke, in Ausführung des Artikels 180 des Versailler Vertrags entfestigt werden. Zuvor wurde sie 1919 noch mit amerikanischen Truppen belegt. Vorgesehen waren weitreichende Arbeiten wie z. B. die Beseitigung der drei Grabenwehren, die Zerstörung diverser Hohlgänge und Pulvermagazine. Bis auf die Kontereskarpe in der rechten Face und ein Teil der Mauer in der Front wurden alle Grabenmauern zerstört, die Wälle größtenteils abgetragen und in die Gräben verfüllt. Die Entfestigungsarbeiten an der Feste begannen Ende November 1920 und wurden am 25. November 1921 von Vertretern der Interalliierten Militär-Kontrollkommission abgenommen. Mit der Sprengung der Decke des Kriegspulvermagazins I und der Verfüllung des offenen Hohlraums waren die Arbeiten am 20. Juli 1922 endgültig beendet. Als eindrucksvolle Reste blieben das Reduit samt Kehlturm (Reverskaponniere), das Haupttor mit der anschließenden Poterne, die Mörserbatterie im Werkhof sowie die äußere Mauer der Kommunikation zur Bubenheimer Flesche erhalten, welche noch heute aufgrund des Höhenunterschieds zum darunter liegenden Gelände als Stützmauer dient.

Weitere Nutzung und Sprengung[Bearbeiten]

Festungsbackofen im Kehlturm

Nach 1930 übernahm die Stadt Koblenz das Gebiet. Schon zu dieser Zeit hatten sich Wohnungslose im Reduit niedergelassen. Verschiedene Pläne zur Umgestaltung des entfestigten Areals kamen nicht zur Ausführung. Während der NS-Zeit entstand auf dem Gelände ein Arbeitslager für ausländische Fremdarbeiter, während im Reduit 1938 Sinti und Roma interniert wurden, die 1943 über den Hauptbahnhof nach Auschwitz verschleppt und dort vergast wurden. Im Zweiten Weltkrieg dienten die Hohlgänge der Feste den Koblenzern als Luftschutzräume zum Schutz vor den Luftangriffen auf Koblenz. Auf dem ersten Kasemattenblock war zum Schutz des Güterbahnhofs eine Flak aufgestellt. Am 28. Dezember 1944 schlägt eine Bombe in die Kommunikation zur Moselflesche ein und tötet 35 (?) Menschen.

Nach dem Krieg entstand hier eines von vielen Koblenzer Elendsvierteln. Dieses ließ die Stadt 1958 auflösen, nachdem die Bewohner in einen eigens zu diesem Zweck errichteten Wohnblock in den nahe gelegenen Mittelweiden umgesiedelt worden waren. Das Reduit wurde im Rahmen einer Pionierübung der Bundeswehr vom 19. bis 23. Januar 1959 gesprengt, um es unbewohnbar zu machen. Der Schutt blieb an Ort und Stelle liegen. Heute zeugen nur noch die beiden seitlichen Enden des halbkreisförmigen Bauwerks von seiner einstigen Größe. Verschont blieb dagegen die Kaponniere (Kehlturm) am Fuße des Petersbergs mit dem einzigen noch vollständig erhaltenen Festungsbackofen der gesamten Festung Koblenz, die Kommunikation zur Bubenheimer Flesche und das Haupttor mit der anschließenden Poterne.

Sanierungsmaßnahmen[Bearbeiten]

Südlicher Eingang in das Hauptreduit

Eine erste Initiative zur Sicherung der Festungsreste ergab sich aus dem Interesse an den Koblenzer Festungswerken Anfang bis Mitte der 1980er Jahre, welches durch die Bemühungen von Hans-Rudolf Neumann erweckt worden war. Im Rahmen einer ABM wurden 1984–1985 hauptsächlich Rodungsarbeiten u. a. im Bereich des Werkeingangs durchgeführt mit dem Ziel, den Bereich der ehemaligen Feste aus einer Brache im eine Parklandschaft zu verwandeln. Diese Arbeiten wurden jedoch bald eingestellt und weitere Pläne nicht umgesetzt.

