Feuerwehr Duisburg

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Feuerwehr Duisburg
Wappen von Duisburg Amt der Stadt Duisburg
Verwaltungsgebäude der Feuerwehr Duisburg
Verwaltungsgebäude der Feuerwehr Duisburg
Berufsfeuerwehr
Gründungsjahr: 1904
Standorte: 7 FW, 12 RD, 4 NEF, 1 RTH
Mitarbeiter: ~ 600 (Stand: 2008)
Freiwillige Feuerwehr
Gründungsjahr: 1862
Abteilungen: 26
Aktive Mitglieder: ~ 530 (Stand: 2009)
Jugendfeuerwehr
Gruppen: 9
Mitglieder: ~ 150 (Stand: 2011)
www.feuerwehr-duisburg.de

Die Feuerwehr Duisburg, bestehend aus der 1904 gegründeten Berufs- und der 1859 ins Leben gerufenen Freiwilligen Feuerwehr, der die Jugendfeuerwehr angegliedert ist, ist als kommunales Amt für den Brand- und Katastrophenschutz, sowie den Rettungsdienst in der nordrhein-westfälischen Stadt Duisburg verantwortlich. Um ihre Aufgaben zu erfüllen, stehen den 1100 hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitgliedern 220 Fahrzeuge und Anhänger zur Verfügung, die auf sechs Feuer- und Rettungswachen, eine Hafenwache, sechs Rettungswachen, eine Rettungshubschrauberstation und 26 Ortsgruppen der Freiwilligen Feuerwehr verteilt sind. Jährlich müssen die Einsatzkräfte bis zu 66.000 Einsätze ableisten. Bekannt wurde die Feuerwehr Duisburg durch ihre Fahrzeugentwicklungen ab den 1960er Jahren, als sie entscheidend an der Entwicklung der Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen und Wechselladerfahrzeugen beteiligt war.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19. Jahrhundert bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevor es in Duisburg zur Gründung der Feuerwehr kam, wurden Brände traditionell mit Eimern und später zusätzlich mit Handdruckspritzen gelöscht, die in den meisten Fällen ein Übergreifen der Flammen zwar verhinderten, ein Löscherfolg war nur in wenigen Fällen zu verbuchen. Hierbei war die Bevölkerung in die Löscharbeiten eingebunden. So hatte jeder Haushalt einen Löscheimer und eine Laterne bereitzuhalten, im Brandfall führten die Männer die Brandbekämpfung durch. Später stellte die Stadt Feuerspritzen, -leitern und -haken. In einigen Orten schlossen sich Gilden zusammen, welche der Bevölkerung bei Notlagen, Bränden oder Hochwassern zur Hilfe kamen und dabei auf das zur Verfügung gestellte Gerät zurückgriffen. Zu dieser Zeit regelten Feuerschutzverordnungen den vorbeugenden Brandschutz und die Löscharbeiten.[1][2]

Durch die einsetzende Industrialisierung im Ruhrgebiet im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt besonders innerhalb der Stadtmauern. Die daraus resultierenden steigenden Bevölkerungszahlen und neu entstehenden Gebäude erschwerten den Feuerschutz zusehends. Daraufhin forderten Mitglieder der Duisburger Turnvereines von 1848, inspiriert von süddeutschen Turnvereinen, 1853 erstmals eine Feuerwehr zu gründen, die entsprechend ausgerüstet und ausgebildet war. Sechs Jahre später wurde die erste Feuerwehr in Duisburg gegründet, die bereits ein Jahr nach der Gründung eine Saugbrandspritze erhielt, dennoch fehlte an weiteren notwendigen Ausrüstungsgegenständen. Aus diesem Grund war die Bevölkerung geteilter Meinung, was die Feuerwehr anging.

Fünf Jahre nachdem die Turnerfeuerwehr ins Leben gerufen wurde, gründete sich die erste städtische Freiwillige Feuerwehr. In den Stadtteilen Duissern (1865), Neudorf und Hochfeld (beide 1869), sowie Neuenkamp (1872) entwickelten sich ebenfalls Freiwillige Feuerwehren. Sie bestanden zumeist aus Handwerkern, die den Brandschutz vor Ort sicherstellen wollten. Im Jahr 1876 wurde die städtische Feuerwehr umstrukturiert, da die Einrichtung von Wasserleitungen eine neue Feuerlöschordnung erforderte. Die Kompanien der Innenstadt wurden zum Rettungscorps, die Kompanien Duissern und Neudorf zu Spritzenzügen. 1908 erfolgte die Umbenennung in Löschzug.[3]

Die Feuerwehren waren mittlerweile für die damalige Zeit gut ausgerüstet und organisiert. Bedingt durch die dynamische Entwicklung der Stadt außerhalb der Stadtmauern, vergrößerte sich das Arbeitsgebiet und die Anzahl der Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr nahm zu. Sie rückte 1902 zu 232 Einsätzen aus, ein Jahr später wurden rund 300 Alarmierungen gezählt.[4] Der Ruf nach einer Berufsfeuerwehr seitens der Bevölkerung wurde immer lauter. Ein Großfeuer im Jahr 1903, bei dem zwei Kinder starben, gab schließlich den Ausschlag. Noch im selben Jahr wurden die Gründung der Berufsfeuerwehr und der Bau einer neuen Feuerwache beschlossen. Die bis dahin acht Freiwilligen Feuerwehren sollten jedoch erhalten bleiben und die Berufsfeuerwehr bei ihren Einsätzen unterstützen. Am 9. April 1904 traten die ersten 14 Männer der neuen Wache an der Friedenstraße ihren Dienst an. Ihr Löschzug wurde zwar nach wie vor von Pferden gezogen, dafür wurde die Alarmierung verbessert, indem die Alarmglocken der Freiwilligen Feuerwehr mit denen der Berufsfeuerwehr verbunden wurden. Zwei Jahre später vergrößerte sich das Aufgabenfeld der Berufsfeuerwehr, als diese die Aufgabe des Krankentransportes übernahm.[5]

Brand im Innenhafen um 1930

Während des Ersten Weltkrieges waren viele Mitglieder der Feuerwehr im Kriegsdienst, die im Krieg gefallen waren oder nicht mehr der Feuerwehr beitraten. Die Geldentwertung erschwerte den Kauf von Geräten, so dass die notwendigsten Gerätschaften selbst gebaut wurden. Besonders die Freiwillige Feuerwehr litt unter den Nachwehen des Krieges, da sich anfangs nur wenige für den Dienst in der Feuerwehr begeisterten. Dabei wuchs das Duisburger Stadtgebiet durch die Eingemeindung von Ruhrort (1905), Hamborn und dem heutigen Duisburger Süden (1929) und somit das Einsatzgebiet für die Feuerwehr. Als Konsequenz wurde die Berufsfeuerwehr mehr und mehr und verstärkt und in Ruhrort 1920 die Feuerwache 2 in Betrieb genommen, später wurde die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Hamborn ständig besetzt. 1929 bestand die Berufsfeuerwehr bereits aus 84 Mitarbeitern, die Freiwillige Feuerwehr aus 30 Löschzügen und Kompanien.

