Fidor Bank

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  Fidor Bank AG
Logo
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz München
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 700 222 00[1]
BIC FDDO DEMM XXX[1]
Gründung 2009
Website www.fidor.de
Geschäftsdaten 2016[2]
Bilanzsumme 539,10 Mio. Euro
Mitarbeiter 79 (Jahresdurchschnitt)
Leitung
Vorstand Pascal Cirelli (CEO)

Stefan Spannagl (COO/CIO)[3]

Aufsichtsrat Jean-Yves Forel[3]

Die Fidor Bank AG ist eine deutsche Direktbank mit Sitz in München und gehört zur französischen Groupe BPCE.

Geschichte

Im Jahr 2003 wurde die Kölsch Kröner & Co. AG gegründet. 2009 erfolgte die Umbenennung in den heutigen Namen und erhielt die Vollbanklizenz. Von März 2007 bis zum 30. Juni 2015 war die Fidor Bank börsennotiert. Die frühere Sparschwein Operations GmbH ist heute unter der Firma Fidor Payment Services GmbH Teil der Fidor Bank. Die ehemalige Sparschwein AG wurde ebenfalls von Matthias Kröner, ehemaliger Vorsitzender der DAB Bank, geleitet.[4][5] Für die Kreditvermittlungs-Plattform Smava.de fungiert sie als zwischengeschalteter Vertragspartner. Die Schwestergesellschaft FidorTecS fokussiert sich auf innovative Zahlungs- und Kundenbindungssysteme und ist Mitglied in der Open Source Business Alliance.

Am 28. Juli 2016 wurde bekannt, dass die Fidor Bank durch die Groupe BPCE übernommen wird.[6] Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete die Fidor Bank AG einen Jahresfehlbetrag von 23.756.181 Euro.[7] Im Februar 2018 übernahm im Rahmen eines Squeeze-out die 3F Holding GmbH mit Sitz in München als Tochter der Groupe BPCE die Fidor Bank AG.[8]

Im Rahmen eines möglichen Verkaufs der Bank, nachdem ursprüngliche Pläne der Einführung eines Angebots in Frankreich im Herbst 2018 aufgegeben wurden,[9] gab die Bank am 1. April 2019 bekannt, dass Matthias Kröner das Unternehmen in beiderseitigem Einvernehmen verlässt.[10] Nachfolger als CEO ist Pascal Cirelli.[3]

Aktionärsstruktur

Anteil Anteilseigner
98,92 % 3F Holding GmbH, gehört zur Groupe BPCE, Frankreich
1,08 % Streubesitz

(Stand: 15. Mai 2017)

Produkte

Im März des Jahres 2010 begann die Bank ihr Kontoangebot für Privat- und Geschäftskunden. Das Smart-Girokonto ergänzt das klassische Kontoangebot mit Internet-Payment und „innovativen“ Banking-Angeboten: Neben Festgeldkonto, Sparbrief, Kreditkarte und Anlagen in Fremdwährungen oder Edelmetallen sind auch Twitter-Überweisungen, Social Lending, Social Trading und der Handel mit virtuellen Währungen möglich. Über die eigene Fidor-Online-Community ist die Kommunikation der Kunden untereinander und mit Bankmitarbeitern möglich.

Im letzten Quartal 2015 brachte die Bank als erste deutsche Bank eine PayPass-fähige Debitkarte von MasterCard auf den Markt sowie eine hochgeprägte Kombikarte, die MasterCard, Maestro-Card und PayPass in einer Karte vereint.

Das Angebot an Geschäftskunden umfasst ein kostenfreies Geschäftskonto, eine PrePaid-Kreditkarte sowie Finanzierungsprodukte. Auf Wunsch können Kontonutzer aus verschiedenen Crowdfinanzierungsangeboten für Unternehmen oder einzelne Projekte wählen. Die insbesondere für Geschäftskunden oftmals wichtige HBCI-Funktionalität wird nicht angeboten.

Fidor arbeitet mit diversen Handelsplattformen für Kryptowährungen zusammen, wie zum Beispiel mit bitcoin.de oder kraken.com.[11]

Am 12. Mai 2016 gab das Telekommunikationsunternehmen Telefónica bekannt, dass es seinen Kunden zukünftig kostenlos das erste komplett mobile Bankkonto bei Fidor anbieten werde. Im Angebot enthalten sind eine Mastercard, Bargeldabhebungen und Überweisungen. Das Angebot namens „O2 Banking“ kann per Videochat eröffnet werden können.[12] Die mobile App ist seit Juli 2016 für Android und iOS abrufbar.[13]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Jahresabschluss der FIDOR Bank AG zum 31. Dezember 2016 und Lagebericht. (PDF; 1,638 kB) Groupe BPCE, abgerufen am 19. März 2018.
  3. a b c Impressum der Fidor Bank. In: fidor.de. Abgerufen am 2. April 2019.
  4. Der zweite Anlauf. Financial Times Deutschland, 11. November 2009, archiviert vom Original am 16. August 2013; abgerufen am 16. November 2013.
  5. Ehemaliger Bank-Chef gründet Sparschwein AG. In: FAZ.net. 12. Januar 2005, abgerufen am 6. Oktober 2013.
  6. Die BPCE übernimmt die Fidor Bank: Fragen und Antworten. Fidor Bank, 28. Juli 2016, abgerufen am 28. Juli 2016.
  7. Jahresabschluss der FIDOR Bank AG zum 31. Dezember 2016 und Lagebericht (PDF - 1,63 MB). groupebpce.fr, 31. Mai 2017, abgerufen am 19. März 2018.
  8. Martin Arendts: SpruchZ – Squeeze-out bei der Fidor Bank AG eingetragen. In: wallstreet-online.de. 19. Februar 2018, abgerufen am 19. März 2018.
  9. Les Echos: Le groupe BPCE se penche sur l'avenir de Fidor, 19. September 2018, abgerufen am 5. April 2019 (französisch)
  10. Matthias Kröner verlässt Fidor Bank. Fidor Bank, 1. April 2019, abgerufen am 2. April 2019 (Pressemitteilung).
  11. Axel Kannenberg: „Express-Handel“: Bitcoin.de kooperiert mit Onlinebank Fidor. In: heise.de. 23. Februar 2015, abgerufen am 8. Januar 2018.
  12. Megabyte statt Zinsen: Telefónica startet mobiles Bankkonto für O2. In: ariva.de. 12. Mai 2016, abgerufen am 5. April 2019.
  13. Stefanie Seidlitz: Komplett mobiles Bankkonto in Kooperation mit Fidor Bank AG: Telefónica Deutschland startet O2 Banking. In: blog.telefonica.de. 25. Juni 2016, abgerufen am 20. Oktober 2017.

Koordinaten: 48° 8′ 58,5″ N, 11° 33′ 23,5″ O