Feuerwehr Frankfurt am Main

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Feuerwehr Frankfurt am Main
Wappen von Frankfurt am Main Amt der Stadt Frankfurt am Main
Brand-/Katastrophenschutz- und Rettungszentrum (BKRZ)
Brand-/Katastrophenschutz- und Rettungszentrum (BKRZ)
Berufsfeuerwehr
Gründungsjahr: 1874
Standorte: 12 + Löschbootstation
Mitarbeiter: ca. 940
Freiwillige Feuerwehr
Gründungsjahr: 1852
Abteilungen: 28
Aktive Mitglieder: 806
Jugendfeuerwehr
Mitglieder: 484 Jugendliche, 160 Kinder
www.feuerwehr-frankfurt.de

Die Branddirektion Frankfurt am Main ist die öffentliche Feuerwehr der Stadt Frankfurt am Main. Sie setzt sich aus einer Berufsfeuerwehr und 28 Freiwilligen Feuerwehren zusammen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Mittelalter bis zur Gründung der Berufsfeuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter gehörte die persönliche Mithilfe bei der Brandbekämpfung zu den wichtigsten Bürgerpflichten. Jeder Bürger erhielt bei der Ableistung seines Bürgereides einen ledernen Feuereimer, den er in seinem Haus jederzeit bereitzuhalten hatte. In den 14 Quartieren der Stadt – zwei in Sachsenhausen, zwölf in der Altstadt und der Neustadt – stand die Bürgerfeuerwehr jeweils unter dem Kommando eines Bürger-Capitains. Bereits 1439 hatte der Rat zwei Handfeuerspritzen in Nürnberg bestellt. Im Laufe der Zeit war der Gerätepark immer wieder an den Stand der Technik angepasst worden. In den engen Gassen konnten jedoch nur kleine zweirädrige Handzugspritzen eingesetzt werden. Eine wirksame Brandbekämpfung war damit kaum möglich. Bei den beiden schlimmsten Brandkatastrophen, die Frankfurt betrafen – dem Großen Judenbrand vom 14. Januar 1711 und dem Großen Christenbrand vom 27. Juni 1719 – waren jeweils ganze Stadtviertel mit hunderten von Häusern niedergebrannt. In beiden Fällen hatte nur der rasche Abriss von ganzen Häusern ein Überspringen auf die benachbarten Viertel verhindern können.

Erprobung der ersten Dampffeuerspritze 1863
Dombrand am 14. August 1867

Deshalb verlegte man sich nach 1720 auf den vorbeugenden Brandschutz, um die Stadt künftig vor derartigen Feuersbrünsten zu bewahren. Die städtischen Bauvorschriften wurden drastisch verschärft. Zwischen 1740 und 1800 wurden etwa 3000 Häuser um- oder neugebaut, um den Brandschutz zu verbessern. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählten

  • die Errichtung wirksamer Brandmauern,
  • die Vorschrift, zumindest die Untergeschosse aller Häuser in Stein auszuführen,
  • und die Begrenzung der Überhänge. Jedes Haus durfte nur noch einen Überhang von maximal eineinhalb Schuh Tiefe haben.

Die Bürgerfeuerwehr wurde ergänzt durch ein militärisches Löschbataillon aus 18 Kompanien. In dieser Form blieb sie bis zum Ende der Freien Stadt Frankfurt im Jahre 1866 bestehen. Etwa 3.000 von damals rund 70.000 Einwohnern waren in dieser Feuerwehr organisiert. Die Freiwillige Feuerwehr Höchst wurde 1852 gegründet und ist damit eine der ältesten Feuerwehren Deutschlands. Das Feuerwehrhaus befindet sich jetzt in der Palleskestraße 36, Schießplatz.

1863 wurde die erste Dampffeuerspritze in Frankfurt erprobt, eine Konstruktion der amerikanischen Firma W. Lee & Co. Bei einem Wettspritzen auf dem Römerberg wurde sie am 21. November 1863 gegen die handbediente Stadtfeuerspritze Nr. 2 der Firma Metz eingesetzt. Die von acht Männern bediente Handspritze zeigte sich der Dampfspritze überlegen. Zwar förderte diese mehr Wasser als die Handspritze, benötigte jedoch 10 Minuten Anheizzeit bis zur Einsatzbereitschaft. Die Stadt nahm daraufhin von der Beschaffung Abstand.

Das Wachstum der Stadt und der Fortschritt der Technik erforderte allerdings bald eine andere Organisationsform. Das zeigte sich besonders beim Brand des Domes am 14. August 1867. In einer Bierwirtschaft in der Fahrgasse, direkt hinter dem Dom, war nachts gegen 1:30 Uhr Feuer ausgebrochen. Der Feuerwehr gelang es nicht, das Übergreifen des Brandes, der durch starken Ostwind und Funkenflug angefacht wurde, auf den Dom zu verhindern. Bis zum Morgen war die mittelalterliche Krönungskirche der deutschen Kaiser völlig ausgebrannt.

Das Unglück führte jedoch indirekt auch zur Reform des veralteten Frankfurter Feuerwehrwesens. 1869 wurde der Kreisfeuerwehrverband der Freiwilligen Feuerwehren in Frankfurt gegründet, im Jahr 1874 die Frankfurter Berufsfeuerwehr.

Die Frankfurter Feuerwehr seit Bestehen der Berufsfeuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch die Berufsfeuerwehr war zunächst noch mit Handspritzen ausgestattet. Erst 1887 beschaffte man die erste Dampfspritze der Londoner Firma Merryweather & Sons. Etwa um 1890 wurde die in Frankfurter Stadtteil Seckbach beheimatete Firma J. S. Fries Sohn zu einem führenden Unternehmen der Feuerwehrgerätetechnik. Dampfspritzen und pneumatische Leitern wurden hier gefertigt und in alle Länder Europas exportiert.

1874–1882, August Aßmann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

August Aßmann leitete die Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main bis zu seiner Amtsenthebung 1882. Bekannt wurde Aßmann vor allem durch die von ihm erfundene Aßmannsche Patentleiter, deren Einsatz einen folgenschweren Unfall mit zwei schwerverletzten Feuerwehrleuten nach sich zog.[1]

1882–1890, …[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1890–1906, unter der Leitung von Richard Schapler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Schapler zeigte sich ebenfalls erfinderisch. Die von ihm erfundene pneumatische-Leiter ermöglichte einen deutlichen Zeitgewinn gegenüber der bis dahin noch per Seilwinde mit der Hand ausgefahren Leitern. Die Schapler-Leiter wurde unter anderem von den Feuerwehren in Berlin, Stockholm und Wien eingesetzt.

Ihr Erfinder hatte im Amt weniger Erfolg. Aus verschiedenen Gründen wurden gegen Schapler Disziplinarverfahren eingeleitet. Am 2. März 1906 wurde er schließlich wie sein Vorgänger Aßmann aus dem Dienst entlassen. Auch mit seiner eigenen Firma in Langen scheitere er und musste 1920 den Offenbarungseid leisten.[1]

1906–1931, unter der Leitung von Johannes Schänker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Schänker in seinem Büro in der Burgstraße
Frühe Versuche mit einem Werfer

Schaplers Nachfolger als Feuerwehrchef, Johannes Schänker (1866–1950), steht im Ruf der innovativste aller Frankfurter Branddirektoren zu sein. In seiner 25-jährigen Amtszeit führte er eine Reihe von Erfindungen in die Brandbekämpfung ein. Unter Schänker wurde die Frankfurter Berufsfeuerwehr bereits 1914 als erste in Deutschland voll motorisiert. Viele der eingesetzten Fahrzeuge wurden damals von den Adlerwerken im Gallus gebaut.