Mit dem Gesetz über das Feuerlöschwesen vom Dezember 1933 wurde die Feuerwehr neu geordnet und die Turnerwehr vom Turnverein gelöst. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden die Wehrführer nicht mehr gewählt, sondern bestimmt durch die Behörden, des Weiteren wurde die Feuerwehr der Polizei untergeordnet. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges sorgte dafür, dass viele Feuerwehrmänner zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Bedingt durch die Tatsache, dass Duisburg wegen seiner Rüstungsindustrie ein primäres Angriffsziel für Luftangriffe war, wurden die verbliebenen Feuerwehrleute zu zahlreichen Einsätzen gerufen. Unterstützt von Jungen der Hitlerjugend, waren die Einsatzkräfte lediglich mit Handkarren und -pumpen ausgestattet. Dabei riskierten sie oftmals ihr Leben, als sie noch während der Luftangriffe ausrückten.[6] Am 14. Oktober 1944 erfolgte der schwerste Luftangriff.[7] Dieser bewirkte den vollständigen Zusammenbruch der Gasversorgung und den fast vollständigen Zusammenbruch der Strom- und Wasserversorgung.[8]

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sowohl die Berufs- und als auch die Freiwillige Feuerwehr am 11. Juni 1945 durch den Bürgermeister neu organisiert, um eine schlagkräftige Feuerwehr aufzubauen. Unter anderem wurde die Turnerwehr nach 86 Jahren mit der städtischen Freiwilligen Feuerwehr zusammengelegt. Zunächst verlief der Wiederaufbau schleppend da ein Großteil der Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser zerstört waren. Teilweise nutzte die Feuerwehr alte Militärfahrzeuge zum Transport von Gerätschaften und Mannschaft. Doch mit dem Wirtschaftswunder setzte eine rasante Entwicklung bei der Duisburger Feuerwehr ein. Durch die dynamische Entwicklung der Industrie und dem damit erneut verbundenen Bevölkerungswachstum stiegen die Anforderung und Aufgaben, unter anderem wurden die technische Hilfe und der Umweltschutz zu wichtigen Aufgaben der Feuerwehr. Um der Entwicklung standzuhalten wurde bereits 1953 eine UKW-Funksprechanlage angeschafft, außerdem stellte die Feuerwehr Anfang der 1960er Jahre ein Feuerlöschboot, einen Kranwagen und ihren ersten Notarztwagen in Dienst. Außerdem wurden mit der Feuerwache Süd (1964) und der Hafenwache (1969) im Duisburger Binnenhafen neue Standorte eingerichtet. Mit der kommunalen Neuordnung 1975 vergrößerte sich das Stadtgebiet um die Städte Walsum, Homberg und Rheinhausen, sowie die Orte Rumeln-Kaldenhausen und Baerl. Die ständig besetzten Wachen der ehemaligen Städte wurden zu neuen Berufsfeuerwachen, mehrere Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr wurden zusammengelegt. Im selben Jahr eröffnete das Luftrettungszentrum Duisburg, an dem der Rettungshubschrauber Christoph 9 stationiert wurde.[5]

Die neuen Anforderungen sorgten dafür, dass ihnen der neue Fuhrpark angepasst wurde. Mit den genormten Löschfahrzeugen sah sich die Duisburger Feuerwehr nicht mehr in der Lage eine effektive Hilfe zu leisten und begann bereits 1962 mit der Entwicklung eines kombinierten Fahrzeugs für Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung, womit sie Pionierarbeit auf diesem Gebiet leistete. Ende 1969 konnten drei Löschgruppen-Hilfeleistungsfahrzeuge (LF-HI) in Dienst gestellt werden, die von zwei Großtanklöschfahrzeugen, die bis zu 8.000 Liter Wasser fassen konnten, ergänzt wurden. Durch die zusätzlich benötigten Geräte stiegen die Anschaffungskosten. Mit Hilfe eines Wechselladersystems sollte im Einsatzfall der Nachschub an Einsatzmitteln sichergestellt werden und dadurch die Fahrgestelle für Sonderfahrzeuge eingespart werden. Als zweite Kommune nach Mannheim stellte die Feuerwehr Duisburg 1970 ihren ersten Absatzkipper ein, 1974 folgte der erste Abrollkipper. Durch die Wirtschaftskrise war die Stadt Duisburg zum sparen gezwungen. Dadurch wurde Wechselladersystems weiter bearbeitet, so dass die Feuerwehr Duisburg Mitte der 1980er Jahre elf Wechsellader, darunter drei allradfähige Vierachsige MAN-Fahrgestelle, und etwa 40 Container besaß. Zeitgleich wurden die Löschzüge der Berufsfeuerwehr mit einheitlichen Löschfahrzeugen auf dreiachsigen Fahrgestellen ausgestattet. Die als Tanklöschfahrzeug 5000 Hilfeleistung (TLF 5000 H) bezeichneten Fahrzeuge, die die Nachfolger der LF-HI darstellten, besaßen eine umfangreiche Ausrüstung für die Brandbekämpfungen und die technische Hilfe, sowie einen 5000 Liter fassenden Wassertank. Die große Wassermenge wurde gewählt, weil die Mannschaft der Löschfahrzeuge von einer Gruppe auf eine Staffel reduziert wurde, der in der ersten Phase eines Löschangriffes ausreichend Wasser zur Verfügung stehen sollte, ohne eine Wasserverbindung zum Fahrzeug aufbauen zu müssen. Außerdem sorgten zwei Großbrände im Hafen dafür, dass so ein großer Tankinhalt gewählt wurde. 1984 stellte die Berufsfeuerwehr Duisburg die Weiterentwicklung des TLF 5000 H in Dienst. Das Fahrzeug verfügte über eine zusätzliche Vorderachse, um die Hinterachsen zu entlasten. Doch wegen seiner Länge von fast 10 Metern wurde nur ein neues TLF in Dienst gestellt. Ende der 1980er stellte die BF Duisburg zudem drei Vorauslöschfahrzeuge auf MAN-Fahrgestellen der Bundeswehr in Dienst. Die Fahrzeuge wurden vor allem für den schnellen Einsatz auf der Autobahn und zur Unterstützung der Tanklöschfahrzeuge angeschafft.[9]

1995 wurde im Stadtteil Duissern die neue Hauptfeuerwache eingeweiht, zwei Jahre später wurde die neue Hafenwache in Ruhrort eingeweiht. Im Jahr 2002 stellte die Feuerwehr den Rettungsdienst auf das neue Rendezvous-System um. Seitdem werden anstatt eines Notarztwagens Notarzteinsatzfahrzeuge und Rettungswagen an verschiedenen Standorten gleichzeitig alarmiert, wodurch der Notarzt flexibler einsetzbar ist. Beide treffen am Einsatzort zusammen.

Aufgrund ihrer hohen Schulden ist die Stadt Duisburg seit Jahren zum Sparen gezwungen. So werden seit dem 1. April 2004 neben der Berufsfeuerwehr Hilfsorganisationen im Rettungsdienst alarmiert. Die Stadt musste vier zusätzliche Rettungswagen einrichten, durfte aufgrund einer Haushaltssperre kein neues Personal einstellen, weshalb die Hilfsorganisationen in den Rettungsdienst der Feuerwehr aufgenommen wurden.[10] Um die beiden von Schimmelpilz befallenden Wachen 2 (Laar) und 5 (Homberg) zu ersetzen, fehlte es am nötigen Kapital. Daher wurden die beiden Wachen zur neuen Feuer- und Rettungswache 5 in Homberg zusammengelegt. Zusätzlich wurden in dem 2007 am Rheinpreussenhafen errichteten Gebäude, das privatfinanziert und von der Stadt angemietet wurde, zwei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr und die Feuerwehrschule untergebracht.[11] Außerdem setzt die Feuerwehr auf ein neues Fahrzeugkonzept. Aus Kostengründen sollen die dreiachsigen Löschfahrzeuge in Zukunft durch genormte Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge ersetzt werden.[12]

Karte der Wachen der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr, Werkfeuerwehr sowie Rettungswachen in Duisburg

Gliederung der Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berufsfeuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berufsfeuerwehr der Stadt Duisburg ist ein Teil des Amtes 37, dem Feuerwehr- und Zivilschutzamt und hat circa 600 Mitarbeiter, wovon ungefähr 540 im Einsatzdienst stehen.[13] Neben den traditionellen Aufgaben (Brandbekämpfung, Krankentransporte, medizinische Notfallrettung, technische Hilfeleistungen und Umweltschutz), gehört das Überprüfen des vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz (dazu zählen Stellungnahmen in bauaufsichtlichen Verfahren, Beratungen, Sicherheitswachen bei Veranstaltungen und Brand- und Nachschauen) zu ihren Tätigkeiten.