Im Februar 1997 begannen engagierte und festungsinteressierte Bürger, die am 27. Juni 1997 den Förderverein Feste Kaiser Franz e.V. gründeten, mit ersten Aufräumarbeiten am Werkeingang. Diese Arbeiten wurden über zwei Jahre fortgeführt, wobei die Poterne geöffnet, entrümpelt und enttrümmert sowie der Vorplatz samt umliegendem Gelände von Grünzeug befreit wurde. Im Jahr 1999 konnte schließlich der Kehlturm der Feste übernommen werden, worauf der Verein seine Arbeiten, auch mangels Personal, hierhin verlagerte. In den anschließenden Jahren folgte die Begehbarmachung und Enttrümmerung des Bauwerks, die Öffnung und teilweise Freilegung des Innenhofs. Von 2001 bis 2004 wirkte die Bauhütte Koblenz am Kehlturm mit, die den Hof weiter frei legte, das Bankett des Turms von Grünzeug säuberte und weitere Arbeiten im Turm wie z. B. den Versuch einer Rekonstruktion einer Holzdecke im Eingangsbereich durchführte. Nach der Auflösung der Bauhütte konnte 2005 die Carmen gGmbH, eine Einrichtung der Caritas, die Arbeiten bis Ende 2010 weiter fortführen. Diese kümmerte sich hauptsächlich um den Erdabtrag auf dem Bankett zur Vorbereitung der Sanierungsmaßnahmen sowie u. a. um weitere Erdarbeiten im Innenhof des Reduits.

Seit 2006 wird nun verstärkt an der Sicherung des Kehlturms gearbeitet. 2009 erhielten die Sanierungsarbeiten einen enormen Schub durch Fördergelder eines Programms des Bundes für die deutschen Welterbestätten. Bis Ende 2011 konnte ein Notdach auf dem Kehlturm errichtet, die darunter liegenden, stark geschädigten Gewölbe verpresst, ein Großteil der maroden Decken im ersten Stock ausgetauscht und der Untergrund im Bereich des Turms zusätzlich stabilisiert werden. Diese Maßnahmen wurden unter der Regie des Denkmalamtes der Stadt Koblenz durchgeführt. Der Verein hat daraufhin seine Arbeit auf den Bereich zwischen Werk- und Reduiteingang verlagert. Hier wurden weit reichende Grünschnittarbeiten durchgeführt, weitere Bereiche der Anlage enttrümmert sowie der Poternenvorhof zur Rekonstruktion des Bodenbelags vorbereitet. Um die Anlage vor weiterem Vandalismus und illegaler Müllentsorgung zu sichern, hat der Verein 2009 eine neue Toranlage an der Auffahrt installieren lassen. Seit 2011 arbeitet er zudem an der Freilegung des gedeckten Wegs zwischen Werkeingang und Reduit.

System Feste Kaiser Franz[Bearbeiten]

Das System Feste Kaiser Franz in den 1880er Jahren

Hauptaufgabe des Systems war die Sicherung der hier vorbeiführenden Marschstraße sowie des Rhein- und Moselübergangs. Außerdem galt es, die Stadt Koblenz vor direktem Beschuss zu sichern. Die Werke Moselflesche und Bubenheimer Flesche waren durch Hohlgänge (Kommunikationen) mit der Feste Franz verbunden. Das System mit seinen veralteten Festungen wurde 1890 schließlich aufgegeben; die Anlagen blieben aber vorerst unter militärischer Verwaltung. Die Neuendorfer Flesche, die Moselflesche und die Rheinschanze wurden eingeebnet und zum Teil überbaut. Die verbliebenen Werke wurden auf der Grundlage des Versailler Vertrages in der Zeit von September 1920 bis Juli 1922 in zwei Abschnitten entfestigt. Bis auf die Schanzen sind von allen Werken heute noch Reste vorhanden.

Das System Kaiser Franz bestand neben dem Hauptwerk Feste Kaiser Franz aus den weiteren Festungsanlagen:

Militärische Einrichtungen im Bereich des Systems Feste Kaiser Franz[Bearbeiten]

Nach 1850 entstanden im Schutz des Systems Kaiser Franz einige militärische Einrichtungen wie z. B. der Güterbahnhof mit der Mauerumschließung von Lützel, das Friedens-Laboratorium im Neuendorfer Feld sowie das Artillerie-Depot in der Kehle der Feste Kaiser Franz.

Eine krenelierte Mauer schützte den neu entstanden Güterbahnhof und den Ort Lützel-Koblenz. In diese waren insgesamt zwei Kaponnieren und ein Blockhaus integriert. Im Oktober 1889 wurde die Umschließung aufgegeben. Nachrichten über den Rückbau der Anlage gibt es allerdings nicht. Die letzten Reste sind heute in der Deichstraße sowie im Hof des Hauses Deichstraße 1 zu sehen.

Das ehemalige Friedens-Laboratorium entstand 1869/70. Es diente bis zu seiner Aufgabe nach 1889 der Munitionsproduktion, die in der Folgezeit in den eigens hierfür errichteten Gebäuden im Hof der Feste Kaiser Franz weitergeführt wurde. Nach dem erfolglosen Versuch, das Gelände zu verkaufen, wurde die ehemalige Anstalt 1908 mit Truppen belegt und erhielt in der Folge die Bezeichnung Infanterie-Kaserne Neuendorfer Feld. Die Kaserne wurde 1930 schließlich verkauft und musste einer Wohnbebauung weichen. Reste sind nicht vorhanden.