Die wohl herausragendste Erfindung Schänkers ist sicherlich die Feuerlöschkreiselpumpe, die vom Fahrzeugmotor aus betrieben wurde. Bis dahin waren Dampfspritzen verwendet worden, deren Kohlepumpen ständig für Druckstöße sorgten und dadurch die empfindlichen Hanfschläuche zerstörten. Schänker führte auch die Motorisierung der Feuerwehrfahrzeuge mit Benzinmotoren ein. Nicht wenige der deutschen Branddirektoren hielten es damals für einen Irrsinn, mit Benzin im Tank an eine Brandstelle zu fahren. Schänker erfand auch eine Art frühen Feuerlöscher und experimentierte bereits mit den heute gängigen Löschmitteln Pulver, Schaum und Kohlendioxid zur Brandbekämpfung.[2]

Auf Schänkers Initiative wurde 1911 die Freie Arzt- und Medizinkasse als Krankenversicherung für die Angehörigen der Berufsfeuerwehr gegründet. Die Krankenkasse ist mittlerweile bundesweit tätig und steht auch Polizei- und Justizbeamten offen.[1]

Aufgrund seiner Verdienste um das Gemeinwohl sollte 2014 eine Frankfurter Straße zu Ehren des Brandschutzpioniers benannt werden. Die Namensgebung scheiterte jedoch am Widerstand der Grünen. Schänker war drei Jahre nach seiner Pensionierung in die NSDAP eingetreten, im Zuge der Entnazifizierung aber nur als Mitläufer eingestuft worden.[3]

1931–1945, unter der Leitung von[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1945–1955, unter der Leitung von Franz Lomb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1931 übernahm Franz Lomb die Leitung der Frankfurter Feuerwehr. Er verblieb auch nach der Machtübernahme der NSDAP 1933 und dem damit verbundenen Umbau der Feuerwehr zur Feuerschutzpolizei und der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht 1945 im Amt. Lomb leitete die Frankfurter Feuerwehr in der einsatztaktisch anspruchsvollsten und von zahlreichen politischen Umbrüchen geprägten Periode ihres Bestehens.

Wie in vielen anderen Städten wurde auch in Frankfurt am Main bei den Novemberpogromen (Reichskristallnacht) am 9. November 1938 und in den Tagen danach Feuer an die Synagogen gelegt. Die Feuerwehr rückte bei jedem Brand aus, hatte jedoch laut Einsatzbefehl nur das Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Häuser zu verhindern. Während die Hauptsynagoge, die Börneplatzsynagoge und die Synagoge am Friedberger Platz vollkommen ausbrannten, blieb die Westendsynagoge trotz schwerer Brandschäden erhalten.

Gegen die mitunter gezielt verursachten Feuer im Zuge der Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges konnte die Feuerwehr trotz der ab 1942 überall in der Stadt angelegten Löschwasserbecken wenig ausrichten. Insbesondere der am 22. März 1944 ausgelöste Feuersturm veränderte das Stadtbild für immer. Bei acht schweren Luftangriffen im Oktober 1943 sowie im März und September 1944 wurden die gesamte Altstadt und große Teile der übrigen Stadtviertel zerstört. Von mehreren Tausend Fachwerkhäusern in der Stadt überstand allein das Haus Wertheym am Fahrtor den Krieg. Es war von der Feuerwehr bei jedem Luftalarm vorsorglich unter Wasser gesetzt worden, um den Fluchtweg aus der Altstadt zum Main offen zu halten. Über 5000 Bewohner der Stadt, darunter auch Kriegsgefangene, verloren ihr Leben. Blindgänger der Bombardements, darunter zahlreiche Brandbomben, beschäftigen die Frankfurter Feuerwehr bis in Gegenwart.

1955–1962, unter der Leitung von Willi Stoll[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962–1966, unter der Leitung von Lothar Knack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1966–1989, unter der Leitung von Ernst Achilles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Frankfurter Feuerwehr vor allem unter der Führung des über die deutschen Grenzen hinaus bekannten Experten Ernst Achilles einen großen Aufschwung. Er war ab 1963 Brandrat in Frankfurt am Main. Von 1966 bis 1989 war er Leiter der Feuerwehr und stellte auch danach seine Erfahrung bis zu seinem Tod 1999 zur Verfügung. Besonders die Sicherheit von Hochhäusern, wie sie seit Ende der 1960er-Jahre zunehmend in Frankfurt entstanden, stellte eine neue Herausforderung für den Brandschutz dar.

Am 23. August 1973, eine Woche vor dem geplanten Richtfest, brach ein Brand im Rohbau des Selmi-Hochhauses aus. Im 40. und 41. Stockwerk standen große Mengen Baumaterial in Flammen und ließen einen glühenden Funkenregen auf die gesamte Umgebung niedergehen. Die Feuerwehr hatte große Mühe, den Brand unter Kontrolle zu bringen, da die Steigleitungen des Rohbaus noch nicht in Betrieb waren. Der Brand hatte eine Verschärfung der Bauvorschriften für Hochhäuser zur Folge.

Für seine Verdienste um den Brandschutz wurde Ernst Achilles 1990 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt.

1989–1993, unter der Leitung von Günther Burbaum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bis dato stellvertretende Amtsleiter Günther Burbaum folgte Ernst Achilles nach dessen Pensionierung in der Stelle des Direktors der Branddirektion Frankfurt am Main bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1993.[4]

ab 1993, unter der Leitung von Reinhard Ries[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1993 übernahm Reinhard Ries die Leitung der Frankfurter Feuerwehr. Der studierte Architekt war von der Berufsfeuerwehr München nach Frankfurt gewechselt. Zunächst fühlte sich Ries noch vom internationalen Ruf seines Vorgängers Achilles unter Druck gesetzt. Er bemerkte aber nach eigenen Aussagen schnell, dass im Amt erhebliche Mängel bestünden, die es aufzuarbeiten galt. Aufgrund der zahlreichen Auslandsreisen Achilles seien im eigenen Amt zahlreiche Aufgaben unbearbeitet geblieben.[5]

Zu Beginn seiner Amtszeit schickte sich Ries an, in die erfinderischen Fußstapfen seiner Vorgänger zu treten. So genannte Sprengschläuche sollten die Waldbrandbekämpfung revolutionieren. Die in Frankfurt gegründeten Euro-Firefighter sollten als „Elitegruppe“ weltweit zum Einsatz kommen, das ebenfalls in Frankfurt angesiedelte Waldbrandkompetenzzentrum sollte auf internationaler Ebene beratend tätig werden. All diesen Initiativen war nur bescheidener Erfolg gegönnt, so dass diese Bestrebungen inzwischen eingestellt wurden.

Mit dem Brandschutz-, Rettungsdienst- und Katastrophenschutzzentrum fügte Ries 2003 bislang dezentral über das Stadtgebiet verteilte Abteilungen wie vorbeugendem Brandschutz, Werkstatt und Ausbildungsabteilung am zentralen Standort Feuerwehrstraße zusammen. Auch die folgenden Jahre sollten von reger Bautätigkeit geprägt sein.