Um diese Aufgaben zu erfüllen stehen der Berufsfeuerwehr im gesamten Stadtgebiet sechs Feuer- und Rettungswachen zur Verfügung. Alle Wachen besitzen mindestens einen Löschzug, welcher aus einem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 28/40), einer Drehleiter mit Korb 23-12 (DLK 23-12), einem Tanklöschfahrzeug (TLF 20/24) welches intern als Vorauslöschfahrzeug (VLF) bezeichnet wird und einem Rettungswagen (RTW), mit einer Stärke von zwölf Feuerwehrmitgliedern (Fm/SB) besteht. Weiter kommen noch an einigen Wachen Spezialfahrzeuge hinzu. Im Einsatzfall ergänzen sich die Wachen notfalls im Nachbarschaftsprinzip. Der Einsatzleiter untersteht hierbei der Leitung des Beamten vom Einsatzdienst (BvE), der bei Bedarf im Rendezvous-Prinzip hinzustößt, stationiert sind sie an den Wachen 1 (BvE Süd) und 3 (BvE Nord). Wenn Schadenereignisse größeren Ausmaßes sind, stoßen weitere Löscheinheiten und Spezialfahrzeuge hinzu.

Zusätzlich besitzt die Berufsfeuerwehr noch eine Hafenfeuerwache, an der ein Vorauslöschfahrzeug und ein Feuerlöschboote stationiert sind, vier Rettungswachen/Notarztstationen und eine Hubschrauberstation an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik, wo der Rettungshubschrauber Christoph 9 beheimatet ist.

Für die Berufsfeuerwehr besteht ein eigenständiger Personalrat, der nach den Vorschriften des LPVG NRW arbeitet und im Jahre 2016 neu gewählt wird. Ihm zugeordnet ist eine eigene Jugend- und Auszubildendenvertretung und eine Schwerbehindertenvertretung. Der Personalrat des Feuerwehr- und Zivilschutzamtes hat seinen Sitz in der FRW 1.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wachgebäude der Feuer- und Rettungswache 1 an der Wintgensstraße 111
Die Feuer- und Rettungswache 7 an der Düsseldorfer Landstr. 92
Das Löschboot „Duisburg 2“ vor der Hafenwache (Gebäude oben rechts)

Die Feuer- und Rettungswache 1, zugleich Hauptfeuer- und größte Wache der Stadt, befindet sich an der Wintgensstraße im Stadtteil Duissern, nordöstlich der Innenstadt. Sie wurde 1995 als Ersatz der alten Feuerwache 1 in Hochfeld gebaut. Neben dem Löschzug und den Rettungsdienstfahrzeugen sind an der Wache der Einsatzleitwagen des Beamten vom Einsatzdienst Süd und einige Spezialfahrzeuge stationiert wie beispielsweise der Kran, der Einsatzleitwagen 2, der Gerätewagen Atemschutz oder der Gerätewagen Wasserrettung, sowie ein Großteil der Wechselladerfahrzeuge mit einigen Abrollbehältern/-containern. Darüber hinaus sind in der Wache die Werkstatt, die Verwaltung und die Leitstelle untergebracht. Im Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes der Feuer- und Rettungswache 1 befindet sich die Rettungsassistentenschule, wo Rettungssanitäter sowie Rettungsassistenten sowie künftig Notfallsanitäter ausgebildet werden.

Die Feuer- und Rettungswache 3 ist in Hamborn gelegen. Die Wache ist Sitz der Einsatzdirektion Nord, weshalb zusätzlich zum Löschzug ein Einsatzleitwagen 1 für den Beamten vom Einsatzdienst in Hamborn untergebracht ist. Zudem sind in Hamborn vier Rettungswagen, wovon einer von Kräften einer Hilfsorganisation besetzt wird, ein Personenkraftwagen, ein Wechselladerfahrzeug und fünf Abrollcontainer stationiert. Die mittlerweile über 40 Jahre alte Wache soll in den kommenden Jahren saniert werden.

Die nördlichste Wache Duisburgs ist die Feuer- und Rettungswache 4 in Walsum, die bis zur kommunalen Neuordnung 1975 die ständig besetzte Wache der Freiwilligen Feuerwehr Walsum war. Spezialisiert ist die Wachmannschaft auf den Umweltschutz, sowie seit der Schließung der Feuer- und Rettungswache 2 auf Straßenbahnunfälle, wofür die Einheit mit drei Wechselladerfahrzeugen und sechs Abrollcontainern ausgestattet ist. Hinzu kommen der Löschzug, ein Personenkraftwagen, drei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen und ein Gerätewagen Ortung.

Im März 2007 wurde die Feuer- und Rettungswache 5 im Homberger Rheinpreussenhafen bezogen, gebaut wurde die von der Stadt Duisburg angemietete Wache von einem privaten Unternehmen. Sie ersetzte zwei von Schimmel befallenden Gebäude in Laar (ehemals Feuer- und Rettungswache 2) und Homberg (die ehemalige Feuer- und Rettungswache 5). Bis zur Fertigstellung des Gebäudes waren die Mitarbeiter der beiden ehemaligen Wachen in Containern untergebracht. In der Wache 5 arbeiten heute circa 80 Einsatzkräfte. Hier sind neben dem Löschzug und drei Rettungswagen noch weitere Sonderfahrzeuge stationiert, wie etwa der Chemiezug und Abrollbehälter des 22-t Systems. Die Feuerwehrschule nutzt ebenfalls Schul- und Fortbildungsräume in der Wache, die Brandmeisteranwärter (Auszubildende für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst) absolvieren ihr Wachpraktikum ebenfalls in Homberg. Neben der Berufsfeuerwehr ist die Freiwillige Feuerwehr Homberg/Hochheide in dem Gebäude untergebracht.

Die Feuer- und Rettungswache 6 im linksrheinischen Rheinhausen gehört ebenfalls zu den Wachen, die 1975 durch die Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen zu einem Standort der Berufsfeuerwehr Duisburg geworden sind. Die Wache ist seit 1957 eine ständig besetzte Feuerwache, nachdem in der ehemaligen Stadt Rheinhausen die Einsatzzahlen nach der städtischen Vergrößerung stiegen. Der aktuelle Fuhrpark besteht aus dem Löschzug, einem Personenkraftwagen, zwei Rettungswagen, einem Mannschaftstransportfahrzeug und einem Infekt-Rettungswagen. Darüber hinaus befindet sich der Löschzug 610 (Hochemmerich) der freiwilligen Feuerwehr auf der Wache.

Im Stadtteil Buchholz liegt die Feuer- und Rettungswache 7, die südlichste im Stadtgebiet, an der ein Löschzug, zwei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen und ein Personenkraftwagen stationiert sind. Die Feuer- und Rettungswache 7 besitzt das größte Einsatzgebiet aller Berufsfeuerwehren in Duisburg, kann deshalb nicht jeden Punkt im Wachbezirk erreichen. An diesen Punkten wird die Freiwillige Feuerwehr zusätzlich im Ersteinsatz alarmiert.

