Festival of Lights

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Das Festival of Lights (englisch, ‚Lichter Festival‘) ist eine internationale Veranstaltungsreihe und eingetragene Marke[1]. Das Festival of Lights Berlin gehört zu den bekanntesten Lichtfestivals weltweit. Es ist ein kostenloser Event in Berlin, der jährlich im Oktober stattfindet und 10 Tage lang bekannte Berliner Sehenswürdigkeiten durch Illuminationen, lichtkünstlerische Projektionen und 3D-Mappings aufwändig in Szene setzt. Beleuchtet werden Bauwerke, Straßen und Plätze, so zum Beispiel das Brandenburger Tor, der Fernsehturm, der Berliner Dom oder die Siegessäule.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Veranstaltung fand im Jahr 2005 statt.[2]

Initiatoren und Organisatoren des Festivals bis 2009 waren die City Stiftung Berlin, die Union Investment Real Estate AG, der Lichtdesigner Andreas Boehlke sowie Festivalorganisatorin Birgit Zander mit ihrer Agentur Zander & Partner Event-Marketing.[3] Seit 2010 ist Birgit Zander mit ihrer Agentur Zander & Partner alleinige Produzentin des Festival of Lights; Veranstalterin ist die FOL Festival Of Lights International Productions GmbH.

2008 wurden die Lichtfestspiele am 14. Oktober mit der Lichtfontänen-Show Flames of Water vor der Humboldt-Universität in Berlin-Mitte eröffnet. Die Lichtkünstler hatten 49 Wahrzeichen und Plätze Berlins illuminiert oder mit effektvollen Projektionen bespielt. Die Kirchtürme der Nikolaikirche im Stadtzentrum wurden erstmals weiß angestrahlt, womit an die Legende der Flucht von Kurfürst Johann Sigismund vor einer weißen Frau aus seinem Schloss in das Nikolaiviertel im 17. Jahrhundert erinnert wurde. Eine Lichtuhr auf dem Marx-Engels-Forum mit einem Durchmesser von 60 Metern fand als größte der Welt Eingang in das Guinness-Buch der Rekorde. Für Läufer gab es einen Light Run auf einer 7,5 Kilometer langen Strecken entlang vieler angestrahlter Gebäude. Museen, Theater, Botschaften und Traditionsbetriebe organisierten in einer Nacht der offenen Türen Aktionen zum Thema Lichteffekte.

Jedes Festival of Lights steht unter seinem eigenen Motto. Im Rahmen des World Championship of Projection Mapping setzen jedes Jahr zahlreiche Künstler aus aller Welt ihre Visionen in 3D-Videomappings gekonnt in Szene. So auch 2017 unter dem Motto Creating Tomorrow am Berliner Dom. Eines der Programmpunkte des 13. Festival Of Lights war der Sonderpreis Demokratie, an dem Videokünstler aus der ganzen Welt teilgenommen haben. Deren Werke wurden auf dem Schloss Bellevue gezeigt. Die Preisverleihung wurde vom Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet. Außerdem gab es erstmals eine 360°-Inszenierung am Bebelplatz mit einem 3D-Videomapping zum 275jährigen Jubiläum der Staatsoper Berlin. Ebenfalls zum ersten Mal gab es ein 3D-Videomapping auf dem Alten Stadthaus, das durch Oscarpreisträgerin Julianne Moore eröffnet wurde. Das 13. Festival of Lights im Jahr 2017 wurde von 3,2 Millionen Besuchern gesehen.[4]

Das Festival of Lights On Tour fand bereits in New York, Toronto, Luxemburg, Bukarest, Zagreb, Moskau, Peking, Zwickau und Jerusalem statt.

Ähnliche Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2013 gibt es in Berlin neben dem Festival of Lights auch noch die Veranstaltung "Berlin leuchtet" / Berlin Light Weeks. Dieses startet üblich vorher und dauert länger als das Festival of Lights. Es wird zusammen mit einem der ursprünglichen Lichtkünstler, Andreas Boehlke, organisiert. Beteiligt sind daran fast 500 Gebäude der Stadt.[5]

Seit 2012 gibt es in Amsterdam das "Amsterdam Light Festival", das einem ähnlichen Konzept folgt.

In England veranstaltet die Agentur Artichoke ähnliche Lichtfeste, zuerst 2009 in Durham, und seit 2013 beleuchtet "Lumiere London" die Hauptstadt.

Während die meisten Lichterfeste, bei denen Gebäude illuminiert werden, von der Berliner Veranstaltung inspiriert sind, hat die Fête des Lumières (Lyon) ältere Wurzeln. Sie geht auf Feierlichkeiten zu Ehren der Jungfrau Maria zurück, die bis ins Mittelalter reichen, und dazu führten, dass eine vorweihnachtliche Beleuchtung in den Fenstern der Bürger jährlich ab dem 8. Dezember aufgestellt wurde. Ab 1989 hatte der Stadtrat dann auch eine zusätzliche Beleuchtung städtischer Monumente genehmigt, und 1999 wurden diese erstmals für 4 Tage mit Bewegtbildern animiert. Die Veranstaltung zog 2010 schon 3 Millionen Besucher an.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Festival of Lights – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag im Markenregister. In: Eintrag im Markenregister. Abgerufen am 24. September 2018.
  2. a b Website Festival of Lights. In: Website Festival of Lights. Abgerufen am 24. September 2018.
  3. Zander und Partner. In: Zander und Partner. Abgerufen am 24. September 2018.
  4. Visit Berlin. In: Visit Berlin. Abgerufen am 24. September 2018.
  5. Claudia Fuchs: Lichterfest „Berlin leuchtet“ Konkurrenz belebt das Geschäft. Berliner Zeitung. 10. April 2013.: „Es startet fünf Tage vorher, und soll etwas länger dauern als das traditionelle Festival. [..] Die Initiatoren von „Berlin leuchtet“ sind die gleichen, die einst das Festival of Lights ins Leben gerufen haben [unter anderem] Lichtdesigner Andreas Boehlke [..] Der Verein „Berlin leuchtet“ [beinhaltet] auch Interessenvereinigungen von Einkaufsstraßen und Einkaufszentren, die wiederum selbst mehrere Mitglieder haben. „Wir vertreten damit fast 500 Gebäude in dieser Stadt“, sagt Thomas Schmalfuß, Geschäftsführer der Potsdamer Platz Management GmbH [..] Streit mit dem alten Veranstalter gebe es nicht“