2006 strukturierte er das Amt mit dem so genannten Staffelkonzept einsatztaktisch um. Seitdem gibt es unter anderem sogenannte A-, B-, C- und D-Dienste, welche die Technischen Einsatzleiter sowie die Zugführer und Gruppenführer ersetzen. Im Zuge dieser Umstrukturierung sollten insgesamt zwölf Wachen im gesamten Stadtgebiet entstehen, um die gesetzliche Hilfsfrist garantieren zu können; mit Inbetriebnahme der Bereichswache 30 in Sossenheim im November 2011 wurde dieses Ziel erreicht. Zusätzlich wurden sechs Abteilungen geschaffen denen zwei Direktionsbereichsleiter vorstehen. Aktuell bestehen zwölf ständig besetzte Feuerwachen der Berufsfeuerwehr, die meist kleiner sind als bisher. Das Stadtgebiet wurde in vier Bereiche mit jeweils einer großen Bereichsleitungswache und je zwei kleinere Bereichswachen aufgeteilt. Für diese Bereiche ist je ein C-Dienst zuständig, dem bei Bedarf oder falls mehr als ein C-Dienst zum Einsatz kommt, ein B- und je nach Einsatzlage diesem auch der A-Dienst übergeordnet werden kann. Zusätzlich wurden neue taktische Vorgehensweisen eingeführt, sogenannte Standard-Einsatz-Regeln, die eine reibungslose Zusammenarbeit mehrerer Einheiten ermöglichen sollen.

2015 und 2016 sah sich die Stadt Frankfurt am Main mit den Auswirkungen der so genannten Flüchtlingskrise konfrontiert. Die Feuerwehr Frankfurt übernahm hier unter Ries Leitung wesentliche Aufgaben zur Bewältigung der Lage "Massenmigration", wie dem Transport und der Versorgung mit Nahrungsmitteln, sowie dem Umbau von Sporthallen zu Unterkünften. Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr wurde in eine eigens geschaffene Stabsstelle Flüchtlingsmanagement abgeordnet.[6]

2017 wurden beschlossen die neu geschaffenen dreizehn Teilbereichs- und acht Bereichsleiter und stellv. Bereichsleiterstellen wieder durch die vor Einführung des Staffelkonzeptes üblichen einzelnen Wachvorsteher zu ersetzen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Amtsleiter der Feuerwehr Frankfurt, korrekt: Direktor der Branddirektion Frankfurt am Main, unterstehen die zwei Direktionsbereiche Gefahrenabwehr und Infrastruktur. Diese gliedern sich in jeweils drei Abteilungen auf. Die Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit untersteht dem Amtsleiter direkt.

Organigramm

Direktionsbereich Gefahrenabwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Direktionsbereich „Gefahrenabwehr“ setzt sich aus den Einsatzabteilungen der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr, der Ausbildungsabteilung und dem Vorbeugenden Brandschutz zusammen.

Abteilung G1: Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie / Sportzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausbildungsabteilung ist für die Aus- und Fortbildung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Branddirektion verantwortlich. Sie gliedert sich in die Bereiche Brandschutz und Technische Hilfeleistung, Rettungsdienstschule, Sportzentrum und Fahrschule. Die Abteilung befindet sich im neu gebauten Feuerwehr- und Rettungstrainingszentrum (kurz: FRTC) und ist im Brandschutzzentrum in Eckenheim angesiedelt. Die Einweihung erfolgte am 15. Juni 2013.[7] Offiziell beliefen sich die Baukosten auf 25,2 Millionen Euro.

Zum Gebäude gehören unter anderem ein Lehrsaalgebäude mit einer angeschlossenen rund 1.000 Quadratmeter großen Übungshalle, in der Nachbauten verschiedener Gebäude untergebracht wurden. Dazu gehören Wohn- und Geschäftshäuser ebenso wie ein Lagergebäude und ein Straßenzug mit Gleiskörper und Oberleitung. Auf den Gleiskörper kommt ein neuer U-Bahn-Triebwagen vom Typ „U5“ der VGF zum Einsatz, der wegen Hochwasserschäden ausgemustert werden musste. Im Gebäude wird das Backup-Rechenzentrum der Stadt Frankfurt untergebracht. Die Gleisanlagen sind mit einer nachgebauten U-Bahn-Station verbunden, in der Verkehrsunfälle, Brände und Personenrettungen in beengtem Umfeld simuliert werden können. Ergänzt wird die Anlage durch eine schiefe Ebene, einen Übungskran und eine Baumbiegesimulationsanlage.

Zur Gesamtanlage gehört eine 450 Quadratmeter große Brandhalle, in der kontrollierte Realbrände durchgeführt werden können.

Das Sportzentrum Feuerwehr Frankfurt betreibt am Standort eine Sporthalle, einen Kleinfeld-Fußballplatz sowie einen Kraft- und einen Fitnessraum.

Die Trainings- und Übungsanlagen stehen für die Aus- und Fortbildung der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr sowie der am Katastrophenschutz beteiligten Hilfsorganisationen zur Verfügung.

Fachbereich Brandschutz und Technische Hilfeleistung / Fahrschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Fachbereich Brandschutz obliegt die feuerwehrtechnische Ausbildung bis zur Ebene Truppführer sowie die Durchführung der jährlichen Atemschutzübungen, weiterführende Ausbildungen und Führungslehrgänge werden an der Landesfeuerwehrschule in Kassel durchgeführt.

Fachbereich Rettungsdienstschule / Frankfurter Institut für Rettungsdienst und Notfallmedizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rettungsdienstschule der Feuerwehr Frankfurt am Main bildet unter anderem Rettungssanitäter, Notfallsanitäter und Desinfektoren aus. Darüber hinaus ist sie für die gesetzlich vorgeschriebene Fort- und Weiterbildung der im Rettungsdienst tätigen Beamten verantwortlich. Die Schule führt die regelmäßige Ersthelferausbildung aller städtischen Mitarbeiter durch.

Fachbereich Sport- und Gesundheit – Sportzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sportzentrum organisiert den Sportbetrieb innerhalb der Feuerwehr Frankfurt am Main. Insbesondere die Organisation des Dienstsportes von Feuerwachen, Ausbildungsabteilung und Fachabteilungen, die Aufrechterhaltung und der Ausbau der sportlichen Infrastruktur, die Aus- und Weiterbildung der im Sportbetrieb tätigen Mitarbeiter, die Unterstützung des Betriebssportes, die Beratung von Vorgesetzten und Mitarbeitern, insbesondere durch die Ausarbeitung spezieller Trainingsprogramme, sowie die Betreuung der Sportfördergruppen und der Durchführung regionaler und überregionaler Feuerwehrsportveranstaltungen.

Sportliche Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Feuerwehr Frankfurt am Main verfügt über eine eigene Sporthalle und ein Kleinsportfeld im Feuerwehrtrainingszentrum, darüber hinaus über eine kleine Turnhalle in der Feuerwache Gallus. Jede Feuerwache verfügt über einen standardisiert ausgestatteten Fitnessraum und beim DOSB als Sportübungsleiter lizenzierte Mitarbeiter.

Dienstsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Branddirektion Frankfurt am Main ist Mitglied Deutschen Feuerwehrsportföderation und stellt Sportstätten und Material für die folgenden dort organisierten Sportarten:

  • Mannschaftssportarten: Fußball, Futsal, Volleyball, Hockey, Badminton, Tischtennis,
  • Individualsportarten: Leichtathletik und Ausdauertraining,
  • Zusätzlich: Kraft-, Fitness- und Rückentraining.