Ruhrort ist der Standort der Hafenwache, der Feuerwache 8, die für den größten Binnenhafen Europas zuständig ist. Dieser Standort ersetzte Ende der 90er Jahre die Löschbootstation an der Ruhrmündung. Insgesamt gehören heute vier Kameraden zur Wachmannschaft, denen zwei Feuerlöschboote und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 28/40 zur Verfügung stehen. Im Einsatzfall rücken die Männer mit dem Löschboot 1 oder dem mit drei Mann besetzten Hilfeleistungslöschfahrzeug aus. In diesem Fall bleibt ein vierter Mann am Standort und besetzt gegebenenfalls das Löschboot, während die Mannschaft des Fahrzeugs abgelöst wird und zurück zum Anlieger fährt.

Weitere Standorte sind die sechs Rettungswachen in Hochfeld (2), Fahrn, Rheinhausen und Wanheimerort, an denen unter anderem die vier Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) stationiert sind. An der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Buchholz ist der Rettungshubschrauber Christoph 9 stationiert.

Eishockeymannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fire Devils Duisburg bilden das Eishockeyteam der Duisburger Berufsfeuerwehr.[14] Seit 1996 veranstaltet die Mannschaft Benefizspiele, bei denen bis 2007 über 50.000 € für karitative Zwecke eingespielt wurden, wie beispielsweise für Kinderkliniken, Hinterbliebene der bei den Terroranschlägen in New York gestorbenen Feuerwehrleuten oder die Erich Kühnhackl Stiftung. Bisher traten die Fire Devils gegen Mannschaften von Radio Duisburg, der Feuerwehr New York und der Duisburger Füchse an, sowie gegen Polizeimannschaften und Prominententeams.[15] Beim bisher letzten Benefizspiel, als die Fire Devils im März 2008 gegen eine Mannschaft der Füchse Duisburg antraten, belief sich der Erlös auf über 4000 €, 600 Zuschauer sahen den 14:3-Erfolg der Füchse.[16] Zudem sind die Duisburger Firedevils 1. Meister der 2013 neu gegründeten FEL (Feuerwehr Eishockey Liga).[17] Ungeschlagen wurden sie gegen Teams aus Solingen, Köln, Krefeld und Iserlohn Meister. Die Mannschaft wurden auch 2014 und 2015 Meister.

Am 2. April 2016 trafen der West – Meister der FEL West, die Firedevils Duisburg, auf den Nord – Meister der FEL Nord, das Team der Berufsfeuerwehr Bremerhaven, die Fischtown Firefighter. Die Firedevils Duisburg konnten das Spiel für sich entscheiden.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Baerler Feuerwehrhaus vor dem Umbau
Das Mündelheimer Feuerwehrhaus
Ein modernes HLF 20/16 der FF Duisburg
Das LF 16-TS des Löschzuges 510
Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr während einer Übung
American Muster in Baerl
Die FF begleitet die Martinszüge

Mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg 1859 nahm die Feuerwehr Duisburg ihren Anfang. Mit diesem Gründungsjahr gilt die FF Duisburg als älteste Freiwillige Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen.[3] Durch zahlreiche Gründungen einzelner Feuerwehren in den Stadtteilen und kommunalen Neuordnungen wuchs die Freiwillige Feuerwehr stetig und erreichte 1975 ihr heutiges Ausmaß. Heute (Stand 2009) gehören der Freiwilligen Feuerwehr etwa 514 Frauen und Männer an,[18] denen in 20 Feuerwehrhäusern, wovon fünf auf dem Gelände einer Berufsfeuerwehr liegen, über 50 Einsatzfahrzeuge und Anhänger zur Verfügung stehen.

Die generellen Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr sind die Unterstützung der Berufsfeuerwehr bei Großschadenslagen. Darunter fallen Großbrände oder Unwetter, sowie die Besetzung der Feuer- und Rettungswachen, wenn sich die Berufsfeuerwehr längere Zeit im Einsatz befindet, um gegebenenfalls die Hilfsfristen einzuhalten. Hinzu kommt das Durchführen von Sicherheitswachen, wie beispielsweise im Theater, bei Feuerwerken oder während der St. Martinszüge.

In den am Stadtrand gelegenen Orten wird die Freiwillige Feuerwehr im Ersteinsatz alarmiert. Zu diesen Einheiten zählen der Löschzug 510 Baerl, welcher von 2002-2007 Ausrichter der Deutschen Meisterschaften im American Muster war, und der Löschzug 670 Rumeln-Kaldenhausen, sowie die Löschgruppe 705 Mündelheim, welche die einzige eigenständig agierende Löschgruppe in Duisburg ist. Die Feuerwehren werden immer alarmiert und verfügen dementsprechend über eine umfangreiche Ausstattung, wie zum Beispiel Löschfahrzeuge mit Hilfeleistungssätzen. Neben diesen Einheiten, müssten zwei weitere Freiwillige Feuerwehren im Ersteinsatz fahren, Bissingheim und Rahm, was nicht möglich ist. Dies erklärt sich daraus, dass ein Großteil der Mitglieder der Löschgruppen außerhalb arbeitet und daher eine Versorgung nicht garantiert werden kann.[19]

Seit 1994 werden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr nur noch über Funkmeldeempfänger, umgangssprachlich Pieper genannt, alarmiert, bis dahin wurden sie noch per Sirene alarmiert.

Zur Freiwilligen Feuerwehr gehören noch einige Jugendfeuerwehren und Ehrenabteilungen, in die Aktive mit Vollenden des 60. Lebensjahres wechseln können. Die Ehrenabteilungen haben zurzeit etwa 130 Mitglieder.

Einheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersichtstabelle

Löschzug Löschgruppe Ortsteil Gründung Einsatzfahrzeuge
LZ 110 101 Hochfeld/Neuenkamp 1869 ein LF 20-KatS und GW-Dekon-P
LZ 110 102 Neudorf 1859 ein HLF 20/16 und ein MTF
SE 120 Sondereinheit Fernmeldedienst 2001 zwei ELW 1, AB-ELKO (1)
LZ 210 201 Laar 1866 ein LF 16,ein LF 16-TS und ein WLF mit AB-HFS (Zugfahrzeug) (2)
LZ 210 202 Meiderich 1896 ein HLF 20/20, ein MTF und ein WLF mit AB-HFS
LZ 210 203 Bruckhausen 03.1899
LZ 310 301 Hamborn/Neumühl 1898 ein LF 16 und ein MTF
LZ 310 302 Marxloh 1900 ein LF 16/12 und ein RW 1
LZ 410 401 Aldenrade 1905 ein HLF 20/16, ein WLF mit AB-MANV (3), ein AB-Aufenthalt und ein AB-Boot
LZ 410 402 Vierlinden 1942 ein LF 16-TS und ein MTF
LZ 510 Baerl 1907 ein HLF 20/16, ein LF 16-TS, ein MTF und ein Notstromaggregat
LZ 510 Baerl siehe LG 501 siehe LG 501
LZ 530 Hochheide 1902 ein HLF 20/16,ein LF 20 sowie ein MTF
LZ 530 Homberg 1869 siehe LG 503
LZ 610 Rheinhausen/ Hochemmerich 1905 ein HLF 20, ein LF 20-KatS, ein LF 16-TS, ein SW 2000 Tr. und zwei MTF
LZ 610 603 Oestrum 1921 ein HLF 20/16 und ein GW-Bereitstellungsraum
LZ 650 605 Friemersheim 1903 ein HLF 20, ein LF 8/6, ein MTF, ABC-ErkKW, einen GW-Küche
LZ 650 606 Friemersheim siehe LG 605 siehe LG 605
LZ 670 Rumeln 1923 ein HLF 20/16, ein LF 16-TS und ein MTF
LZ 670 Kaldenhausen 1920 siehe LG 607
LZ 710 701 Buchholz 1907 ein HLF 20/16, ein SW 1000 und ein MTF
LZ 710 702 Bissingheim/Wedau 1921 ein LF 16-TS
LZ 730 703 Großenbaum/Rahm(6) 1907 ein HLF 20/16, ein LF 16-TS und ein MTF
LZ 730 704 Huckingen(6) 1896 siehe LG 703
LZ 750 705 Mündelheim 1906 ein HLF 20/16, ein LF 20-KatS und ein MTF