Das Artillerie-Depot in der Kehle der Feste Franz entstand nach 1867 mit dem Bau des ersten Wagenhauses (Nr. 9). Bis 1908 sollten fünf weitere Häuser folgen. Im Zweiten Weltkrieg wurden zwei Häuser sowie ein Dienstwohngebäude zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die verbliebenen Gebäude übernahm nach 1969 die Bundeswehr, die hier die Standortverwaltung unterhielt. Das weitere Schicksal der Wagenhäuser bleibt ungewiss. Es steht zu befürchten, dass mit einer endgültigen Freigabe des Areals durch die Bundeswehr die Tage der Häuser gezählt sind. Damit wäre dieses in Koblenz einmalige Ensemble aus Depot und Festungswerk verloren.

Um das Pulver in Friedenszeiten sicher zu lagern, entstanden zunächst im Neuendorfer Feld mehrere Friedenspulvermagazine, die nach 1890 auf die Rübernacher Schanze bzw. die Bubenheimer Flesche verlegt wurden. Von diesen Pulvermagazinen sind keine Reste vorhanden.

Bau[Bearbeiten]

Die Feste Kaiser Franz ist ein Werk nach dem zur Erbauungszeit neu eingeführten Polygonalsystems, dessen Wall mit zwei stumpfen Winkeln nach Westen ausgerichtet war. Auf der Kehlseite im Osten liegt im ausspringenden Winkel am Berghang das halbkreisförmige Hauptreduit, das durch Mauern mit dem am Fuße des Petersberges gelegene Kehlreduit (Kehlturm) verbunden ist.

Das gesamte Festungsbauwerk war mit einem flachen begehbaren Erddach ausgestattet, dessen Entwässerung im sogenannten Kapellensystem mit Rinnen zwischen den Gewölbekappen funktionierte und das Wasser über Wasserspeier an den Fassaden abgeleitet wurde. Um 1850 wurde es durch das Dosdanierungssytem ersetzt, bei dem das Wasser in inversen Pyramiden (Dosdanen) gesammelt wurde und über Tropfschächte in den Trennwänden zwischen den Kasematten nach unten in die Erde geleitet wurde.

Haupteingang[Bearbeiten]

Haupteingang

Der Zugang in das Werk erfolgte über eine mit zwei Wachen gesicherte Zufahrt, die im Süden im Kehlabschluss der linken Flanke zum Haupteingang führt. Hier ist die Stirnmauer der Grabenwehr des ehemaligen Hauptgrabens mit halbkreisförmigen Öffnungen und der krenelierten Mauer auf der Hangseite erhalten. Dieser Eingang an der Eskarpenmauer zur dahinter liegenden Poterne wird von einer monumentalen Blende eingefasst, bei der Lisenen einen hohen Architrav tragen. Ein Flachrelief mit darüber ausschwingender Kehle zeigt einen preußischen Adler mit ausgebreiteten Flügeln, darunter ist der folgenden Text eingemeißelt:

Veste Kaiser Franz / erbaut unter Friedrich Wilhelm III / in den Jahren 1817–1820

Am Poternenvorhof kann man noch heute in die ehemalige Zufahrt des zur Grabenwehr des Frontgrabens führenden Hohlgangs sehen. Am anderen Ende der Poterne führt ein weiteres Tor durch den erhaltenen südlichen Kopfbau des Hauptreduits in den Innenhof.

Kehlturm[Bearbeiten]

Kehlturm
Kasematte für die Kanonen im Obergeschoss des Kehlturms

Die Sicherung der Kehle übernimmt eine Kaponniere auf trapezförmigen Grundriss am Fuße des Petersbergs in Form eines zu drei Seiten freistehenden Turms mit nach Osten leicht segmentbogig gebogener Stirnwand, der über eine Treppenanlage im Innenhof mit den Reduit verbunden ist. Von hier aus konnte man auch ursprünglich durch eine große Türöffnung in das Kriegspulvermagazin I unter dem Reduithof gelangen.

Der dreigeschossige Kehlturm aus Grauwacke, mit einem Innenhof ab dem zweiten Geschoss, ist mit leicht ausknickenden ein- bzw. zweigeschossigen Flanken am Steilhang verbunden. Nach oben schließt er mit einem schlichten Gesims aus rotem Sandstein und einer attikaartigen Zinnenbrüstung ab. Die Ecken sind ebenfalls aus rotem Sandstein ausgezackt und die Umrandung der Scharten in Backstein gemauert. Die Anordnung der Kanonenscharten entspricht der Aufteilung im Inneren. In den beiden oberen Geschossen gibt es je vier Kasematten mit Tonnengewölbe. An der Außenwand gibt es zwei tiefe Falzungen zur Einbringung einer Balkenwand, die vor Beschuss schützen sollte. Das Erdgeschoss ist ohne Scharten ausgestattet und nicht gewölbt, aber mit kleinen Luftöffnungen ausgestattet. Hier befindet sich die 1828 eingerichtete Kriegsbäckerei, mit einem bis heute erhaltenen Backofen im hinteren westlichen Raum der südlichen Flanke. Der hier ebenfalls installierte Brunnen ist nicht mehr erhalten.