Jeder Berufsfeuerwehrmann muss Rettungsschwimmer sein, daher gehörte bis zum Jahr 2009 auch regelmäßiges Rettungsschwimmen zum Dienstsport um den in der Ausbildung Kenntnis- und Leistungsstand aufrechterhalten zu können. Der Schwimmsport wurde eingestellt um die von der Amtsleitung angestrebte Hilfsfrist von fünf Minuten stadtübergreifend sicherstellen zu können. 2011 wurde aus dem gleichen Grund die Freistellung sporttreibender Einheiten von Bagatelleinsätzen wie brennenden Mülleimern, etc. eingestellt.

Alle Wacheinheiten müssen unmittelbar ohne Verzögerung aus dem Dienstsport heraus alarmierbar und einsatzbereit sein. Die Mitarbeiter der Fachabteilungen versehen ihren Dienstsport im Rahmen eines vom Sportzentrum organisierten Kursprogramms.

Sportförderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sportfördergruppen der Feuerwehr Frankfurt nehmen an regionalen und überregionalen Feuerwehrsportwettkämpfen teil. Die Feuerwehr Frankfurt unterhält Neigungsgruppen in den Sportarten:

Externe U-Bahn- und Straßenbahn-Übungsobjekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Für Feuerwehrübungen genutzter Tunnelstutzen, in dem der Pt-Wagen 663 abgestellt ist

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt stellt der Feuerwehr ausgemusterte Schienenfahrzeuge als Übungsobjekte zur Verfügung. Im Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum steht seit 2004 ein verunfallter Straßenbahnwagen der Baureihe N auf einem eigens dafür errichteten kurzen Gleisstück. Im März 2009 wurde der Feuerwehr ein ausgemusterter Pt-Wagen übergeben. Dieser Stadtbahnwagen steht in einem ungenutzten Tunnelstutzen im U-Bahnhof Hauptbahnhof und dient als Übungsobjekt für Tunnelübungen.

Abteilung G2: Vorbeugung und Planung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abteilung G3: Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berufsfeuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berufsfeuerwehr betreibt zurzeit vier große Bereichsleitungswachen, denen jeweils zwei Bereichswachen unterstellt sind. Auch ein großer Teil der Rettungsdiensteinsätze werden von der Berufsfeuerwehr übernommen. Es werden etwa 940 Beamte beschäftigt.

Das Gros der Einsatzdienstbeamten der Berufsfeuerwehr versieht seinen Dienst im regulären Schichtrhythmus auf den Feuerwachen. Seit dem 1. Januar 2017 wird dieser von drei Wachabteilungen versehen, die sich in einem unregelmäßigen 24-Stunden-Wechseldienst ablösen. Beamte, die in erster Linie Funktionen außerhalb des Einsatzdienstes versehen, wie etwa in der Ausbildung oder dem Vorbeugenden Baulichen Brandschutz, versehen ebenfalls in regelmäßigen Abständen Einsatzdienst. Dieser so genannte Integrationsdienst findet etwa im dreiwöchigen Rhythmus statt.

Den Dienstsport der Feuerwehr Frankfurt regelt und organisiert das in der Ausbildungsabteilung angesiedelte Sportzentrum. Alle Feuerwachen verfügen über standardisiert ausgestattete Fitnessräume.

Feuer- und Rettungswachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bereich 1
1 Bereichsleitungswache 1 Feuerwehrstraße 1
(im BKRZ)
Eckenheim HLF 20/16, DLK 23/12, Atemschutz- und Umweltschutzzug, Rüstwagen, Rüstwagen-Schienen, GTLF 5, Radlader, LUF, KdoW (A-Dienst), ELW (B-Dienst), KdoW C-Dienst, WLF, WLF-Kran, 2 AB-Einsatzleitung
10 Bereichswache 10 Deuil-La-Barre-Straße 71 Nieder-Eschbach HLF, DLK 23/12, GW-STRSpTr, AC-ErkKw
11 Bereichswache 11 Florianweg 9-13 Enkheim HLF, GW-Lüfter
Bereich 2
2 Bereichsleitungswache 2 Heinrichstraße 8 Gallus 2 × HLF, DLK, GW-HÖRG, ELW (B-Dienst), KdoW C-Dienst
20 Bereichswache 20 Kapitän-Lehmann-Straße 4 Gateway Gardens (Flughafen) HLF, KLAF, WLF, AB-Dekon, AB-Stromerzeuger, AB-Verkehrssicherung,
21 Bereichswache 21 Erich-Ollenauer-Ring 2 Heddernheim HLF, DLK, GTLF 5
Bereich 3
3 Bereichsleitungswache 3 Nieder Kirchweg 26 Nied HLF, DLK, KdoW C-Dienst, AB-Sonderlöschmittel, 2 × WLF, Boot
30 Bereichswache 30 Westerbachstraße 175 Sossenheim HLF, DLK, GTLF 10, Kranwagen, Rüstwagen
31 Bereichswache 31 Pfaffenwiese 318 Zeilsheim HLF, ELW 2, GW-IuK
Bereich 4
4 Bereichsleitungswache 4 Mörfelder Landstraße 126 Sachsenhausen-Nord HLF, DLK, GTLF 10, GW-N, WLF-Kran, KdoW C-Dienst, AB-MANV
40 Bereichswache 40
„Hafenwache“
Franziusstraße 20
(am Osthafen)
Ostend HLF, DLK, GW-Boot, GW-Taucher, GW-L2
41 Bereichswache 41 Schwanheimer Straße 140 Niederrad HLF, Feuerlöschboot, RSB
Das Feuerlöschboot am Main wird von der Bereichswache 41 (bis Anfang 2011 von der Wache 40) betreut und liegt in unmittelbarer Nähe der Wache an einem eigens hierfür gebauten Schwimmanleger.

Bis zum Umzug in das Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum im Jahr 2003 befand sich die Feuer- und Rettungswache 1 als größte Wache Frankfurts im Ostend in der Hanauer Landstraße nahe dem Ostbahnhof und der Großmarkthalle – dem zukünftigen Standort der Europäischen Zentralbank. In der Burgstraße im Nordend gab es eine weitere große Wache – die ehemalige Feuer- und Rettungswache 2. Beide Wachen sind inzwischen abgerissen worden. Durch die Grundstücksverkäufe sollte der Bau neuer Bereichswachen und die damit verbundene Umstrukturierung der Feuerwehr Frankfurt, die seit 2006 im Gange ist, refinanziert werden.[8] Für die Bereichswache 21 im Nordwestzentrum ist ein Neubau errichtet worden. Der Neubau liegt schräg gegenüber außerhalb des Nordwestzentrums im Bereich zwischen dem Erich-Ollenhauer-Ring und der Rosa-Luxemburg-Straße. Durch die Aufgabe des alten Standorts sollen auch erhebliche Geldmittel durch bisher anfallende Mietkosten im Nordwestzentrum eingespart werden. Die Inbetriebnahme war Anfang 2017.[9][10]

Sonderdienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main hält eine Reihe von Sonderdiensten vor. Neben Tauchern und Höhenrettern auch ein so genannter Eingleiszug und ein Technischer Hilfeleistungszug. Darüber hinaus engagierte sich die Frankfurter Feuerwehr viele Jahre in der Tierrettung und Insektenberatung.

