Filth Pig

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Filth Pig
Studioalbum von Ministry
Veröffentlichung 30. Januar 1996
Label Warner Bros. Records
Format Schallplatte, CD
Genre Metal
Anzahl der Titel 10
Laufzeit 54 Min 25 s

Besetzung

Produktion

  • Al Jourgensen
  • Paul Barker

Studios

  • Chicago Trax Studios
Chronologie
Psalm 69: The Way to Succeed and the Way to Suck Eggs
(1992)
Filth Pig Dark Side of the Spoon
(1996)

Filth Pig ist das sechste Studioalbum der US-amerikanischen Industrial-Metal-Band Ministry. Das Album wurde am 30. Januar 1996 veröffentlicht.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drogenexzesse und ein umfangreicher Wechsel in der Band-Besetzung gingen dem Entstehungsprozess des Albums voraus. Themen wie die Heroinabhängigkeit des Frontmanns Al Jourgensen bzw. die generellen Drogenprobleme der Band wurden auf dem Album musikalisch verarbeitet.[1]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der noch auf dem Vorgängeralbum Psalm 69: The Way to Succeed and the Way to Suck Eggs umfangreich betriebene Einsatz von Elektronik und Sampling trat bei den Aufnahmen zu Filth Pig völlig in den Hintergrund. Stattdessen liegt das Hauptaugenmerk auf Live-Aufnahmen und tiefer gestimmten Gitarren bei generell monotonerer Instrumentalisierung.[2][1]

Das einzige, das wir nicht machen wollten, war ‚bloß ein neues Ministry-Album‘, […] also nur Verzerrer und Echo anschalten, das Tempo tierisch anziehen und fertig. Das fing an, uns zu langweilen. Daher spielten wir diesmal als Band und verwendeten kaum noch Samples. Alle Instrumente sind diesmal tatsächlich von Hand gespielt. Außer einem Spoken-Word-Sample ist nichts gesamplet. Alles handgemacht; die Mundharmonika, das Klavier, Pedal Steel, Orgel – hab ich alles selbst eingespielt. Und das ganze Schlagzeug ist live.[2]

Al Jourgensen, 1996

Laut Jourgensen wurden zwei Songs direkt beim Proben aufgenommen und anschließend fast unbearbeitet auf das Album genommen.[2]

Single-Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stücke Reload, The Fall sowie das Bob-Dylan-Cover Lay Lady Lay wurden als Singles ausgekoppelt. Lediglich The Fall konnte nennenswerten Erfolg in den Charts verbuchen.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Filth Pig
  DE 28 12.02.1996 (9 Wo.) [3]
  AT 47 17.03.1996 (1 Wo.) [4]
  CH 50 03.03.1996 (1 Wo.) [5]
  US 19 17.02.1996 (10 Wo.) [6]
[3]

[4] [5]

[6]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/Quellen-Parameter
  1. Reload – 2:25 (Jourgensen, Barker)
  2. Filth Pig – 6:19 (Jourgensen, Barker)
  3. Lava – 6:30 (Jourgensen, Barker)
  4. Crumbs – 4:14 (Jourgensen, Barker, Scaccia, Svitek, Washam)
  5. Useless – 5:55 (Jourgensen, Barker, Rieflin, Scaccia)
  6. Dead Guy – 5:15 (Jourgensen, Barker, Washam)
  7. Game Show – 7:45 (Jourgensen, Barker, Scaccia, Svitek, Washam)
  8. The Fall − 4:54 (Jourgensen, Balch)
  9. Lay Lady Lay – 5:44 (Bob Dylan)
  10. Brick Windows – 5:23 (Jourgensen, Barker)

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robert Müller vom New Rock & Metal Hammer bezeichnete Filth Pig in seiner Kritik zu Skrews Angel Decay XXIII als „Geniestreich“.[7] Sein Kollege Rüdiger Hennecke bezeichnete es in seiner Kritik zu Dark Side of the Spoon als „das mit Abstand sperrigste Album, was jemals von den Chicagoer Weirdos herausgerotzt wurde (und dementsprechend auch höllisch mies verkaufte)“.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stephen Thomas Erlewine: Filth Pig > Overview (englisch). In: Allmusic, abgerufen am 26. Juli 2010
  2. a b c Manfred Upnmoor: Interview mit Ministry, Zillo, Heft-Nr. 2/96, S. 74, Februar 1996
  3. a b Ministry in den deutschen Charts, abgerufen am 13. September 2010
  4. a b Filth Pig in den österreichischen Charts, abgerufen am 13. September 2010
  5. a b Filth Pig in den Schweizer Charts, abgerufen am 13. September 2010
  6. a b Filth Pig in den US-Billboard-Charts, abgerufen am 13. September 2010
  7. Robert Müller: Skrew. Angel Decay XXIII. In: New Rock & Metal Hammer, Nr. 10, Oktober 1997, S. 87.
  8. Rüdiger Hennecke: Ministry. Dark Side Of The Spoon. In: Hard Rock & Metal Hammer, Juli 1999, S. 97.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]