Die einzelnen Geschosse sind über eine zentrale geradeläufige Treppe verbunden, die vom Erd- zum erste Obergeschoss nicht erhalten ist und heute im Innenhof endet. Die Kasematten besitzen auf der Innenseite zum Hof große Rundbogentüren mit flankierenden Rechteckfenstern, so dass sich die Form einer Serliana ergibt. Der Dachbereich des Kehlturms ist mit dem Hof in Höhe des darunter liegenden Pulvermagazins des Hauptreduits über eine zweiarmige Treppenanlage mit halbzylindrischem Kehrpodest verbunden.

Kommunikationen[Bearbeiten]

Die Feste Kaiser Franz war über zwei Kommunikationen mit der benachbarten Moselflesche und der Bubenheimer Flesche verbunden. Letztere ist vom Nordende des Hauptreduit auf der 300 m langen Strecke zur zerstörten Bubenheimer Flesche in großen Teilen erhalten.

Denkmalschutz[Bearbeiten]

Die Feste Kaiser Franz ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz (DSchG) und in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen. Sie liegt in Koblenz-Lützel in der Denkmalzone Feste Kaiser Franz.[3]

Seit 2002 ist die Feste Kaiser Franz Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Tippach (Diss.): Koblenz als preussische Garnison- und Festungsstadt Wirtschaft, Infrastruktur und Städtebau. 2000 (Reihe: Städteforschung, Reihe A: Darstellungen Band 53), ISBN 3-412-08600-2.
  • Klaus T. Weber (Diss.): Die preußischen Festungsanlagen von Koblenz (1815-1834). (Reihe: Kunst- und Kulturwissenschaftliche Forschungen) 2003, ISBN 3-89739-340-9.
  • Rüdiger Wischemann: Die Festung Koblenz. Vom römischen Kastell und Preußens stärkster Festung zur größten Garnison der Bundeswehr, Koblenz 1978 (Anm.: In vielen Dingen überholt, aber immer noch die beste Darstellung für einen Überblick).
  • Peter Kleber/Matthias Kellermann: Militärische Einrichtungen im Bereich des Systems Feste Kaiser Franz, in: Feste Kaiser Franz. Zur Geschichte des Festungswerks und des Systems Feste Franz in Koblenz-Lützel. Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum Feste Kaiser Franz e.V., hrsg. von Feste Kaiser Franz e.V., 2. Auflage, Koblenz 2009, S. 65-74, ISBN 978-3-934795-55-6.
  • Matthias Kellermann: Die Feste Franz in Koblenz-Lützel - eine Spurensuche, in: Feste Kaiser Franz (wie vor), S. 18-46.
  • Matthias Kellermann: Neue Forschungen zur Feste Kaiser Franz und zum System Franz, in: Feste Kaiser Franz ... ein Teil der Festung Koblenz und Ehrenbreitstein, hrsg. von Feste Kaiser Franz e.V., 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, Koblenz 2010, S. 23-30.
  • Matthias Kellermann: Die Entfestigung von Koblenz nach dem Ersten Weltkrieg, in: Das Ende der Festungen. Aufgelassen - geschleift - vergessen? Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Festungsforschung, Redaktion: Daniel Burger, Regensburg 2009, S. 167-181 (Festungsforschung Band 1). ISBN 978-3-7954-2299-8.
  • Matthias Kellermann: Die Friedenspulvermagazine im Neuendorfer Feld bei Koblenz, in: Festungsjournal 37. Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Festungsforschung e.V. (DGF), Juli 2010, S. 52-55.
  • Ulrike Weber (Bearb.): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 3.3: Stadt Koblenz. Stadtteile. Werner, Worms 2013, ISBN 978-3-88462-345-9.
  • Feste Kaiser Franz. Herausgegeben von Feste Kaiser Franz e.V., Redaktion: Matthias Kellermann, Koblenz 2014. ISBN 978-3-95638-403-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feste Kaiser Franz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weber, Die preußischen Festungsanlagen von Koblenz (1815–1834), Seite 230f.
  2. Weber, Die preußischen Festungsanlagen von Koblenz (1815–1834), Seite 238.
  3. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler - Kreisfreie Stadt Koblenz (PDF; 1,5 MB), Koblenz 2013

50.3705555555567.5916666666667Koordinaten: 50° 22′ 14″ N, 7° 35′ 30″ O