Höhenrettungsgruppe Seit 1993 besteht eine Höhenrettungsgruppe (HöRG), die besonders für den Einsatz in großen Höhen oder Tiefen ausgebildet und ausgerüstet ist. Neben den üblichen industriellen Rettungsgeräten verfügt sie über spezielle alpinistische Ausrüstung, beispielsweise Kletterseile, Abseilgeräte und Auffanggurte. Die HöRG kommt vor allem an Hochhäusern, Industrieanlagen und Großbaustellen zum Einsatz. Sie ist auf der Bereichsleitungswache 2 im Gallus stationiert und besteht derzeit aus 39 ausgebildeten Höhenrettern. Den wohl merkwürdigsten Einsatz hatte die Truppe am Pfingstsamstag, den 12. Mai 1997: Beim Frankfurter Stadtgeläute hatte sich eine 1,8 Tonnen schwere Glocke der Paulskirche aus ihrem Joch gelöst und war fünf Meter tief abgestürzt. Die Höhenrettungsgruppe sicherte den beschädigten Glockenstuhl und eine weitere historisch wertvolle Glocke, die sich bei dem Unglück verkeilt hatte.

Wasserrettungszug Im Zuge der Umstrukturierung der Branddirektion wird der Wasserrettungsdienst der Berufsfeuerwehr seit 2003 nur noch in Springerfunktion besetzt, d. h. wenn die Taucher/Rettungsschwimmer zu einem Brand ausgerückt sind, müssen sie im Falle eines anstehenden Wassernotfalls aus dem aktuellen Einsatz herausgelöst werden.

Neben einem Boots- und einem Voraustaucherwagen verfügt die auf der Bereichswache 40 stationierte Tauchergruppe über eine mobile Taucher-Dekompressionskammer, die bis vor Kurzem neben der Behandlung von Tauchunfällen aufgrund ihrer erweiterten medizinischen Geräteausstattung besonders für die Behandlung von Rauchgasintoxikationen eingesetzt wurde.

Aus Kostengründen wurde die intensivmedizinische Ausstattung der Kammer jedoch nicht erneuert und steht somit für intensivmedizinisch überwachungspflichtige Therapien wie etwa Rauchgasintoxikationen oder Tauchunfälle nicht mehr zur Verfügung.[11]

Durch die Besetzung des Sonderdienstes in Springerfunktion erwies es sich zunehmend schwierig, die gesetzlich vorgeschriebenen Übungsstunden für Feuerwehrtaucher zu erfüllen. Aus diesem Grund hält die Feuerwehr Frankfurt am Main in Zukunft nur noch Feuerwehrtaucher der Stufe II anstatt der bisher bereitgestellten Feuerwehrtaucher der Ausbildungsstufe III vor, da diese weniger Fortbildungs- und Ausbildungsstunden pro Jahr nachweisen müssen. In der Konsequenz wurde das Helmtauchgerät der Feuerwehr Frankfurt außer Dienst gestellt und steht zur Rettung oder Bergung Verunglückter in stark kontaminierten Gewässern, wie etwa Kläranlagen, nicht mehr zur Verfügung.

Feuerlöschboot

Feuerlöschboot bei einem Einsatz

Seit 1970 verfügt die Berufsfeuerwehr über ein Feuerlöschboot, ergänzt wird dies durch ein Rettungsschnellboot. Während die Aufgaben des Feuerlöschbootes eher im Bereich des Brand- und Umweltschutzes liegen, dient das Rettungsschnellboot primär der Rettung im Main ertrinkender Personen. Das Schiff ist auf den Namen Frankfurt a. M. getauft

Das Feuerlöschboot hatte bis 2011 seinen Liegeplatz im Osthafen. Inzwischen wird es von den Beamten der am Schwanheimer Ufer neu errichteten Bereichswache 41 besetzt. Diese erreichen das an einem Ponton stationierte Boot über einen über die dort befindlichen Gärten gebauten Steg. Dieser, wie auch die zugehörige Besucherplattform, sind der Öffentlichkeit frei zugänglich.

Rüstwagen-Schiene

Rüstwagen-Schiene der 2. Generation

In Frankfurt gibt es seit den 1970er-Jahren jeweils zwei „Rüstwagen-Schiene“, die als Zweiwegefahrzeug sowohl schienen- als auch straßentauglich sind. Sie können auf den Gleisen der Frankfurter Straßenbahn und U-Bahn eingesetzt werden und sind dadurch auch für Einsätze auf Strecken und in Tunneln geeignet. Die Fahrzeuge lassen sich kuppeln und sind in Kombination somit auch im Zweirichtungsbetrieb nutzbar.

Die Fahrzeuge verfügen über eine Ausrüstung zur Rettung, Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung. Außerdem existiert eine zusätzliche Ausstattung zur Eingleisung von entgleisten Schienenfahrzeugen. Die Ausrüstung beider Fahrzeuge ist teilweise unterschiedlich.

Das straßen- und schienentaugliche Feuerwehrfahrzeug wurde 1970 von Magirus-Deutz auf den Markt gebracht und war damals eine Weltneuheit. Die Frankfurter Feuerwehr gehörte zu den ersten Kunden, die ein solches Fahrzeug von den Frankfurter Verkehrsbetrieben mitfinanziert anschafften. Die zweite Generation wurde 1986 in Dienst gestellt, im Jahr 2012 wurden beide Fahrzeuge durch neue ersetzt. Ein Fahrzeug der ersten Generation war nach seiner Außerdienststellung im Museumsdepot des Deutschen Feuerwehr-Museums in Fulda abgestellt, wurde aber im Jahr 2009 ins Museum der Feuerwehr Frankfurt am Main zurück überführt.[12] Dort befindet sich ebenfalls ein Exemplar der zweiten Generation, das zweite Fahrzeug der zweiten Generation wurde dem Verkehrsmuseum Frankfurt am Main übergeben und ist dort ausgestellt.

Rettungsdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
ASB-Rettungswache Silostraße
Notarzteinsatzfahrzeug 3/82 der Berufsfeuerwehr; stationiert am Klinikum Frankfurt Höchst

Seit 1899 beteiligt sich die Frankfurter Berufsfeuerwehr am Rettungsdienst der Stadt. Zunächst arbeitete sie mit der Frankfurter Freiwilligen Rettungsgesellschaft und dem Frankfurter Samariter-Verein zusammen. 1965 kam ein Notarztdienst hinzu, der neben den zwei Rettungssanitätern der Frankfurter Feuerwehr noch über einen Krankenhausarzt der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) verfügte. Ein zweiter Notarztwagen folgte 1967 an der Universitätsklinik Frankfurt, ein dritter 1968 an den Städtischen Kliniken Frankfurt-Höchst. Der vierte Notarztwagen folgte in den 1990er-Jahren am Krankenhaus Nordwest. Zeitgleich wurde ein Intensiv-Verlegungs-Notarztwagen (INVER-NAW) eingeführt, da aufgrund erhöhter Verlegungen intensiv-pflichtiger Patienten von Klinik zu Klinik der Bedarf für ein solches Fahrzeug gegeben war und seitdem im gesamten Rhein-Main-Gebiet eingesetzt wird. Der Intensiv-Verlegungs-Notarztwagen wurde zuerst ebenfalls im Nord-West-Krankenhaus und später dann am Hospital zum heiligen Geist stationiert. Mittlerweile steht dieses Fahrzeug jedoch auf der Bereichsleitungswache 3 in Frankfurt-Nied und ärztlich wird es vom Universitätsklinikum besetzt. Einheitlich wurde der Intensiv-Verlegungs-Notarztwagen (INVER-NAW) zum Intensivtransportwagen (ITW) umbenannt. 1993 wurde der Baby-Notarztwagen an der Bereichsleitungswache 3 bereitgestellt. Mit dem Projekt RTW 2000 wurden die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen vereinheitlicht. Außerdem wurde das Rendezvous-System eingeführt und die Notarztwagen bis auf den Baby-Notarztwagen durch die kleineren Notarzteinsatzfahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz Vito ersetzt. Inzwischen werden die einheitlichen RTW 2008 eingesetzt. Die ehemaligen Löschzug-Rettungswagen, die vom Angriffstrupp eines HLF besetzt werden, wurden in Zusatz-Rettungswagen (Z-RTW) umbenannt. Sie kommen zum Einsatz, wenn kein RTW der Regelvorhaltung innerhalb der Hilfsfrist die Einsatzstelle erreichen kann.

