Financial Times

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Financial Times
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Beschreibung Tageszeitung mit weltweiter Zirkulation
Fachgebiet Wirtschaftszeitung
Sprache englisch
Verlag Verlagsgruppe Nikkei
Hauptsitz London
Erstausgabe 9. Januar 1888
Erscheinungsweise Börsentäglich ( = Montag bis
Freitag, mit Ausnahme von
Feiertagen) und eine
Wochenendedition
Verkaufte Auflage
(Stand 02.2017 [1])
184.279 Exemplare
Chefredakteur Lionel Barber
Weblink ft.com
ISSN 0307-1766

Die Financial Times (FT) ist eine in London an sechs Wochentagen erscheinende wirtschaftsliberale Wirtschaftszeitung. Wegen ihrer zahlreichen politischen Artikel handelt es sich um kein reines Finanzblatt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Vorgänger der Financial Times gelten die erstmals 1884 von dem Londoner Verleger Harry Marks herausgegebenen Financial News (FN). Am 9. Januar 1888 erschien erstmals Horatio Bottomleys London Financial Guide. Bereits einen Monat später, am 13. Februar, folgte die Umbenennung in Financial Times. Zur Kennzeichnung der Marke und als Alleinstellungsmerkmal kam eine Idee des damaligen Verlegers Douglas MacRae zum Tragen: Er ließ das Blatt ab 1893 auf lachsfarbenem Papier drucken. Zur Hundert-Jahr-Feier lachsfarbenen Erscheinens 1993 wurde die Zeitung am 4. Januar 1993 ausnahmsweise auf weißem Papier gedruckt.

1957 übernahm die Verlagsgruppe Pearson die Financial Times. Seit 1979 wird in Frankfurt am Main eine Ausgabe für europäische und nordamerikanische Leser gedruckt. Im Juli 1999 wurde die Zeitung im Rahmen einer Umfrage, die in 50 Staaten der Erde durchgeführt wurde, zur „besten Zeitung der Welt“ gekürt.

Vom 21. Februar 2000 bis 7. Dezember 2012 erschien auch eine Financial Times Deutschland (FTD). Zum 1. Januar 2008 übernahm Gruner + Jahr den zweiten 50-Prozent-Anteil von der Pearson Publishing Group (FT) an der FTD und war seitdem alleiniger Eigentümer. Beide Zeitungen waren seitdem nur noch über den Namen verbunden.

Am 23. Juli 2015 gab die japanische Mediengruppe Nikkei den Abschluss einer Vereinbarung mit Pearson zum Kauf der FT für einen Preis von 844 Mio. Pfund (1,2 Mrd. Euro) bekannt. Die Transaktion soll, nach Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden, bis Jahresende 2015 durchgeführt sein.[1]

Die Financial Times ist für eine Reihe von Ranglisten bekannt, die das Blatt regelmäßig veröffentlicht. Quartalsweise erscheint beispielsweise die Financial Times Global 500, eine Liste der 500 größten Unternehmen der Welt nach Marktkapitalisierung.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Financial Times verkaufte 2004 rund 100.000 ihrer weltweit 406.000 Exemplare im Heimatland Großbritannien.

Im Februar 2017 erreichte die Print-Ausgabe der Zeitung noch eine Auflage von 184.279, wovon 61.158 in Großbritannien in den Umlauf gebracht wurden. Während die Print-Auflage stetig schrumpft, kann die gebührenpflichtige Online-Version der Zeitung Leserzuwächse verzeichnen. Im Februar 2017 teilte die Financial Times mit, dass die Zahl ihrer Online-Abonnenten inzwischen auf 650.000 angewachsen sei. Dies entspricht verglichen mit dem Vorjahr einem Anstieg um 14 Prozent.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Springer unterliegt im Bieterkampf für "Financial Times", Spiegel Online, 23. Juli 2015
  2. Dominic Ponsford: FT reports 650,000 digital subscribers with boosts around last year’s Brexit vote and US election. Press Gazette; abgerufen am 19. November 2017 (amerikanisches Englisch).