Filialkirche Thon


Die römisch-katholische Filialkirche Thon steht in der Ortschaft Thon in der Marktgemeinde Grafenstein im Bezirk Klagenfurt-Land in Kärnten. Die dem Patrozinium des Heiligen Oswald unterstellte Filialkirche der Pfarrkirche St. Peter bei Grafenstein gehört zum Dekanat Tainach/Tinje in der Diözese Gurk-Klagenfurt. Die Kirche steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Urkundlich wurde 1616 eine Filialkirche mit Befestigungmauer der Pfarrkirche Tainach genannt. 1969 war eine Innenrestaurierung. 1996 wurde das Dach neu eingedeckt.
Architektur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der spätgotische Kirchenbau ist von einem ummauerten Friedhof umgeben. Die westliche Vorhalle ist mit der Friedhofsmauer verbunden. Das rundbogige profilierte spätgotische Westportal hat einen Kielbogenabschluss. Das Langhaus zeigt barocke Fenster. Der eingezogene Chor mit einem Fünfachtelschluss hat zweistufige Strebepfeiler und zweiteilige Maßwerkfenster, die Maßwerke wurden 1969 freigelegt. Der nördliche Turm mit abgefasten spitzbogigen Schallöffnungen trägt einen Spitzgiebelhelm.
Am Chor der Südwand befindet sich ein Wandbild hl. Christophorus aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts.
Das Kircheninnere zeigt ein Langhaus unter einem barocken Tonnengewölbe mit Stichkappen auf Wandpfeilern. Die gemauerte dreiachsige Orgelempore steht auf Freipfeilern mit Rundbogenarkaden. Der hohe Triumphbogen ist spitzbogig. Der zweijochige Chor hat ein Rautensternrippengewölbe auf Dreiviertelsäulen mit Schild- und Kopfkonsolen. Die Sakristeitür mit gotischen Beschlägen führt zur Sakristei im Nordturm. Es gibt eine kleine spätgotische Sakramentsnische mit Kielbogen und Eisengitter.
Einrichtung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Hochaltar von 1718 trägt die Figuren der Heiligen Oswald, Antonius und Franziskus, das Aufsatzbild Mariä Krönung, und auf der Mensa Herz-Jesu- und Marienstatue um 1900. In der Mensa des Hochaltars ist eine römerzeitliches fragmentiertes Grabbaurelief mit der Darstellung eines Doppelgespanns vermauert.
Die beiden Seitenaltäre sind aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Der linke Seitenaltar trägt die Figuren der Heiligen Barbara, Johannes Nepomuk und Daniel und zeigt im Aufsatzbild der hl. Josef mit Kind. Der rechte Seitenaltar trägt die Figuren der Heiligen Markus, Isidor und Notburga und zeigt das Aufsatzbild hl. Anna mit Maria.
Der Korb der Kanzel ist aus dem vierten Viertel des 18. Jahrhunderts und wird als Ambo verwendet.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Thon, Filialkirche hl. Oswald. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Kärnten 2001. S. 947–948.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Koordinaten: 46° 37′ 50,3″ N, 14° 28′ 39,8″ O