(1) Abrollbehälter-Einsatzleitung und Kommunikation (AB-ELKO) (2) Abrollbehälter-Holland Fire-System (AB-HFS) (3) Abrollbehälter-Massenanfall von Verletzten (AB-MANV) (4) Das MTF verfügt über die komplette Beladung zur Einrichtung eines zweiten Bereitstellungsraumes (5) Gerätewagen Verpflegung (GW-V) (6) Seit 2009 sind die Löschgruppen 703 und 704 an einem Standort untergebracht

Spezialeinheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Löschzüge bilden darüber hinaus noch Spezialeinheiten, die bei größeren Einsätzen alarmiert werden. Der Löschzug 630 (Bergheim/Oestrum) ist für die Einrichtung eines Bereitstellungsraumes bei Großeinsätzen und überörtliche Hilfeleistungen verantwortlich. Die Mitglieder des Löschzuges 410 (Walsum) bilden gemeinsam mit Kräften des Deutschen Roten Kreuzes die Sondereinheit MANV (Massenanfall von Verletzten). Der Löschzug 650 (Friemersheim) stellt sowohl die Sondereinsatzgruppe Verpflegung als auch die ABC-Erkundung, die Mitglieder des Löschzuges 530(Homberg/Hochheide) sind auf die Dekontamination spezialisiert. Der 2001 gegründete Fernmeldedienst (Sondereinheit -120- Fernmeldedienst) setzt sich aus Mitgliedern aller Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr zusammen und besetzt den Einsatzleitwagen 2 und ein Wechselladerfahrzeug mit dem AB-Einsatzleitung (in Duisburg AB-ELKO – Einsatzleitung und Kommunikation – genannt).[20]

Der Sondereinheit Wasserförderung gehört der Löschzug 210 (Laar/Meiderich) an, welcher die Hochleistungspumpe Holland-Fire-System (HFS) betreut. Der spezielle Container, auf dem die Pumpe aufgebaut ist, sowie sein Trägerfahrzeug sind an der Feuer- und Rettungswache 1 untergebracht. Die Pumpe, welche eine Förderleistung von 5000 Liter pro Minute bei 5 bar aufweist, wird eingesetzt um große Mengen Wasser, zu fördern. Damit die großen Mengen Löschwasser transportiert werden können, verfügt der Abrollbehälter über 2000 Meter F-Druckschläuche (150 Millimeter Durchmesser). Die Spezialeinheit wird nicht nur in Duisburg eingesetzt, sondern kommt bei der überörtlichen Hilfe zum Einsatz, wie beispielsweise 2005 bei einem Brand im Krefelder Hafen oder 2006 bei einem Baumarktbrand in Oberhausen.[21]

Im Jahr 2002 wurde die Rettungshundestaffel, Sondereinheit -520- Ortung, der Freiwilligen Feuerwehren Duisburg ins Leben gerufen. Die Einsatzbereiche der Sondereinheit Ortung sind die Trümmer-, Flächen- und Wassersuche. Verlastet ist die Ausrüstung, u.a. SearchCam und Geofon, auf dem Gerätewagen Ortung, welcher auf der Feuer- und Rettungswache Homberg stationiert ist. Um für den Einsatz bestens vorbereitet zu sein, üben die Hundeführer mit ihren Tieren zwei Mal im Monat auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks in Krefeld, da dort ein Trümmergelände zur Verfügung steht. Einsatzbeispiele sind der Einsturz eines Lebensmitteldiscounters in Duisburg-Baerl, verschiedene Vermisstensuchen, diverse Einsätze im Rahmen der Wassersuche und verschiedene überörtliche Einsätze nach Gasexplosionen. Die Sondereinheit Ortung der Feuerwehr Duisburg ist eine Facheinheit Rettungshunde-Ortungstechnik (RHOT) im Sinne des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Jugendfeuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Jahren versucht die Feuerwehr Duisburg über die Jugendfeuerwehr (JF) Nachwuchs zu gewinnen und gezielt zu fördern. Die erste Einheit wurde 1965 in Rheinhausen ins Leben gerufen. Heute besteht die Jugendfeuerwehr aus neun Gruppen im gesamten Stadtgebiet; Stadtmitte, Hamborn, Walsum, Homberg-Baerl-Ruhrort, Rheinhausen, Bergheim, Friemersheim, Rumeln und Huckingen, eine zehnte Gruppe ist in Bissingheim in Planung. Insgesamt hat der Stadtjugendfeuerwehrverband rund 150 Mitglieder, die Warteliste der Bewerber ist umso länger.[22] Bewerben kann sich jeder Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren.

Sonstige Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rettungsdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Notarzteinsatzfahrzeug
Rettungswagen
Der Rettungshubschrauber „Christoph 9“

Der Rettungsdienst der Stadt Duisburg wird von der Feuerwehr als Kernträger und den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst und der Johanniter-Unfall-Hilfe durchgeführt. Hinzu kommen noch einige private Unternehmen, die in den Krankentransport eingebunden sind.

Bis zum April 2004 war die Feuerwehr fast ausschließlich für den Rettungsdienst verantwortlich, lediglich der Malteser Hilfsdienst war in den Krankentransport eingebunden. Nachdem der vorgeschriebene Rettungsdienstbedarfsplan 14 statt bisher 10 Rettungswagen vorsah, wurden Hilfsorganisationen in den Rettungsdienst integriert, da die Stadt aufgrund der finanziellen Lage keine weiteren Mitarbeiter einstellen darf. Gleichzeitig zog sich die Feuerwehr aus Spargründen fast ausschließlich aus dem Krankentransport zurück, heute werden nur noch drei Krankentransportwagen von der Berufsfeuerwehr betrieben. Gleichwohl ist die Stadt Duisburg auch für den kommunalen Krankentransport weiter zuständig und disponiert die jährlich etwa 21.000 Krankentransporte. Insgesamt etwa 10 Krankentransportwagen (KTW) werden von der Feuerwehr, aber auch vom Malteser-Hilfsdienst, der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Arbeiter-Samariter-Bund täglich bereitgestellt. Insgesamt zwölf Rettungswachen sind über das Stadtgebiet verteilt, wo von sich sechs auf dem Gelände einer Feuer- und Rettungswache befinden. Darüber hinaus gibt es in Duisburg noch sechs weitere Rettungswachen, wovon vier als Notarztstation ausgeschrieben sind.

  • Rettungswache 11 Bethesda-Krankenhaus; ein Notarzteinsatzfahrzeug
  • Rettungswache 12 Hochfeld; ein Rettungswagen
  • Rettungswache 31 Evangelische Krankenanstalt Duisburg-Nord, ein Notarzteinsatzfahrzeug
  • Rettungswache 61 Johanniter-Krankenhaus; ein Notarzteinsatzfahrzeug
  • Rettungswache 72 Klinikum Duisburg; ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Rettungswagen und ein Baby-Notarztwagen
  • Rettungswache 73 Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik; ein Rettungshubschrauber

Neben diesen Rettungswachen gibt es noch zwei von Hilfsorganisationen besetzte Rettungswachen, die DRK-Rettungswache 62 im Stadtteil Rumeln und die Rettungswache 71 des malteserbetriebene Malteser Hilfsdienstes in Duisburg-Huckingen.

