Festo

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Festo AG & Co. KG
Festo-Logo
Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 1925
Sitz Esslingen am Neckar, Deutschland
Leitung Eberhard Veit (Vorstandsvorsitzender)
Mitarbeiter rund 17.800 in 61 Ländern weltweit (2014)[1][2]
Umsatz 2,45 Milliarden Euro (2014)[3][4]
Branche Automatisierungstechnik
Website www.festo.com

Festo AG & Co. KG ist eine Unternehmensgruppe der Steuerungs- und Automatisierungstechnik mit Stammsitz in Esslingen am Neckar. Festo gehört zu den führenden Automatisierungsunternehmen weltweit und ist mit seiner Tochter Festo Didactic in Denkendorf (Württemberg) auch in der industriellen Weiterbildung weltweit führend.

Kennzahlen[Bearbeiten]

Greifarm
Steuerungsarm
Steuerung mit Gehirnströmen
Känguru auf der Hannover Messe 2014

Die Unternehmensgruppe Festo beschäftigt weltweit rund 17.800 Mitarbeiter und erzielte konzernweit 2014 einen Umsatz von 2,45 Milliarden Euro. Neben Esslingen ist St. Ingbert ein weiterer Standort. Weltweit gibt es 61 eigenständige Tochtergesellschaften und 250 Niederlassungen. Mehr als 7 % des Umsatzes werden in die Forschung und Entwicklung investiert, beispielsweise in den Bereichen Energieeffizienz sowie Industrie 4.0.[5][6] Vorstandsvorsitzender ist Eberhard Veit. Dem Aufsichtsrat sitzt Klaus Wucherer vor.

Unternehmensgruppe[Bearbeiten]

  • Festo AG & Co. KG
  • Festo Didactic GmbH & Co. KG
  • Festo Lernzentrum Saar GmbH
  • Festo Microtechnology AG (Schweiz)
  • Festo Polymer GmbH
  • Festo Chemical Valve Technology GmbH

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1925 wurde das Unternehmen Festo in Esslingen durch Gottlieb Stoll gegründet.[7] Namensgeber waren die beiden Gründer Albert Fezer und Gottlieb Stoll, wobei Fezer bereits im Jahr 1929 ausschied. Festo befasste sich in den ersten Jahrzehnten mit der Produktion von Maschinen für die Holzbearbeitung wie Fräs-, Bohr- und Schleifmaschinen. Der Bereich Holzbearbeitungswerkzeuge gehört seit 2000 nicht mehr zur Unternehmensgruppe und firmiert seitdem, unter anderem mit der Marke Festool, unter TTS Tooltechnic Systems.

Heute ist Festo mit eigenen Gesellschaften in 61 Ländern präsent.

Festo Automatisierungstechnik[Bearbeiten]

In den 1950er Jahren erweiterte das Familienunternehmen seinen Tätigkeitsbereich. Kurt Stoll – ältester Sohn von Gottlieb Stoll – erkannte das Potential der Nutzung von Druckluft für den Antrieb und die Steuerung in der industriellen Anwendung. Festo stellte 1956 erstmals ein komplettes Programm für den Maschinenbau vor und legte damit den Grundstein für das neue Geschäftsfeld Automatisierungstechnik. Die Nutzung von Druckluft bildete eine Basis der modernen Automatisierungstechnik.

Im selben Jahr stellte Festo mit der Gründung der ersten Auslandsgesellschaften die Weichen für den weltweiten Ausbau der Unternehmensaktivitäten. Mit der Errichtung großer Produktionswerke in den 1960er Jahren wurden diese dann ausgeweitet. Als bedeutendste Auslandsgesellschaft entwickelte sich Festo-USA, die durch den Deutschamerikaner Horst Saalbach während seiner langjährigen Präsidentschaft auch auf Kanada und Mexiko ausgeweitet wurde.

Festo Didactic[Bearbeiten]

1965 wurde das neue Geschäftsfeld Lehrmittel und Seminare aufgebaut. 1976 erhielt der Leistungsbereich Didactic die Bezeichnung Festo Didactic und es begann eine Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) in Berlin. Gemeinsam mit dem BiBB entwickelte Festo Didactic Ausbildungsmittel für die Berufsausbildung in Deutschland. 1998 wurden Beratungsaktivitäten mit Schwerpunkt TPM und Lean Manufacturing gestartet.

Forschung[Bearbeiten]

Festo unterstützt das Bionic Learning Network. Das Unternehmen investiert unter anderem in technische Projekte der Grundlagenforschung. So bildet der SmartBird den Vogelflug nach und BionicOpter den Flug einer Libelle. Die fliegende Qualle Air Jelly besteht aus einem mit Helium gefüllten Ballonett und ist das erste Innenraum-Flugobjekt mit peristaltischem Antrieb. Air Jelly erhielt 2010 den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland. Weitere Projekte, die die Fortbewegung aus dem tierischen Bereich in eine maschinelle Fortbewegung kopieren sind z. B. AirPenguin, Aquapenguin, AquaJelly, AirRay, AquaRay und Airacuda.

Im Bereich der sog. Future Concepts befasst sich das Unternehmen seit 2013 mit den potenzialen der Supraleitung in der Automatisierung. [8]

Festo Bildungsfonds[Bearbeiten]

Der Festo Bildungsfonds ist eine Studienfinanzierung und läuft unter der Kategorie Bildungsfonds. Er fördert Studierende im Bereich der MINT-Fächer. Die Finanzierung umfasst dabei die Finanzdienstleistung, die Möglichkeit sich durch verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen karriererelevante Kompetenzen (Soft Skills) anzueignen und mit Hilfe des Netzwerks frühzeitige Praxiskontakte zu knüpfen. Der Festo Bildungsfonds ist eine im Juni 2007 gegründete Initiative der Gesellschafter des Unternehmens. In Kooperation mit CareerConcept hat Festo im Rahmen der selbst definierten Corporate Educational Responsibility das Konzept des ersten firmeneigenen Bildungsfonds umgesetzt.

Film[Bearbeiten]

  • Lernen von der Natur - Die Automatisierer von Festo in Esslingen. Dokumentarfilm, Deutschland, 2015, 29:45 Min., Buch und Regie: Thomas Hoeth, Produktion: SWR, Reihe: made in Südwest, Erstsendung: 4. Februar 2015 im SWR, Inhaltsangabe von ARD.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Festo - Zahlen, Daten, Fakten. Abgerufen am 14. April 2015.
  2. Festo Facts 2014 (PDF). Abgerufen am 14. April 2014.
  3. Festo - Zahlen, Daten, Fakten. Abgerufen am 14. April 2015.
  4. Festo Facts 2014 (PDF). Abgerufen am 14. April 2014.
  5. Festo: Pressemitteilung vom 13. April 2015
  6. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  7. Geschichte des Unternehmens
  8. Festo: Supraleitung in der industriellen Anwendung

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Festo AG – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

48.7202599.306107Koordinaten: 48° 43′ 13″ N, 9° 18′ 22″ O