Filip Kostić

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filip Kostić
Ser-Swi (7) (cropped) 2.jpg
Filip Kostić bei der WM 2018
Personalia
Geburtstag 1. November 1992
Geburtsort KragujevacBR Jugoslawien
Größe 184 cm
Position Flügel (links)
Junioren
Jahre Station
0000–2010 FK Radnički 1923
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2009–2012 FK Radnički 1923 mind. 57 0(5)
2012–2014 FC Groningen 39 0(9)
2014–2016 VfB Stuttgart 59 0(8)
2016–2018 Hamburger SV 61 0(9)
2018– Eintracht Frankfurt 86 (12)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2010 Serbien U19 4 0(1)
2013–2014 Serbien U21 8 0(2)
2015– Serbien 36 0(2)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 26. Februar 2021

2 Stand: 12. November 2020

Filip Kostić (serbisch-kyrillisch Филип Костић; * 1. November 1992 in Kragujevac) ist ein serbischer Fußballspieler. Der linke Flügelspieler steht beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt unter Vertrag und ist A-Nationalspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2014: Anfänge in Kragujevac und Groningen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kostić gab als 16-Jähriger sein Profidebüt für den FK Radnički 1923 Kragujevac. Mit dem Verein stieg er 2010 von der drittklassigen Srpska Liga in die zweitklassige Prva Liga und in der Folgesaison in die erstklassige SuperLiga auf. Kostić erhielt nach der Saison 2011/12 einige Angebote aus dem Ausland und entschied sich für einen Wechsel zum niederländischen Erstligisten FC Groningen.[1] Für diesen erzielte er in zwei Jahren 12 Tore in 50 Pflichtspielen.[2]

2014–2016: Stammspieler in Stuttgart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kontakt mit dem damaligen Sportdirektor Fredi Bobic[1] wechselte Kostić zur Spielzeit 2014/15 zum Bundesligisten VfB Stuttgart,[3] bei dem er einen Fünfjahresvertrag unterzeichnete.[4] Dort wurde er sofort Stammspieler und erreichte mit der Mannschaft in der ersten Saison den Klassenerhalt. Zum Ende der Saison 2015/16 stieg er mit dem VfB Stuttgart in die 2. Bundesliga ab.[2]

2016–2018: Stammkraft beim Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kostić wechselte zur Saison 2016/17 zum Bundesligisten Hamburger SV. Er erhielt einen bis zum 30. Juni 2021 datierten Fünfjahresvertrag[5] und wurde mit einer gezahlten Ablösesumme von rund 14 Millionen Euro zum bis dahin teuersten Transfer der HSV-Geschichte.[6] In seiner ersten Saison in Hamburg gehörte Kostić zu den Stammspielern und erreichte mit dem Verein das Viertelfinale im DFB-Pokal, in dem die Hamburger gegen Borussia Mönchengladbach ausschieden. In der Liga lief es nicht rund und sie kämpften gegen den Abstieg, allerdings gelang ihnen am letzten Spieltag mit einem 2:1-Sieg im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg – Kostić erzielte den Treffer zum 1:1 – der direkte Klassenerhalt. Auch in der Folgesaison war er Teil der Stammelf, doch anders als in seiner ersten Saison stieg Kostić mit dem HSV erstmals aus der Bundesliga ab.

Seit 2018: Durchbruch in Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kostić im Trikot von Eintracht Frankfurt (2019)

Im August 2018 wechselte Kostić für zwei Jahre auf Leihbasis mit Kaufoption zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt, bei dem Fredi Bobic mittlerweile als Vorstand Sport tätig war.[7][8] Unter Adi Hütter erarbeitete er sich sofort einen Stammplatz auf der linken Außenbahn und kam in seiner ersten Saison in Frankfurt in jedem Bundesligaspiel zum Einsatz. Darüber hinaus lief er für die Eintracht in vier Gruppenspielen der Europa League auf, die der Verein als erste deutsche Mannschaft überhaupt mit sechs Siegen beendete. In der K.o.-Runde stand Kostić in jedem Spiel auf dem Feld und erreichte mit den Frankfurtern das Halbfinale, in dem sie im Elfmeterschießen dem FC Chelsea unterlagen. Insgesamt kam der Serbe in seiner ersten Spielzeit bei der Eintracht auf 46 Pflichtspieleinsätze mit 10 Torerfolgen sowie 13 Assists.[9] Im Mai 2019 zog die Eintracht die Kaufoption und schloss mit Kostić einen langfristigen Vertrag ab.[10] Auch in der Spielzeit 2019/20 war er Dauerbrenner in Frankfurt und kam zu 50 Pflichtspieleinsätzen mit 12 erzielten Treffern und 18 Vorlagen; dabei erreichte er mit seiner Mannschaft das Achtelfinale in der Europa League, das Halbfinale im DFB-Pokal sowie den 9. Tabellenplatz in der Meisterschaft.[2]

Aufgrund seiner Spielweise und seines Kampfgeistes gilt Kostić in Frankfurt als Publikumsliebling.[1] Sein Vertrag bei der Eintracht läuft bis 2023.[10]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kostić (links) bei der WM 2018 im Zweikampf mit Granit Xhaka

Kostić absolvierte am 9. Oktober 2010 für die serbische U19-Nationalmannschaft in der Qualifikationsrunde für die U19-Europameisterschaft 2011 gegen die Auswahl Luxemburgs sein erstes Pflicht-Länderspiel. Für die U21-Nationalmannschaft erzielte er in der Qualifikation für die U21-Europameisterschaft 2015 im entscheidenden Play-off-Rückspiel gegen den Titelverteidiger Spanien am 14. Oktober 2014 in der Nachspielzeit den Treffer zum 2:1-Sieg, durch den sich Serbien für das EM-Turnier in Tschechien qualifizierte.

Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab Kostić am 7. Juni 2015 in der Startaufstellung gegen die Auswahl Aserbaidschans. Sechs Tage später absolvierte er in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 gegen die Auswahl Dänemarks sein erstes A-Pflichtländerspiel. Im Juni 2018 wurde Kostić von Nationaltrainer Mladen Krstajić in den serbischen Kader für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland berufen.[11] Im Turnier kam er in allen drei Gruppenspielen seiner Mannschaft zum Einsatz, die als Gruppendritter ausschied.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kostić wuchs mit einem Bruder in seiner Geburtsstadt Kragujevac auf. Er nennt Michael Ballack als ein fußballerisches Vorbild.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Filip Kostić – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d "Die Eintracht hat meine Karriere wiederbelebt" I Filip Kostic über Kindheit, Macken und Titelträume auf YouTube vom 17. Juli 2020, abgerufen am 23. Juli 2020.
  2. a b c Filip Kostić » Vereinsspiele in der Datenbank von weltfussball.de, abgerufen am 23. Juli 2020.
  3. Akkoord FC Groningen en VfB Stuttgart over transfer Filip Kostic (Memento vom 9. August 2014 im Internet Archive), FC Groningen, 9. August 2014.
  4. Transfer von Filip Kostic perfekt (Memento vom 10. August 2014 im Internet Archive), VfB Stuttgart, 9. August 2014.
  5. Hamburger SV: Fix: Filip Kostic wechselt zum HSV, 25. Juli 2016, abgerufen am 25. Juli 2016.
  6. kicker online: Hamburg: Pure Vorfreude auf Kostic, 25. Juli 2016, abgerufen am 25. Juli 2016.
  7. Filip Kostic auf Leihbasis zu Eintracht Frankfurt, hsv.de, 20. August 2018, abgerufen am 20. August 2018.
  8. Eintracht Frankfurt verpflichtet Filip Kostic, eintracht.de, 20. August 2018, abgerufen am 20. August 2018.
  9. Filip Kostić – Leistungsdaten in der Datenbank von transfermarkt.de, abgerufen am 12. April 2020.
  10. a b Kaufoption gezogen: Filip Kostic bleibt ein Adlerträger, eintracht.de, 17. Mai 2019, abgerufen am 17. Mai 2019.
  11. Nastasic hat’s nicht geschafft – Gacinovics Traum geplatzt auf kicker.de vom 1. Juni 2018, abgerufen am 20. August 2018.