Feuerwehr Koblenz

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Feuerwehr Koblenz
Wappen von Koblenz Amt der Stadt Koblenz
Hauptfeuerwache im Rauental
Hauptfeuerwache im Rauental
Berufsfeuerwehr
Gründungsjahr: 1910
Standorte: 1
Mitarbeiter: 116
Freiwillige Feuerwehr
Gründungsjahr: 1872
Abteilungen: 10
Aktive Mitglieder: 276
Jugendfeuerwehr
Gründungsjahr: 1982
Gruppen: 10
Mitglieder: 100
Feuerwehr Koblenz

Die Feuerwehr Koblenz ist eine von sechs Berufsfeuerwehren in Rheinland-Pfalz. Wie die übrigen Berufsfeuerwehren im Land besteht sie zusätzlich aus Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr und einer Jugendfeuerwehr mit mehreren Gruppen. Eine Berufsfeuerwehr wurde in Koblenz erstmals im Jahr 1910 aufgestellt. Seit 1973 ist sie in der Feuerwache in der Schlachthofstraße in Koblenz-Rauental beheimatet

Stadtfeuerwehrinspekteur ist seit 2016 Branddirektor M. Maxeiner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die Feuerwehr Koblenz im Jahr 1872 als Freiwillige Feuerwehr. Im Jahr 1910 wurde sie um die Berufsfeuerwehr erweitert, bestehend aus einem Führer und zehn Mann. Insgesamt bestand die Koblenzer Feuerwehr zu dieser Zeit aus 82 Mann (1 Branddirektor, 1 Oberbrandmeister, 3 Brandmeistern, 6 Abteilungsführern und 3 Zügen). Das Hauptdepot lag in der Altstadt im ehemaligen Rathaus Am Plan, mit Nebendepots in der Schenkendorfstraße, in Lützel, Neuendorf und Moselweiß. Dazu gab es seit 1889 auf Ratsbeschluss eine Wasserwehr für Hilfseinsätze bei Hochwasser.[1]

Aufgabenbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der Stadtverwaltung Koblenz bildet die Feuerwehr das Amt für Brand- und Katastrophenschutz (Amt 37).[2] Die Aufgaben der Koblenzer Feuerwehr nach dem Landesbrand- und -katastrophenschutzgesetz (LBKG) untergliedern sich wie folgt:

Das Amt hat die Verantwortung für den Einsatz der Einheiten von Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehr, Jugendfeuerwehr, Katastrophenschutz (Sanitätsdienst, Wasserrettung) sowie des Technischen Hilfswerks (THW).

Der medizinische Rettungsdienst wird in Koblenz nicht von der Feuerwehr wahrgenommen.

Berufsfeuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ärmelabzeichen BF Koblenz alter Art

Das Personal besteht aus 117 Mitarbeitern, wovon 85 Feuerwehrbeamte im Einsatzdienst und 12 in der Leitstelle in drei Wachabteilungen eingesetzt werden. Hierzu treten noch 13 Beamte des Führungsdienstes (A-Dienst und B-Dienst) sowie 7 Mitarbeiter der Verwaltung.

Der erste Löschzug wird mit 16 Feuerwehrleuten besetzt, 2 weitere Beamte stehen für den Einsatz von Sonderfahrzeugen zur Verfügung. Ein gegebenenfalls notwendiger zweiter Löschzug wird aus der Freiwilligen Feuerwehr ergänzt.