Der Rettungsdienst wird wie die Feuerwehr zentral von der Zentralen Leitstelle im BKRZ geleitet und ist stadtweit unter der Notrufnummer 112 verfügbar. Weitere Leistungserbringer im Rettungsdienst sind Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz und die Werkfeuerwehr der Fraport AG.

Seit dem Jahr 2010 stellen alle vier Hilfsorganisationen je einen Ergänzungs-Rettungswagen (E-RTW), welcher durch die Zentrale Leitstelle zur Spitzenabdeckung rund um die Uhr alarmiert werden kann. Die Besetzung erfolgt innerhalb von 30 Minuten nach der Alarmierung durch dienstfreies Personal, das mit Funkmeldeempfängern ausgestattet ist. Um die Alarmierung gerecht und etwas planbar verteilen zu können, wurde ein Dienstplan mit wöchentlich wechselnder Priorität zur Alarmierung eingeführt.

Seit Jahresbeginn 2012 ist der qualifizierte Krankentransport, der bis dahin vorwiegend der Privatwirtschaft überlassen worden war, wieder als Aufgabe des Trägers definiert worden und wird geleitet von der Branddirektion. Die Ausschreibung wurde in mehreren Losen durchgeführt, wobei die vier im Frankfurter Rettungsdienst tätigen Hilfsorganisationen jeweils mindestens ein Los erhalten haben. Neben den auf den Feuer- und Rettungswachen durch die Berufsfeuerwehr und die Hilfsorganisationen besetzten RTW, die primär für die Notfallrettung zum Einsatz kommen, gibt es nun außerdem verschiedene, über das gesamte Stadtgebiet verteilte und ausschließlich von den Hilfsorganisationen besetzte Stützpunkte, an denen MZF (fünf Rettungswagen, die primär zum Krankentransport eingesetzt werden, aber auch jederzeit Notfälle übernehmen können) und KTW (insgesamt acht) stationiert sind. Private Unternehmen sind nicht mehr im qualifizierten Krankentransport vertreten, führen aber nach wie vor Krankenfahrten (nicht-qualifizierter Krankentransport) durch.

Der aktuelle Bereichsplan Rettungsdienst Frankfurt am Main [13] kann auf der Website der Feuerwehr Frankfurt heruntergeladen werden.

Rettungswachen und Notarztstandorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereichsplan 2018

Bereich 1
1 Bereichsleitungswache 1 Feuerwehrstraße 1
(im BKRZ)
Eckenheim Berufsfeuerwehr, Arbeiter-Samariter-Bund 2 Schicht-RTW, 2 Tagdienst-RTW, 1 Schwerlast-RTW (ASB) und Z-RTW 01/83-1, 01/83-2, 01/84-4, 01/84-5, 01/89-6, 01/85-1
Rettungswache 1a Eschersheimer Landstraße 34 Westend Arbeiter-Samariter-Bund 1 Schicht-RTW 01/83-2
10 Bereichswache 10 Deuil-La-Barre-Straße 71 Nieder-Eschbach Berufsfeuerwehr 1 Schicht-RTW 10/83-1
Rettungswache 10a Berner Straße 103-105 Nieder-Eschbach Johanniter-Unfall-Hilfe 1 Tagdienst-RTW, 3 Notfallkrankenwagen (Typ B) 10/84-2, 10/93-1, 10/93-2, 10/93-3
11 Rettungswache 11
(Nachbar-Grundstück der Bereichswache 11)
Florianweg 9 Bergen-Enkheim Deutsches Rotes Kreuz
(bis 2004: Rettungswache Bergen-Enkheim e. V.)
1 Schicht-RTW und 1 Tagdienst-RTW 11/83-1, 11/84-3
Rettungswache 11a Carl-Benz-Straße 31-33 Fechenheim Deutsches Rotes Kreuz 1 Schicht-RTW 11/83-2
  Unfallklinik Friedberger Landstraße 430 Seckbach Berufsfeuerwehr Notarzteinsatzfahrzeug, Rettungshubschrauber Christoph 2 01/82-1, Christoph 2
Bereich 2
2 Bereichsleitungswache 2 Heinrichstraße 8 Gallus Berufsfeuerwehr, Johanniter-Unfall-Hilfe 2 Schicht-RTW und 1 Tagdienst-RTW 02/83-1, 02/83-2, 02/84-5
Rettungswache 2a Schwälmer Straße 24-26
(im Bürgerhaus)
Bockenheim Johanniter-Unfall-Hilfe 2 Schicht-RTW und 1 Tagdienst-RTW 02/83-3, 02/83-4, 02/84-6
Rettungswache 2b Schmidtstraße 12 Gallus Malteser Hilfsdienst 3 Notfallkrankenwagen (Typ B), 1 Sonder-Notfallkrankenwagen (Typ B) 02/93-1, 02/93-2, 02/93-3, 02/89-2
20 Rettungswache Fraport AG
(im Bereich der Bereichswache 20)
auf dem Flughafen-Vorfeld Frankfurt-Flughafen Werkfeuerwehr der Fraport AG 1 Schicht-RTW und 2 Tagdienst-RTW (geteilt mit dem Flughafen Frankfurt am Main), Notarzteinsatzfahrzeug 89/83-1, 89/84-2, 89/84-3, 89/82-1, 89/85-1
21 Bereichswache 21 Erich-Ollenauer-Ring 2 Heddernheim Berufsfeuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz 2 Schicht-RTW, 1 Tagdienst-RTW und Z-RTW 21/83-1, 21/83-2, 21/84-3, 21/85-1
  Krankenhaus Nordwest Steinbacher Hohl 2-26 Praunheim Berufsfeuerwehr Notarzteinsatzfahrzeug 02/82-1
Bereich 3
3 Bereichsleitungswache 3 Nieder Kirchweg 26 Nied Berufsfeuerwehr, Malteser Hilfsdienst 2 Schicht-RTW, 1 Tagdienst-RTW, Baby-Notarztwagen, der Infektions-/und Schwerlast-RTW „Sonderrettungswagen“ (S-RTW), Z-RTW 03/83-1, 03/83-2, 03/84-3, 03/86-1, 03/89-1, 03/85-1
30 Bereichswache 30 Westerbachstraße 175 Sossenheim Berufsfeuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz 2 Schicht-RTW 30/83-1, 30/83-2
Rettungswache 30a Rödelheimer Landstraße 95 Rödelheim Deutsches Rotes Kreuz 2 Notfallkrankenwagen (Typ B) 30/93-1, 30/93-2
31 Rettungswache Höchst
(in der Nähe der Bereichswache 31)
Silostraße 23 Unterliederbach Arbeiter-Samariter-Bund 1 Schicht-RTW und 1 Tagdienst-RTW 31/83-1, 31/84-2
  Klinikum Frankfurt Höchst Gotenstraße 6-8 Höchst Berufsfeuerwehr, Johanniter-Unfall-Hilfe Notarzteinsatzfahrzeug, Intensivtransportwagen (Intensiv-Verlegungs-Notarztwagen) der JUH, Baby-Notarzteinsatzfahrzeug 03/82-1, 03/87-1, 03/80-1
  St. Elisabethen-Krankenhaus Ginnheimer Straße 3 Bockenheim Berufsfeuerwehr Tagdienst-Notarzteinsatzfahrzeug 30/82-1
Bereich 4
4 Bereichsleitungswache 4 Mörfelder Landstraße 126 Sachsenhausen-Nord Berufsfeuerwehr, Malteser Hilfsdienst 2 Schicht-RTW, 1 Tagdienst-RTW, Z-RTW, GRTW und SEG-Rettungsdienst 04/83-1, 04/83-2, 04/84-3, 04/85-1, 04/98-1
40 Bereichswache 40 Franziusstraße 20 Ostend Berufsfeuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz 1 Schicht-RTW und 1 Tagdienst-RTW 40/83-1, 40/84-2
Rettungswache 40a Hanauer Landstraße 191-193 Ostend Arbeiter-Samariter-Bund 2 Tagdienst-RTW, 3 Notfallkrankenwagen (Typ B) 40/84-3, 40/84-4, 40/93-1, 40/93-2, 40/93-3
41 Bereichswache 41 Schwanheimer Straße 140 Niederrad Malteser Hilfsdienst 1 Schicht-RTW und 1 Tagdienst-RTW 41/83-1, 41/84-2
  Universitätsklinikum Theodor-Stern-Kai 7 Sachsenhausen-Nord Berufsfeuerwehr Notarzteinsatzfahrzeug, Baby-Notarzteinsatzfahrzeug 04/82-1, 04/80-1
  Hospital zum heiligen Geist Lange Straße 4-6 Innenstadt Berufsfeuerwehr Tagdienst-Notarzteinsatzfahrzeug 40/82-1
Dienstrhythmus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 2017 7:00 Uhr wird das „Bremer-Modell“ als Probedienstplan angewandt. Dabei werden 24-Stunden-Dienste verrichtet. Die Freizeitphase beträgt zwischen 24, 48 oder 72 Stunden.

Der Einsatzdienst wird von drei Wachabteilungen in 24-Stunden-Schichten gemäß folgendem Grundraster in einer dreiwöchigen Periode geleistet:

Erste Woche:

Montag, Freitag, Sonntag

Zweite Woche:

Mittwoch und Samstag

Dritte Woche:

Dienstag und Donnerstag

Etwa jede siebte Schicht ist überstundenfrei (Ausgleich).

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Höchst

Es gibt 28 Freiwillige Feuerwehren in Frankfurt. Alle Freiwilligen Feuerwehren haben eine Jugendfeuerwehr und elf Freiwillige Feuerwehren haben eine Kinderfeuerwehr[14] (sogenannte Minifeuerwehr). Der Zeitraum, in dem die Freiwillige Feuerwehr alarmiert wird, ist im Regelfall von montags bis freitags 18 Uhr bis 6 Uhr. Am Wochenende und an Feiertagen finden Alarmierungen rund um die Uhr statt. Seit dem Jahr 2012 werden die Freiwilligen Feuerwehren durch das neue Konzept auch tagsüber ab bestimmten Einsatzstichwörtern mitalarmiert. Hiermit ist nun auch der Innenstadtbereich auf die Freiwilligen Feuerwehren „aufgeteilt“ worden.

Die Freiwilligen Feuerwehren werden gleichzeitig mit der Berufsfeuerwehr alarmiert, rücken mit mindestens einer qualifizierten Staffel aus und arbeiten gemeinsam die jeweiligen Einsatzstellen ab. Ausnahmen hiervon gibt es unter anderem bei Hochwasser oder Sturmschäden größeren Ausmaßes, wobei die Freiwilligen Feuerwehren auch alleine tätig werden – unter Umständen auch außerhalb der genannten Zeiten. Zu Einsätzen kleineren Umfangs sowie bei Auslösungen von automatischen Brandmeldeanlagen wird die Freiwillige Feuerwehr in der Regel nicht eingesetzt.

Außerdem hat jede Feuerwehr eine Sonderaufgabe zu bewältigen. Die Sonderaufgaben können Ausleuchten von Einsatzstellen, Dekon, Seelsorgerfahrdienst oder Küche / Verpflegungszug sein.

Direktionsbereich Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abteilung I4: Logistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abteilung I5: Verwaltung und Rettungsdienstträgerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abteilung I6: Information und Kommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personalvertretung und Gleichstellungsbeauftragte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Personalrat der Branddirektion Frankfurt am Main, als gewählter Interessenvertretung der hauptamtlich Beschäftigten, besteht aus einem zwölfköpfigen Gremium. Aktuell sind drei Mitarbeiter für die Personalratsarbeit freizustellen. Zurzeit verfügt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi über die Mehrheit der Abgeordneten im Personalratsgremium.

Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 wurde das Zentrum für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst (kurz: BKRZ) im Stadtteil Eckenheim in Betrieb genommen. Im BKRZ sind neben der Bereichsleitungswache 1 noch die Verwaltung der Branddirektion, Werkstätten, Unterrichtsräume sowie ein Sport- und Übungsgelände untergebracht. Außerdem befindet sich seit 2005 die Zentrale Leitstelle im BKRZ.

Zum Bau und Betrieb der in der jüngeren Vergangenheit zahlreich erstellten Neubauten wurde eigens eine privatrechtlich organisierte Betriebs- und Grundstücksgesellschaft gegründet. Die BKRZ Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum – Grundstücksgesellschaft mbH und Co. KG befindet sich im Besitz der Stadt Frankfurt am Main.[15]

Historische Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerwache Burgstraße

Feuerwache Burgstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurde der Standort Burgstraße aufgegeben. Zur Refinanzierung des Brandschutzzentrums wurde die Feuerwache zusammen mit drei ebenfalls zur Liegenschaft gehörigen betriebseigenen Mehrfamilienhäusern veräußert.

Die historische Branddirektorenvilla wurde zu einem Kindergarten umgenutzt und ist in weiten Teilen im Urzustand erhalten geblieben. Der historische Schlauchturm der Feuerwache und das Denkmal für die in den Weltkriegen gefallenen Mitarbeiter der Frankfurter Feuerwehr wurden abgebrochen. Das eigentliche historische Wachgebäude wurde bereits in den 1980er-Jahren abgerissen. Mit dem so genannten „Burghof“ entstand eine hochverdichtete Eigentumswohnanlage.

Feuerwache Gallus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerwache im Gallus

Die Bereichsleitungswache 2 in der Heinrichstraße () im Stadtteil Gallus ist die älteste noch genutzte Feuerwache in Frankfurt. Der Bau erfolgte in den Jahren 1900 bis 1902. 2017 wurde der Gründerzeitbau auf Initiative der Frankfurter SPD unter Denkmalschutz gestellt und der bis dahin von der Amtsleitung propagierte Abriss des historischen Gebäudes verhindert.[16]

Feuerwehrnahe Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main e. V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main sind die 28 Freiwilligen Feuerwehren, eine Betriebsfeuerwehr, die Berufsfeuerwehr und eine Rettungshundestaffel privatrechtlich organisiert. Ziel des Interessenverbandes ist die Repräsentation der Mitglieder in Politik und Öffentlichkeit.[17]

Team des Feuerwehrsportvereins beim Museumsuferfest 2012

Feuerwehrsportverein Frankfurt am Main e. V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 wurde im Rahmen der Umsetzung eines umfassenden betrieblichen Sport- und Gesundheitskonzeptes ein Feuerwehrsportverein gegründet. Ziel des Vereins ist durch das Angebot von regelmäßigen Sportangeboten und der Ausrichtung von speziellen Feuerwehrsportveranstaltungen positiv auf den Fitness- und Gesundheitszustand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Frankfurter Feuerwehr einzuwirken.