An der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Duisburg-Buchholz ist der Rettungshubschrauber Christoph 9 stationiert. Die Besatzung, bestehend aus einem Piloten der Bundespolizei, einem vom Standortkrankenhaus stammenden Notarzt und einem Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr Duisburg, fliegt ihre Einsätze in einem 50-km-Radius um das Luftrettungszentrum, im Durchschnitt fallen 1200 Einsätze pro Jahr an. Nach 33 Jahren und fast 29.500 Einsätzen ersetzte im Februar 2008 ein EC 135 T2i die alte Maschine vom Typ BO 105.[23]

Neben dem Rettungshubschrauber verfügt die Feuerwehr noch über drei weitere Spezialfahrzeuge, einen Baby-Notarztwagen, einen Infekt-Rettungswagen und einen speziellen Rettungswagen, der sowohl für Intensivtransporte, wie auch für den Transport adipöser Patienten benutzt werden kann.

Wasser- und Höhenrettung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Aufgaben der Feuerwehr Duisburg gehört die Wasserrettung. Für den Einsatzfall stehen den Feuerwehrtauchern ein Gerätewagen Wasserrettung und ein Schlauchboot an der Feuer- und Rettungswache 1 zur Verfügung. Des Weiteren liegen im Hafen, an der Feuerwache 8, ein Mehrzweckboot und ein Löschboote. Im Einsatz können die Taucher auf den Rettungshubschrauber Christoph 9 zurückgreifen. Hierbei wird der Rettungshubschrauber mit drei Tauchern besetzt, je ein Taucheinsatzführer, ein Sicherheitstaucher und ein Rettungstaucher. Sie werden nah der Einsatzstelle abgesetzt werden, weil der Absprung aus dem Hubschrauber über der Einsatzstelle zu gefährlich ist. Das liegt daran, dass die Tiefe von zahlreichen Wasserflächen aus dem Rettungshubschrauber nicht abschätzbar ist.[24][25]

Die Einheit der Duisburger Höhenrettung bestand aus 14 Höhensichern, ehe die Einheit 2006 unter anderem aus Kostengründen aufgelöst werden musste. Werden heute Höhenretter benötigt, greift die Feuerwehr Duisburg auf die Höhenrettungsgruppe der Werkfeuerwehr von Thyssen Krupp Steel zurück, die bis 2006 für die Weiterbildung der städtischen Höhenretter verantwortlich war.[26]

Katastrophen- und Zivilschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Feuerwehr Duisburg, als unterste Katastrophenschutzbehörde Träger des Katastrophenschutzes in Duisburg, sind der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), der Malteser Hilfsdienst (MHD), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und das Technische Hilfswerk (THW) in den Katastrophenschutz involviert. Zu den Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes zählen die Einheit Massenanfall von Verletzten (MANV) oder der Fernmeldedienst. Sie kommen im Ernstfall nicht nur im Stadtgebiet, sie werden ebenfalls im Regierungsbezirk Düsseldorf eingesetzt.

Die Feuerwehr ist in Duisburg für des Weiteren für den Zivilschutz verantwortlich. Dazu zählen das Erstellen von Katastrophen-, Sonderschutz- und Evakuierungsplänen. Des Weiteren werden Präventionsmaßnahmen für einen atomaren Unfall oder für den Verteidigungsfall ausarbeitet, bei denen es sich um spezielle Einsatzpläne, sowie Anweisungen zum Schutz, zur Evakuierung und zur Versorgung der Einwohner handelt. So befindet sich in der Innenstadt, an der U-Bahn-Station König-Heinrich-Platz, ein Zivilbunker für 4.500 Personen, der vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren Schutz bietet. Außerdem versucht die Stadt Duisburg ein neues Sirenenwarnsystem (Mitte der 90er Jahre ließ der Bund die alten Sirenen abbauen) aufzubauen, bei dessen Finanzierung Firmen beteiligt werden sollen, die gefährliche Stoffe und Produkte produzieren.

Dem Krisenstab der Stadt Duisburg, dem bis zu 40 Personen angehören, gehören aus Mitglieder der Stadtverwaltung, der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen an. Im Notfall berät der Stab das Vorgehen bei Katastrophen, wie Großschadensfällen in der Industrie, Unwettern oder bei Rheinhochwassern. Seit dem Jahr 2006 wird der Krisenstab über ein neues Alarmierungs-, Benachrichtigungs- und Informationssystem alarmiert, das bis zu 30 Mitarbeiter gleichzeitig anrufen kann. Seit 2016 hat die Stadt Duisburg einen Zugang zu der App „Nina“, mit der die Stadt die Bevölkerung über Gefahren warnen kann. Des Weiteren besetzt die Feuerwehr im Schadensfall das Informationstelefon des Stabes.[27]

Um im Großschadensfall, zusätzliche Kräfte anfordern zu können, arbeitet seit Januar 2007 der Krisenstab mit dem Bundeswehr-Kreisverbindungskommando Duisburg zusammen. Im Gefahrenfall arbeiten zwölf ehrenamtlichen Reservisten im Drei-Schichten-Dienst und können Unterstützung der Streitkräfte anfordern, welche die Feuerwehr und die anderen Organisationen unterstützen. Im Katastrophenfall würde die Panzerbrigade 21 aus Augustdorf bei Detmold angefordert. Das Duisburger war das erste Kreisverbindungskommando, welches seine Arbeit aufnehmen konnte.[28]

Technik und Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt verfügt die Feuerwehr Duisburg über 220 Fahrzeuge, Anhänger und Abrollcontainer. Bei der Berufsfeuerwehr haben genormte Fahrzeuge derzeit Seltenheitswert. Durch die finanzielle Lage der Stadt Duisburg war die Feuerwehr schon ab den 1960er Jahren gezwungen nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Mit der Entwicklung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs wurde versucht ein kombiniertes Fahrzeug aus Löschgruppenfahrzeug, Tanklöschfahrzeug und Rüstwagen zu schaffen, um zwei Fahrgestelle und möglichst viele Funktionen am Fahrzeug einzusparen. 1969 konnten die ersten Fahrzeuge dieser Art in Dienst gestellt werden, heute nutzt die Berufsfeuerwehr Duisburg mittlerweile die 5. Generation. Ebenso sollten mit Hilfe des Wechsellader-Systems möglichst viele Fahrgestelle und Reparaturkosten eingespart werden. Damals betrat die Feuerwehr Duisburg mit wenigen anderen Feuerwehren Neuland und sorgte unter anderem mit ihren Erfahrungen dafür, dass die beiden Fahrzeugtypen später in die Normung aufgenommen wurden.[29]

Die meisten Fahrzeuge sind der Berufsfeuerwehr zugeordnet, hierbei handelt es sich hauptsächlich um Rettungsdienst- und Spezialfahrzeuge. Hinzu kommen die im Löschzug eingesetzten Fahrzeuge. Der Löschzug ist die feuerwehrtechnische Einheit, die an jeder Feuer- und Rettungswachen stationiert ist. Der Löschzug, welchem insgesamt 12 Feuerwehrleute angehören, besteht aus

Neben der Unterstützung der Löscheinheit, werden Tanklöschfahrzeuge bei Kleineinsätzen und zur Absicherung von Einsatzstellen eingesetzt, vor allem auf Autobahnen und Schnellstraßen.

Die Galerie zeigt den Löschzug der Feuer- und Rettungswache 7 im August 2008.