Der erste Löschzug setzt sich aus folgenden Fahrzeugen zusammen:

Strategische Neuausrichtung für die Feuerwehr Koblenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2017 gab der Koblenzer Oberbürgermeister bekannt, dass aufgrund der demographischen sowie der verkehrstechnischen Entwicklung ein Ausbau der Berufsfeuerwehr notwendig wird. Hierzu soll ein zweistelliger Millionenbetrag investiert werden und sich die Zahl der Beschäftigten auf 150 erhöhen.[3][4][5]

Unter anderem werden zwei neue Berufsfeuerwehrwachen gebaut. Zusammen mit der Hauptwache in Rauental entstehen drei Wachbezirke, denen jeweils Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr zugeordnet sind. Wache 2 für den Bezirk Rechte Rheinseite entsteht an der Friesenstraße in Niederberg. Wache 3 für den Bezirk Nord entsteht auf einem Grundstück von 8600 m² Fläche in Bubenheim. Dort wird auch der Neubau der Integrierten Leitstelle für den Rettungsdienstbereich Koblenz entstehen, außerdem ein zentrales städtisches Hochwasserlager.[6]

Die dezentrale Struktur der Standorte soll eine schnellere Erreichbarkeit aller Einsatzorte in der Stadt innerhalb der Einsatzgrundzeit ermöglichen.[6] Jede der drei Wachen wird rund um die Uhr ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug mit 6 Feuerwehrleuten stellen, wobei die Drehleiter, der Einsatzleitwagen sowie Sonderfahrzeuge weiterhin von der Hauptwache Rauental ausrücken.

Höhensicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Berufsfeuerwehr steht eine Höhensicherungsgruppe zur Verfügung.

Wasserrettung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede diensthabende Wachabteilung kann vier Feuerwehrtaucher einsetzen. Bei Bedarf kann die Hubschrauberstaffel der Polizei am Flugplatz Koblenz-Winningen zur Unterstützung angefordert werden. Der Tauchergruppe steht ein spezielles Einsatzfahrzeug 4x4 mit einem Schlauchboot auf Anhänger zur Verfügung

Integrierte Leitstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben 12 Mitarbeitern der Berufsfeuerwehr wird die integrierte Leitstelle durch 15 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes besetzt. Sie koordiniert jährlich rund 150.000 Einsätze und ist neben der Stadt Koblenz auch für die Landkreise Ahrweiler, Cochem-Zell und Mayen-Koblenz mit insgesamt rund 512.00 Einwohnern zuständig.[7]

Die Leitstelle ist neben der Koordination des Rettungsdienstes für die Erstalarmierung der Freiwilligen Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten der beteiligten Landkreise zuständig und bildet die Einsatzleitstelle für den Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Koblenz. Die Leitstellentechnik umfasst im Wesentlichen neun Einsatzleitplätze sowie fünf Ausnahmeabfrageplätze für die Abwicklung von Großschadenslagen.[8]

Die seit dem Jahr 2011 bei der Berufsfeuerwehr in Rauental untergebrachte Leitstelle wird voraussichtlich ab dem Jahr 2023 in einem Neubau auf dem Gelände der neuen Feuerwache 3 angesiedelt. Die ständig steigende Zahl von Notrufen und der damit höhere Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die fehlende Erweiterbarkeit des bisherigen Gebäudes und die Hochwassergefährdung des Geländes werden als Hauptgründe genannt.[6]

Löschboot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Feuerlöschboot „Rheinland-Pfalz I“ der Feuerwehr Koblenz auf dem Rhein

Das Feuerlöschboot „Rheinland-Pfalz I“ wurde am 14. Oktober 1975 der Feuerwehr Koblenz übergeben. Das vom Land Rheinland-Pfalz in Auftrag gegebene Boot wurde von der Rheinwerft in Mainz-Mombach gebaut. Die Baukosten betrugen 2,3 Mio. DM, hinzu kamen nochmal ca. 400000 DM für die Ausrüstung und den weiteren Ausbau.