Der Mehrspartenverein kooperiert mit der Branddirektion Frankfurt am Main und hat rund dreihundert Mitglieder in den Sparten Fußball, Volleyball, Leichtathletik, Karate, Kickboxen, Kinderturnen, Feuerwehrsport und Rettungsschwimmen. Erfolgreichste Sparte ist die seit 2014 bestehende, im CCVD organisierte, Cheerleadingformation, die 2016 die Regional- und Hessenmeisterschaften für sich entscheiden konnte.[18]

Neben den regulären Sportbetrieb bietet der Verein in Kooperation mit dem Sportzentrum der Feuerwehr Frankfurt ein regelmäßiges, kostenloses Einsatz-Basis-Training für die Einsatzkräfte der Frankfurter Feuerwehren an. Dieses setzt sich aus einem Zirkeltraining, einem Lauftreff und regelmäßigen Rettungsschwimmkursen zusammen. Ziel ist die Entwicklung aller für den Feuerwehrdienst notwendigen konditionellen Grundeigenschaften.

Der Verein richtet das jährliche Sport- und Familienfest der Feuerwehr Frankfurt und das Nikolaus-Fußballturnier als Benefiz-Behördenturnier der Frankfurter Ämter und Behörden aus. Aktuell arbeitet der Verein am Aufbau einer Marchingband.

Feuerwehrmuseumsvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankfurt hat zwei Feuerwehrmuseen: In einem eigenen Feuerwehrmuseum auf dem alten Flugplatz Bonames werden die Geschichte der Feuerwehr in Deutschland dokumentiert und historische Fahrzeuge sowie Ausrüstungsgegenstände ausgestellt. Das Museum der Feuerwehr Frankfurt widmet sich ausschließlich der Geschichte der Frankfurter Feuerwehren.

Minifeuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 wurde im Stadtteil Praunheim die erste Minifeuerwehr als Bestandteil der dortigen Freiwilligen Feuerwehr () gegründet. Dort wird Kindern ab vier Jahre neben Spiel und Spaß das richtige Verhalten in Gefahrensituationen vermittelt. Dieses Konzept haben mittlerweile zahlreiche weitere Feuerwehren in Deutschland übernommen.

Fördervereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast jede Frankfurter Feuerwehr verfügt neben der kommunalen Einsatzabteilung über einen zugehörigen Feuerwehrverein zur Förderung des örtlichen Brandschutzes. Die Mitgliedschaft im Feuerwehrverein ist in Hessen unabhängig vom Mitwirken in der jeweiligen Feuerwehr. In der Regel sind jedoch beim Bestehen eines Feuerwehrvereins die Einsatzkräfte eines Ortes gleichzeitig Mitglieder beider Organisationen.

Rund um die Feuerwehr Frankfurt existieren darüber hinaus noch eine Reihe weiterer betriebsnaher Vereine. Etwa ein Feuerwehr-Bowlingclub, der Förderverein „Christoph2“ und der ver.di-nahe Feuerwehrhilfsfonds.[8]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadtteile Oberrad und Sachsenhausen teilten sich viele Jahre ein gemeinsames Feuerwehrhaus. Dieser Umstand ist durch einen Neubau in Sachsenhausen neben der BLW4 beendet worden.

Im Stadtteil Bergen-Enkheim gibt es zwei Freiwillige Feuerwehren. Das Feuerwehrhaus in Enkheim sollte ursprünglich als Zentrale Feuerwache der ehemals eigenständigen Stadt Bergen-Enkheim dienen und ist demnach sehr großzügig mit einer eigenen Leitstelle, zwei großen Fahrzeughallen mit einer Wasch- und Wartungshalle sowie zwei Wohnungen ausgestattet.[19] Zum Jahr 1977 – drei Monate nach der Fertigstellung der Feuerwache – wurde die aus den Ortsteilen Bergen und Enkheim bestehende Gemeinde als ein Stadtteil nach Frankfurt eingemeindet und somit gingen beide Ortsteilwehren in die Feuerwehr Frankfurt über. Die Feuerwache Enkheim ist inzwischen auch Standort einer weiteren Bereichswache der Berufsfeuerwehr.[8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Hartmann, Mathias Schmidt: Feuerwehr Frankfurt – Brandschutz in einer Metropole. Band 1. MIBA exclusiv, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-86046-004-8.
  • Walter Gerteis: Das unbekannte Frankfurt. Drei Folgen, Verlag Frankfurter Bücher, Frankfurt am Main 1960.
  • Kuno Klötzer: Begleittext zu Blatt 03087, in Frankfurt Archiv. Archiv Verlag, Braunschweig 1994ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feuerwehr in Frankfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Von der „Schapler-Leiter“ zur „C.C.“ Die Entwicklungsgeschichte der Frankfurter Hubrettungsfahrzeuge. In: Museumsdepesche Ausgabe 8. Feuerwehrgeschichts- und Museumsvereins Frankfurt am Main e. V., 1. Juni 2011; abgerufen am 20. April 2017.
  2. Christian Koschorreck: Von der Luftrakete zum Aqua-Riwa. In: Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main. (kfv-ffm.de [abgerufen am 21. März 2017]).
  3. Frankfurter Neue Presse: Johannes-Schänker-Passage: Empörung über Namensgebung | Frankfurter Neue Presse. (fnp.de [abgerufen am 24. März 2017]).
  4. Museums und Geschichtsverein der Feuerwehr Frankfurt: Geschichte der Feuerwehr Frankfurt. In: Geschichte. Branddirektion Frankfurt am Main; abgerufen am 21. März 2017.
  5. Denise Peikert: Frankfurter Feuerwehrchef: Im Kampf mit den Elementen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 27. September 2013, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 22. März 2017]).
  6. http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2855&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=29861686. Abgerufen am 12. Dezember 2017.
  7. Eröffnung des FRTC Feuerwehr- und Rettungstrainingscenters (Memento vom 6. Juni 2013 im Internet Archive)
  8. a b c Hans-Jürgen Biedermann: Feuerwehr ist schneller zur Stelle. In: Frankfurter Rundschau. Jahrgang 63, Nr. 41, 17. Februar 2007, S. 37 (S-Ausgabe).
  9. Neubau der Feuer- und Rettungswache 21 geht weiter voran
  10. FNP am 21. März 2017
  11. Taucherdruckkammer der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main
  12. Jahresbericht des Feuerwehrgeschichts- und Museumsverein Frankfurt e. V., (abgerufen am 12. Juli 2013).
  13. Rettungsdienst Frankfurt am Main Abgerufen am 17 Jan. 2017
  14. Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main
  15. Adresse der BKRZ Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum – Grundstücksgesellschaft mbH und Co. KG
  16. Frankfurter Neue Presse: Planungen zur Bebauung: Neue Quartiere für die Innenstadt | Frankfurter Neue Presse. (fnp.de [abgerufen am 20. April 2017]).
  17. Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main e. V. Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main e. V.; abgerufen am 22. März 2017.
  18. Startseite. In: frankfurt.feuerwehrsport.org. Abgerufen am 3. Mai 2016.
  19. Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Enkheim (Memento vom 19. September 2012 im Internet Archive)