Fey von Hassell

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Fey von Hassell mit ihrem Vater Ulrich von Hassell (frühe 1940er-Jahre)

Fey von Hassell (* 22. Oktober 1918 in Berlin; † 12. Februar 2010 im Castello di Brazzà, Italien) war eine deutsch-italienische Autorin und Tochter des deutschen Kommunalpolitikers und Widerstandskämpfers Ulrich von Hassell. Aufgrund der Verstrickung ihres Vaters beim Staatsstreichversuch gegen das NS-Regime und Adolf Hitler am 20. Juli 1944 waren sie und ihre beiden Söhne von 1944 bis 1945 Sondergefangene der SS.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fey von Hassell mit ihren Söhnen Corrado (links) und Roberto (rechts)(1945)

Fey von Hassell entstammte dem alten landsässigen Adelsgeschlecht derer von Hassell. Sie wurde als Tochter des Diplomaten Ulrich von Hassell und dessen Frau Ilse von Tirpitz, Tochter des Großadmirals Alfred von Tirpitz geboren. Fey von Hassell heiratete am 8. Januar 1939 den jungen Adligen Detalmo Pirzio-Biroli.[1] und zog auf den Familienstammsitz der Familie, das Castello di Brazzà bei Udine in Oberitalien. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor:

Fey von Hassell wurde einen Tag nach der Hinrichtung ihres Vaters am 9. September 1944 als Sippenhäftling verhaftet und ins Gefängnis nach Udine verbracht, wo sie zunächst nach zehn Tagen wieder entlassen wurde.

Am 26. September erfolgte erneut eine Verhaftung und Trennung von ihren Kindern in Innsbruck, über deren Verbleib sie bis zu ihrer Befreiung im Mai 1945 nichts mehr erfahren würde.

Fey von Hassell wurde nach ihrer Verhaftung weiter Richtung Osten verschleppt. Sie traf zunächst im Hotel Hindenburgbaude weitere Sippenhäftlinge, wie Angehörige der von Stauffenbergs und der Familie von Hofacker u. a., die alle von der SS in verschiedene Konzentrationslager u. a. Stutthof, Buchenwald und Dachau verbracht und zuletzt im Mai 1945 durch die Alliierten in Niederdorf/Südtirol befreit wurden. Bis heute ist unklar, was mit den sog. Sonderhäftlingen hätte passieren sollen und ob die SS den Befehl hatte, die „Sippenhäftlinge“ bei Kriegsende hinzurichten.

Fey von Hassell lebte nach Kriegsende überwiegend in Italien, im Castello di Brazzà bei Udine, wo sie 2010 im Alter von 91 Jahren starb.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fey von Hassell: Niemals sich beugen. Erinnerungen einer Sondergefangenen der SS. Piper, München u. a. 1990, ISBN 3-492-03352-0.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Castello di Brazzacco My mother Fey von Hassell (1919-2010) - Castello di Brazzacco. Archiviert vom Original am 23. November 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.castellodibrazza.com Abgerufen am 21. November 2015.
  2. Castello di Brazzacco Curriculum vitae di Corrado Pirzio-Biroli - Castello di Brazzacco. Archiviert vom Original am 23. November 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.castellodibrazza.com Abgerufen am 21. November 2015.
  3. Dopo l’architettura razionale del periodo fascista c’è ancora uno stile italiano nelle grandi costruzioni? Intervista all’architetto Roberto Pirzio-Biroli - Bellunopress - Dolomiti.
  4. johannesbrandrupofficialfanclub.com, PDF - abgerufen am 13. November 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]