Lüdingworth

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Lüdingworth
Stadt Cuxhaven
Wappen von Lüdingworth
Koordinaten: 53° 47′ 57″ N, 8° 45′ 26″ O
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 37,23 km²
Einwohner: 1729 (Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 27478
Vorwahl: 04724
Lüdingworth (Niedersachsen)
Lüdingworth

Lage von Lüdingworth in Niedersachsen

Lüdingworth in der Stadt Cuxhaven
Lüdingworth in der Stadt Cuxhaven
Luftbild (Mai 2012)

Lüdingworth [ly.dɪŋ'vɔ:ʁt] (niederdeutsch Worth) ist ein Stadtteil von Cuxhaven.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Lüdingworth gehören die Ortsteile Feuerstätte und Seehausen sowie Köstersweg mit Lüderskoop. Am 1. Juli 1972 wurde Lüdingworth nach Cuxhaven eingemeindet.[1]

Die Gegend um Lüdingworth war seit etwa Christi Geburt besiedelt. Der Name des langgestreckten Marschhufendorfes verweist auf die Wurthen (Warften), auf denen die Höfe früher errichtet wurden. Noch heute ist die 4,90 m hohe Kirchwarft erkennbar. Seit dem 12. Jahrhundert gab es einen Seedeich, dessen Reste heute zwischen Lüdingworth und dem jüngeren Altenbruch verlaufen. Die Marsch wurde vor ca. 700 Jahren mit Hilfe von holländischen Siedlern entwässert und urbar gemacht.

Stadtteil Altenwalde (Franzenburg)
Stadtteil Altenbruch
Otterndorf
Stadtteil Altenwalde (Gudendorf)
Nachbargemeinden Neuenkirchen
Nordholz
Nordleda
Wanna
Nordleda-Heringskoop

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1298 wurde Lüdingworth erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1394 gehörte Lüdingworth – wie das damalige Amt Ritzebüttel – der Stadt Hamburg, seit 1484 den Herzögen von Sachsen-Lauenburg und anschließend dem Bischof Christoph von Braunschweig-Wolfenbüttel, dessen Nachfolger aber das 1439 geschaffene Hadler Landrecht anerkennen musste, ein Ständerecht, das den Bauern große Freiheiten ließ. Im Jahre 1529 setzte sich die Reformation in Lüdingworth durch. Nach einer Zeit, in der das Land Hadeln unter kaiserlicher Verwaltung stand, gehörte Lüdingworth seit 1731 zu Kurhannover, nach der französischen Besetzung ab 1813 zum Königreich Hannover und darin seit 1852 zum Amt Otterndorf. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde die Kirchspielgerichtsbarkeit durch die Amtsgerichtsbarkeit abgelöst. 1866 kam Lüdingworth als Teil des Amtes Otterndorf zur preußischen Provinz Hannover, von 1885 bis 1932 gehörte es zum Kreis Hadeln, bis zum 1. Juli 1972,[2] dem Tag der Eingemeindung, zum Kreis Land Hadeln.

Im Jahre 1885 hatte der Ort 1573, im Jahr 1939 1431 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Lüdingworth setzt sich aus einer Ratsfrau und sechs Ratsherren folgender Parteien zusammen:[3]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister von Lüdingworth ist Thomas Brunken (CDU). Sein Stellvertreter ist Hagen Friedrichs (CDU).[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Lüdingworth
Blasonierung: „In Blau auf goldenem Dreiberg ein Reiter mit rotem Überkleid, silbernen Ärmeln und goldenen Stiefeln auf silbernem Pferd mit rotem Sattel und Geschirr und goldenen Hufen. Der Reiter hält in der rechten Hand einen silbernen Schultheißenstab.“[4][5]
Wappenbegründung: Das Wappen ist dem alten Siegel des Kirchspielgerichts Lüdingworth nachgebildet. Der Dreiberg im Schildfuß weist auf die große Wurt hin, die den Ortskern trägt.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke
  • St.-Jacobi-Kirche mit einem Turm aus dem frühen 13. Jahrhundert, in dem sich auch zwei Arrestzellen des Kirchspielgerichts befinden, und der Wilde-Schnitger-Orgel aus den Jahren 1598 / 1682 (Umbau).
  • Gemauerte galerielose Turmholländer-Windmühle von 1904 (funktionsfähig, aber nicht von innen zu besichtigen)[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bronzestatue von Carsten Niebuhr des Bildhauers Frijo Müller-Belecke

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Beziehung zum Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Gerdts (Hrsg.): Das Lüdingworther Fredebook von 1550. In: Jahrbuch der Männer vom Morgenstern. Nr. 33, Bremerhaven 1952.
  • Hinrich Gerkens u. a.: Chronik des Kirchspiels Lüdingworth – 700 Jahre Lüdingworth 1298–1998. Hrsg.: Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e. V., Ebersdorf 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lüdingworth – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen über Lüdingworth. In: Internetseite der Stadt Cuxhaven. Abgerufen am 27. April 2018.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  3. a b Ortsrat Lüdingworth. In: Internetseite Ratsinfomanagement der Stadt Cuxhaven. Abgerufen am 7. August 2017.
  4. Rudolf Lembcke: Kreis Land Hadeln. Geschichte und Gegenwart. Hrsg.: Kreis Land Hadeln. Buchdruckerei Günter Hottendorff, Otterndorf 1976, S. 44 (Wappenteil).
  5. Hinrich Gerkens u. a.: Chronik des Kirchspiels Lüdingworth – 700 Jahre Lüdingworth 1298–1998. Hrsg.: Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e. V. Druckerei C.-D. Wagenlöhner, Ebersdorf 2000, S. 8.
  6. Partner- und Patenschaften. In: Internetseite der Stadt Cuxhaven. Abgerufen am 19. Dezember 2013.
  7. Mühlen im Landkreis Cuxhaven. In: Internetseite Landschaftsverband Stade. Abgerufen am 27. April 2018.