Das Boot hat zwei je 1000 PS starke Motoren und erreicht damit eine maximale Geschwindigkeit von 45 km/h flussabwärts sowie 35 km/h flussaufwärts. Es ist 30 Meter lang und 5,5 Meter breit. Die beiden Feuerlöschpumpen versorgen die Monitoren zu je 6000 l/min. wahlweise mit Löschwasser oder Löschschaum. Die Pumpen können auch zum Lenzen mit einer Leistung von 13000 l/min. eingesetzt werden. Zusätzlich ist ein Schleppen oder Schieben anderer Wasserfahrzeuge möglich. Es ist ebenfalls mit einer Flutlichtanlage, Radar und Echolot sowie einem Beiboot mit Außenbordmotor ausgestattet. Ein Umbau erfolgte in den Jahren 1997/1998. Man legte beim Bau besonderen Wert auf Schnelligkeit und Manövrierfähigkeit. Das am nördlichsten stationierte Feuerlöschboot des Landes operiert auf der Mosel und auf dem Rhein regulär bis zur Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen, bei Bedarf aber auch über diese hinaus.[9]

Großraumrettungswagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Feuerwache ist ein Großraumrettungswagen stationiert, dessen Besatzung von der BF Koblenz gestellt wird. Das Fahrzeug wurde schon mehrfach dazu eingesetzt, verwundete Soldaten, die mit dem MedEvac aus Afghanistan heimgeholt wurden, in das Bundeswehr-Zentralkrankenhaus zu überführen.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ärmelabzeichen FF Koblenz neuer Art

Die Freiwillige Feuerwehr setzt sich aus insgesamt zehn Einheiten zusammen. Mit der Neuausrichtung der Feuerwehr Koblenz sind sie seit 2019 drei Wachbezirken zugeordnet.

Neun Einheiten unterhalten in ihren jeweiligen Stadtteilen eigene Feuerwehrhäuser, dies sind Ehrenbreitstein, Horchheim, Karthause, Lay, Güls, Rübenach, Bubenheim, Arzheim und Arenberg/Immendorf. Hinzu kommt die Wache Nord, welche seit 2013 am Standort Wallersheim für die Stadtteile Lützel, Neuendorf, Kesselheim und Metternich zuständig ist.[10]

Die Freiwilligen Feuerwehren werden in der Regel zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr alarmiert und sind für ihre zugewiesenen Ausrückebereiche zuständig. Bis zur Umsetzung des Mehrwachen-Konzepts existiert eine wöchentlich wechselnde Bereitschaft, in der bei Großschadensereignissen zwei eingeteilte Einheiten als Reserve-Löschzug zum Besetzen der Feuerwache nachalarmiert werden.[11]

Nach der Eingemeindung der umliegenden Dörfer in den frühen 1970er Jahren wurden die bis dahin selbstständigen Feuerwehren von Güls, Rübenach, Bubenheim, Kesselheim, Arenberg, Immendorf, Arzheim, Stolzenfels und Lay in die Freiwillige Feuerwehr Koblenz eingegliedert.

Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrzeugliste weitgehend mit Stand Dezember 2014, außer wo angegeben. Geänderte Nummerierung und Zuordnung zu Wachbezirken seit März 2019.

Wachbezirk Mitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FF Koblenz-Karthause 2017
MLF 10/6 der FF Koblenz-Karthause

Einheit 11: Koblenz-Karthause

  • 1 MLF MAN 10/6 (seit November 2014)
  • 1 LF 8/6 IVECO
  • 1 Dekon P MAN 4x4
  • 1 MTF MB Vito
  • 1 AB Dekon G

Im Jahre 1956 aufgestellt, erhielt die FF Karthause als erstes Löschgerät einen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) zugewiesen. Da keine geeignete Liegenschaft zur Verfügung stand, zog die Löschgruppe notgedrungen in eine Wachkasematte des Löwentors der Feste Kaiser Alexander ein. In diesen beengten Verhältnissen musste die Einheit bis zum 1992 erfolgten Neubau des Feuerwehrhauses in der Simmerner Straße verbleiben. In der Zwischenzeit war der TSA durch zwei Löschfahrzeuge aus dem Zivilschutzprogramm (TLF 8/8 auf Unimog 404) ersetzt worden. Aus Platzmangel waren diese Fahrzeuge auf der Feuerwache abgestellt. Es folgte ein LF 16-TS auf MB 1113, dann ein LF 16-TS auf IVECO. Zeitweise verfügte die Einheit über einen GW 1 aus Beständen des THW (GKW 72). Dazu kam ein MTF VW T3.[12]