Die Feuerwehr Duisburg besitzt verschiedene Einsatzleitwagen. Die Beamten vom Einsatzdienst rücken mit einem Einsatzleitwagen 1 aus, die Mitarbeiter des diensthabenden Direktionsdienstes benutzen Kommandowagen. Des Weiteren stehen der Feuerwehr Duisburg noch ein Einsatzleitwagen 2 und ein Abrollcontainer-Einsatzleitung und Kommunikation zur Verfügung, die im Einsatzfall von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr besetzt werden.

In Duisburg wird der Nachschub technischer Geräte und der Spezialausrüstung hauptsächlich mit Hilfe des Wechselladersystems durchgeführt. Die Feuerwehr Duisburg gehörte zu den ersten deutschen Feuerwehren, die sich Anfang der 70er Jahre mit der Entwicklung des Absetzsystems und später mit der des Wechselladersystems befasste. Das System wird heute in Duisburg in zwei Kategorien geführt, dem 9 t- und dem 22 t-System. Im Jahr 2007 verfügte die Feuerwehr über 13 Trägerfahrzeuge und 46 Abrollcontainer.[30]

Ein weiterer Teil der Spezialausrüstung ist auf Gerätewagen untergebracht, wie dem Gerätewagen Atemschutz, dem Gerätewagen Messtechnik, dem Gerätewagen Kommunikation oder dem Gerätewagen Wasserrettung.

Ein weiteres Sonderfahrzeug ist der Feuerwehrkran, der über eine Nutzlast von 40 Tonnen verfügt und hauptsächlich zur technischen Hilfeleistung eingesetzt wird. Im Alarmfall rückt zusätzlich zum Kran ein Wechselladerfahrzeug mit einem Abrollcontainer-Kran aus, in dem sich zusätzliche Ausrüstung für einen Kraneinsatz befindet.

Feuerlöschboot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerlöschboot Duisburg 1 auf dem Rhein

Um den Brandschutz im Duisburger Binnenhafen und den schiffbaren Wasserstraßen Duisburgs sicher zustellten, unterhält die Berufsfeuerwehr Duisburg an der Hafenwache in Ruhrort zwei Löschboote. Das stadteigene Löschboot, die Feuerlöschboot Duisburg 1, wurde 1973 von der Schiffswerft Mainz-Mombach gebaut. Mit einer Länge von 31,25 Metern, einer Breite von 7,50 Metern und einer Verdrängung von 150 Tonnen zählt es zu den größten Löschbooten in Deutschland.[31] Zur Ausstattung gehören drei Wasserwerfer, zwei Schnellangriffe, drei Kreiselpumpen mit einer Leistung von je 6.000 Liter pro Minute, 10 Tauchpumpen mit einer Leistung von 800 l - 6000 l/min und 20.000 Liter Schaummittel. Im Heck befindet sich ein 55 Kilometer pro Stunde schnelles Beiboot, das dem Notarzttransport zu Wasser oder der Personenrettung dient. Als Besonderheit lässt sich das Fahrerhaus auf eine Höhe von 8,50 Meter ausfahren, um bei Bränden eine bessere Sicht zu haben oder um mit den Monitoren, die am Steuerhaus mitfahren, eine bessere Wurfweite zu haben. Das ältere Boot, die 1963 gebaute Feuerlöschboot Duisburg 2, gehört dem Land Nordrhein-Westfalen, es wurde allerdings bereits verschrottet.[32] Eingesetzt werden die Boote bei Schiffsbränden, Havarien, Leckagen, Umweltschutzeinsätzen und wenn Personen in selbstmörderischer Absicht von einer Rheinbrücke springen. Zum Einsatz kommt das Boot nicht nur in Duisburg, im Rahmen der überörtlichen Hilfe unterstützt die Feuerwehr Duisburg die Feuerwehren Krefeld, Wesel und Düsseldorf.

Leitstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leitstelle der Feuerwehr Duisburg, genannt Florian Duisburg, ist das zentrale Koordinierungsmittel, in dem alle Aufgabenbereiche in Bezug auf Krankentransporte, Rettungsdienst- und Notarzteinsätze, sowie Brandschutz, technische Hilfeleistungen, Katastrophen- und Großschadenabwehr zusammenlaufen. Im Verwaltungsgebäude auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache 1 befindet sich die Leitstelle, wo insgesamt sechzehn Notrufleitungen 112, acht Mal die Nummer 19 222 für den Krankentransport und einmal die Nummer für den Rettungshubschrauber auflaufen, wobei letztere hauptsächlich von anderen Leitstellen in Anspruch genommen wird. Ein weiterer Aufgabenbereich von der Leitstelle ist die Telefonvermittlung für das gesamte Feuerwehr- und Zivilschutzamt.

Der Einsatzleitrechner, in dem sämtliche Alarmstichworte gespeichert sind, schlägt nach der Eingabe des Disponenten die jeweiligen Einsatzmittel vor, die ausrücken sollen. Außerdem werden die Hilfsorganisationen von der Leitstelle alarmiert. Zusätzlich kommen noch mehrere 1000 Falschalarme zu den Einsätzen, wo kein Ausrücken notwendig wäre, meist handelt es sich hierbei um böswillige Scherze. Um den vielen Anrufen Herr zu werden, arbeiten rund um die Uhr insgesamt sechs Disponenten in der Leitstelle, am Tag kommt als Verstärkung noch ein weiterer hinzu.

A-2-System[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim A2-System handelte es sich um ein integriertes Alarmierungs- und Ortungssystem. Es befindet sich mittlerweile nicht mehr im Dienst, nachdem der Funkdatendienst Modacom eingestellt und aus preislichen Gründen auf die Anschaffung vergleichbarer Geräte verzichtet wurde. Es war in allen Rettungsdienst- und Einsatzleitwagen installiert. Bei einem Einsatz konnte die Leitstelle ohne Nutzung des Funkverkehrs die jeweiligen Fahrzeuge mit den wichtigsten Daten versorgen. Im Fahrzeug erschienen auf einem Monitor Informationen wie Einsatzart, Adresse und Patientenname. Von Vorteil war das System gerade beim Krankentransport, da hier der Funkkanal lange in Anspruch genommen werden muss. Mit dem A-2-System konnten zusätzlich die Positionen der Fahrzeuge herausgefunden werden. Mit Hilfe des Global Positioning System (GPS) konnten die Standorte der Fahrzeuge mit einer Genauigkeit von ca. 50 Meter im Stadtplan angezeigt werden und so das nächstgelegene Fahrzeug zur Einsatzstelle gerufen werden, wodurch ein schnelles Eintreffen am Einsatzort gewährleistet werden konnte. Die Feuerwehr versucht ein neues kostengünstiges System aufzubauen.[33]

Einsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Einsätze fallen in die Kategorie Rettungsdienst
Rettungsübung nach einem Verkehrsunfall

Einsatzverteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich wird die Feuerwehr Duisburg zu bis zu 66.000 Einsätzen alarmiert.[34] Dabei machen mit über 60.000 Alarmierungen Rettungsdiensteinsätze den Großteil der Einsätze aus. Hiervon fallen mehr als 30.000 Einsätze auf die Notfallrettung zurück und mehr als 20.000 in den Bereich Krankentransport, der Notarzt wird bei 8.500 Einsätzen angefordert. Weitere 5.000 Einsätze machen Brände und technische Hilfeleistungen aus. Hinzu kommen noch etwa 500 Falschalarmierungen, teilweise durch technische Defekte in Brandmeldern oder durch Anrufer, die die Situation falsch einschätzen oder absichtlich einen Falschalarm auslösen. Größtenteils müssen von der Duisburger Feuerwehr Klein- und Mittelbrände gelöscht werden, 30 der bis zu 2.300 Brandeinsätze fallen in die Kategorie Großbrand. Von der Feuerwehr Duisburg werden zwar mehr technische Hilfeleistungen durchgeführt als Brände gelöscht, jedoch ist die Zahl der technischen Hilfeleistungen nicht so dominant wie bei anderen Feuerwehren. Dies liegt daran, dass die Feuerwehr Duisburg weder für die Tierrettung, noch für die Beseitigung von Ölspuren zuständig ist.[35][36]

Großeinsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1903: Großfeuer in einem Kolonialwarenladen mit zwei Toten; Brand führte zur Gründung der Berufsfeuerwehr
  • 1944, 14./15. Oktober: Schwerer Bombenangriff auf Duisburg, zu diesem Zeitpunkt schwerster Luftangriff auf Deutschland
  • 1979, 4. Januar und 1. Oktober: Tanklagerbrand ÖTAG in Neuenkamp;
  • 1996, 11. April: Brand auf dem Flughafen Düsseldorf mit 17 Toten
  • 1999, 13. Januar: Flugzeugabsturz in Geilenkirchen, vier Menschen sterben
  • 2001, 21. November: Schiffsbrand in Krefeld-Uerdingen
  • 2004, 18. Juli: Ein Tornado der Stärke F2 bis F3 richtet vor allem in Duisburg Schäden in dreistelliger Millionenhöhe an und verletzt sieben Menschen. Weitere betroffene Städte sind Tönisvorst, Krefeld, Oberhausen und Essen.
  • 2006, 14. März: Baumarktbrand in Oberhausen; Feuerwehren aus vier Städten bekämpfen den Brand
  • 2010, 24. Juli: Unglück bei der Loveparade 2010 auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Duisburg Gbf mit 21 Toten
  • 2012, 25. September: viertägiger Einsatz nach Brand eines Düngemittellagers im Krefelder Hafen

Andere Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Duisburg verfügen mit den Stahlwerken von ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg-Beeckerwerth und den Hüttenwerke Krupp Mannesmann in Duisburg-Huckingen, sowie den Chemiewerken Rütgers in Duisburg-Meiderich und Huntsman Pigments and Additives (vormals Sachtleben Chemie GmbH) im Stadtteil Homberg vier Industriebetriebe über eigene Werkfeuerwehren. Aufsehen erregte die Werkfeuerwehr Huntsman Pigments and Additives mit zwei kleinen Löschfahrzeugen, die auf einem Smart beziehungsweise auf einem BMW C1 aufgebaut waren. Mit diesen Fahrzeugen schaffte es die Feuerwehr zweimal mit der Auszeichnung als kleinstes Löschfahrzeug in das Guinness-Buch.[37]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Maaß: Viel Technik, viel Wasser, wenig Personal. In: Feuerwehrmagazin, Ausgabe 11/2003, S. 20–31.
  • Stephan Bockting: Feuerwehren im Ruhrgebiet. EFB-Verlag, 2000, ISBN 3-88776-114-6.
  • Broschüre Feuerwehr Duisburg – Notfälle ziehen uns an. 1994.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die ersten 100 Jahre aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Ruhrort (Memento vom 22. Januar 2010 im Internet Archive)
  2. Ein Blick zurück in die Geschichte der Löschgruppe, Löschgruppe 201
  3. a b W. Furthmann: Historik der Löschgruppe 102 (Memento vom 27. September 2013 im Internet Archive)
  4. Moritz Ballensiefen; Die Duisburger Feuerwehr feiert 100-jähriges Bestehen mit einer Festwoche – Wählscheibe führte zum Einsatz, Rheinische Post, Lokalausgabe Duisburg, März 2004.
  5. a b Urs Weber: Feuerwehr Duisburg, Feuerwehr Fachzeitschrift (FFZ), Ausgabe Dezember 2005.
  6. Ursula Sabel: Luftangriffe auf Duisburg, im Portal Lebendiges Museum Online (LeMO).
  7. Ausstellung des Stadtmuseums 2004/2005: Der Luftkrieg und die Stadt 1940 bis 1960.
  8. Bericht der Stadtwerke: Kleine Duisburger (Energie-)Chronik (Memento vom 20. Oktober 2007 im Internet Archive).
  9. Friedel Fiedler, blaulicht-Sonderheft Feuerwehr Duisburg, Verlag Friedel Fiedler, 1988
  10. In acht Minuten zum Notfall, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg, 14. August 2004.
  11. Julian J. Rossig: Schulterschluss im Kohlebunker, Feuerwehr Magazin, Ausgabe 7/2007.
  12. Martin Kleinwächter: Neuer Fahrzeugtyp für die gesamte Feuerwehr, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg-Süd, 9. April 2009.
  13. Stefan Endell: Atemlos in den Ruhestand, Neue Ruhrzeitung, Lokalausgabe Duisburg, 22. April 2008.
  14. Fire Devils Duisburg
  15. Benefizspiel, Rheinische Post, Lokalausgabe Duisburg, 27. März 2008.
  16. Ein Schokoriegel im letzten Drittel, Neue Ruhrzeitung, Lokalausgabe Duisburg, 1. April 2008.
  17. www.Feuerwehreishockey-Liga.de
  18. Jenny Busche: Es „brennt“ an allen Ecken, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg, 17. Juni 2009.
  19. Martin Kleinwächter: Feuerwehr kann nicht schneller, Neue Ruhrzeitung, Lokalausgabe Duisburg, 13. November 2002.
  20. Sondereinheiten der Feuerwehr Duisburg
  21. Sondereinheit Wasserförderung HFS (Hytrans Fire System)
  22. Nachwuchs-Brandschützer aus Duisburg mit Feuereifer im Großeinsatz, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg, 19. September 2011
  23. Katja Burgsmüller: Die „BO“ hat ausgedient, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg, 22. Februar 2008
  24. Dietrich Hub: Vom Hubschrauber direkt ins Wasser. In: Feuerwehrmagazin, Ausgabe 04/2005, S. 25.
  25. Annika Fischer: 112 – Reportagen aus dem modernen Feuerwehralltag. Verlag hellblau, Essen 2004, ISBN 3-937787-01-1, S. 126–135: Reportage „Einsatz unter Wasser“.
  26. Rettung in schwindelnden Höhen, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg, 7. September 2005.
  27. Alfons Winterseel: „Abis“ ruft sie alle, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg, 30. Dezember 2005.
  28. Gut, dass Duisburg die Bundeswehr in Reserve hat. Wochen-Anzeiger, Lokalausgabe Duisburg-Süd, 14. Juli 2007.
  29. Manfred Gihl: Feuerwehr Fahrzeuge. Die wichtigsten Typen von 1945 bis 2000. Hamburg 2004, S. 37 und 129.
  30. Friedel Fiedler, blaulicht-Sonderheft Feuerwehr Duisburg, Verlag Friedel Fiedler, 1988, S. 31–43.
  31. Friedel Fiedler, blaulicht-Sonderheft Feuerwehr Duisburg, Verlag Friedel Fiedler, 1988, S. 56.
  32. Feuerlöschboot vorgestellt auf der Website der Feuerwehr Duisburg
  33. Jochen Maaß: Viel Technik, viel Wasser, wenig Personal, Feuerwehr Magazin, Ausgabe 11/2003, S. 29–30.
  34. Hoch hinaus bei der Feuerwehr, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg, 1. September
  35. Feuerwehr Duisburg, Jahresbericht 2004 (PDF; 161 kB), 18. April 2005.
  36. Jochen Maaß: Viel Technik, viel Wasser, wenig Personal, Feuerwehr Magazin, Ausgabe 11/2003, S. 24.
  37. Jörg Prochnow: Bonsai-Löscher, Feuerwehr Magazin, Ausgabe 5/2002, S. 44–46.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feuerwehr Duisburg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien