Festival Strings Lucerne

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Gründungskonzert der Festival Strings Lucerne am 26. August 1956 im Rahmen der Internationalen Musikfestwochen Luzern

Die Festival Strings Lucerne sind ein international tätiges Kammerorchester, das seit der Gründung eng mit dem Konservatorium Luzern bzw. der Hochschule Luzern - Musik verbunden ist, lange Jahre als "Ensemble in Residence". Sie wurden von Wolfgang Schneiderhan und Rudolf Baumgartner 1956 im Rahmen der Internationalen Musikfestwochen Luzern (heute: Lucerne Festival) gegründet und in der Folge bis 1998 zunächst vom Konzertmeisterpult, später als Dirigent von Rudolf Baumgartner geleitet. Nachfolger als künstlerischer Leiter war von 1998 bis zum Sommer 2012 Achim Fiedler. Seit der Saison 2012/2013 hat der australisch-schweizerische Geiger Daniel Dodds die künstlerische Leitung inne. "Principal Guest Artist" des Ensembles ist Daniel Hope. 1986 errichtete Rudolf Baumgartner die „Stiftung Festival Strings Lucerne“, die als öffentlich geförderte, gemeinnützige Körperschaft die Trägerschaft über das Ensemble übernahm. Geschäftsführer seit 2009 ist Hans-Christoph Mauruschat.

Wirken[Bearbeiten]

Die Festival Strings Lucerne begannen bereits im ersten Jahr ihres Bestehens, sich mit Aufnahmen für die Deutsche Grammophon, mit der sie ein Exklusiv-Vertrag verband, international einen hervorragenden Ruf zu erwerben. Ab den späten 1950er Jahren gehörten die Festival Strings Lucerne zu den Pionieren der „Archiv“-Serie der Deutschen Grammophon, die seinerzeit Schallplattengeschichte schrieb in der Erstveröffentlichung von Werken vergessener oder kaum mehr bekannter Komponisten vor allem des Barock wie beispielsweise Giuseppe Tartini (1959). Neben zahlreichen Aufnahmen nachfolgend auch für Decca, Eurodisc und Denon produzierte das Orchester in den letzten Jahren CDs für Oehms Classics und Sony Classical. Die Einspielung der Bach-Klavierkonzerte zusammen mit dem Pianisten Martin Stadtfeld (2006) erhielt 2007 einen ECHO Klassik. Jüngst erschienen im Jahresrhythmus Neuaufnahmen mit Werken von Schostakowitsch, Tschaikowsky und Dvořák sowie Britten und Mendelssohn (eine Gesamtaufnahme der Streichersinfonien auf 3 CDs: „Referenzaufnahme“, Der KulturSPIEGEL, Jan 2010).

Seit der Gründung 1956 gastiert das Orchester regelmässig bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern und betreute von 1959 bis 1970 hier exklusiv die „musica nova“-Reihe. Über 100 Werke von Komponisten wie Jean Françaix, Frank Martin, Bohuslav Martinů, Peter Mieg, Sándor Veress, Iannis Xenakis und Krzysztof Penderecki konnte das Ensemble zur Uraufführung bringen.

Zu den Solisten, mit denen das Orchester zusammengearbeitet hat, gehören: Yehudi Menuhin, Zino Francescatti, David Oistrach, Henryk Szeryng, Arthur Grumiaux, Pablo Casals, Pierre Fournier, Clara Haskil, Wilhelm Kempff, Dietrich Fischer-Dieskau, Anne-Sophie Mutter, Pinchas Zukerman, Gidon Kremer, Leonidas Kavakos oder in jüngster Zeit Sabine Meyer, Maxim Vengerov, James Galway, Albrecht Mayer und Mischa Maisky.

Weblinks[Bearbeiten]