Einheit 12: Koblenz-Lay[13]

  • 1 LF 8/6 MB
  • 1 MTF Ford Transit Custom (seit 2018)

Einheit 13: Koblenz-Horchheim[14]

  • 1 KTLF MB
  • 1 RW 1 Unimog
  • 1 MTF VW T4
  • 1 RTB
  • 1 AH-Strom

Wachbezirk Rechte Rheinseite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TLF Waldbrandbekämpfung, seit 2018 bei der Einheit Arenberg/Immendorf stationiert

Einheit 21: Koblenz-Arenberg/Immendorf[15]

spezialisiert auf Vegetationsbrandbekämpfung[16]

  • 1 HLF 16/12 MAN (war von 2003 bis 2014 bei der BF)[17]
  • 1 TLF-Wald MB (seit Juli 2018)
  • 1 MTF Renault Trafic
  • Lichtmastanhänger

Einheit 22: Koblenz-Arzheim[18]

  • 1 TSF-W IVECO

Einheit 23: Koblenz-Ehrenbreitstein[19]

  • 1 TLF 16/25 Iveco
  • 1 MTF Ford Transit (seit Mai 2018)
  • 1 RTB
  • 1 AH-Strom

Wachbezirk Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerwehrhaus der FF Koblenz-Bubenheim

Einheit 31: Koblenz-Bubenheim[20]

  • 1 MLF 10/6 MAN

Einheit 32: Koblenz-Rübenach[21]

  • 1 LF 8/6 IVECO
  • 1 RW 1 Unimog

Einheit 33: Koblenz Wache Nord[22]
Die Einheiten Kesselheim (7), Neuendorf (15) und Metternich (19) wurden 2013 zusammengelegt und in der neu erbauten Feuerwache Koblenz Nord in der Rudolf-Diesel-Straße untergebracht. Die gemeinsame Einheitsnummer 2 wurde dabei von der aufgelösten Einheit Stadtmitte übernommen.

  • 1 HLF 16/12 MAN (war von 2003 bis 2014 bei der BF)[17]
  • 1 MLF MB
  • 1 SW 2000 MAN
  • 1 MTF Renault Trafic
  • 4 RTB

Einheit 39: Koblenz-Güls

  • 1 HLF 10 IVECO (seit Januar 2017)
  • 1 MTF Ford Transit Custom (seit 2018)

Aufgelöste Einheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Koblenz-Stadtmitte und Koblenz-Metternich

Nach Aufstellung der Berufsfeuerwehr 1910 bestand die ursprüngliche Einheit als Freiwillige Feuerwehr Koblenz-Stadtmitte weiter. Als die Berufsfeuerwehr 1973 die neue Feuerwache in der Schlachthofstraße bezog, wurde die Einheit Stadtmitte zunächst in einem Provisorium in der ehemaligen Langemarck-Kaserne untergebracht, um dann ihr Domizil in die ehemalige Station der Gendarmerie in der Trierer Straße in Koblenz-Metternich zu verlegen. Die ursprüngliche, 1907 gegründete Freiwillige Feuerwehr Koblenz-Metternich war Anfang der 1970er Jahre eingegangen.

