Feuerkorb

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Ein typischer Feuerkorb

Ein Feuerkorb wurde seit der Antike hauptsächlich zur Beleuchtung und zur Erwärmung von Räumen aufgestellt.[1] Heutzutage wird er in der Regel im Gartenbereich genutzt, wo er vor allem als Wärmequelle und Terrassenofen und teils auch zum Grillen verwendet wird. Der Feuerkorb dient zur Eingrenzung des Brennmaterials (meist Holz), stellt aber im Sinne des Brandschutzes eine offene Feuerstelle[2] dar.

Er besteht aus einem hitzebeständigen Metall-Gefäß mit hohen und von großen Aussparungen durchbrochenen – geflecht- bzw. gitterartigen – Seitenwänden und einer untenliegenden, teils auch separaten Schale zum Auffangen der Asche. Feuerkörbe werden üblicherweise aus Stahl, Eisen oder Gusseisen hergestellt.[3]

Verwandt mit dem Feuerkorb ist die Feuerschale, die außer als Wärmequelle oft auch zur Nahrungszubereitung durch Garen oder Grillen benutzt wird sowie früher auch zu weiteren Zwecken verwendet wurde.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einfacher Beleuchtungs- und Heizfunktion hatten Feuerkörbe unterschiedlichste Aufgaben:

So dienten Feuerkörbe in Leuchttürmen dem Leuchtfeuer. Auf der Bamberger Altenburg soll ein Feuerkorb in der Kommunikation mit der benachbarten Giechburg als Signalgeber gedient haben.

Vor der Markteinführung von elektrisch betriebenen Aktenvernichtern war der Feuerkorb im Büro weit verbreitet zum thermischen Vernichten geheimer Dokumente (zu beobachten in einigen historischen Filmen).

Heute sind Feuerkörbe nahezu ausschließlich im Gartenbereich und eher selten auch auf öffentlichen Freiflächen wie in Parks anzutreffen. Dabei werden sie neben der hauptsächlichen Nutzung als Wärmequelle und Terrassenofen auch als „mobiles Lagerfeuer“ und „Stimmungselement“ eingesetzt sowie teils auch zum Grillen verwendet. Da aufgrund der großen Seitenöffnungen bei der Nutzung Funkenflug auftreten kann, wird von Herstellern und in Ratgebermedien empfohlen, den Feuerkorb „unbedingt immer auf einen feuerfesten Untergrund“ wie Steinplatten oder eine Kiesfläche zu stellen. Viele Hersteller bieten zudem spezielle Bodenplatten (Unterlegplatten) an. Zu den allgemeinen Sicherheitshinweisen gehört außerdem, dass Feuerkörbe „nur im Freien“ verwendet werden dürfen und dass sie „unbedingt immer in möglichst großem Abstand zu brennbaren Materialien“ wie Holzmöbel, Gartenmöbel aus Kunststoff oder Pflanzen aufzustellen sind. Zudem sollte nur „zugelassenes Brennmaterial“ wie zum Beispiel Kaminholz verwendet werden, aber keine Gartenabfälle.[3]

Zur Nutzung als Grill bieten verschiedene Hersteller entsprechendes Zubehör an, wie zum Beispiel auflegbare Grillroste. Zusammen mit einem Dreibeinstativ und einem daran angehängten, höhenverstellbaren Grillrost kann ein Feuerkorb als Schwenkgrill genutzt werden.[3]

Feuerkörbe in der Heraldik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Feuerkorb im Wappen derer von Proeck

Im Stammwappen derer von Proeck befindet sich ein Feuerkorb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feuerkörbe – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Guhl, Wilhelm Groner: Das Leben der Griechen und Römer nach antiken Bildwerken dargestellt. 1. Hälfte: Griechen. Weidmannsche Buchhandlung, Berlin 1860, S. 169.
  2. Vgl. beispielsweise: Merkblatt zum Anlegen und Betreiben offener Feuer (gemäß der §§ 2 und 10 der Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Halle (Saale)) (PDF; 14 kB)
  3. a b c tl (CF): Gemütliche Wärme: Feuerkorb im Garten: Mobiles Lagerfeuer. In: T-Online.de. 5. Juli 2016, abgerufen am 9. Oktober 2016.