Die Einheit übernahm die Aufgabe der Verpflegung der Einsatzkräfte bei Großschadensereignissen. Nach 1994 teilte sich die Einheit in eine Löschgruppe (Freiwillige Feuerwehr Koblenz-Metternich) und in eine Verpflegungsgruppe (Freiwillige Feuerwehr Koblenz-Stadtmitte). Bis dahin stand an Ausrüstung zur Verfügung:

  • 1 Küchenwagen MB 408 Kasten, (später ersetzt durch einen MB 1113 als GW 1 aus Beständen des THW (GKW 72), der dann zuletzt von einem Mitsubishi Fuso Canter mit Pritsche und Plane abgelöst wurde.)
  • 1 Feldküchenanhänger (Katastrophenschutzausstattung)
  • 1 LF 16-TS auf MB 1113
  • 1 MTF VW T3[23]

Die Einheit Stadtmitte verlegte ihren Standort in die Feuerwache der Berufsfeuerwehr. Diese älteste noch existierende Feuerwehr der Stadt wurde 2011 aufgelöst. Die zurückbleibende Löschgruppe Metternich übernahm die Jugendfeuerwehr und führte die Tradition der Einheit Metternich fort. Im Jahr 2013 wurde die Liegenschaft im Wahlsweg 3 aufgegeben und die Einheit in die neue Feuerwache Nord verlegt.[24]

  • Einheit 16 (Fernmelden und Telekommunikation)

Die Einheit 16 war auf der Hauptfeuerwache stationiert und u. a. verantwortlich für die Telekommunikation bei Groß(schadens)ereignissen, so besetzte sie z. B. die Abschnittsleitstellen bei Hochwasser.

  • Freiwillige Feuerwehr Koblenz-Neuendorf

Ursprünglich als Freiwillige Feuerwehr Koblenz-Rauental aufgestellt, war sie in der Hauptfeuerwache untergebracht. Daran änderte sich auch nach der Umbenennung und der Verlagerung des Einsatzbereiches nichts. Mehrere Versuche, die Einheit im Stadtteil Neuendorf zu etablieren, scheiterten aus unterschiedlichen Gründen. Seit 2013 ist die Einheit in der Feuerwache Nord stationiert.[25]

  • Freiwillige Feuerwehr Koblenz-Stolzenfels

Die Einheit 6 stellte ihre Dienstbereitschaft zum Jahresende 2018 ein. Als Grund wurden die mangelnde Dienstfähigkeit und eine zu geringe Mitgliederzahl genannt. Der überwiegende Teil der zuletzt 11 Feuerwehrangehörigen wohnte und arbeitete außerhalb der Stadt und stand für Einsätze tagsüber nicht zur Verfügung.[26] Zum Zeitpunkt der Auflösung besaß die Einheit folgende Ausrüstung:

  • 1 TSF-W (seit 2015)
  • 1 RTB

Beförderungsrichtlinien bei der Freiwilligen Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß den Vorgaben durch das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Koblenz sind Beförderungen bei der Freiwilligen Feuerwehr vom Ausbildungsstand bzw. vom Dienstalter abhängig und wie folgt geregelt:

Feuerwehrmann/frau-Anwärter/in Bei Eintritt in die Feuerwehr, oder bei Übernahme aus der Jugendfeuerwehr
Feuerwehrmann/frau Nach erfolgreichem Abschluss der Truppmannausbildung (Teil 1 und 2)
Oberfeuerwehrmann/frau Zwei Jahre nach Beförderung zum/zur Feuerwehrmann/frau
Hauptfeuerwehrmann/frau Nach erfolgreichem Abschluss der Truppführerausbildung
Löschmeister/in Fünf Jahre nach der Beförderung zum/zur Hauptfeuerwehrmann/frau
Oberlöschmeister/in Fünf Jahre nach der Beförderung zum/zur Löschmeister/in
Hauptlöschmeister/in Fünf Jahre nach der Beförderung zum/zur Oberlöschmeister/in
Brandmeister/in Nach erfolgreichem Abschluss des Gruppenführerlehrganges (unabhängig vom Dienstalter)
Oberbrandmeister/in Nach erfolgreichem Abschluss der Zugführerausbildung
Hauptbrandmeister/in Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung „Führer von Verbänden

Jugendfeuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1982 wurden bei den Freiwilligen Feuerwehren Koblenz-Stadtmitte und Koblenz-Kesselheim die beiden ersten Jugendfeuerwehrgruppen aufgestellt. Nachdem die Jugendfeuerwehr Ende der 1990er Jahre über 12 Einheiten mit ca. 140 Mitgliedern verfügte, verringerte sich der Bestand wieder etwas, da zwei Einheiten zusammengelegt wurden, eine Feuerwehr kein Interesse an der Weiterführung der Jugendfeuerwehr hatte und zwei wegen Personalmangel aufgelöst werden mussten. Nach einer Neugründung besteht die Jugendfeuerwehr der Stadt Koblenz aus 10 Gruppen mit ca. 100 Angehörigen.[27]

Musikzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Freiwilligen Feuerwehr ist ein Musikzug angeschlossen, der unter dem Namen „Jugendfeuerwehrkapelle Lay“ firmiert, obwohl zur Jugendfeuerwehr keinerlei Verbindung besteht. Das Repertoire kann als anspruchsvoll bezeichnet werden, es erfolgten bereits Auftritte im Auftrag der Rheinland-Pfälzischen Landesregierung.[28]

Sonstige Feuerwehren im Stadtgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Firma Aleris (früher Kaiser Aluminum) unterhält eine eigene Werkfeuerwehr mit 18 Hauptamtlichen und 62 freiwilligen Kräften.

Fahrzeugbestand:

1 × ELW (Volkswagen T5 Facelift)
1 × TLF 24/50 250 PM (Renault)
1 × SLF 16/8 1-CAFS (IVECO)
1 × TroTLF 8/16 250 P (MB)[29]
Die Bundeswehr-Feuerwehr um 1990
Internes Abzeichen der Bundeswehr Feuerwehr (Luftfahrzeug-Sicherungsstaffel)
  • Die Bundeswehr unterhielt eine Feuerwehr mit zwei hauptamtlichen und 42 freiwilligen Kräften bei der Wehrtechnischen Dienststelle für Pionier und Truppengerät (vormals Erprobungsstelle 51) in Koblenz-Metternich. Diese bestand zuletzt nur noch aus einer Staffel zur Sicherung bei Hubschrauberlandungen und zur Wahrnehmung des vorbeugenden Brandschutzes. Sie wurde inzwischen aufgelöst.

Fahrzeugbestand:

3 × TLF 16/38 (Magirus-Deutz Jupiter 6x6 mit Flugfeldaufbau)
1 × TroTLF 1000 250 P (Unimog U 1300 L)
1 × TroLF 1500 P (DB LG 315 4x4 mit Spezialaufbau)
1 × TroLF 750 P (Unimog S 404 mit Spezialaufbau)
1 × GW Ölwehr (Opel Blitz mit Spezialaufbau)
1 × VRW (VW T3 synchro Doppelkabine und Geräteaufbau über der Pritsche)
1 × Rettungswagen VW LT 35

Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz ist in der Liegenschaft der ehemaligen Landespolizeischule im Stadtteil Asterstein angesiedelt.

Stadtfeuerwehrverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtfeuerwehrverband Koblenz e. V., der 1985 gegründet wurde, sind alle Angehörigen der Feuerwehr organisiert. Auch die Werkfeuerwehr von Aleris ist angeschlossen. Aufgabe des Stadtfeuerwehrverbandes ist die Betreuung und Förderung der Feuerwehren der Stadt Koblenz und ihrer Jugendgruppen. Weiterhin wird im Brand- und Katastrophenfall die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen gewährleistet.[30]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feuerwehr Koblenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amt für Brand und Katastrophenschutz der Stadt Koblenz

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historisches – Geschichte der Koblenzer Feuerwehr
  2. Stadt Koblenz
  3. Vorstellung der Organisationsuntersuchung der Feuerwehr und der Brandschutzbedarfsplanung der Stadt Koblenz. 30. August 2017, abgerufen am 22. August 2019.
  4. www.rhein-zeitung.de: Millionenregen – Die Berufsfeuerwehr wird ausgebaut, abgerufen am 11. Januar 2018
  5. www.rhein-zeitung.de: Kürzere Wege, schnellere Hilfe: Feuerwehr Koblenz plant Neubauten, abgerufen am 8. Juli 2019
  6. a b c Standort für die Errichtung der Feuerwache 3 (Berufsfeuerwehr) sowie den Neubau der Integrierten Leitstelle für den Rettungsdienstbereich Koblenz. Vorlage UV/0048/2019. In: Bürgerinformationssystem der Stadt Koblenz. Stadt Koblenz, archiviert vom Original; abgerufen am 22. August 2019.
  7. www.rhein-zeitung.de: Integrierte Leitstelle in Koblenz koordiniert rund um die Uhr Rettungseinsätze, abgerufen am 11. Januar 2018
  8. www.feuerwehr-koblenz.de: Sachgebiet Integrierte Leitstelle, abgerufen am 11. Januar 2018
  9. Broschüre „125 Jahre Feuerwehr Koblenz“ des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz 1997
  10. Wache Nord, abgerufen am 11. Januar 2018.
  11. Info des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz
  12. Aus der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum der FF Koblenz-Karthause 1996
  13. Die Fahrzeuge der Einheit 8 Webseite: feuerwehr-lay. Abgerufen am 30. November 2014.
  14. Die Fahrzeuge der Einheit 4 Webseite: feuerwehr-horchheim. Abgerufen am 30. November 2014.
  15. Die Fahrzeuge der Einheit 13 (Memento vom 5. Dezember 2014 im Internet Archive) Webseite: feuerwehr-arenberg. Abgerufen am 30. November 2014.
  16. Neues Waldbrand-Tanklöschfahrzeug an die Feuerwehr Koblenz übergeben - Einheit Arenberg/Immendorf erhält ehemaliges Fahrzeug der Berufsfeuerwehr! 23. Juli 2018, abgerufen am 22. August 2019 (deutsch).
  17. a b Neue HLF-Generation bei der Berufsfeuerwehr Koblenz. Abgerufen am 24. August 2019.
  18. Die Fahrzeuge der Einheit 12 Webseite: feuerwehr-ko-arzheim. Abgerufen am 30. November 2014.
  19. Die Einheit 3 Webseite: feuerwehr-ehrenbreitstein. Abgerufen am 14. Januar 2016.
  20. Die Fahrzeuge der Einheit 11 Webseite: feuerwehr-bubenheim. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  21. Die Fahrzeuge der Einheit 10 Webseite: feuerwehr-ruebenach. Abgerufen am 30. November 2014.
  22. Die Fahrzeuge der Einheit 2 Webseite: einheit-zwei. Abgerufen am 30. November 2014.
  23. Berichte von Zeitzeugen
  24. Berichte von Zeitzeugen, sowie Info des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz
  25. Info des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz
  26. Einstellung der Dienstbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Einheit Stolzenfels zum 31.12.2018 - Gemeinsame Willenserklärung der Freiwilligen Feuerwehr Stolzenfels. In: Bürgerinformationssystem der Stadt Koblenz. Stadt Koblenz, 26. November 2018, archiviert vom Original am 22. August 2019; abgerufen am 22. August 2019.
  27. Jugendfeuerwehr Koblenz
  28. Jugendfeuerwehrkapelle Koblenz-Lay e. V.
  29. Werkfeuerwehr. Stadtfeuerwehrverband Koblenz e.V., abgerufen am 9. März 2019.
  30. Broschüre „Feuerwehr Koblenz“ des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz

Koordinaten: 50° 21′ 52″ N, 7° 34′ 54″ O